– Die Deutsche Krankenhausgesellschaft kritisiert eine strukturelle Unterfinanzierung der Krankenhausinvestitionen durch die Bundesländer.
– Für 2023 ergab sich eine Finanzierungslücke von 2,64 Milliarden Euro bei den Investitionskosten.
– Die reale Investitionsförderung ist inflationsbereinigt um 39,5 Prozent niedriger als 1991.
Krankenhäuser stehen vor enormen Investitionslücken – Fördermittel reichen bei Weitem nicht aus
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) weist auf eine andauernde Unterfinanzierung der Kliniken hin. Den tatsächlichen Fördermitteln der Länder in Höhe von 3,89 Milliarden Euro stehen Lücken von über 2,64 Milliarden Euro gegenüber, was einem Fehlbetrag von rund 41 Prozent entspricht.* „Diese Zahlen dokumentieren ein seit Jahren wachsendes Problem. Die Länder sind gesetzlich verpflichtet, die Investitionskosten der Krankenhäuser zu finanzieren. Diese Verpflichtung wird jedoch in weiten Teilen schlicht nicht erfüllt – und das zu Lasten der Patientinnen und Patienten sowie der Beschäftigten in den Kliniken“, betont Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG.
Obwohl die Mittel der Länder für Investitionen im Jahr 2024 mit rund 4,24 Milliarden Euro nominal leicht über dem langfristigen Durchschnitt seit 1991 liegen, bleibt der inflationsbereinigte Wertverlust bei etwa 39,5 Prozent. Gegenüber vor 30 Jahren stehen den Krankenhäusern heute real deutlich geringere Fördermittel zur Verfügung. Zudem ist der Anteil der Krankenhausinvestitionen am Bruttoinlandsprodukt seit 1991 von 0,23 Prozent auf lediglich 0,09 Prozent im Jahr 2024 gefallen, obwohl sich das BIP seitdem um etwa 160 Prozent erhöht hat. Die Investitionsquote im Krankenhausbereich ging seit 1991 von 9,7 Prozent auf nur noch 2,8 Prozent im Jahr 2024 zurück, wohingegen die gesamtwirtschaftliche Investitionsquote bei 21,85 Prozent liegt.
Der im Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) vorgesehene Transformationsfonds in Höhe von 50 Milliarden Euro ab 2026 bis Ende 2035 soll keinen Einfluss auf diese strukturelle Unterfinanzierung nehmen. Laut der DKG ist dieser Fonds ausschließlich für den Strukturwandel der Krankenhauslandschaft vorgesehen und kein Ersatz für die reguläre Investitionsförderung der Bundesländer. Gaß kritisiert: „Den Krankenhäusern fehlen finanzielle Mittel für moderne Gebäude, Medizintechnik, Digitalisierung und energetische Sanierung. Statt in eine leistungsfähige Infrastruktur zu investieren, werden die Kliniken gezwungen, aus den laufenden Betriebsmitteln gegenzufinanzieren. Das belastet die Versorgung, gefährdet die Zukunftsfähigkeit und führt zu struktureller Unterdeckung.“
Im Jahr 2024 stehen den Krankenhäusern nach Angaben der DKG insgesamt 4,24 Milliarden Euro an Investitionsmitteln nach § 9 KHG zur Verfügung. Daraus folgt: Die tatsächlichen Fördermittel sind in fast allen Bundesländern deutlich geringer als vor 30 Jahren. Die Unterfinanzierung spiegelt sich auch in der sinkenden Investitionsquote im Verhältnis zu den Krankenhauskosten wider. Während die Investitionsquote im Jahr 1991 noch bei 9,7 Prozent lag, sank sie 2024 auf lediglich 2,8 Prozent. Das entspricht einer Reduzierung auf weniger als ein Drittel. Gleichzeitig steigt die gesamtwirtschaftliche Investitionsquote auf 21,85 Prozent, was den massiven Unterschied in der Ressourcenzuordnung verdeutlicht.
Die Folge dieser Entwicklungen ist eine deutliche Abschmelzung der Investitionen am Bruttoinlandsprodukt: Während sich das BIP seit 1991 um 160 Prozent erhöht hat, sank der Anteil der Krankenhausinvestitionen an diesem Wert von 0,23 auf nur noch 0,09 Prozent. Diese strukturelle Unterfinanzierung gefährdet die Versorgungssicherheit in Deutschland nachhaltig und belastet die Beschäftigten und Patientinnen und Patienten gleichermaßen.
Die DKG betont, dass eine nachhaltige Verbesserung nur durch die Erfüllung der gesetzlichen Investitionsverpflichtungen und eine echte Reform der Förderpolitik erreicht werden könne. Bis dahin bleibt die Versorgung unter finanziellem Druck, was letztlich die Qualität und Zukunftsfähigkeit des Gesundheitswesens bedroht.
Warum die Finanzierungslücke bei Krankenhäusern wächst: Hintergründe und Entwicklungen
Die Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser steht vor einem langfristigen Problem, das sich in den letzten Jahrzehnten deutlicher abgezeichnet hat. Historisch betrachtet lässt sich die Entwicklung bis ins Jahr 1991 zurückverfolgen, und eine klare Trendlinie wird durch die Daten bis heute sichtbar. Stellt man den Stand von 1991 den Werten aus den Jahren 2014 und 2015 gegenüber, zeigt sich eine erschreckende Abwärtsspirale: Nach Berechnungen der Bundesregierung lagen die Investitionsausgaben der Länder für Krankenhäuser 2014 real nur noch bei etwa der Hälfte des Niveaus von 1991*.
Im Jahr 2015 bewerteten rund 62,8 Prozent der Krankenhäuser ihre Investitionsfähigkeit als schwach, 12 Prozent sogar als nicht investitionsfähig.
Seit 2014 ist die Investitionsförderung in nominalen Zahlen leicht gestiegen: Für das Jahr 2024 stellten die Länder rund 4,24 Milliarden Euro an Investitionsmitteln zur Verfügung*. Doch im Vergleich zum Jahr 1991, basierend auf der inflationsbereinigten Wertentwicklung, entspricht dieses Volumen einem inflationsbereinigten Wertverlust von rund 39,5 Prozent*. Das bedeutet, obwohl die nominalen Fördermittel leicht steigen, decken sie die tatsächlichen Bedürfnisse längst nicht mehr ab.
Gesetzlich sind die Länder für die Investitionskosten der Krankenhäuser verantwortlich. Diese Verpflichtung ergibt sich aus der Krankenhausfinanzierungsgesetzgebung, die sie zu einer grundsätzlichen Finanzierungssicherheit verpflichtet. Dennoch erfüllen sie diese Verpflichtung in weiten Teilen nicht, was sich in der Diskussion um die zunehmende Finanzierungslücke deutlich zeigt. Die Folge: Kliniken müssen ihre Investitionen aus laufenden Betriebsmitteln bestreiten, was die Versorgungssicherheit zunehmend gefährdet.
Ein Blick auf die gesamtwirtschaftliche Perspektive zeigt: Während das Bruttoinlandsprodukt (BIP) seit 1991 um rund 160 Prozent gestiegen ist, ist der Anteil der Krankenhausinvestitionen daran von 0,23 Prozent auf 0,09 Prozent im Jahr 2024 gefallen*.
Die strukturelle Unterfinanzierung zeigt sich auch in der Investitionsquote: Bezogen auf die bereinigten Krankenhauskosten ist sie seit 1991 von 9,7 Prozent auf nur noch 2,8 Prozent im Jahr 2024 gefallen*. Im Vergleich dazu liegt die gesamtwirtschaftliche Investitionsquote bei 21,85 Prozent, was den gravierenden Unterschied zwischen gesellschaftlich notwendigen Investitionen und der tatsächlichen Finanzierungsrealität unterstreicht.
Setzt man diese Entwicklung in den Kontext aktueller politischer Rahmenbedingungen, wird deutlich: Im Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) ist ein Transformationsfonds in Höhe von 50 Milliarden Euro vorgesehen*, der die strukturelle Unterfinanzierung nicht ausgleichen kann. Er ist ausdrücklich kein Ersatz für die reguläre Investitionsfinanzierung der Länder, sondern soll den strukturellen Wandel der Krankenhauslandschaft begleiten.
Diese Finanzierungslücke hat handfeste Folgen für die Versorgung: Kliniken sind gezwungen, aus laufenden Mitteln gegenzufinanzieren, um Modernisierung, Digitalisierung oder energetische Sanierung umzusetzen. Das belastet den Klinikbetrieb, gefährdet die Zukunftsfähigkeit und führt zu einer dauerhaften Unterdeckung – mit potenziell negativen Auswirkungen auf Patient:innen und Personal.
Insgesamt verdeutlichen die Daten, dass die Verantwortlichkeit der Länder durch gesetzliche Verpflichtungen klar geregelt ist. Dennoch zeigt die Realität, dass die Investitionslücke weiter wächst und die notwendigen Mittel für eine zeitgemäße Krankenhausinfrastruktur zunehmend fehlen. Die Herausforderung besteht darin, diese Verantwortlichkeit endlich konsequent wahrzunehmen, um die Versorgung in Deutschland dauerhaft zu sichern.
Neue Zahlen zum Investitionsbedarf: Erschütternde Lücken in der Krankenhausfinanzierung
Zahlen und Studien belegen, wie stark die Finanzierungslücken im deutschen Krankenhauswesen gewachsen sind. Tatsächliche Fördermittel der Länder im Jahr 2023 lagen bei 3,89 Milliarden Euro*. Dies ergibt eine Finanzierungslücke von mehr als 2,64 Milliarden Euro, was einem Fehlbetrag von rund 41 Prozent entspricht*. Diese Diskrepanz zeigt, dass die gesetzlichen Verpflichtungen der Länder, die Investitionskosten vollständig zu tragen, in weiten Teilen nicht erfüllt werden.
Im Jahr 2024 stellten die Länder circa 4,24 Milliarden Euro an Investitionsmitteln bereit*. Zwar liegt dieses Volumen nominal geringfügig über dem langfristigen Durchschnitt seit 1991, inflationsbereinigt entspricht dies jedoch einem Wertverlust von rund 39,5 Prozent*. Die reale Förderung je Krankenhaus ist damit deutlich geringer als vor 30 Jahren. Das zeigt sich auch in der relativen Investitionsquote: Sie sank seit 1991 von 9,7 Prozent auf nur noch 2,8 Prozent der bereinigten Krankenhauskosten*. Als Vergleich dazu liegt die gesamtwirtschaftliche Investitionsquote bei 21,85 Prozent (Stand 2024)*.
Studien, Zahlen und zentrale Ergebnisse im Überblick
- ifo-Studie (2015): Erfasster aufgestauter Investitionsbedarf im deutschen Krankenhaussektor zwischen 14,6 Milliarden Euro und 50 Milliarden Euro (Stand: 2015)*.
- DKI-Studie (2017): Jährlicher investiver Mehrbedarf der Krankenhäuser rund 7 Milliarden Euro, bei durchschnittlich 2,7 Milliarden Euro an Fördermitteln der Länder*.
- DKI-Studie (2017): In einem Viertel der Krankenhäuser lag der Anteil öffentlicher Fördermittel an den Investitionen bei 34 Prozent oder weniger*.
- RWI / Krankenhaus Rating Report (2024): Der förderfähige Investitionsbedarf zum Substanzerhalt beträgt mindestens 5,9 Milliarden Euro, inklusive Universitätskliniken rund 6,8 Milliarden Euro (Datenbasis 2022)*.
- RWI (2024): Das Sachanlagevermögen je Erlös in Krankenhäusern sank zwischen 2007 und 2022 in Westdeutschland um fast 15 Prozent, in Ostdeutschland sogar um 42 Prozent*.
- RWI (2024): Für eine geplante Strukturreform wird ein Investitionsbedarf von 49 Milliarden Euro genannt: rund 40 Milliarden Euro für Neubauten und Anbauten sowie 9 Milliarden Euro für Umwandlungen und Stilllegungen (Datenbasis 2022)*.
- Bundesgesundheitsministerium (2023): Der Anteil der Investitionen der Länder am Gesamthaushalt sank von 25 Prozent im Jahr 1972 auf etwa 3 Prozent im Jahr 2021*.
- IDW (2024): Forderung nach grundlegender Reform der Krankenhausinvestitionsfinanzierung sowie Vorschläge zur Bündelung von Investitions- und Betriebskosten*.
- Bayern (2026): Geplante Erhöhung des Investitionskostenrahmens für bayerische Krankenhäuser auf 900 Millionen Euro inklusive eines Sondervermögens von 100 Millionen Euro*.
In der Vergangenheit konnten Investitionen in die Infrastruktur, Digitalisierung und Sanierung der Krankenhäuser nur unzureichend erfolgen. Trotz nomineller Steigerungen blieben die Fördermittel real deutlich hinter den Anforderungen zurück. Die Unterfinanzierung wirkt sich direkt auf die Qualität und Zukunftsfähigkeit aus. Die geplanten Fonds, wie der im Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz vorgesehene Transformationsfonds, sind ausschließlich für Strukturwandel vorgesehen und ersetzen nicht die notwendigen Investitionen der Länder.
Fazit: Die Spannweite der Schätzungen reicht von den sechs Milliarden Euro (2017) bis zu 50 Milliarden Euro (2015), was die enorme Unsicherheit und den akuten Handlungsbedarf verdeutlicht. Die derzeitigen Mittel reichen bei weitem nicht aus, um die jahrzehntelangen Rückstände aufzuholen oder die erforderlichen Modernisierungen umzusetzen.
Diese Entwicklungen verdeutlichen: Die Anforderungen an eine nachhaltige und moderne Krankenhausinfrastruktur sind immens. Die politische und finanzielle Unterstützung muss deutlich erhöht werden, damit die Versorgungssicherheit auch in Zukunft gewährleistet bleibt.
Unterfinanzierung setzt Versorgung und Personal unter Druck
Die finanzielle Lage deutscher Krankenhäuser verschärft sich weiter. Eine zentrale Folge ist die sinkende Bereitschaft zu investieren, was die Versorgungssicherheit und die Arbeitsbedingungen für Beschäftigte nachhaltig beeinträchtigt. Patienten erleben die Folgen häufig direkt, etwa durch längere Wartezeiten, veraltete medizinische Technik oder unzureichende Modernisierung der Infrastruktur. Für eine junge Patientin, die auf eine MRT-Untersuchung wartet, ist klar: Eine veraltete Gerätetechnik führt zu längeren Ausfallzeiten, was die Diagnose verzögert. Solche Szenarien sind kein Einzelfall, sondern spiegeln den generellen Investitionsrückstand wider.
Konkret zeigt eine Studie, dass das Sachanlagevermögen deutscher Krankenhäuser in den westlichen Bundesländern im Zeitraum 2007 bis 2022 um fast 15 Prozent zurückgegangen ist, in den ostdeutschen Ländern sogar um 42 Prozent (Stand: 2024)*. Das bedeutet, dass stationäre Einrichtungen zunehmend auf veraltete Ausstattung angewiesen sind.
Gleichzeitig führt die Unterfinanzierung dazu, dass in den Krankenhäusern Personal knapper wird, was die Arbeitsbedingungen verschlechtert. Die Personalknappheit treibt die Überlastung der Beschäftigten auf die Spitze, was wiederum die Versorgungssicherheit gefährdet. Die Folgen sind spürbar: längere Wartezeiten, erhöhte Belastungen des Teams sowie eine allgemein geringere Qualität stationärer Versorgung. Überdies stärken diese Entwicklungen die Skepsis in der Öffentlichkeit gegenüber der Zukunftsfähigkeit des Gesundheitssystems. Die Debatte um notwendige Reformen gewinnt an Dringlichkeit, um die Versorgung nachhaltig zu sichern.
Ausblick und Reformoptionen: Wege aus der Finanzierungsfalle im Gesundheitswesen
Die aktuelle Situation bei der Krankenhausfinanzierung in Deutschland bleibt prekär. Trotz verschiedener Vorschläge und Initiativen wächst die Lücke zwischen notwendigem Investitionsbedarf und verfügbaren Mitteln weiter an. Das im Jahr 2024 ermittelte Investitionspotenzial der Länder liegt bei rund 4,24 Milliarden Euro*. Inflationsbereinigt bedeutet dies jedoch einen Wertverlust von rund 39,5 Prozent gegenüber dem Jahr 1991*. Diese Entwicklung spiegelt sich in der sinkenden Investitionsquote wider, die seit Jahrzehnten deutlich hinter der gesamtwirtschaftlichen Investitionsrate zurückbleibt.
Mehrere Studien und Verbände kritisieren, dass die bisherigen Finanzierungsinstrumente nicht ausreichen, um die dringenden Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen zu stemmen. Das vom IDW im Jahr 2024 erhobene Positionspapier fordert eine grundlegende Reform der Krankenhausfinanzierung. Es schlägt vor, Investitions- und Betriebskosten stärker zu bündeln, um Effizienzsteigerungen zu erreichen. Zudem schätzt das RWI, dass für bedeutende Strukturreformen rund 40 Milliarden Euro für Neubauten und Anbauten sowie weitere 9 Milliarden Euro für Umwandlungen und Stilllegungen notwendig wären*.
Trotz des geplanten Transformationsfonds in Höhe von 50 Milliarden Euro ab 2026 bis 2035, der den Strukturwandel in der Branche fördern soll, bleibt unklar, ob diese Summe die bestehenden Finanzierungslücken schließen kann. Experten warnen, dass die dringend benötigten Investitionen für moderne Medizintechnik, Digitalisierung und energetische Sanierung aktuell kaum gedeckt sind. Daher bleibt die Frage, welche Finanzierungsmodelle in Zukunft realistisch erscheinen: Sollten die Bundesländer, die gesetzlich zur Investitionsförderung verpflichtet sind, ihre Anstrengungen deutlich verstärken? Oder müssen neue, innovative Ansätze gefunden werden, um die dringend erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen dauerhaft zu sichern?
Angesichts der wachsenden Herausforderungen bleibt die zentrale Frage: Welche Lösungen können die Sicherstellung einer leistungsfähigen Krankenhauslandschaft in Deutschland langfristig garantieren?
Die vorliegenden Informationen und Aussagen entstammen einer Pressemitteilung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).
Weiterführende Quellen:
- „Nach Berechnungen der Bundesregierung lagen die Investitionsausgaben der Länder für Krankenhäuser 2014 real nur noch bei etwa der Hälfte des Niveaus von 1991; alle Bundesländer verzeichneten seit 1991 zweistellige Rückgänge.“ – Quelle: https://www.bundestag.de/webarchiv/presse/hib/2018_05/557486-557486
- „2015 schätzten rund 62,8 % der Krankenhäuser sich als schwach investitionsfähig ein, 12 % als gar nicht investitionsfähig.“ – Quelle: https://www.bundestag.de/webarchiv/presse/hib/2018_05/557486-557486
- „Eine Studie von 2017 beziffert den jährlichen investiven Mehrbedarf der Krankenhäuser auf rund 7 Mrd. €, während die Länder im Mittel nur etwa 2,7 Mrd. € an öffentlichen Fördermitteln bereitstellten.“ – Quelle: https://www.dki.de/fileadmin/publikationen/investitionsfaehigkeit_der_deutschen_krankenhaeuser.pdf
- „2017 lag in einem Viertel der Krankenhäuser der Anteil öffentlicher Fördermittel an den Gesamtinvestitionen bei 34 % oder weniger, was zeigt, dass viele Kliniken Investitionen aus eigenen Mitteln stemmen müssen.“ – Quelle: https://www.dki.de/fileadmin/publikationen/investitionsfaehigkeit_der_deutschen_krankenhaeuser.pdf
- „Eine ifo-Studie von 2015 taxiert den aufgestauten Investitionsbedarf im deutschen Krankenhaussektor zwischen 14,6 Mrd. € und 50 Mrd. €.“ – Quelle: https://www.ifo.de/DocDL/ifoDD_13-05_03-15.pdf
- „Das Bundesgesundheitsministerium stellt 2023 fest, dass der Anteil der Länderinvestitionen an den gesamten Gesundheitsinvestitionen von rund 25 % im Jahr 1972 auf etwa 3 % im Jahr 2021 gesunken ist.“ – Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/krankenhausfinanzierung.html
- „Der Krankenhaus Rating Report 2024 beziffert den jährlichen förderfähigen Investitionsbedarf der Plankrankenhäuser zum Substanzerhalt auf mindestens 5,9 Mrd. €, inklusive Universitätskliniken auf rund 6,8 Mrd. € (Datenbasis 2022).“ – Quelle: https://www.rwi-essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/pressemitteilungen/detail/krankenhaus-rating-report-2024-wirtschaftliche-lage-deutscher-krankenhaeuser-hat-sich-2022-erneut-verschlechtert
- „Von 2007 bis 2022 sank das Sachanlagevermögen je Erlös in Krankenhäusern in Westdeutschland um fast 15 % und in Ostdeutschland um 42 %, was die Folgen dauerhafter Unterinvestition verdeutlicht (2024).“ – Quelle: https://www.rwi-essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/pressemitteilungen/detail/krankenhaus-rating-report-2024-wirtschaftliche-lage-deutscher-krankenhaeuser-hat-sich-2022-erneut-verschlechtert
- „Der Krankenhaus Rating Report 2024 kalkuliert für die geplante Strukturreform einen Investitionsbedarf von rund 40 Mrd. € für Neubauten und Anbauten sowie weitere 9 Mrd. € für Umwandlungen und Stilllegungen (Bewertungsstand 2022).“ – Quelle: https://www.rwi-essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/pressemitteilungen/detail/krankenhaus-rating-report-2024-wirtschaftliche-lage-deutscher-krankenhaeuser-hat-sich-2022-erneut-verschlechtert
- „Ein Positionspapier des Instituts der Wirtschaftsprüfer aus 2024 fordert eine grundlegende Reform der Krankenhausinvestitionsfinanzierung und schlägt die Bündelung von Investitions- und Betriebskostenfinanzierung vor.“ – Quelle: https://www.idw.de/IDW/Medien/Positionspapier/Downloads-Trendwatch/IDW-Positionspapier-Krankenhausfinanzierung-20032024-web.pdf
- „Das Bayerische Gesundheitsministerium plant für 2026 eine Erhöhung des Investitionskostenrahmens für bayerische Krankenhäuser auf 900 Mio. €, inklusive 100 Mio. € aus einem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität.“ – Quelle: https://www.medconweb.de/blog/finanzierung/bayern-setzt-krankenhausunterstuetzung-2026-fort-7-punkte-plan-gutachten-und-hoehere-investitionsfoerderung
- „2020 lag die Krankenhaus-Investitionsquote im Bundesdurchschnitt bei rund 3,1 %, wobei Länder wie Hessen und Bayern mit etwa 4 % deutlich darüber lagen.“ – Quelle: https://www.marburger-bund.de/epaper/Zahlen-Daten-Fakten/epaper/Zahlen-Daten-Fakten.pdf
- „Die gesamtwirtschaftliche Investitionsquote in Deutschland lag von 2020 bis 2022 bei etwa 21 %, während die Krankenhaus-Investitionsquote stagnierte und deutlich darunter blieb (rund 3 %).“ – Quelle: https://www.marburger-bund.de/epaper/Zahlen-Daten-Fakten/epaper/Zahlen-Daten-Fakten.pdf
10 Antworten
Ich finde es gut, dass über diese Themen gesprochen wird! Die Krankenhäuser brauchen wirklich Unterstützung und moderne Technik. Wie können wir sicherstellen, dass diese Themen nicht in Vergessenheit geraten?
Es sollte eine regelmäßige Berichterstattung geben über den Stand der Krankenhausfinanzierung, damit alle informiert bleiben.
Ja genau! Und vielleicht sollten wir auch mal an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen und dort unsere Meinung äußern.
Es ist traurig zu sehen, wie unser Gesundheitssystem leidet. Wir müssen unbedingt für bessere Investitionen kämpfen. Wer hat Ideen oder Vorschläge dazu?
Die Zahlen sind alarmierend! Die Investitionsquote ist auf unter 3% gesunken. Das wirkt sich direkt auf die Patientenversorgung aus. Was sind eure Ideen für Lösungen?
Eine Reform der Finanzierung wäre dringend notwendig! Vielleicht könnte man auch öffentliche und private Mittel besser kombinieren?
Die Unterfinanzierung der Krankenhäuser ist ein großes Problem! Wie kann es sein, dass das BIP steigt, aber die Investitionen sinken? Wir müssen mehr Druck auf die Politik ausüben. Was denkt ihr darüber?
Ich stimme zu! Es ist wirklich frustrierend zu sehen, dass die Mittel so stark gekürzt werden. Was sollten wir tun, um das zu ändern?
Das Thema betrifft uns alle! Vielleicht sollten wir eine Petition starten oder einen offenen Brief an die Politiker schreiben?
Ich finde es erschreckend, wie wenig die Länder für unsere Krankenhäuser tun. 2,64 Milliarden Euro fehlen einfach! Wie sollen die Kliniken modernisiert werden? Ich hoffe, dass mehr Leute darüber sprechen!