KZBV fordert mehr Freiraum für zahnärztliche Selbstverwaltung

Berlin, 17. Mai 2024 – Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) schlägt Alarm: Die zahnärztliche Selbstverwaltung in Deutschland steht unter Druck. Laut Martin Hengdes, dem Vorsitzenden des Vorstandes der KZBV, schwächt die aktuelle Politik der Ampel-Regierung die Autonomie und Gestaltungsspielräume dieser essenziellen Institution im Gesundheitswesen zunehmend. Die Folge: Demotivierung des Nachwuchses und potenzielle Gefahren für eine gleichwertige, präventionsorientierte zahnmedizinische Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger. Zugleich kritisiert die KZBV öffentliche Aussagen des Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach scharf, in denen Organisationen der Selbstverwaltung herabgesetzt werden. Diese Entwicklungen werfen Fragen nach der Zukunft der zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland und der Rolle der Selbstverwaltung im Gesundheitssystem auf.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). In einer Zeit, in der Gesundheitsversorgung und Präventionsmaßnahmen mehr denn je im Zentrum gesellschaftlicher Debatten stehen, erhebt die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) ihre Stimme für den Erhalt und die Stärkung der zahnmedizinischen Selbstverwaltung. Diese Institution, die tief verwurzelt ist in dem Bestreben, ungeachtet von Wohnort oder sozialer Herkunft allen Menschen gleichermaßen Zugang zur hochwertigen zahnmedizinischen Versorgung zu ermöglichen, sieht sich aktuellen Herausforderungen gegenübergestellt.

Seit Langem trägt die zahnärztliche Selbstverwaltung mit ihrer präventionsorientierten Ausrichtung maßgeblich zur Verbesserung der Mundgesundheit bei – ein Erfolg, der Deutschland international als Vorbild positioniert. Doch diese Errungenschaften könnten nun ins Wanken geraten. Martin Hengdes, der Vorsitzende des Vorstandes der KZBV, macht seinem Unmut Luft: „Unter der Ampel-Regierung wird aber die zahnärztliche Selbstverwaltung Schritt für Schritt beschnitten, im Gegenzug werden die Aufsichtsrechte und Entscheidungsbefugnisse des Bundes ausgeweitet.“ Diese Entwicklung schmälert nicht nur die Gestaltungsspielräume dieser wichtigen Organisation; sie droht zugleich, das Engagement künftiger Generationen von Zahnmediziner*innen zu dämpfen.

Es geht hierbei nicht um eine bloße Machtfrage zwischen staatlichen und selbstverwalteten Organisationsstrukturen, sondern vielmehr um die Qualität und Zugänglichkeit gesundheitlicher Versorgung für alle Bürger*innen Deutschlands. Hendges appelliert daher eindringlich an die Politik, der Selbstverwaltung den Rücken zu stärken und ihr erneut jene Freiräume zu gewähren, die notwendig sind, um auch in Zukunft eine flächendeckende und gleichwertige Versorgung sicherstellen zu können.

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Zudem richtet die KZBV scharfe Kritik an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und wirft ihm vor, die Arbeit und Bedeutung von Selbstverwaltungsorganisationen zu missachten und sie herabwürdigend als “Lobbygruppen” zu bezeichnen. Eine solche Rhetorik untergräbt nicht nur den Respekt vor diesen essenziellen Einrichtungen des Gesundheitswesens, sondern zieht auch deren Legitimität und Bedeutung in Zweifel.

Die Selbstverwaltungskörperschaften spielen eine unersetzliche Rolle im deutschen Gesundheitssystem. Sie sind es, die durch ihre Fachkompetenz und Nähe zur Versorgungsrealität die Stabilität und Weiterentwicklung des Systems garantieren – eine Verantwortung, die sie von staatlichen Aufgaben entlastet. Dem gegenüber steht die aktuelle politische Entwicklung, die diesen Balanceakt gefährdet.

In diesem Kontext erscheint es entscheidend, dass sowohl Bevölkerung als auch politische Akteure die Bedeutung dieser Strukturen erkennen und deren Erhalt unterstützen. Denn letztlich geht es um mehr als nur administrative Fragen: Es geht um die Gesundheit der Menschen in ganz Deutschland und darum, gleichen Zugang zu erstklassiger medizinischer Versorgung zu wahren. Die KZBV, vertreten durch Stimmen wie die von Martin Hendges, setzt sich energisch für diesen Grundsatz ein – eine Mission, die gerade jetzt, in Zeiten sichtbarer Spannungen zwischen politischen Ambitionen und fachlicher Selbstverwaltung, von wesentlicher Bedeutung ist.

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Meldung einfach erklärt

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat eine Meldung herausgegeben. Hier ist sie in einfacher Sprache erklärt:

– Die Zahnärzte in Deutschland haben schon immer selbst dafür gesorgt, dass alle Menschen gute Zahnbehandlungen bekommen. Egal wo jemand wohnt oder wie viel Geld er hat.
– In den letzten Jahren konnten die Zahnärzte viele Erfolge erzielen. Die Zähne der Menschen in Deutschland sind jetzt viel gesünder. Deutschland ist dabei sogar ein Vorbild für andere Länder.
– Jetzt gibt es aber ein Problem: Die Regierung, die von der SPD, den Grünen und der FDP gestellt wird, nimmt den Zahnärzten nach und nach die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie sie ihre Arbeit machen sollen. Stattdessen will die Regierung mehr kontrollieren.
– Martin Hendges, der Chef von der Vereinigung der Zahnärzte, findet das nicht gut. Er sagt, dadurch verlieren die Zahnärzte die Freiheit, selbst zu bestimmen, und junge Leute finden es dann auch nicht mehr interessant, Zahnarzt zu werden.
– Herr Hendges meint, es ist wichtig, dass die Zahnärzte weiterhin selbst entscheiden können, wie sie arbeiten. Dafür brauchen sie die Unterstützung der Politiker.
– Außerdem ist die Vereinigung nicht glücklich darüber, wie der Gesundheitsminister, Karl Lauterbach, über sie spricht. Sie finden, er sollte mehr Respekt zeigen.

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Hintergrundinformationen:

– Das Gesundheitssystem in Deutschland basiert darauf, dass verschiedene Gruppen (wie zum Beispiel die Zahnärzte) viele Dinge selbst regeln dürfen. Der Staat gibt nur die allgemeinen Regeln vor.
– Diese Art zu arbeiten, nennt man Selbstverwaltung. Sie sorgt dafür, dass die Versorgung mit medizinischen Leistungen stabil bleibt und der Staat sich um weniger kümmern muss.

Fragen und Antworten:

Frage: Warum ist Selbstverwaltung wichtig?
Antwort: Selbstverwaltung ermöglicht es Experten (wie Zahnärzten) selbst zu entscheiden, wie sie arbeiten. Dadurch können sie schneller und besser auf die Bedürfnisse der Patienten reagieren.

Frage: Warum kritisiert die KZBV die Regierung?
Antwort: Die KZBV meint, die Regierung nehme ihnen die Freiheit, selbst Entscheidungen zu treffen. Sie finden, dass dies schlecht für die Qualität der zahnmedizinischen Versorgung ist.

Frage: Was möchte die KZBV erreichen?
Antwort: Sie möchten, dass die Regierung ihnen erlaubt, weiterhin selbst über ihre Arbeit zu entscheiden. So können sie sicherstellen, dass alle Menschen in Deutschland gut zahnmedizinisch versorgt werden.

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