Legalisierte Cannabis-Folgen für Verkehrssicherheit

Der geplante Beschluss des Cannabisgesetzes im Bundesrat sorgt für hitzige Diskussionen. Doch der TÜV-Verband warnt: Eine Legalisierung von Cannabis darf nicht zu einer Verkehrssicherheitsgefahr werden. In einem aktuellen Positionspapier werden die vorgeschlagenen Änderungen zur Fahrerlaubnis-Verordnung kritisch hinterfragt. Erfahren Sie hier, warum der Verband auf bewährte Regelungen setzt und welche Konsequenzen eine gefährliche Entwicklung haben könnte. Lesen Sie jetzt weiter!

Bremen (VBR). Der TÜV-Verband äußerte sich besorgt über die geplante Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung im Zuge des Cannabisgesetzes. Die vorgeschlagenen Änderungen könnten den Eindruck erwecken, dass die Gefahr von Cannabisfahrten bewusst in Kauf genommen wird. Der TÜV-Verband betonte, dass die bestehenden Regelungen sich bewährt haben und mahnte eine angemessene Balance zwischen gesellschaftlichen Veränderungen und Verkehrssicherheit an.

Die Ampelkoalition plant im Januar 2024 das Gesetz zum kontrollierten Umgang mit Cannabis zu beschließen. Gleichzeitig sollen auch Änderungen der Fahrerlaubnis-Verordnung abgestimmt werden. Dabei sollen die Regeln für die Fahreignung von Alkohol- und Cannabiskonsumenten angeglichen werden. Der TÜV-Verband hat in diesem Zusammenhang ein Positionspapier vorgelegt.

Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug & Mobilität des TÜV-Verbands, äußerte sich zu den geplanten Änderungen. Er betonte, dass die Verkehrssicherheit ein essentielles Gut sei und nicht durch übereilte gesetzliche Änderungen gefährdet werden dürfe. Das Fahrerlaubnisrecht in Deutschland sei darauf ausgerichtet, erhebliche Schäden im Straßenverkehr abzuwehren. Goebelt machte deutlich, dass der Schutz von Leib und Leben im Straßenverkehr Vorrang habe und die Legalisierung von Cannabis Rauschfahrten nicht bagatellisieren dürfe.

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Besonders kritisiert der TÜV-Verband den Vorschlag einer Fahreignungsüberprüfung erst nach wiederholten polizeilich festgestellten Cannabisfahrten. Dies würde bedeuten, dass viele ungeeignete Fahrer weiterhin am Straßenverkehr teilnehmen könnten, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Der Verband forderte, dass es für Verkehrsgefährder keinen “Freischuss” geben dürfe und dass schon bei der ersten Fahrt unter Cannabis die Fahreignungsüberprüfung angeordnet werden solle.

Der TÜV-Verband sprach sich außerdem gegen eine Erhöhung der Grenzwerte bei Rauschfahrten aus. Die Idee einer Grenzwerterhöhung würde ein falsches Signal an Autofahrer senden und sei nicht mit der Vision Zero vereinbar, die eine Reduzierung von Unfällen im Straßenverkehr anstrebt. Stattdessen solle man die Regeln für Alkoholfahrten verschärfen, indem der Alkoholpromillewert zur Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung von 1,6 auf 1,1 Promille gesenkt werde.

Abschließend verwies der TÜV-Verband auf sein Positionspapier, das eine ausführliche Stellungnahme zu dem Thema enthält.

Der TÜV-Verband setzt sich als Interessenvertretung der TÜV-Prüforganisationen für die technische und digitale Sicherheit sowie die Nachhaltigkeit von Fahrzeugen, Produkten, Anlagen und Dienstleistungen ein. Ihr Ziel ist es, das hohe Niveau der technischen Sicherheit zu wahren, Vertrauen in die digitale Welt zu schaffen und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Der Verband pflegt einen regelmäßigen Austausch mit Politik, Behörden, Medien, Unternehmen und Verbrauchern.

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Quelle: TÜV-Verband e. V., übermittelt durch news aktuell

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TÜV-Verband: Legalisierung von Cannabis darf keine negativen Folgen für …

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Pressemeldung:Legalisierte Cannabis-Folgen für Verkehrssicherheit

11 Antworten

    1. Ja, weil das natürlich das einzige Problem auf der Autobahn ist. Wie wäre es, wenn wir uns auf die tatsächlichen Vorteile der Legalisierung konzentrieren, anstatt uns über solche Kleinigkeiten aufzuregen?

  1. Das ist wohl einer der dümmsten Vorschläge, die ich je gehört habe. Fahrzeuge durch Haschbrownies zu ersetzen? Ernsthaft? So etwas könnte nur von jemandem kommen, der keine Ahnung von Sicherheit und Verantwortung hat. Lass uns lieber vernünftige Lösungen finden.

  2. Bist du ernsthaft so naiv? Studien zeigen eindeutig, dass der Konsum von Cannabis die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen kann. Dein Hashtag #420Life ändert daran nichts. Denk mal nach, bevor du so einen Unsinn verbreitest.

    1. Das ist eine gefährliche Annahme. Cannabis beeinträchtigt die kognitive Funktion und Reaktionszeit. Eine Legalisierung würde die Straßen unsicherer machen.

  3. Warum so übertrieben? Es gibt legitime Argumente für die Legalisierung von Cannabis im Straßenverkehr. Eine vernünftige Diskussion wäre angebrachter als solche überzogenen Vergleiche.

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