Kraftstoffpreise 2025: Super E10 auf Jahrestief, Diesel weiterhin teuer – aktuelle ADAC-Zahlen im Überblick

Im August 2025 lagen die durchschnittlichen Spritpreise laut ADAC für Super E10 bei 1,661 Euro pro Liter und damit 1,3 Cent unter dem Juliwert – der günstigste Monat für E10 in diesem Jahr. Diesel sank um 3,7 Cent auf 1,580 Euro je Liter, blieb aber rund zwei Cent über dem bisherigen Jahres-Tief im Mai. Grund für die Entlastung an den Zapfsäulen sind niedrigere Brent-Notierungen unter 70 US-Dollar und ein starker Euro. Der Preisabstand zwischen beiden Kraftstoffen beträgt aktuell nur knapp acht Cent.
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– Super E10 im August bei durchschnittlich 1,661 €/Liter, 1,3 Cent günstiger, Jahrestief.
– Dieselpreis im Vergleich zum Juli um 3,7 Cent auf 1,580 €/Liter gesunken.
– Geringere Benzin- und Dieselpreise dank Brent-Öl unter 70 USD und festem Euro.

Super E10 und Diesel im August 2025: Preise sinken, Diesel bleibt teuer

Im August 2025 sanken die Preise für Super E10 und Diesel gegenüber dem Vormonat, wie eine Auswertung des ADAC zeigt. Der Durchschnittspreis für Super E10 lag bei 1,661 Euro je Liter, das sind 1,3 Cent weniger als im Juli. Damit war der August für Super E10 der günstigste Tankmonat in diesem Jahr. Beim Diesel fiel der Preis zwar um 3,7 Cent auf 1,580 Euro je Liter, dennoch lag der August im Schnitt um über 2 Cent über dem bisherigen Jahrestief im Mai.

Die Preissenkung ist auf die Entwicklung am Rohölmarkt zurückzuführen. Die Börsenpreise für ein Barrel der Sorte Brent blieben im August konstant unter 70 US-Dollar. Außerdem trug ein im Vergleich zum US-Dollar relativ stabiler Euro zur günstigen Preisentwicklung bei.

Der teuerste Tag im August war der 1. des Monats: Super E10 kostete an diesem Tag durchschnittlich 1,680 Euro je Liter, Diesel 1,616 Euro. Am günstigsten tankten Autofahrer am 19. August, mit Preisen von 1,650 Euro pro Liter Super E10 und 1,559 Euro pro Liter Diesel. Für Super E10 war dies zugleich der günstigste Tanktag 2025 – zuletzt günstiger als am 9. Dezember 2024.

Trotz der Preisrückgänge bleibt Diesel vergleichsweise teuer. Die Preisdifferenz zwischen Super E10 und Diesel beträgt aktuell nur knapp mehr als acht Cent je Liter, während sie vor einem Jahr noch bei 12,5 Cent lag. Angesichts der steuerlichen Unterschiede müsste die Differenz eigentlich nahezu 20 Cent betragen.

Der ADAC rät, bei der Spritsuche Preise zu vergleichen und gezielt die günstigste Tankstelle anzufahren. Die App „ADAC Drive“ zeigt die aktuellen Kraftstoffpreise an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland an und erleichtert so das Sparen. Zudem empfiehlt der ADAC, auf die Uhrzeit zu achten: Abends zu tanken kann deutlich günstiger sein als am Morgen, wie Auswertungen des Automobilclubs belegen.

Weitere aktuelle Informationen und konkrete Preisangaben sind auf der Website www.adac.de/tanken verfügbar.

Ursachen der Spritpreisentwicklung und Chancen für Verbraucher

Die Preise für Benzin und Diesel unterliegen komplexen Marktdynamiken, die sich aus einer Mischung globaler und nationaler Faktoren ergeben. Verbraucher spüren diese Veränderungen unmittelbar an der Zapfsäule, doch die Ursachen reichen weit über Deutschland hinaus. Internationale Rohölpreise, steuerliche Abgaben und die Währungssituation sind zentrale Elemente, die die Preisschwankungen prägen und entscheidend für die wirtschaftliche Lage von Autofahrenden, Unternehmen und der gesamten Gesellschaft sind.

Die Entwicklung der Rohölpreise an den Weltmärkten übt den stärksten Einfluss auf die Spritkosten aus. Angebot und Nachfrage, geopolitische Spannungen, Förderentscheidungen der OPEC-Staaten sowie internationale Krisen wirken hier unmittelbar ein. Ergänzend dazu bestimmen Wechselkurse, vor allem zwischen Euro und US-Dollar, den Importpreis, da Rohöl meist in Dollar gehandelt wird. Auf nationaler Ebene führen vor allem die unterschiedlichen Steuern und Abgaben auf Benzin und Diesel zu Preisunterschieden. Diese sogenannte Mineralölsteuer und die Mehrwertsteuer machen einen erheblichen Anteil der Tankrechnung aus und lassen sich nicht durch Marktentwicklungen allein erklären.

Für die Verbraucher bedeutet diese Situation, dass die Preise an der Tankstelle stark schwanken können, obwohl sich internationale Parameter kurzfristig nur leicht verändern. Außerdem wirkt sich der Preis auf die Mobilität aus: Für Pendelnde und Unternehmen, die auf Transporte angewiesen sind, bleiben Spritkosten ein wesentlicher Ausgabenfaktor. Das hat wiederum Folgen für die Preise von Waren und Dienstleistungen und beeinflusst die gesamtwirtschaftliche Inflation.

Wichtig sind vor allem folgende Einflussfaktoren auf die Spritpreise:

  • Globale Rohölpreise und Fördermengen
  • Wechselkurse zwischen Euro und US-Dollar
  • Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe (Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer)
  • Angebot-Nachfrage-Verhältnisse in Deutschland und Europa
  • Energiestrategien und politische Rahmenbedingungen, etwa zur Förderung alternativer Antriebe

Marktdynamik und Einflussfaktoren

Die Spritpreisentwicklung bildet in Europa ein vielschichtiges Bild ab. Während die Rohölpreise tendenziell etwas gesunken sind, wirken sich nationale Steuerregelungen und regionale Marktunterschiede unterschiedlich stark aus. Insbesondere Diesel bleibt trotz leichter Rückgänge im Preis im Vergleich zu Benzin relativ teuer. Grundsätzlich spiegelt sich darin wider, wie unterschiedlich Länder Kraftstoffe besteuern und wie ihre Infrastrukturen und Energiemärkte strukturiert sind.

Wählerische Verbraucher können durch gezieltes Beobachten der lokalen Preisentwicklung sparen. Das Anfahren günstigerer Tankstellen oder das Tanken zu bestimmten Tageszeiten kann mehrere Euro Ersparnis bringen. So zeigen statistische Auswertungen, dass beispielsweise Abendstunden tendenziell niedrigere Spritpreise aufweisen als morgendliche Phasen. Digitale Hilfsmittel wie Spritpreis-Apps unterstützen dabei, die günstigsten Angebote im Umkreis schnell zu finden.

Preisentwicklung im europäischen Vergleich

Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass die Voraussetzungen für die Spritpreisgestaltung unterschiedlich sind: Länder mit niedrigerer Mineralölsteuer bieten oft günstigeres Benzin an, gleichzeitig beeinflussen Fördermengen und Importabhängigkeiten die nationalen Preise. Deutschland liegt dabei mit seinen Steuern im oberen Mittelfeld der europäischen Preisskala, was sich vor allem bei Diesel markant auswirkt. Die relativ geringe Preisdifferenz zwischen Super E10 und Diesel, die derzeit knapp über acht Cent liegt, verdeutlicht zudem die komplexe steuerliche Situation, die eigentlich einen Abstand von etwa 20 Cent erwarten ließe.

Die Energiepolitik in Europa setzt zudem verstärkt auf den Ausbau alternativer und erneuerbarer Antriebe, was mittelfristig auch den Kraftstoffmarkt verändern könnte. Die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen könnte dadurch langfristig sinken, was wiederum Einfluss auf die Preisgestaltung an den Tankstellen nehmen wird.

Ausblick: Die künftige Spritpreisentwicklung wird weiterhin von globalen Rohstoffmärkten und lokalen politischen Entscheidungen abhängen. Für Verbraucher empfiehlt es sich, aufmerksam die Preise zu vergleichen und bei der Wahl des Zeitpunkts für das Tanken flexibel zu bleiben. Trends wie die zunehmende Elektrifizierung des Verkehrs und nachhaltige Energiestrategien dürften die Struktur des Kraftstoffmarkts verändern, was mittelfristig neue Herausforderungen und Chancen für Autofahrende mit sich bringt.

Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung von ADAC e.V.

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11 Kommentare

  1. Das Thema Spritpreise betrifft jeden von uns! Ich finde den Hinweis auf das Tanken am Abend sehr nützlich! Wo tankt ihr am liebsten? Gibt es in eurer Nähe gute Angebote?

    1. Ich tanke meistens an der Autobahn, da ist es einfach praktisch, aber ich sollte wohl mal nach günstigeren Tankstellen schauen.

    2. Ich habe tatsächlich schon von einigen Freunden gehört, dass sie immer abends tanken! Vielleicht probiere ich das nächste Mal auch aus!

  2. Die Entwicklung der Rohölpreise ist wirklich komplex und beeinflusst uns alle direkt an der Tankstelle. Glaubt ihr, dass politische Entscheidungen hier einen großen Einfluss haben? Wie könnte man das besser steuern?

    1. Ja, ich denke schon! Vielleicht sollten wir unsere Politiker mehr dazu befragen und sie auffordern, transparente Lösungen zu finden.

  3. Ich finde es spannend, dass der ADAC Tipps zum Tanken gibt. Ich nutze auch die App zur Preisvergleichung! Wie oft tankt ihr und achtet ihr wirklich auf die Preise? Ich versuche immer am Abend zu tanken.

    1. Ich tanke meistens morgens, aber vielleicht sollte ich das ändern! Gibt es noch andere Apps, die ihr empfehlen könnt?

    2. Die Preisdifferenz zwischen Super E10 und Diesel ist wirklich überraschend gering. Das sollte mehr Aufmerksamkeit bekommen!

  4. Die sinkenden Preise sind eine positive Nachricht für viele Autofahrer. Es wäre jedoch interessant zu wissen, ob dies auch langfristig so bleiben kann oder ob wir mit weiteren Preisanstiegen rechnen müssen.

  5. Es ist interessant zu sehen, wie sich die Preise für Super E10 und Diesel entwickeln. Ich finde es wichtig, dass wir uns über die Faktoren informieren, die diese Preisschwankungen beeinflussen. Warum sind die Steuern auf Diesel so hoch im Vergleich zu Benzin?

    1. Ich glaube, dass die Steuerpolitik hier eine große Rolle spielt. Vielleicht sollten wir auch überlegen, wie wir alternative Kraftstoffe fördern können. Hat jemand von euch Erfahrungen mit E-Fuels?

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