Lebensversicherung als Altersvorsorge: Schlechte Rendite, wenig Flexibilität – Verbraucherschützer empfehlen ETFs als bessere Alternative

Der Gesetzgeber hat das Widerrufsrecht für kapitalbildende Lebensversicherungen weiter eingeschränkt, wodurch es für Versicherte noch schwerer wird, aus unprofitablen Verträgen auszusteigen. Der Verbraucherschutzverein BdV kritisiert die schlechte Rendite und Intransparenz dieser Produkte und empfiehlt für den langfristigen Vermögensaufbau lieber ETF-Sparpläne. Betroffene können mit dem kostenlosen BdV-Entscheidungsbaum und einem Online-Rechner prüfen, ob Kündigung oder Beitragsfreistellung sinnvoller ist, und erhalten auf Wunsch Musterschreiben und persönliche Beratung.
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– Gesetzgeber schränkt Widerrufsrecht bei Lebensversicherungen ein – zugunsten der Versicherer, zulasten der Versicherten.
– Kapitalbildende Lebensversicherungen bieten schlechte Rendite, hohe Kosten und fehlende Flexibilität für Versicherte.
– BdV empfiehlt regelmäßige ETF-Sparpläne und stellt Entscheidungsbaum sowie Rechner zur Vertragsprüfung bereit.

Kapitallebensversicherung als Altersvorsorge: Warum der Ausstieg oft die bessere Wahl ist

Der Gesetzgeber hat kürzlich das Widerrufsrecht bei Lebensversicherungen eingeschränkt – eine Entwicklung, die vor allem Versicherer begünstigt und die Interessen der Versicherten schwächt. Der Verbraucherschutzverein BdV warnt seit Langem davor, kapitalbildende Lebensversicherungen als Altersvorsorge zu nutzen. Denn im Endeffekt profitieren vor allem Vertrieb und Versicherer von diesen Verträgen, während Versicherte meist enttäuscht bleiben.

„Leider merken Versicherte meist zu spät, dass sie bei diesem Produkt kaum eine Chance haben, ins Plus zu kommen – und die neuen Einschnitte beim Widerruf erschweren es zusätzlich, aus schlechten Verträgen wieder auszusteigen“, erklärt BdV-Vorständin Bianca Boss. Die Kapitallebensversicherung überzeugt kaum durch Transparenz, bietet eine schwache Rendite und gesteht während der Ansparphase kaum Flexibilität zu. Auch fondsgebundene Policen erfüllen die Erwartungen vieler nicht, denn die Kosten drücken die Erträge spürbar. Selbst die oft beworbenen steuerlichen Vorteile gleichen diese Nachteile selten aus.

Für den Vermögensaufbau über viele Jahre empfehlen Experten andere Lösungen, etwa ETF-Sparpläne mit regelmäßigen Einzahlungen, die ihre Wirkung durch niedrige Kosten und Flexibilität entfalten. Der Rat lautet deshalb: Es ist oft sinnvoller, gar keine kapitalbildende Lebensversicherung abzuschließen.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher, die bereits solche Verträge besitzen, bietet der BdV Unterstützung an. Versicherte können auf der Webseite nützliche Informationen und praktische Werkzeuge finden oder sich direkt an das Beratungsteam wenden. Besonders hilfreich ist der Entscheidungsbaum, der eine erste Orientierung liefert, ob es günstiger ist, den Vertrag weiterzuführen, beitragsfrei zu stellen oder zu kündigen. Zusätzlich ermöglicht ein kostenloser Entscheidungshilferechner die individuelle Berechnung, welche Verzinsung eine eigene Geldanlage erzielen müsste, um eine Kündigung oder Beitragsfreistellung lohnend zu machen.

Um eine fundierte Auswertung durchführen zu können, benötigen Nutzer die aktuellen Vertragsdaten vom Versicherer. Dafür stellt der BdV ein kostenloses Musterschreiben bereit, das Versicherte nutzen können, um diese Informationen einzufordern. Umfangreiche Hinweise und Ratschläge sind außerdem in den kostenfreien Infoblättern zum Thema Kapitallebensversicherung sowie zum Ausstieg aus solchen Verträgen enthalten.

Der Verbraucherschutzverein unterstützt seine Mitglieder mit individueller Beratung zu privaten Versicherungen und bietet zudem regelmäßig Online-Workshops für alle Verbraucherinnen und Verbraucher an. Dort klären Experten über wichtige Absicherungen, Altersvorsorge und Geldanlage auf. Auf diese Weise holt der BdV Versicherte dort ab, wo sie stehen, und hilft ihnen, ihre Verträge kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls neue Wege für die Altersvorsorge zu finden.

Warum Lebensversicherungen als Altersvorsorge immer wieder in der Kritik stehen

Lebensversicherungen gelten in Deutschland seit Langem als klassische Form der Altersvorsorge. Dennoch reagieren Verbraucherschützer und Experten mittlerweile mit deutlicher Skepsis auf diese Produkte – und das aus gutem Grund. Die Gespräche um die Zukunft und Eignung von Lebensversicherungen drehen sich vor allem um die Faktoren Rendite, Kosten und Flexibilität. Dabei mehren sich die Stimmen, die vor den nachteiligen Aspekten dieser Altersvorsorge warnen.

Ein zentrales Thema der Kritik betrifft die durchschnittliche Rendite von Lebensversicherungen, die im Vergleich zu alternativen Anlageformen wie ETFs oder anderen Wertpapieren häufig deutlich hinterherhinkt. Ein weit verbreitetes Missverständnis ist dabei die Bezugnahme auf ältere Zahlen, etwa den Wert von rund 4,5 Prozent Rendite im Jahr 2014, den das Magazin Capital damals nannte. Diese Zahl spiegelt längst nicht mehr die Realität wider, sondern eher eine vergangene Phase, die heute nicht mehr erreicht wird. Aktuelle Renditen liegen erheblich darunter, was Verbraucher zunehmend enttäuscht zurücklässt.

Der Grund für diese enttäuschenden Ergebnisse liegt auch in den hohen Kosten, die mit Lebensversicherungen verbunden sind. Abschlussgebühren und laufende Verwaltungskosten fressen einen beträchtlichen Teil der Rendite auf. Gerade in der Anfangsphase reduzieren hohe Provisionen das Kapitalwachstum so stark, dass sich ein vertraglich zugesichertes Plus nur selten einstellt. Die teils intransparenten Gebührenstrukturen erschweren es den Versicherten, die tatsächliche Wertentwicklung ihrer Verträge nachzuvollziehen. Deshalb warnen zahlreiche Verbraucherschutzorganisationen, darunter der Bund der Versicherten (BdV), seit Jahren vor dem Abschluss kapitalbildender Lebensversicherungen.

Neben Rendite und Kosten spielt auch die mangelnde Flexibilität eine große Rolle bei der Kritik. Lebensversicherungen binden die Versicherten meist über Jahrzehnte an einen Vertrag. Änderungswünsche, vorzeitige Auszahlungen oder ein unkomplizierter Ausstieg sind oft mit Nachteilen oder erheblichen finanziellen Verlusten verbunden. Der erst kürzlich eingeschränkte Widerrufsschutz erschwert es inzwischen zusätzlich, sich aus unvorteilhaften Verträgen zu lösen. Das macht die Produkte vor allem für Menschen problematisch, deren Lebensumstände sich ändern oder die flexiblere Vorsorgelösungen bevorzugen.

Zu den Kritikern zählen neben dem BdV auch andere Verbraucherschutzverbände und eine breite Palette von Experten. Sie weisen gemeinsam darauf hin, dass alternative Anlagevehikel wie zum Beispiel ETF-Sparpläne langfristig attraktiver sind. Diese bieten nicht nur bessere Renditechancen, sondern auch mehr Transparenz und Freiheit bei der Gestaltung der Vorsorge. Der BdV-Vorstand nennt es eine Realität, „dass vom Abschluss einer kapitalbildenden Lebensversicherung letztlich nur der Vertrieb und die Versicherer profitieren“ – eine Einschätzung, die in der Debatte vielfach geteilt wird.

Diese Aspekte erklären, warum Lebensversicherungen als Altersvorsorge nicht nur bei Verbraucherschützern einen schlechten Ruf haben, sondern auch warum sie auf den einschlägigen Informationsportalen und Beratungsstellen zunehmend kritisch betrachtet werden. Versicherte werden heute ermutigt, ihre bestehenden Verträge zu überprüfen – etwa mit Entscheidungshilfen und Rechnertools –, um festzustellen, ob es wirtschaftlich sinnvoller ist, diese fortzuführen, beitragsfrei zu stellen oder ganz zu kündigen.

Die Debatte um Lebensversicherungen zeigt, dass die Wahl des richtigen Vorsorgeprodukts hohe Bedeutung hat. Dabei sollten Verbraucher neben möglichen Steuervorteilen auch stets die realistische Renditeerwartung, die anfallenden Kosten und die eigene Flexibilität im Blick behalten. Denn eine erfolgreiche Altersvorsorge beruht auf Transparenz, fairen Konditionen und Anpassungsfähigkeit an individuelle Lebenssituationen – Eigenschaften, die viele Lebensversicherungen nicht in ausreichendem Maß bieten.

Renditen, Kosten und Garantiezinsen bei Lebensversicherungen im Faktencheck

Lebensversicherungen gelten bei vielen als klassische Altersvorsorge. Ihre finanzielle Attraktivität steht jedoch zunehmend in der Kritik. Um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen klar darzustellen, sind genaue Zahlen zu Renditen, Kosten und Garantiezinsen entscheidend. Sie zeigen, wie sich die Anbieter im Jahr 2024 positionieren und wie sich Gebühren auf die Erträge auswirken.

Lebensversicherungen bestehen aus mehreren Bestandteilen: Der laufenden Verzinsung des Sparanteils, dem Garantiezins auf den Vertrag sowie den Kosten, die von den angesparten Beträgen abgezogen werden. Genau diese Faktoren bestimmen, was am Ende für die Versicherten übrigbleibt. Verbraucher sollten deshalb bei der Vertragswahl und der Bewertung ihres bestehenden Vertrages sorgfältig vergleichen.

Laufende Verzinsung der größten Anbieter (2024)

Die laufende Verzinsung zeigt, wie viel Rendite der Sparanteil in den aktuellen Verträgen erwirtschaftet – ohne Berücksichtigung von Kosten und Abschlussgebühren. Im Jahr 2024 liegen die Angaben der größten deutschen Lebensversicherer auf folgendem Niveau:

Anbieter Laufende Verzinsung 2024 (%)
Allianz 2,75
R+V 2,60
Debeka 2,50
Generali 2,50
Zurich 2,30
Axa 2,20

Quelle: Unternehmensangaben 2024

Diese Werte zeigen, dass die Verzinsung der Sparkapitalien aktuell niedrig ausfällt. Dabei wurde der Garantiezins bereits seit mehreren Jahren kontinuierlich reduziert, zuletzt auf ein Niveau von 0,25 % ab 2024. Der geringe Garantiezins spiegelt die anhaltend niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt wider.

Kostenbelastung und Garantiezins im Überblick

Die reine Verzinsung sagt wenig über den effektiven Ertrag aus, denn die tatsächliche Rendite schrumpft durch Verwaltungskosten, Abschlussgebühren und Risikokosten. Eine relevante Kennzahl ist die Kostenquote, die angibt, wie hoch der Anteil der Kosten an den Beiträgen oder am Sparguthaben ist.

Einer Studie zufolge betrugen die durchschnittlichen Kostenquoten bei deutschen Lebensversicherungen:

  • 2015 etwa 3,5 % des Beitragsvolumens
  • 2019 ca. 3,0 % (Quelle: Verbraucherschutzstudien)

Diese Kosten wirken sich langfristig stark auf die Rendite aus, da sie kontinuierlich vom Vermögen abgezogen werden. Durch die niedrigeren Garantiezinsen ab 2024 reduziert sich zudem der Sicherheitsspielraum, um Kosten freizuhalten.

Der Garantiezins, der den Zinssatz nennt, zu dem Versicherer mindestens die Sparbeiträge verzinsen müssen, wurde für neue Verträge auf 0,25 % festgesetzt und bleibt auch 2025 in diesem Bereich. Dieses Niveau bedeutet für Versicherte, dass kaum noch eine echte „garantierte Rendite“ besteht, die den Kapitalerhalt sicherstellt.

In der Praxis heißt das: Selbst bei den größten Lebensversicherern ergibt sich nach Abzug der Kosten oft nur ein sehr geringer oder sogar negativer Überschuss, der die Einzahlung der Versicherten nicht deutlich wachsen lässt. Diese finanzielle Schieflage macht es schwierig, eine Lebensversicherung als renditestarke Altersvorsorge zu empfehlen.

Fazit: Wer sich mit Lebensversicherungen beschäftigt, sollte die Zahlen zu Verzinsung, Garantiezins und Kosten genau kennen. Die Vergleichstabelle zeigt transparente Anhaltspunkte, um unterschiedliche Angebote zu bewerten. Gleichzeitig erfordern die bestehende Kostenstruktur und die niedrigen Garantiezinsen einen kritischen Blick auf die Gesamtleistung eines Vertrages.

Versicherung kontra Alternativen – Experten im Dialog

Die Debatte um die Zukunft der privaten Altersvorsorge dreht sich vor allem um eines: Lohnt sich eine klassische Lebensversicherung heute noch? Versicherer setzen auf die bewährten Stärken ihrer Produkte – etwa Sicherheit und planbare Renditen über Jahrzehnte. Sie betonen, dass Lebensversicherungen langfristige Verbindlichkeiten absichern und so finanzielle Stabilität bieten. Doch diese Position trifft zunehmend auf Kritik von Verbraucherschützern und Experten, die auf die Nachteile und Alternativen hinweisen.

Vertreter des Bundes der Versicherten (BdV) und anderer Verbraucherschutzorganisationen warnen vor der Kapitallebensversicherung als Altersvorsorgemodell. Sie heben hervor, dass die Produkte oft durch hohe Kosten, mangelnde Transparenz und geringe Erträge geprägt sind. Verbraucherschützerin Bianca Boss bringt es auf den Punkt: „Leider merken Versicherte meist zu spät, dass sie bei diesem Produkt kaum eine Chance haben, ins Plus zu kommen – und die neuen Einschnitte beim Widerruf erschweren es zusätzlich, aus schlechten Verträgen wieder auszusteigen.“ Auch fondsgebundene Policen, die mit Investmentfonds kombiniert werden, können die Mängel nicht vollständig ausgleichen, da die Kosten die Rendite erheblich schmälern.

Alternativen gewinnen an Attraktivität. Besonders gelobt werden Exchange Traded Funds (ETFs), die als Sparplan eine flexible und kostengünstige Möglichkeit bieten, über lange Zeit Vermögen aufzubauen. Anders als bei vielen klassischen Versicherungen arbeitet der Anleger hier direkt am Kapitalmarkt mit, was Chancen auf höhere Renditen eröffnet. Zudem markieren diese Produkte eine klare Trennung zwischen Versicherungsschutz und Geldanlage, was die Kosten transparenter macht.

Der gesellschaftliche Wandel zeigt sich in den anhaltend sinkenden Abschlusszahlen klassischer Lebensversicherungen. Immer mehr Menschen suchen nach modernen, flexibleren Vorsorgemodellen, die individuelle Bedürfnisse besser abbilden. Diese Entwicklung beeinflusst nicht nur die Branche, sondern sorgt auch für Diskussionen über den Stellenwert der Altersvorsorge insgesamt. Versicherer müssen ihre Angebote unter diesem Druck überdenken und anpassen.

Verbraucherschutzverbände unterstützen Betroffene mit gezielten Informationen und Tools. Der BdV bietet beispielsweise online Entscheidungshilfen und individuelle Beratungen an, um den Umgang mit bestehenden Verträgen zu erleichtern und alternative Strategien aufzuzeigen. Das Ziel ist, Versicherten zu helfen, sich in einem komplexen Markt zurechtzufinden und finanziell bessere Entscheidungen zu treffen.

Die Auseinandersetzung zwischen Versicherungswirtschaft und Verbraucherschützern spiegelt eine grundlegende Umgestaltung der privaten Vorsorge wider. Während Sicherheit und Verlässlichkeit weiterhin gefragt sind, fordert die Nachfrage nach transparenten und renditestarken Produkten neue Antworten. Fachliche Kompetenz, eine klare Orientierungshilfe und angemessene Produkte bleiben zentrale Voraussetzungen, damit Altersvorsorge ihrem Zweck gerecht wird – unabhängig davon, ob über Lebensversicherung oder andere Anlageformen.

Zukunft der Altersvorsorge: Wie Lebensversicherungen ihre Rolle verändern

Lebensversicherungen verlieren im deutschen Altersvorsorgemarkt spürbar an Bedeutung. Die Kombination aus niedrigen Renditen, fehlender Flexibilität und gestiegenen regulatorischen Anforderungen führt dazu, dass immer mehr Menschen nach Alternative suchen. In mehreren politischen Diskussionen stehen Anpassungen im Finanzmarkt- und Steuerrecht im Raum, die das Produktumfeld für Lebensversicherungen verändern könnten. Experten, Versicherer und Verbraucherschützer analysieren die künftigen Entwicklungen und ihre Folgen für Verbraucher.

Die Lebensversicherung als Altersvorsorge ist zunehmend in die Defensive geraten. Insbesondere kapitalbildende Produkte schneiden im direkten Vergleich mit anderen Sparformen wie ETF-basierter Geldanlage schlecht ab. Die Kostenstruktur vieler Policen mindert die Erträge, während gleichzeitig der Versicherungsschutz oft nicht mehr den individuellen Bedürfnissen entspricht. Verbraucherschützer warnen, dass sich viele Versicherte erst zu spät bewusst werden, dass ihre Verträge kaum Chancen auf positive Renditen bieten. Hinzu kommt, dass der Gesetzgeber das Widerrufsrecht für bestehende Verträge eingeschränkt hat, wodurch der Ausstieg aus wenig rentablen Modellen erschwert wird.

In der Branche beobachten Fachleute eine gestiegene Nachfrage nach flexibleren und renditestärkeren Alternativen. Fondsgebundene Produkte, die mit ETFs kombiniert werden, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Diese bieten neben der Möglichkeit, von Aktienmarktchancen zu profitieren, größere Transparenz und Wahlfreiheit. Zugleich rückt das Thema Nachhaltigkeit stärker in den Fokus, was die Entwicklung neuer, ökologisch orientierter Altersvorsorgekonzepte befördert.

Im Finanzmarkt stehen die Weichen für künftige Regelungen teils noch offen: Diverse Vorschläge zielen darauf ab, die steuerliche Behandlung der Lebensversicherungen anzupassen oder zusätzliche Anforderungen an die Produktgestaltung zu stellen. Versicherer rechnen damit, dass diese Veränderungen sowohl den Wettbewerb als auch die Produktpalette beeinflussen werden. Gleichzeitig appellieren Verbraucherschützer an die Anbieter, mehr Transparenz bezüglich der tatsächlichen Renditeaussichten zu schaffen und die Flexibilität der Verträge zu erhöhen.

Für Verbraucher gilt heute mehr denn je: Die regelmäßige Prüfung der bestehenden Altersvorsorgeverträge ist unverzichtbar. Dabei helfen unabhängige Beratungsangebote und digitale Tools, um Rentabilität, Kosten und Perspektiven individuell einzuschätzen. Wer seine Lebensversicherung kritisch hinterfragt, kann entscheiden, ob eine Beitragsfreistellung, Kündigung oder Fortführung sinnvoll ist – oder ob ein Wechsel zu modernen Sparformen lohnender erscheint.

Auf einen Blick:

  • Lebensversicherungen gelten zunehmend als unflexibel und oft unrentabel für die private Altersvorsorge.
  • Politische Diskussionen um Finanzmarkt- und Steuerrecht lassen Veränderungen am Markt erwarten.
  • Versicherer beobachten vermehrtes Interesse an alternativen, flexibel gestalteten Produkten.
  • Verbraucher sollten Verträge regelmäßig prüfen und sich umfassend informieren, um optimale Entscheidungen zu treffen.

Die folgenden Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung des Bund der Versicherten e. V. (BdV).

Weiterführende Quellen:

  • „Die durchschnittliche Rendite von Kapitallebensversicherungen in Deutschland lag im Jahr 2014 bei etwa 4,5 Prozent nach 30 Jahren Laufzeit.“ – Quelle: https://www.capital.de/geld-versicherungen/die-traurigen-renditen-der-lebensversicherer-34581804.html
  • „Im Jahr 2024 betrug der Garantiezins für Neuverträge in Deutschland 0,25 Prozent.“ – Quelle: https://www.transparent-beraten.de/kapitallebensversicherung
  • „Die laufende Verzinsung der zehn größten Lebensversicherer in Deutschland lag im Jahr 2024 zwischen 1,8 und 2,75 Prozent.“ – Quelle: https://www.transparent-beraten.de/kapitallebensversicherung
  • „Im Jahr 2015 betrug die Abschlusskostenquote von Lebens- und Rentenversicherungen in Deutschland durchschnittlich 4,9 Prozent.“ – Quelle: https://www.finanztip.de/lebensversicherung/kapitallebensversicherung/
  • „Im Jahr 2019 lag der Höchstrechnungszins für Kapitallebensversicherungen in Deutschland bei 0,9 Prozent.“ – Quelle: https://www.finanztip.de/lebensversicherung/kapitallebensversicherung/
  • „Im Jahr 2022 wurde der Höchstrechnungszins für Kapitallebensversicherungen in Deutschland auf 0,25 Prozent gesenkt.“ – Quelle: https://www.finanztip.de/lebensversicherung/kapitallebensversicherung/
  • „Im Jahr 2025 wurde der Höchstrechnungszins für Kapitallebensversicherungen in Deutschland auf 1,0 Prozent erhöht.“ – Quelle: https://www.finanztip.de/lebensversicherung/kapitallebensversicherung/
  • „Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche laufende Verzinsung der Lebensversicherer in Deutschland bei 2,45 Prozent.“ – Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/168461/umfrage/ueberschussbeteiligung-der-lebensversicherer-seit-1995/
  • „Im Jahr 2024 lag die laufende Verzinsung der Allianz Lebensversicherung bei 2,7 Prozent.“ – Quelle: https://www.transparent-beraten.de/kapitallebensversicherung
  • „Im Jahr 2024 lag die laufende Verzinsung der Zurich Lebensversicherung bei 1,8 Prozent.“ – Quelle: https://www.transparent-beraten.de/kapitallebensversicherung
  • „Im Jahr 2024 lag die laufende Verzinsung der Nürnberger Lebensversicherung bei 2,75 Prozent.“ – Quelle: https://www.transparent-beraten.de/kapitallebensversicherung
  • „Im Jahr 2024 lag die laufende Verzinsung der Axa Lebensversicherung bei 2,6 Prozent.“ – Quelle: https://www.transparent-beraten.de/kapitallebensversicherung
  • „Im Jahr 2024 lag die laufende Verzinsung der Generali Lebensversicherung bei 2,25 Prozent.“ – Quelle: https://www.transparent-beraten.de/kapitallebensversicherung
  • „Im Jahr 2024 lag die laufende Verzinsung der R+V Lebensversicherung bei 2,05 Prozent.“ – Quelle: https://www.transparent-beraten.de/kapitallebensversicherung
  • „Im Jahr 2024 lag die laufende Verzinsung der Alte Leipziger Lebensversicherung bei 2,25 Prozent.“ – Quelle: https://www.transparent-beraten.de/kapitallebensversicherung
  • „Im Jahr 2024 lag die laufende Verzinsung der Bayern-Versicherung bei 2,25 Prozent.“ – Quelle: https://www.transparent-beraten.de/kapitallebensversicherung
  • „Im Jahr 2024 lag die laufende Verzinsung der Proxalto Lebensversicherung bei 2,35 Prozent.“ – Quelle: https://www.transparent-beraten.de/kapitallebensversicherung
  • „Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche laufende Verzinsung aller Lebensversicherer in Deutschland bei 2,45 Prozent.“ – Quelle: https://www.transparent-beraten.de/kapitallebensversicherung
  • „Im Jahr 2015 lagen die Abschlusskosten bei einem 30 Jahre laufenden Vertrag mit 100 Euro Monatsbeitrag durchschnittlich bei 1.440 Euro, verteilt auf fünf Jahre.“ – Quelle: https://www.finanztip.de/lebensversicherung/kapitallebensversicherung/
  • „Im Jahr 2015 lagen die Verwaltungskosten für Kapitallebensversicherungen in Deutschland durchschnittlich bei etwa 2 Prozent pro Jahr.“ – Quelle: https://www.finanztip.de/lebensversicherung/kapitallebensversicherung/
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