Leichtathletik zuhause trainieren: Übungen für Anfänger

Leichtathletik kannst du auch zuhause effektiv vorbereiten – mit Übungen für Lauftechnik, Kraft, Koordination und Beweglichkeit. Welche Übungen wirklich funktionieren, wie du sicher startest und was du besser im Verein trainierst, erfährst du hier. Starte mit einem einfachen Wochenplan und finde heraus, wie du deine Fortschritte messen kannst.
Skummatte, Springseil, Turnkasten und Markierungen auf Boden für Indoor-Leichtathletiktraining.

Inhaltsverzeichnis

Unser Nachrichtenangebot – jetzt als bevorzugte Quelle bei Google

Wer bei Google nach Vereins- oder Verbandsthemen sucht, sieht neben den Suchergebnissen oft auch eine Box mit aktuellen Schlagzeilen.

Wenn Sie Verbandsbüro als bevorzugte Quelle hinterlegen, erscheinen unsere Inhalte häufiger in Ihrer persönlichen Schlagzeilen-Übersicht – mit geprüften Informationen, praxisnahen Tipps und relevanten News für Vereine und Verbände.

Sagen Sie uns kurz Ihre Meinung:

Mit Leichtathletik zuhause beginnen ?

Ja, Leichtathletik lässt sich zuhause sinnvoll trainieren. Nicht alles, aber sehr viel: Lauftechnik, Koordination, Beweglichkeit, Rumpfstabilität, Kraftausdauer und erste Sprungkraft-Grundlagen funktionieren auch ohne Stadion.

Wir von Verbandsbüro sehen in der Vereins- und Schulpraxis oft: Wer zuhause sauber an den Grundlagen arbeitet, kommt später auf der Bahn besser zurecht. Entscheidend ist dabei nicht das maximale Tempo, sondern kontrollierte Bewegung.

Beispiel für eine 20- bis 30-minütige Einstiegseinheit:

TeilInhaltDauer
MobilisationFußkreisen, Hüftkreisen, Armkreisen, Knieheben5 Minuten
Lauf-ABCFußgelenksarbeit, Kniehebelauf, Anfersen6–8 Minuten
KraftKniebeugen, Plank, Wadenheben8–10 Minuten
KoordinationLinienläufe, Einbeinstand mit Armbewegungen4–5 Minuten
Cool-downruhiges Dehnen, Atmung, lockeres Ausschütteln3–5 Minuten

Starte lieber mit weniger Wiederholungen und sauberer Technik. Gerade Anfänger profitieren davon mehr als von hektischen Übungen, die nur anstrengend aussehen.

Für wen ist Heimtraining in der Leichtathletik sinnvoll?

Heimtraining passt besonders gut, wenn du Grundlagen aufbauen möchtest und keinen direkten Zugang zu Laufbahn, Vereinstraining oder Geräten hast.

Das Training passt zu dir, wenn du:

  • Anfänger bist und sicher starten möchtest
  • dich als Schüler auf Bundesjugendspiele, Schulsport oder Vereinstraining vorbereitest
  • nach längerer Pause wieder einsteigen willst
  • als Läufer an Technik, Stabilität und Schnelligkeit arbeiten möchtest
  • mit Kindern spielerisch Bewegung üben willst
  • allgemein fitter, beweglicher und koordinierter werden möchtest

Bei Kindern gilt: kurz, spielerisch und ohne Maximalbelastung. Kleine Reaktionsspiele, Hüpfen über Linien oder Lauf-ABC als Bewegungsspiel funktionieren besser als starre Trainingsprogramme.

Wenn du Schmerzen, Verletzungen, Vorerkrankungen oder ein ambitioniertes Wettkampfziel hast, solltest du fachliche Begleitung einplanen. Heimtraining kann viel vorbereiten, ersetzt aber nicht immer Trainerblick, Bahn oder medizinische Abklärung.

Was zuhause möglich ist – und wo die Grenzen liegen

Leichtathletik besteht aus vielen Disziplinen. Einige Grundlagen lassen sich zuhause sehr gut üben, andere brauchen Platz, sicheren Untergrund, Material und Feedback.

Zuhause gut trainierbarZuhause nur eingeschränkt trainierbar
LauftechnikSprint mit voller Geschwindigkeit
KoordinationWeitsprung mit Anlauf
RumpfstabilitätHochsprung
BeweglichkeitHürdenlauf
KraftausdauerWurfdisziplinen
Sprungkraft-Grundlagenlange Beschleunigungsläufe
Reaktionsfähigkeitkomplexe Wettkampftechnik

Der große Vorteil: Technik und Athletik sind die Basis jeder Leichtathletik-Disziplin. Wer stabiler läuft, sauberer landet und besser koordiniert ist, legt eine starke Grundlage für Sprint, Sprung, Lauf und später auch für Wurfdisziplinen.

Zuhause trainierst du also vor allem als Einstieg, Vorbereitung oder Ergänzung. Für Maximalsprints, Weitsprung mit Anlauf, Hochsprung, Hürden oder Würfe braucht es später geeignete Bedingungen.

Die Basis: Aufwärmen wie in der Leichtathletik

Aufwärmen ist kein lästiger Zusatz. Es bereitet Gelenke, Muskeln und Nervensystem auf schnelle, federnde und koordinierte Bewegungen vor.

Für Anfänger reichen meist 5–10 Minuten. Vor dem Training bewegst du dich dynamisch. Intensives Dehnen mit kalter Muskulatur ist keine gute Idee.

Mobilisation für Fußgelenke, Hüfte und Schultern

Nutze einfache Bewegungen, die den Körper wach machen:

  • Fußkreisen: je Fuß 10 Kreise pro Richtung
  • Hüftkreisen: langsam und kontrolliert, 10 Wiederholungen
  • Armkreisen: kleine und große Kreise, vorwärts und rückwärts
  • Knieheben im Stand: Knie abwechselnd anheben, Rumpf stabil halten
  • Dynamische Ausfallschritte: kleine Schritte, Hüfte öffnen, Knie kontrolliert führen

Gerade Fußgelenke und Hüfte spielen beim Laufen und Springen eine große Rolle. Je besser sie vorbereitet sind, desto sauberer gelingen die Übungen danach.

Aktivierung vor dem Training

Jetzt darf der Puls leicht steigen, aber du sollst dich nicht auspowern.

Eine einfache Aktivierung:

  • 30 Sekunden Hampelmänner
  • 30 Sekunden lockeres Seilspringen oder Laufen auf der Stelle
  • 2 x 20 Sekunden lockere Skippings
  • 3 kurze Reaktionsspiele, zum Beispiel auf Klatschen starten oder Richtung wechseln

Danach solltest du warm, wach und beweglich sein – nicht erschöpft.

Technik vorbereiten: Lauf-ABC, Sprungkraft und Koordination

Leichtathletik beginnt nicht erst auf der Laufbahn. Viele Bewegungsmuster kannst du auf kleinem Raum vorbereiten: im Flur, im Hof, im Garten oder auf einer freien Fläche im Wohnzimmer.

Der wichtigste Grundsatz bleibt: Technik vor Tempo.

Lauf-ABC für zuhause

ÜbungZielAusführungDosierungHäufiger Fehler
Fußgelenksarbeitaktive Füße, kurze Bodenkontaktekleine schnelle Schritte, Ferse kaum absetzen2–3 x 20 Sekundenzu große Schritte
Kniehebelauf auf der StelleHüftarbeit, RumpfstabilitätKnie kontrolliert anheben, Arme mitnehmen2–3 x 20 SekundenOberkörper kippt zurück
Anfersenhintere Oberschenkel aktivierenFersen Richtung Gesäß führen, locker bleiben2 x 20 Sekundenins Hohlkreuz fallen
SkippingsRhythmus und Frequenzkurze, federnde Kontakte auf dem Vorfuß2–3 x 15–20 Sekundenhektisch stampfen
Hopserlauf auf engem RaumSprungkoordinationkleine Hopser, Arme aktiv einsetzen2 x 6–10 Wiederholungenharte Landung
Schnelle KontakteReaktionsfähigkeit der Füßeauf der Stelle schnell tippen3 x 10–15 SekundenSchultern verspannen

Wenn wenig Platz vorhanden ist, führst du die Übungen auf der Stelle aus. Hast du Flur, Hof oder Garten, kannst du sie über 5–10 Meter laufen.

Koordination und Reaktion

Koordination wirkt unspektakulär, ist aber für Leichtathletik enorm wertvoll. Du brauchst dafür keine Koordinationsleiter. Eine Fliesenfuge, Teppichkante oder ein Streifen Klebeband reicht.

Gute Übungen für zuhause:

  • Linienläufe: vor-zurück oder seitlich über eine Linie steigen, 3 x 20 Sekunden
  • Einbeinstand mit Armbewegungen: 2 x 20–30 Sekunden pro Seite
  • Richtungswechsel auf Kommando: Partner ruft „links“, „rechts“, „Stopp“ oder „Start“
  • Reaktionsstart: aus Sitz, Bauchlage oder Stand auf Signal kurz anlaufen
  • Klebeband-Leiter: kleine Schrittfolgen vorwärts, seitlich oder diagonal

Für Kinder lassen sich diese Übungen gut als Spiel verpacken: Wer reagiert schneller? Wer bleibt länger stabil? Wer schafft die Schrittfolge ohne die Linie zu berühren?

Sprungkraft für Anfänger

Sprungkrafttraining zuhause sollte kontrolliert starten. Keine hohen Sprünge, keine wilden Serien, keine harten Landungen.

ÜbungZielAusführungDosierungAnfängerhinweis
KniebeugenBein- und GesäßkraftFüße hüftbreit, Knie stabil, Rücken neutral2–3 x 8–12langsam starten
WadenhebenFuß- und Wadenkraftauf die Zehenspitzen heben, kontrolliert senken2–3 x 10–12nicht abfedern
Kleine Sprünge auf der Stelleelastische Fußarbeitleise landen, Knie leicht beugen2 x 10–15weicher Untergrund
Seitliche LinienhüpferKoordination und Stabilitätklein über Linie hüpfen2 x 10 pro SeiteKnie nicht einknicken lassen
Standweitsprung vorbereitetAbsprung und LandungArme mitschwingen, weich landen3–5 VersucheQualität vor Weite
Step-upsBeinachse und Kraftauf stabile Erhöhung steigen, kontrolliert absenken2 x 8 pro SeiteBox/Stufe muss sicher stehen

Bei Sprüngen gilt: Leise landen ist ein gutes Zeichen. Wenn es laut knallt, ist die Belastung meist zu hart oder die Kontrolle fehlt.

Krafttraining für Leichtathletik-Anfänger zuhause

Für Leichtathletik brauchst du keine schweren Gewichte, um sinnvoll zu starten. Wichtiger sind stabile Beine, ein kräftiger Rumpf, aktives Gesäß und belastbare Füße.

Diese Grundlagen helfen beim Sprinten, Springen, Landen und bei sauberer Lauftechnik.

ÜbungZielbereichAusführungDosierungAnfängerhinweis
KniebeugenBeine, GesäßHüfte nach hinten, Knie stabil2–3 x 8–12Rücken neutral halten
AusfallschritteBeine, GleichgewichtSchritt nach vorn, kontrolliert absenken2 x 8 pro Seiteklein beginnen
Glute BridgeGesäß, hintere KetteRückenlage, Hüfte anheben2–3 x 10–12nicht ins Hohlkreuz drücken
PlankRumpfspannungUnterarmstütz, Körper gerade2–3 x 15–30 SekundenBecken nicht durchhängen lassen
Side Plankseitlicher Rumpfseitlich stützen, Hüfte anheben2 x 15–25 Sekunden pro SeiteSchulter stabil halten
Mountain ClimbersRumpf, DynamikKnie kontrolliert Richtung Brust2 x 20 Sekundennicht hektisch werden
WadenhebenWaden, Fußmuskulaturlangsam hoch und runter2–3 x 10–12volle Kontrolle
Superman/RückenstreckerRücken, KörperspannungBauchlage, Arme/Beine leicht anheben2 x 8–10Nacken locker lassen

Wenn eine Übung Schmerzen verursacht, brich sie ab oder wähle eine leichtere Variante. Muskelarbeit darf anstrengend sein, stechender Schmerz gehört nicht ins Training.

Beweglichkeit: Welche Dehnübungen wirklich sinnvoll sind

Beweglichkeit hilft dir, Bewegungen sauberer auszuführen. Entscheidend ist das Timing: Vor dem Training dynamisch, nach dem Training ruhig.

Vor dem Training eignen sich federnde, kontrollierte Bewegungen: Ausfallschritte, Beinschwünge, Armkreisen, Hüftöffner. Nach dem Training darfst du Positionen länger halten und den Körper herunterfahren.

Wichtige Bereiche für Leichtathletik:

  • Waden
  • Oberschenkelvorderseite
  • Oberschenkelrückseite
  • Hüftbeuger
  • Gesäß
  • Schultern

Eine einfache Regel:

ZeitpunktWas passt?Dauer
Vor dem Trainingdynamische Mobilisation, lockere Bewegungenca. 5 Minuten
Nach dem Trainingruhiges Dehnen, langsame Atmung5–8 Minuten

Vermeide intensives Dehnen mit kalter Muskulatur. Das fühlt sich oft produktiv an, passt aber schlecht direkt vor schnelle oder federnde Übungen.

Die besten Leichtathletik-Übungen für zuhause nach Trainingsziel

Je nach Ziel lohnt sich ein anderer Schwerpunkt. Du musst nicht alles gleichzeitig trainieren. Gerade am Anfang reicht ein klarer Fokus.

ZielPassende ÜbungenDauer/WiederholungenAnfängerhinweis
SchnelligkeitLauf-ABC, schnelle Skippings, Reaktionsstarts, Wanddrives2–3 DurchgängeMaximalsprints brauchen Platz
SprungkraftKniebeugen, Step-ups, kleine Sprünge, Linienhüpfer2–3 Sätzeweich landen
Ausdauerlockeres Laufen draußen, Hampelmänner, Seilspringen, Zirkeltraining10–25 Minutenruhig starten
KoordinationLinienläufe, Einbeinstand, Klebeband-Leiter5–10 MinutenQualität zählt
BeweglichkeitHüfte, Waden, Oberschenkel, Schultern mobilisieren5–8 Minutennicht kalt intensiv dehnen
Allgemeine VorbereitungMix aus Lauf-ABC, Rumpfkraft, Mobilität, Koordination20–30 Minutenideal für Anfänger

Wenn du schneller werden willst

Setze auf Frequenz, Reaktion und Lauftechnik. Gute Übungen sind Lauf-ABC, schnelle Skippings, Reaktionsstarts und Wanddrives.

Wanddrives funktionieren so: Hände an eine Wand, Körper leicht nach vorn lehnen, Knie abwechselnd aktiv nach vorn oben führen. Das trainiert die Position für Beschleunigung, ohne dass du viel Platz brauchst.

Maximalsprints in der Wohnung sind keine gute Idee. Dafür brauchst du ausreichend Strecke, sicheren Boden und Platz zum Abbremsen.

Wenn du höher oder weiter springen willst

Arbeite zuerst an Grundkraft, Absprungkontrolle und Landung. Kniebeugen, Step-ups, kleine Sprünge und Linienhüpfer reichen für den Einstieg völlig aus.

Beim Standweitsprung zählt nicht zuerst die Weite. Achte darauf, mit beiden Füßen stabil zu landen und die Knie nicht nach innen fallen zu lassen.

Wenn du ausdauernder werden willst

Für Ausdauer ist lockeres Laufen draußen oft sinnvoller als hektisches Springen in der Wohnung. Ergänzend passen Hampelmänner, Seilspringen oder ein kleiner Zirkel.

Treppenintervalle können effektiv sein, sollten aber vorsichtig dosiert werden. Nicht täglich, nicht maximal, und nur, wenn Knie und Sprunggelenke gut damit zurechtkommen.

Wenn du dich allgemein auf Leichtathletik vorbereiten willst

Dann ist ein Mix ideal: Lauf-ABC, Rumpfkraft, Mobilität und Koordination. Genau diese Kombination bereitet dich breit vor und passt für Schüler, Wiedereinsteiger und Hobbysportler besonders gut.

Ein einfacher Wochenplan für Anfänger

Ein Plan hilft, aus einzelnen Übungen ein echtes Training zu machen. Für den Einstieg reichen 2–3 Einheiten pro Woche. Mehr ist nicht automatisch besser.

Wochenplan für 3 Trainingstage

TagSchwerpunktBeispielübungenDauerIntensität
MontagTechnik und KoordinationMobilisation, Lauf-ABC, Linienläufe, Reaktionsstarts25–30 Min.locker bis mittel
MittwochKraft und StabilitätKniebeugen, Glute Bridge, Plank, Side Plank, Wadenheben25–35 Min.mittel
SamstagLauftechnik, Sprungkraft, lockere AusdauerSkippings, kleine Sprünge, Step-ups, lockeres Laufen oder Seilspringen30–35 Min.locker bis mittel

Diese Variante passt gut, wenn du motiviert bist und deinem Körper zwischen den Einheiten genug Pause gibst.

Wochenplan für 2 Trainingstage

TagSchwerpunktBeispielübungenDauerIntensität
Tag 1Lauf-ABC, Koordination, RumpfFußgelenksarbeit, Kniehebelauf, Linienläufe, Plank25–30 Min.locker bis mittel
Tag 2Kraft, Sprungkraft, BeweglichkeitKniebeugen, Step-ups, kleine Sprünge, ruhiges Dehnen25–35 Min.mittel

Diese Variante ist realistisch, wenn du wenig Zeit hast oder nach längerer Pause wieder einsteigst.

Belastung richtig steigern

Steigere dein Training in dieser Reihenfolge:

  1. Erst regelmäßiger trainieren
  2. Dann den Umfang leicht erhöhen
  3. Erst danach die Intensität steigern

Nach 3–4 Wochen kannst du etwas mehr machen: einen zusätzlichen Satz, ein paar Wiederholungen oder eine längere Technikphase.

Plane zwischen intensiven Einheiten mindestens einen Ruhetag ein. Pausen sind kein Rückschritt, sondern Teil des Trainings.

Achte auf Warnzeichen:

  • stechender Schmerz
  • anhaltende Müdigkeit
  • Gelenkbeschwerden
  • ungewohnte Schmerzen, die nicht abklingen

Dann lieber pausieren und bei Bedarf fachlich abklären lassen.

Nützliche Hilfsmittel: Was hilft wirklich?

Für Leichtathletik zuhause brauchst du keine teure Ausrüstung. Einige Hilfsmittel machen das Training angenehmer, strukturierter oder sicherer.

SinnvollWofür?
TrainingsmatteKraft, Rumpf, Dehnen
SpringseilRhythmus, Fußarbeit, Ausdauer
MinibandsAktivierung, Stabilität
KlebebandLinien, Schrittfolgen, Markierungen
Stoppuhr oder SmartphoneIntervalle, Tests, Pausen
stabile Box oder TreppenstufeStep-ups
Faszienrolle optionallockeres Ausrollen nach Bedarf

Nicht zwingend nötig sind:

  • teure Geräte
  • schwere Gewichte
  • professionelle Hürden
  • Spezialausrüstung für Anfänger

Achte mehr auf Sicherheit als auf Equipment: rutschfester Boden, genug Platz und passende Schuhe sind wichtiger als jedes Trainingsgerät. Barfußtraining kann bei einzelnen ruhigen Übungen sinnvoll sein, passt aber nicht zu jeder Fläche und nicht zu jeder Sprungübung.

Typische Fehler beim Leichtathletik-Training zuhause

Viele Anfänger machen keine „großen“ Fehler, sondern kleine Dinge zu oft. Genau die bremsen Fortschritte oder erhöhen das Risiko für Beschwerden.

FehlerBesser so
Ohne Aufwärmen starten5–10 Minuten mobilisieren und aktivieren
Zu schnell zu intensiv trainierenlocker beginnen und langsam steigern
Technikübungen hektisch ausführensauber, ruhig und kontrolliert arbeiten
Sprünge auf hartem Boden übertreibenwenige Wiederholungen, weiche Landung, geeigneter Untergrund
Nur Kraft trainierenBeweglichkeit und Koordination einbauen
Keine Pausen einplanenRuhetage als Trainingsbestandteil sehen
Fortschritt nur an Tempo oder Weite messenauch Technik, Stabilität und Erholung beachten
Kinder wie Erwachsene trainieren lassenspielerisch, kurz und ohne Maximaldruck üben
Bei Schmerzen weitertrainierenabbrechen, beobachten, bei Bedarf Rat einholen

Besonders bei Sprüngen lohnt sich Zurückhaltung. Weniger Wiederholungen mit guter Landung bringen mehr als viele harte Kontakte auf ungeeignetem Boden.

Fortschritt messen: einfache Tests für zuhause

Fortschritt zeigt sich nicht nur in Sekunden und Zentimetern. Auch bessere Balance, stabilere Knie, ruhigere Landungen und ein besseres Technikgefühl zählen.

Teste dich alle 2–4 Wochen, nicht täglich. Sonst wird aus Training schnell Leistungsdruck.

Geeignete Tests:

  • Plank-Haltezeit
  • saubere Kniebeugen in 60 Sekunden
  • Standweitsprung
  • Einbeinstand-Zeit
  • Seilsprünge ohne Fehler
  • subjektive Skala für Technikgefühl, Belastung und Erholung

Ein einfaches Trainingstagebuch reicht völlig:

DatumÜbungErgebnisGefühlSchmerzen?Nächster Schritt
leicht / mittel / schwerja / nein

Notiere auch kleine Erfolge: „Landung leiser“, „Knie stabiler“, „Plank ruhiger gehalten“. Gerade am Anfang sind solche Beobachtungen sehr wertvoll.

Wann du auf Bahn, Verein oder Trainer wechseln solltest

Heimtraining bleibt wertvoll. Trotzdem gibt es Punkte, an denen Bahn, Verein oder Trainer sinnvoll werden.

Eine Ergänzung ist besonders ratsam, wenn du:

  • gezielt Sprintzeiten verbessern möchtest
  • Weitsprung, Hochsprung oder Hürdenlauf lernen willst
  • Wurfdisziplinen trainieren möchtest
  • an Wettkämpfen teilnehmen willst
  • wiederkehrende Schmerzen hast
  • bei Technikübungen unsicher bist
  • trotz Training immer wieder dieselben Probleme spürst

Vereinstraining bietet bessere Bedingungen, direktes Feedback und mehr Sicherheit. Aus unserer Arbeit mit Vereinen wissen wir: Gerade bei technischen Disziplinen macht ein geschulter Blick oft den Unterschied.

Stimmen aus der Praxis: Was beim Heimtraining immer wieder auffällt

Öffentlich geteilte Erfahrungen aus Sport-Communitys passen gut zu den Punkten im Beitrag: Viele Einsteiger wollen zuhause starten, sind aber unsicher, was realistisch ist und wo Vorsicht nötig bleibt. Besonders häufig geht es um saubere Technik, dosierte Belastung, wenig Ausrüstung und die Frage, wann ein Verein oder Trainer sinnvoll wird.

Anfänger unterschätzen oft, wie viel Grundlagenarbeit schon reicht

In öffentlichen Community-Diskussionen zum Einstieg in Track & Field tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf: Wie fängt man an, wenn man noch keine Bahn, keinen Coach oder keine Wettkampferfahrung hat? Viele Antworten drehen sich weniger um harte Sprintprogramme, sondern um Grundlagen wie Lauftechnik, Mobilität, Kraft und regelmäßiges Üben. Das passt gut zum Heimtraining-Ansatz: Für den Start muss nicht sofort maximal gesprintet oder gesprungen werden. Praktisch heißt das: Wer zuhause sauber an Kniehebelauf, Rumpfstabilität und Koordination arbeitet, baut eine sinnvolle Basis auf.

Körpergewichtstraining wird oft als guter Einstieg erlebt

Auch in der Bodyweight-Fitness-Community zum Training ohne Geräte zeigt sich ein Muster: Viele Einsteiger suchen nach einfachen Übungen, die zuhause funktionieren und trotzdem Struktur haben. Dabei stehen kontrollierte Ausführung, langsame Steigerung und passende Varianten stärker im Vordergrund als teures Equipment. Genau das greift der Beitrag bei Kniebeugen, Planks, Glute Bridges oder Wadenheben auf. Für Leser heißt das: Eine Matte, etwas Platz und ein klarer Plan reichen oft, um regelmäßig und sicher ins Training zu kommen.

Seilspringen motiviert viele – wird aber schnell zu viel

In Erfahrungen von Einsteigern zum Seilspringen berichten Nutzer häufig von überraschend starker Belastung in Waden, Füßen oder Sprunggelenken, wenn sie zu lange oder zu intensiv starten. Das passt zum Hinweis im Beitrag, kurze Intervalle zu wählen und auf weiche Landungen zu achten. Seilspringen kann für Rhythmus, Fußarbeit und Ausdauer sehr nützlich sein, fühlt sich aber anfangs oft leichter an, als es für den Körper ist. Sinnvoll ist deshalb: lieber 20 bis 30 Sekunden sauber springen, pausieren und die Umfänge erst nach und nach erhöhen.

Viele merken erst später, wie wichtig Pausen und langsame Steigerung sind

In Diskussionen von Laufanfängern über zu schnelle Belastungssteigerung fällt immer wieder auf, dass Motivation am Anfang manchmal größer ist als die Belastbarkeit. Nutzer schildern dort häufig, dass sie zu schnell mehr Umfang, Tempo oder Trainingstage eingebaut haben und dann Beschwerden bekamen. Das ergänzt den Wochenplan im Beitrag gut: Zwei bis drei Einheiten pro Woche sind für Anfänger oft sinnvoller als tägliches Training mit hoher Intensität. Wer Fortschritte dokumentiert und Ruhetage ernst nimmt, bleibt meist länger dabei.

21 Kommentare

  1. Das sieht alles sehr durchdacht aus! Aber was macht ihr eigentlich bei schlechtem Wetter drinnen? Gibt’s da spezielle Übungen ohne viel Platz? Danke euch!

    1. bei schlechtem wetter kannst du drinnen Übungen wie Planks oder Sprungkraftübungen auf der Matte machen., solange du keinen platz brauchst.

    2. auf kleinem raum kann man auch koordinationsspiele spielen z.b reaktionsspiele mit familie oder selbst gemachte bewegungsspiele.

  2. Das plan klingt gut aber sind 20 minuten genug um richtig was zu erreichen? Ich dachte immer für bessere leistung braucht man mehr zeit im training.

    1. naja, für anfänger reicht das meistens gut aus wenn sie regelmäßig trainieren. später kann man ja mehr machen wenn der körper sich daran gewöhnt hat.

    2. ich finde auch, dass Qualität vor Quantität geht. lieber kurze saubere übungen als lange mit schlechter Technik.

  3. Ich finde das mit dem Heimtraining gut, weil es einfach ist und wenig kostet. Aber wie sicher ist es wirklich wenn man keine Aufsicht hat? Muss ich mir sorgen machen wenn ich nur alleine übe?

    1. gute frage, sicher ist es wichtig auf schmerz und technik zu achten. Bei problemen sollt man lieber einen trainer fragen oder mal checken lassen, damit nichts schief läuft.

    2. ich mach viel zuhause und hab bisher keine probleme gehabt. aber bei verletzungen oder schmerzen sollte man echt zum arzt gehen statt nur weiter zu trainieren.

  4. Hey, ich find das super das zuhause auch was geht bei Leichtathletik. Aber ist es wirklich genug um besser zu werden? Ich mein, braucht man doch nicht immer die Bahn oder Trainer oder? Danke für die Tipps!

    1. ja, stimmt, zuhause kann man viel machen wenn man auf technik und stabilität achtet. Aber für echt schnelle sprints oder weitsprung braucht man schon manchmal mehr platz und feedback vom trainer.

  5. Ich bin total motiviert durch den Beitrag weil ich mich auf die Bundesjugendspiele vorbereiten will. Aber wie erkennt man eigentlich wann man genug trainiert hat? Gibt’s da Anzeichen das man besser pausieren sollte?

    1. gute frage! Man merkt oft an müdeheit oder schmerzen ob der körper eine pause braucht. wichtig is auch auf den eigenen gefühl zu hören.

    2. ja, und manchmal ist weniger mehr! Übertraining bringt nur rückschritte, also immer auf den eigenen körper hören.

  6. Der beitrag ist echt hilfreich, vor allem weil es auch für kinder geeignet ist wenn man kurze spielerische übungen macht. Aber was ist wenn man schon länger keine sport gemacht hat? Sollte man trotzdem gleich so anfangen?

    1. ich würde empfehlen langsam zu starten und erst mal kleine übungen machen, damit der körper sich anpassen kann. Überforderung bringt sonst nur frust.

    2. – ja, genau! Und vielleicht hilft es auch zwischendurch mal pausen einzulegen und nicht sofort alles auf einmal zu wollen.

  7. Ich find die idee super, zuhause mit einfachen mitteln anzufangen und so die grundlagen der leichtathletik zu verbessern. Wie oft sollte man denn so ein training machen? Und reicht das für anfänger wirklich aus?

  8. Ich finde das training zuhause echt gut gemacht, vor allem weil es für anfänger voll passend ist. Aber wie kann man sicherstellen das man alle Übungen richtig macht? Ich will keine Verletzungen riskieren, könnt ihr da Tipps geben?

    1. ja, das stimmt. Es ist wichtig auf die technik zu achten. Vielleicht gibt es videos oder anleitungen im internet die helfen können. Ich selber nutze manchmal youtube tutorials um richtig zu trainieren.

    2. gute frage, ich denke es ist besser langsam zu starten und bei zweifeln einen trainer oder fachmann zu fragen. Sicherheit geht vor, besonders bei kraftübungen zuhause ohne aufsicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

NACHRICHTEN ZUM THEMA
Weitere aktuelle Themen aus anderen Kategorien
Bild von Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Über das Autor:innen-Netzwerk von verbandsbuero.de

Die Beiträge auf verbandsbuero.de entstehen in einem redaktionellen Netzwerk aus festangestellten und freien Redakteurinnen und Redakteuren mit langjähriger Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Unser Team ist seit vielen Jahren eng in der Vereins- und Verbandswelt vernetzt und arbeitet kontinuierlich mit Organisationen, Verbänden und Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Viele Inhalte werden gemeinschaftlich recherchiert, geschrieben und redaktionell überarbeitet. Dieses kollaborative Vorgehen stellt sicher, dass fachliche Tiefe, Praxisnähe und unterschiedliche Perspektiven in jeden Beitrag einfließen. Aus diesem Grund veröffentlichen wir unsere Inhalte bewusst als Netzwerk-Arbeit und nicht immer unter dem Namen einzelner Autor:innen.

Die redaktionelle Verantwortung liegt beim Netzwerk von verbandsbuero.de. Alle Beiträge basieren auf fundierter Praxiserfahrung, aktuellem Fachwissen und einem klaren Fokus auf die Anforderungen von Vereinen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen.

Alle Beiträge