Bremen (VBR). Sozialvermieter in Schleswig-Holstein fordern Unterstützung bei der anspruchsvollen Aufgabe des Wohnungsbaus während der Ansiedlung des Batterieherstellers Northvolt in Heide. Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) appelliert an die Landesregierung von Schleswig-Holstein und die Bundesregierung, die Region Dithmarschen nicht alleine zu lassen.
Der VNW-Direktor Andreas Breitner betonte nach einem Gespräch mit Landrat Stefan Mohrdieck, dass die Industrieansiedlung von Northvolt gravierende wohnungswirtschaftliche Folgen habe. Während die Arbeitsplatzschaffung im Zuge des Baus einer großen Batteriezellenfabrik im Vordergrund stehe, werde das Thema Wohnraum vernachlässigt. Laut Breitner sei es wichtig, dass ausreichend Wohnungen für die zukünftigen Mitarbeiter der Fabrik zur Verfügung stehen.
Um den Bedarf von bis zu 1500 Wohnungen durch die Ansiedlung von Northvolt zu decken, fordert der VNW eine zusätzliche Wohnraumförderung durch das Land und die Bundesregierung. Bisher gibt es zwar einen Strukturfonds von 100 Millionen Euro, mit dem Kommunen Grundstücke für den Wohnungsbau kaufen können, aber das reiche nicht aus. Zusätzliche Finanzmittel seien dringend notwendig, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und Baugrundstücke zu erwerben.
Außerdem kritisiert Breitner die fehlenden Rahmenbedingungen für den Bau bezahlbarer Wohnungen. Hohe Bau- und Zinskosten sowie langwierige Baugenehmigungsverfahren erschweren den Bau neuer Wohnungen. Der VNW-Direktor bemängelt das Fehlen eines Gesamtkonzepts des Landes und bezeichnet die derzeitige Situation als unterlassene Hilfeleistung. Es sei wichtig, den Landesentwicklungsplan für Dithmarschen für einen Zeitraum von fünf Jahren auszusetzen, damit wachsende Kommunen genug Raum für die Schaffung von Wohnraum haben.
Die Ansiedlung von Northvolt stellt eine Herausforderung für die Region Dithmarschen dar, sowohl in wohnungswirtschaftlicher als auch in infrastruktureller Hinsicht. Der Bau neuer Wohnungen ist eine langfristige Aufgabe, die frühzeitig geplant werden muss, um die steigende Nachfrage befriedigen zu können. Der VNW fordert daher eine Sonderförderung durch das Land und die Bundesregierung, um die Region Dithmarschen beim Wohnungsbau zu unterstützen.
Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) vertritt 430 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. In den von ihnen verwalteten 740.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Der VNW setzt sich für bezahlbaren Wohnraum ein und fordert eine verbesserte Wohnraumförderung durch das Land und die Bundesregierung.
Quelle: Pressemitteilung des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)
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VNW-Direktor Andreas Breitner zur Northvolt-Ansiedlung in Heide: Land und Bund dürfen …
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