Kohlendioxidspeicherungsgesetz: Warum CCS und CCU jetzt entscheidend für Klimaschutz und Industriepolitik sind

Der Chemieverband VCI fordert eine zügige Verabschiedung des Kohlendioxidspeicherungsgesetzes (CCS), weil nur so die deutschen Klimaziele noch erreichbar sind und der Industriestandort Deutschland gesichert bleibt. CCS und CCU gelten als Schlüsseltechnologien, um CO2-Emissionen massiv zu senken und fossile Rohstoffe künftig zu ersetzen. Ein Verzögern des parlamentarischen Verfahrens gefährdet nach Ansicht des Verbands nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Chemiebranche.
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– Erste Lesung des Kohlendioxidspeicherungsgesetzes im Bundestag am 9. September 2025.
– VCI fordert zügigen Abschluss des parlamentarischen Verfahrens für CO2-Abscheidung und -Speicherung.
– CCS und CCU unerlässlich für Emissionsreduktion und Erreichen deutscher Klimaziele, betont der VCI.

VCI fordert zügigen Abschluss beim Kohlendioxidspeicherungsgesetz

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) drängt auf eine schnelle Entscheidung im parlamentarischen Verfahren zum Kohlendioxidspeicherungsgesetz. Die lange andauernde Debatte blockiere unverantwortlich die Einführung zentraler Zukunftstechnologien für den Klimaschutz. „Über das Kohlendioxidspeicherungsgesetz wird schon viel zu lange diskutiert. Das parlamentarische Verfahren muss jetzt zügig zum Abschluss gebracht werden“, betont VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup.

Für die chemische Industrie steht viel auf dem Spiel. Große Entrup warnt: „Der Standort Deutschland steht am Scheideweg. Der Industrie steht das Wasser bis zum Hals und wir leisten es uns, elementare Technologien zum Klimaschutz im politischen Klein-Klein zu blockieren.“ Dabei sind Technologien zur Abscheidung und Speicherung von CO2 (CCS) laut dem Weltklimarat IPCC unverzichtbar, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen.

Die Chemiebranche zählt auf CCS, um ihre Emissionen signifikant zu reduzieren. Über die reine Speicherung hinaus bietet die stoffliche Nutzung von CO2 (CCU) eine Gelegenheit, fossile Rohstoffe teilweise zu ersetzen. Damit wird nicht nur Klimaschutz möglich, sondern auch eine nachhaltigere Rohstoffbasis für die Industrie geschaffen.

Mit über 560.000 Beschäftigten und einem Umsatz von rund 240 Milliarden Euro in 2024 ist der VCI eine der bedeutendsten Wirtschaftsvertretungen Deutschlands. Die Stellungnahme zum Kohlendioxidspeicherungsgesetz verdeutlicht, wie stark die chemische Industrie von einer zügigen politischen Klärung abhängt und welche Chancen auf dem Spiel stehen – sowohl für den Klimaschutz als auch für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Warum CCS und CCU jetzt zu einem politischen Wendepunkt werden

Die Diskussion um Carbon Capture and Storage (CCS) und Carbon Capture and Utilization (CCU) hat in Deutschland eine neue Dringlichkeit erreicht. Diese Technologien gewinnen an Bedeutung, weil sie als entscheidende Instrumente angesehen werden, um die ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu sichern. Die deutsche Klimapolitik steht vor einem Wendepunkt, an dem es darum geht, ob diese Zukunftstechnologien endlich flächendeckend genutzt und gesetzlich verankert werden.

CCS bezeichnet das Abscheiden und Speichern von Kohlendioxid, sodass es nicht in die Atmosphäre gelangt. CCU geht einen Schritt weiter: Dabei wird das abgeschiedene CO2 als Ressource genutzt, um fossile Rohstoffe zu ersetzen. Beide Ansätze bieten Potenziale, die deutsche Industrie umweltfreundlicher und nachhaltiger aufzustellen. Vor allem die Chemiebranche sieht in CCS und CCU Schlüsseltechnologien zur Emissionsreduktion und zur Rohstoffinnovation.

Debatte um Klimaziele und Technologien

Die politischen und gesellschaftlichen Hürden sind erheblich. Noch immer gibt es Bedenken hinsichtlich der Sicherheit, der Kosten und der Akzeptanz bei der Bevölkerung. Zudem erfolgt die Gesetzgebung zu lange verzögert, während die Industrie spürt, dass das „Wasser bis zum Hals steht“, wie VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup es formuliert. Der Standort Deutschland braucht nach seiner Ansicht dringend Rechtssicherheit und klare Rahmenbedingungen.

International zeigt sich, dass viele Länder CCS bereits als festen Bestandteil ihrer Klimastrategien betrachten:

  • Norwegen speichert CO2 seit Jahren erfolgreich in unterirdischen Reservoirs.
  • Kanada setzt auf CCS-Projekte zur Reduzierung industrieller Emissionen.
  • Vereinigte Staaten fördern CCS mit staatlichen Programmen und Steuergutschriften.
  • China investiert massiv, um CCS in Kohleregionen anzuwenden.

Diese internationalen Beispiele verdeutlichen, dass Deutschland mit einer Blockade des Kohlendioxidspeicherungsgesetzes die Gefahr läuft, Innovations- und Wettbewerbsnachteile zu erleiden.

Langfristige Perspektiven für Industrie und Gesellschaft

Die Frage, welche Rolle CCS und CCU im Klimaschutz tatsächlich spielen, ist eng mit der zukünftigen industriepolitischen Ausrichtung verbunden. Angesichts der Treibhausgasemissionen, die sich nicht allein durch erneuerbare Energien und Effizienzmaßnahmen eliminieren lassen, sind diese Technologien ein notwendiger Baustein.

Die Industrie könnte durch CCS unmittelbare CO2-Reduktionen erreichen, während CCU neue Wertschöpfungsketten eröffnet, indem CO2 als Rohstoff in der chemischen Produktion verwendet wird. Für die Gesellschaft bietet das Chancen, Arbeitsplätze in zukunftsweisenden Technologiebranchen zu sichern und die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen zu verringern.

Eine Verabschiedung des Kohlendioxidspeicherungsgesetzes würde daher:

  • deutliche Signalwirkung für Investitionen in Zukunftstechnologien setzen
  • Rechtssicherheit für Unternehmen schaffen
  • deutsche Klimaziele greifbarer machen
  • Innovation und Rohstoffwandel in der Industrie fördern

Im Gegensatz dazu könnte eine Blockade:

  • den Industrie- und Innovationsstandort schwächen
  • Klimaziele gefährden und den Klimaschutz verlangsamen
  • ökologische und wirtschaftliche Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen Ländern verstärken

Wolfgang Große Entrup bringt es auf den Punkt: „Was der Weltklimarat IPCC betont, muss doch auch für die deutsche Politik Richtschnur sein: Die Klimaziele sind nur noch mit Abscheiden und Speichern von CO2 (CCS) erreichbar.“ Mit Blick auf kommende Jahre ist zu erwarten, dass Druck aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft weiter zunehmen wird. Die politische Entscheidung zum Kohlendioxidspeicherungsgesetz könnte daher das Signal für eine neue Dynamik in der deutschen Klimapolitik setzen – zugunsten praxistauglicher, zukunftsweisender Technologien.

Die im Beitrag aufgeführten Fakten und Zitate entstammen einer Pressemitteilung des Verbands der Chemischen Industrie e.V.

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9 Kommentare

  1. Ich finde es gut, dass der VCI Druck macht für eine Entscheidung. Aber was passiert mit den Bedenken der Bevölkerung? Wie können wir mehr Transparenz schaffen und Vertrauen aufbauen?

  2. Die Situation ist wirklich besorgniserregend! Wenn der VCI sagt, das Wasser steht der Industrie bis zum Hals, dann müssen wir doch reagieren! Welche Lösungsansätze seht ihr?

  3. Ich bin gespannt auf die weiteren Entwicklungen rund um das Kohlendioxidspeicherungsgesetz. Die internationale Perspektive zeigt, dass viele Länder schon weiter sind. Können wir da noch aufholen?

    1. Das ist eine berechtigte Frage, Heidrun! Vielleicht sollten wir von den Erfahrungen anderer Länder lernen und schneller handeln.

  4. Die Diskussion um CCS ist wirklich entscheidend. Ich denke, wenn wir nicht bald handeln, verlieren wir nicht nur an Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch an Glaubwürdigkeit bei unseren Klimazielen. Was meint ihr dazu?

  5. Ich finde es wichtig, dass wir endlich zu einer Entscheidung im Parlament kommen. Die Technologien wie CCS sind wichtig für den Klimaschutz. Wie sehen das andere? Ist die Verzögerung wirklich so gefährlich?

    1. Ich stimme zu, Christin! Es wäre schade, wenn Deutschland hinter anderen Ländern zurückbleibt. Wo seht ihr die größten Herausforderungen für die Umsetzung? Es braucht ja auch Akzeptanz in der Bevölkerung.

    2. Das sehe ich auch so! Die chemische Industrie hat eine wichtige Rolle, aber wie sicher sind die Technologien? Habt ihr Erfahrungen oder Infos dazu?

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