Vielfalt im Krankenhaus: DEKV setzt klares Zeichen für Demokratie und diskriminierungsfreies Gesundheitssystem

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Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) hat am 18. März 2024 gemeinsam mit 220 Unterstützer:innen eine Erklärung vorgelegt, die Demokratie und Vielfalt als unverzichtbare Grundlage für ein menschliches, diskriminierungs- und gewaltfreies Gesundheitssystem definiert. Er fordert diskriminierungsfreie und rassismusbewusste evangelische Krankenhäuser als sichere Orte für alle Patient:innen, Mitarbeitenden und Dienstleister:innen. Die breite Unterstützung aus dem Gesundheitswesen sowie die jüngsten Europawahlen und Kommunalwahlen unterstreichen die gesellschaftliche Relevanz dieses Bekenntnisses.

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– 18. März 2024: 220 Unterstützer unterzeichnen Erklärung für Demokratie und Pluralismus im Gesundheitswesen
– Diskriminierungsfreie, rassismusbewusste und gewaltsensible evangelische Krankenhäuser sollen sichere Orte für alle sein
– Europawahlen und Kommunalwahlen 2024 betonen Bedeutung von Demokratie und Vielfalt für Gesundheitsversorgung

Einsatz für ein diskriminierungsfreies und demokratisches Gesundheitssystem

Krankenhäuser sind mehr als bloße Orte der Heilung. Hier treffen Menschen unterschiedlichster Hintergründe aufeinander, um sowohl medizinische Versorgung zu erhalten als auch professionelle Fürsorge zu bieten. Genau vor diesem Hintergrund ist der Einsatz für ein respektvolles und inklusives Arbeitsumfeld von zentraler Bedeutung. Für den Deutschen Evangelischen Krankenhausverband (DEKV) steht fest: Ein diskriminierungsfreies und rassismusbewusstes Arbeitsumfeld ist unerlässlich. Dieses klare Bekenntnis wurde am 18. März 2024 mit einer Erklärung unterstrichen, die von insgesamt 220 Unterstützern unterzeichnet wurde. Die Erklärung hebt Demokratie und Pluralismus als Grundpfeiler eines menschlichen Gesundheitssystems hervor.

Die Bedeutung dieser Initiative wird besonders deutlich durch die Worte der Verantwortlichen: „Ich setze mich für diskriminierungsfreie, rassismusbewusste und gewaltsensible evangelische Krankenhäuser ein, die für alle Patientinnen und Patienten sowie alle Mitarbeitenden und Dienstleister ein sicherer Ort sind.“ Damit wird deutlich, dass die Verantwortung nicht nur die medizinische Behandlung umfasst, sondern auch das Schaffen eines geschützten Arbeits- und Behandlungsumfeldes.

Auch die politischen Ereignisse im Vorfeld verstärken die Dringlichkeit eines solchen Engagements. Die jüngsten Europawahlen sowie die Kommunalwahlen am 9. Juni 2024 haben gezeigt, wie wichtig ein klares Bekenntnis zu Demokratie und Vielfalt ist. In diesem Zusammenhang erklärt ein weiterer Vertreter: „Diese Erklärung setzt ein Zeichen für ein menschliches, diskriminierungs- und gewaltfreies Gesundheitssystem. Nur auf der Basis von Demokratie und Vielfalt ist eine qualifizierte Versorgung aller Patientinnen und Patienten möglich.“

Die breite Unterstützung durch zahlreiche Organisationen und Verbände aus dem Gesundheitswesen verdeutlicht den gesellschaftlichen Konsens über diese Anliegen. Jede einzelne Unterschrift steht für das Bestreben, die Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern zu verbessern und die Versorgung der Patienten weiter zu optimieren. So zeigt sich, dass dieser Einsatz für ein offenes und inklusives Gesundheitssystem nicht nur ethische Werte spiegelt, sondern auch ein entscheidender Erfolgsfaktor für die medizinisch-pflegerische und therapeutische Versorgung ist.

Warum Vielfalt und Teilhabe für unsere Kliniken unverzichtbar sind

Die Bedeutung von Vielfalt und demokratischer Teilhabe in Krankenhäusern gewinnt zunehmend an Brisanz. Kliniken sind nicht nur Gesundheitszentren, sondern auch gesellschaftliche Mikrokosmen, in denen unterschiedliche Menschen täglich aufeinandertreffen. Gerade vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftspolitischer Entwicklungen ist es wichtig, dass Krankenhäuser als Orte verstanden werden, an denen demokratische, antirassistische und gewaltsensible Werte gelebt werden. Das stärkt nicht nur das Arbeitsklima, sondern verbessert auch die Patientenversorgung.

Brisanz durch gesellschaftliches Klima

Die zunehmende Polarisierung und die Verbreitung von Diskriminierung in der Gesellschaft spiegeln sich auch im Klinikalltag wider. Daher ist es zwingend, dass Krankenhäuser als Schutzräume fungieren, die Vielfalt nicht nur akzeptieren, sondern aktiv fördern. Diese Haltung wirkt gegen Rassismus und Gewalt, die sonst das Klima belasten könnten – sowohl für Mitarbeitende als auch für Patient:innen. Der Krankenhausbereich steht damit in einer besonderen Verantwortung, demokratische Werte sichtbar und wirksam zu machen.

Moderne Klinik als Spiegelbild der Gesellschaft

Wie kaum eine andere Institution bilden Kliniken die Vielfalt der Gesellschaft ab. Sie müssen Menschen aus verschiedenen Kulturen, Altersgruppen und sozialen Hintergründen zusammenbringen und versorgen. Dies eröffnet Chancen für den fachlichen Austausch und eine patientenorientierte Versorgung, die kulturelle und individuelle Bedürfnisse berücksichtigt. Im internationalen Vergleich zeigen sich Kliniken, die Vielfalt fördern, als Vorreiter im gesellschaftlichen Zusammenhalt und im Gesundheitsschutz. Zukünftig wird die Bedeutung von Diversität in Krankenhäusern weiter zunehmen und neue Standards setzen.

Herausforderungen und Chancen der Vielfalt im Klinikbereich lassen sich in diesen vier zentralen Punkten zusammenfassen:

  • Förderung eines inklusiven Arbeitsumfeldes zur Steigerung der Mitarbeitermotivation und -bindung
  • Verbesserung der Patientenversorgung durch kulturelle Sensibilität und individuelle Ansprache
  • Prävention von Diskriminierung, Rassismus und Gewalt am Arbeitsplatz
  • Entwicklung von innovativen Konzepten zur demokratischen Teilhabe für alle Beteiligten

Vielfalt und Teilhabe sind damit nicht nur moralische Imperative, sondern Schlüsselelemente für die Zukunftsfähigkeit unserer Kliniken.


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Krankenhäuser leben von Vielfalt | Presseportal

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