Lufthansa CityLine: Pilotengewerkschaft VC beantragt Urabstimmung nach gescheiterten Gehaltsverhandlungen

Die Verhandlungen über den Vergütungstarifvertrag für die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa CityLine sind gescheitert. Die Vereinigung Cockpit hat deshalb die Einleitung einer Urabstimmung beantragt und fordert eine stufenweise Gehaltserhöhung von jeweils 3,3 Prozent in den Jahren 2024, 2025 und 2026. Die Gewerkschaft wirft dem Arbeitgeber vor, mit vagen Zukunftsszenarien notwendige tarifliche Verbesserungen blockieren zu wollen.
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– Tarifverhandlungen für Lufthansa CityLine-Piloten sind gescheitert.
– Die Pilotengewerkschaft beantragt eine Urabstimmung über Arbeitskampfmaßnahmen.
– Die Gewerkschaft fordert stufenweise Gehaltserhöhungen von jeweils 3,3 Prozent.

Tarifverhandlungen bei Lufthansa CityLine gescheitert – Vereinigung Cockpit beantragt Urabstimmung

Die Verhandlungen zum Vergütungstarifvertrag (VTV) für die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa CityLine sind gescheitert. Die Vereinigung Cockpit (VC) hat daraufhin beim Vorstand die Einleitung einer Urabstimmung beantragt. Eine Entscheidung dazu wird kurzfristig erwartet.

Bereits im August des vergangenen Jahres hatten die Tarifparteien Gespräche aufgenommen. Nach mehreren Verhandlungsrunden legte der Arbeitgeber kein Angebot vor, das den Forderungen der Pilotinnen und Piloten entsprach. Nach Angaben der VC bestand die Arbeitgeberseite darauf, mögliche Vergütungserhöhungen an anderer Stelle zu kompensieren.

Die Tarifkommission betont, dass strategische Überlegungen zur Zukunft einzelner Konzernbereiche nicht mit laufenden Vergütungsverhandlungen vermischt werden dürften. Solange die Beschäftigten im aktiven Arbeitsverhältnis stehen, bleibe es Aufgabe der Tarifparteien, zeitgemäße und faire Vergütungsbedingungen zu vereinbaren.

Konkrete Forderung: Stufenweise Erhöhung um jeweils 3,3 Prozent

Laut Pressemitteilung fordert die Vereinigung Cockpit eine stufenweise Erhöhung der aktuellen Vergütungstabellen CLH Cockpit (Stand: 01.01.2024) um jeweils 3,3 Prozent zu folgenden Zeitpunkten:

  • 01.02.2024

  • 01.01.2025

  • 01.01.2026

Diese Daten entsprechen den in der Mitteilung ausdrücklich genannten Stichtagen.

Mit dem Antrag auf Urabstimmung unterstreicht die Tarifkommission nach eigenen Angaben die Geschlossenheit der Pilotinnen und Piloten. Zugleich signalisiert die VC weiterhin Gesprächsbereitschaft, sofern ein substanzielles Angebot vorgelegt wird.

Abgrenzung zu Verdi-Verhandlungen

Die seit dem 23. Juli 2025 laufenden Verhandlungen der Gewerkschaft ver.di betreffen Lufthansa City Airlines und nicht Lufthansa CityLine. Eine Übertragung dieses Datums auf CityLine ist nicht belegt.

Nach Branchenberichten (Stand: Februar 2026) strebt ver.di für Lufthansa City Airlines eine Ersttarifierung an, die Anfang 2026 in einer Mitgliederabstimmung bestätigt werden soll.

Mitgliederzahl der Vereinigung Cockpit

Die Vereinigung Cockpit vertritt nach eigenen Angaben rund 9.600 Mitglieder bei sämtlichen deutschen Airlines. Diese Zahl bezieht sich nicht ausschließlich auf die Lufthansa Group und erlaubt keine konkrete Aussage darüber, wie viele Mitglieder direkt von den CityLine-Verhandlungen betroffen sind.

Flottenplanung bei CityLine

Laut Branchenberichten plant Lufthansa, ab 2026 alle CRJ-900-Flugzeuge bei CityLine abzuziehen (Stand: Februar 2026). CityLine betreibt demnach rund 30 Flugzeuge für europäische Verbindungen zu den Drehkreuzen Frankfurt und München.

Über konkrete personelle oder strukturelle Folgen dieser Flottenplanung enthalten die zugrunde liegenden Berichte keine belastbaren Aussagen.

Ausblick

Mit der beantragten Urabstimmung tritt der Tarifkonflikt in eine neue Phase. Ein positives Votum würde den internen Rückhalt für weitere Schritte dokumentieren. Ob es zu neuen Verhandlungen oder weiteren Maßnahmen kommt, hängt vom weiteren Verlauf der Gespräche zwischen den Tarifparteien ab.

Derzeit ist festzuhalten: Die Verhandlungen sind gescheitert, die Forderung nach drei stufenweisen Erhöhungen um jeweils 3,3 Prozent bleibt bestehen, und die Entscheidung über das weitere Vorgehen liegt nun bei den Mitgliedern der Vereinigung Cockpit.

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8 Kommentare

  1. ‚Streiks sind nie angenehm‘, aber manchmal notwendig für faire Bedingungen! Wie seht ihr das? Sollte es mehr Solidarität unter den Fluggesellschaften geben?

  2. ‚Die Zukunft sieht düster aus‘, dachte ich mir beim Lesen des Artikels über Lufthansa CityLine. Was denkt ihr über die Auswirkungen auf die Arbeitnehmerrechte in der Luftfahrtbranche im Allgemeinen?

  3. Es ist schade zu hören, dass keine Einigung erzielt wurde. Die Gehaltserhöhungen sind notwendig für die Piloten, um im Wettbewerb bestehen zu können. Welche Alternativen seht ihr für eine Lösung?

    1. Ich denke, die Gespräche sollten intensiver geführt werden. Vielleicht kann man auch Vorschläge von den Piloten einholen? Es wäre interessant zu hören, was sie konkret wollen.

    2. Das stimmt! Ein offener Dialog kann oft Wunder wirken. Ich hoffe wirklich auf eine positive Entwicklung in diesem Konflikt.

  4. Die gescheiterten Verhandlungen sind ein Zeichen für ernsthafte Probleme innerhalb des Unternehmens. Ich frage mich, wie sich das auf die Flottenplanung auswirken wird? Werden wir bald weniger Flugzeuge sehen?

  5. Es ist wirklich bedauerlich, dass die Tarifverhandlungen gescheitert sind. Die Forderung nach stufenweisen Erhöhungen von 3,3 Prozent ist sehr berechtigt. Wie denkt ihr über die Rolle der Gewerkschaft in dieser Situation?

    1. Ich finde auch, dass die Gewerkschaft stark auftreten sollte. Es ist wichtig, dass die Piloten eine faire Entlohnung erhalten. Glaubt ihr, dass es zu einem Streik kommen könnte?

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