Krankenkassen vor massiven Herausforderungen in 2024 – Betriebskrankenkassen fordern Planungssicherheit

Das Jahr 2024 wird für Krankenkassen zu einer massiven Herausforderung, da fehlende Strukturreformen und finanzielle Unsicherheiten die finanziellen Puffer der Kassen aufgebraucht haben. Die Betriebskrankenkassen in Bayern fordern vom Gesetzgeber finanzielle Planungssicherheit und dringend notwendige Reformen, um die steigenden Ausgaben stemmen zu können. Die zunehmende Kostenentwicklung und die Schwierigkeit, genaue Prognosen zu erstellen, bereiten den Krankenkassen große Sorge. Zudem belasten versicherungsfremde Leistungen die Krankenkassen in Milliardenhöhe. Eine nachhaltige Finanzierung ist dringend erforderlich, um die gesetzliche Krankenversicherung langfristig zu sichern. Vollständigen Artikel lesen.

Bremen (VBR). Finanzieller Druck auf Krankenkassen steigt: BKK Landesverband Bayern fordert Reformen und Planungssicherheit

München (ots) – Der BKK Landesverband Bayern warnt davor, dass der finanzielle Druck, der auf dem GKV-System (gesetzliche Krankenversicherung) seit Jahren lastet, im Jahr 2024 noch weiter zunehmen wird. Dr. Ralf Langejürgen, Vorstandsvorsitzender des BKK Landesverbandes Bayern, macht dafür verschleppte Strukturreformen und ein fehlendes Konzept der Bundesregierung für längerfristig tragfähige Kassenfinanzen verantwortlich. Die Krankenkassen sehen sich zunehmend mit Planungsunsicherheit konfrontiert und fordern finanzielle Planungssicherheit sowie Strukturreformen vom Gesetzgeber.

Laut Langejürgen schiebt die Bundespolitik dringend notwendige Reformen seit Jahren vor sich her, während sie gleichzeitig die Ausgaben der Krankenkassen in einzelnen Leistungsbereichen stetig steigert. Da den Kassen durch Vermögensabschmelzungen weitgehend alle finanziellen Puffer genommen wurden, werden ihre Handlungsspielräume zunehmend eingeschränkt.

Besonders besorgt sind die Betriebskrankenkassen über die immer schwierigeren Prognosen zur Kostenentwicklung. Während früher Budgetprognosen mit einer Schwankungsbreite von ein bis zwei Prozentpunkten erstellt werden konnten, müssen die Finanzexperten der Krankenkassen derzeit mit einer Schwankungsbreite von drei bis vier Prozent rechnen – bei stark reduzierten Rücklagen.

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Die Abweichungen von den offiziellen Schätzungen im kostenintensiven Krankenhausbereich machen die Planung zusätzlich erschwert. Langejürgen betont, dass die Krankenhausreform dringend vorangetrieben werden muss, um die Qualität der Versorgung zu verbessern und die Ausgaben besser kalkulierbar zu machen.

Ein weiteres Problem liegt darin, dass die Krankenkassen erst mit großer zeitlicher Verzögerung erfahren, wie viel Geld sie aus dem Gesundheitsfonds für die Versorgung ihrer Versicherten erhalten. Die aktuellen Regelungen lassen den Kassen zu wenig Spielraum, um angemessen auf Kostensteigerungen und andere Herausforderungen zu reagieren.

Darüber hinaus tragen die Krankenkassen seit Jahrzehnten eine hohe finanzielle Last durch versicherungsfremde Leistungen. Insbesondere bei den Gesundheitsleistungen für Bürgergeldempfänger fehlen jährlich rund 10 Milliarden Euro, da der Bund den Krankenkassen nur ein Drittel der anfallenden Kosten erstattet. Langejürgen fordert den Bundesgesundheitsminister daher auf, endlich ein nachhaltiges Finanzierungskonzept für die gesetzliche Krankenversicherung vorzulegen und die Quersubventionierung des Bundeshaushalts über die Geldbeutel der Beitragszahler zu stoppen.

Insgesamt verdeutlicht die Situation der Krankenkassen die Notwendigkeit von Strukturreformen und finanzieller Planungssicherheit. Der BKK Landesverband Bayern setzt sich dafür ein, dass die Bundesregierung die Herausforderungen im Gesundheitssystem angeht und Lösungen für die langfristige Finanzierung und Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung findet.

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Leiterin Kommunikation und Prävention
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