– Professor Martin Hoffmann ist neuer Vorstandsvorsitzender der VDE VDI GMM.
– Die Fachgesellschaft wählte am 12. Januar 2026 einen neuen Vorstand.
– Zentrale Herausforderungen sind Nachwuchsgewinnung und Sichtbarkeit der Mikroelektronik.
Prof. Martin Hoffmann neuer Vorsitzender der VDE VDI GMM
Mit dem Beginn des Jahres 2026 hat die VDE/VDI Gesellschaft Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik (VDE VDI GMM) einen neuen Vorstand gewählt. Den Vorsitz übernimmt Professor Dr. Martin Hoffmann. Die bisherige stellvertretende Vorsitzende, Professorin Dr. Amelie Hagelauer, bleibt im Amt.
Das Gremium bedankte sich für das Engagement der alten und neuen Vorstandsmitglieder. Hoffmann betonte: „Wir bedanken uns bei den neuen und alten Vorstandsmitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Vorstand.“ Weiter führte er aus: „Die Nachwuchsgewinnung und das Sichtbarmachen der Mikroelektronik in Gesellschaft und Politik bilden die zentralen Herausforderungen dieser Amtszeit.“
Seit 2023 ist Hoffmann Mitglied im Vorstand der GMM.*
An der Seite Hoffmanns bleibt Prof. Dr. Amelie Hagelauer, Institutsleiterin des Fraunhofer EMFT und Lehrstuhlinhaberin an der TU München. Aufgrund ihrer Expertise in Mikro- und Nanosystemtechnik sowie Mechatronik ist sie seit 2023 im GMM-Vorstand aktiv.* Weitere Neuzugänge im Vorstand sind Prof. Dr. Rainer Holmer (Dekan der OTH Regensburg), Dr. Simon Armbruster (Bosch), Jörg Doblaski (X-FAB) sowie Dr. Peter Kanschat (Infineon). Prof. Dr. Jens Anders ergänzt das GMM-Leadership weiterhin.
Die VDE/VDI Gesellschaft Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik ist eine zentrale Plattform für den Austausch in den Bereichen Fertigung, Mechatronik und elektromagnetische Verträglichkeit. Sie fördert zudem den wissenschaftlichen Nachwuchs, beteiligt sich an nationalen und europäischen Forschungsprogrammen und organisiert den vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt unterstützten Wettbewerb COSIMA.
Der Wechsel an der Spitze der GMM markiert einen wichtigen Schritt, um die Sichtbarkeit der Mikroelektronik in Gesellschaft und Politik zu stärken und die Nachwuchsförderung weiter voranzutreiben.
Bedeutung von Führung in Forschungs- und Fachgesellschaften für die Mikroelektronik
Die Rolle des Vorstandsvorsitzenden einer Fachgesellschaft wie der VDE/VDI Gesellschaft Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik (VDE VDI GMM) wirkt sich erheblich auf die Sichtbarkeit der Branche sowie auf Nachwuchsförderung und Innovationen aus. Mit der Wahl von Professor Martin Hoffmann an die Spitze der GMM wird eine zentrale Weiche für die strategische Ausrichtung gestellt. Seine Position ermöglicht es, den Dialog zwischen Forschung, Industrie und Gesellschaft aktiv zu gestalten, die Mikroelektronik im öffentlichen Bewusstsein zu verankern und politische Unterstützung zu mobilisieren.
Die Bedeutung dieser Führungsrolle zeigt sich auch darin, wie sie nachhaltige Impulse für die Nachwuchsgewinnung setzt. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler profitieren von Sichtbarkeit, Förderung und Vernetzungsmöglichkeiten, um Innovationen voranzutreiben. In diesem Kontext trägt ein starker Vorstand dazu bei, die Mikroelektronik als Schlüsseltechnologie zu positionieren, was wiederum den Zugang zu Förderprogrammen erleichtert.
Ein konkretes Beispiel ist die staatliche Förderung im Rahmen des BMBF-geförderten Gemeinsamen Unternehmens Chips. Hierbei handelt es sich um industriegetriebene Forschungs- und Entwicklungsverbundvorhaben in der Mikroelektronik, bei denen Unternehmen Zuschüsse erhalten können, während Hochschulen sogar bis zu 100 % subsidiiert werden (Stand: 2025)*. Diese Fördermöglichkeiten sind essenziell, um innovative Projekte anzustoßen, Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu vertiefen und den wissenschaftlichen Nachwuchs gezielt zu fördern.
Führungspersönlichkeiten wie Hoffmann haben die Aufgabe, diese Chancen aktiv zu nutzen, Netzwerke zu knüpfen und durch ihre Position den Nachwuchs zu stärken. Sie sind die Brücke zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und industrieller Praxis – eine Rolle, die vor allem in einem dynamischen Technologiefeld wie der Mikroelektronik immer wichtiger wird.
Insgesamt entscheidet die Qualität der Vorstandsspitze maßgeblich darüber, wie effektiv eine Fachgesellschaft Innovationen vorantreiben und die Branche in Gesellschaft und Politik sichtbar machen kann. Bei strategischer Vernetzung und gezielter Projektakquise entsteht die Grundlage, um die Potenziale der Mikroelektronik voll auszuschöpfen und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands langfristig zu sichern.
Fördermöglichkeiten im Überblick: Mikroelektronik-Forschung 2025
Förderung spielt eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Mikroelektronik- und Mikrosystemtechnik in Deutschland. Laut Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) stehen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben derzeit Zuschüsse bis zu 50% für Unternehmen (mit KMU-Bonus möglich) sowie bis zu 100% für Hochschulen zur Verfügung (Stand: 2025*).
Diese Förderkonditionen machen Investitionen in Forschungsvorhaben sowie die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und der Industrie deutlich attraktiver. Sie ermöglichen es, technologisch anspruchsvolle Projekte zu realisieren, die ohne staatliche Unterstützung nur schwer finanzierbar wären.
Was bedeutet das für Hochschulen und Unternehmen?
- Für Unternehmen erleichtert die Förderkulisse die Entwicklung innovativer Mikroelektronik-Produkte und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit.
- Für Hochschulen bietet die Förderung die Chance, Grundlagenforschung deutlich voranzutreiben und Zusammenarbeit mit Industriepartnern zu intensivieren.
Solche Rahmenbedingungen sorgen für einen nachhaltigen Innovationsschub in der Mikroelektronik, einem Schlüsselbereich der digitalen Zukunft.
Gesellschaftliche Auswirkungen und die Bedeutung des Führungswechsels in der Mikroelektronik
Der Wechsel an der Spitze der VDE/VDI Gesellschaft Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik (VDE VDI GMM) hat weitreichende gesellschaftliche Folgen. Dabei rückt vor allem die Nachwuchsgewinnung in den Mittelpunkt. Die Fachgesellschaft sieht in der gezielten Ansprache junger Talente sowie der stärkeren Sichtbarkeit der Mikroelektronik in politischen und öffentlichen Diskursen zentrale Aufgaben, um sowohl die technologische Souveränität Deutschlands als auch die Innovationskraft der Wirtschaft langfristig zu sichern.
Nachwuchsgewinnung als zentrales Thema
Der Fachkräftenachwuchs ist für die Wettbewerbsfähigkeit der Mikroelektronikbranche essenziell. Ein stärkeres Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit und gezielte Förderprogramme sollen die Attraktivität der Branche für junge Talente steigern. Fördermittel unterstützen Unternehmen mit bis zu 50 % der förderfähigen Kosten (KMU-Bonus möglich) und Hochschulen mit bis zu 100 % (Stand: 2025)*.
Der Ausbau von Bildungs- und Karriereangeboten für den Mikroelektronik-Nachwuchs ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit der gesamten Wirtschaft.
Sichtbarkeit der Mikroelektronik in Politik und Öffentlichkeit
Ein weiterer Schwerpunkt des Führungswechsels liegt auf der verbesserten Sichtbarkeit der Mikroelektronik in gesellschaftlichen und politischen Diskussionen. Mikroelektronik bildet die Grundlage für zahlreiche technologische Innovationen, etwa in der Mobilität, im Gesundheitswesen oder in der Energiewende. Dennoch bleibt das Fachgebiet oftmals im Hintergrund, wenn es um Entscheidungsprozesse und gesellschaftliche Debatten geht.
Die Gesellschaft gewinnt ein tieferes Verständnis für die Bedeutung mikrotechnischer Innovationen, wenn diese zum Beispiel als zentrale Bestandteile für die sichere Energieversorgung oder die Digitalisierung anerkannt werden. Der Fokus auf mediale Präsenz und die Einbindung in politische Diskurse sind deshalb von strategischer Bedeutung. Eine stärkere Positionierung, auch durch öffentliche Kampagnen, fördert das Verständnis und die Akzeptanz für die technologische Entwicklung und ihren gesellschaftlichen Nutzen.
Das Beispiel der Mikroelektronik in der Politik zeigt: Je sichtbarer technologische Innovationen sind, desto eher können sie in den politischen Entscheidungsprozess einfließen. Dies betrifft unter anderem die Förderung europäischer Forschung sowie die Sicherstellung eigener Produktionsmöglichkeiten im Bereich der Halbleiter.
Fazit
Der Führungswechsel in der GMM markiert eine strategische Neuausrichtung, bei der die Gesellschaftsrelevanz der Mikroelektronik stärker betont wird. Die Fokuspunkte Nachwuchsgewinnung und Sichtbarkeit kristallisieren sich als entscheidend heraus, um die technologische Souveränität und Innovationsfähigkeit nachhaltig zu sichern. Gesellschaft und Wirtschaft profitieren davon, wenn das Fachgebiet in Öffentlichkeit und Politik stärker wahrgenommen wird, um die Grundlagen für eine zukünftige technologische Führung zu legen.
Ausblick und Handlungsfelder für die GMM unter neuer Führung
Der neue Vorstand, mit Professor Martin Hoffmann an der Spitze, setzt auf eine strategische Kombination aus Stärkung des Netzwerks, gezielter Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Sichtbarkeit in Gesellschaft und Politik. Ziel ist es, mikroelektronische Innovationen in der breiten Öffentlichkeit und auf politischer Ebene zu stärken und so den Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb zu sichern.*
Um diese Aufgaben zu bewältigen, kann die GMM auf eine bessere Vernetzung mit nationalen und europäischen Förderprogrammen setzen.* Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen sollen intensiviert werden, um Synergien zu nutzen und Innovationen voranzutreiben. Die Einbindung in zukunftsweisende Initiativen wie die Förderung von Mikro- und Nanotechnologien kann die Sichtbarkeit erhöhen und zusätzliche Mittel mobilisieren.*
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung von Nachwuchsprogrammen. Die Nachwuchsförderung bleibt eine zentrale Herausforderung, für die beispielsweise die Umsetzung spezieller Trainings- und Mentoring-Programme für Studierende und Doktorandinnen eine wichtige Rolle spielen. Die Organisation studentischer Wettbewerbe im Bereich Mikrosystemtechnik bietet die Möglichkeit, Talente frühzeitig zu identifizieren und zu fördern.*
Zukünftige Entwicklungen könnten zudem in einem Ausbau digitaler Plattformen und virtueller Vernetzungsformate bestehen, um den Austausch und die Zusammenarbeit auch über Grenzen hinweg zu erleichtern.* Dabei verfolgt die GMM pragmatisch das Ziel, ihre Position als führende Experten-Community weiter auszubauen und aktiv auf technologische Trends zu reagieren.
Prägnant lassen sich folgende prioritäre Handlungsfelder formulieren:
- Vernetzung und Kooperationen ausbauen, um die Ressourcen noch effektiver zu nutzen und die Branche auf europäischer Ebene zu stärken.
- Nachwuchsförderung intensivieren, um den Fachkräftenachwuchs für die Mikroelektronikbranche zu sichern.
- Sichtbarkeit und Einflussnahme in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft erhöhen, um die Bedeutung mikroelektronischer Innovationen zu unterstreichen.
Mit dieser strategischen und konstruktiven Herangehensweise kann die GMM die Weichen für ein nachhaltiges Wachstum stellen und die Herausforderungen der Branche in den kommenden Jahren erfolgreich bewältigen.
Die nachfolgenden Informationen und Zitate stammen aus einer offiziellen Pressemitteilung der VDE/VDI Gesellschaft Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik (VDE VDI GMM).
Weiterführende Quellen:
- „Das BMBF fördert im Rahmen des Gemeinsamen Unternehmens Chips industriegetriebene Forschungs- und Entwicklungs-Verbundvorhaben in der Mikroelektronik mit Zuschüssen bis zu 50% der förderfähigen Kosten für Unternehmen (KMU-Bonus möglich), bis 100% für Hochschulen (Stand: 2025).“ – Quelle: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Bund/BMBF/mikroelektronikforschung-gu-chips.html
13 Antworten
Die Fördermöglichkeiten sind sehr interessant! Ich hoffe, viele nutzen diese Chancen für ihre Projekte in der Mikroelektronik.
Das wäre großartig! Wir brauchen dringend Innovationen in diesem Bereich!
Sind diese Fördermittel auch für kleine Start-ups zugänglich?
Ich denke, die Sichtbarkeit der Mikroelektronik ist sehr wichtig! Wie können wir sicherstellen, dass mehr Menschen davon erfahren und Interesse entwickeln?
Das könnte durch Social Media Kampagnen erreicht werden! Mehr Infos online wären hilfreich.
Die Rolle von Prof. Hoffmann scheint echt wichtig zu sein! Was sind die konkreten nächsten Schritte für ihn und das Team? Wie kann jeder dazu beitragen?
Das würde mich auch interessieren! Vielleicht könnten Workshops oder Informationsveranstaltungen helfen?
Wäre eine Kooperation mit Schulen nicht sinnvoll? So könnten mehr junge Leute für diesen Bereich begeistert werden.
Es ist schön zu hören, dass die VDE VDI GMM einen neuen Vorstand hat. Die Nachwuchsgewinnung ist wirklich entscheidend! Welche Strategien denkt ihr, werden am besten funktionieren?
Ich bin neugierig auf die neuen Ideen zur Förderung des Nachwuchses. Vielleicht könnte man auch mehr Schüler ansprechen?
Ich finde es gut, dass Prof. Hoffmann den Vorsitz übernommen hat. Die Herausforderungen in der Mikroelektronik sind echt wichtig für die Zukunft. Wie sieht es mit der Sichtbarkeit in der Gesellschaft aus? Können wir mehr darüber erfahren?
Ja, das Thema Sichtbarkeit ist wichtig! Ich hoffe, dass es auch mehr Aufklärung über die Mikroelektronik gibt, damit die Leute verstehen, was wir brauchen.
Ich frage mich, wie genau die Nachwuchsgewinnung gefördert werden soll. Gibt es spezielle Programme dafür?