Kletterprotest an Rügenbrücke: LNG-Terminal auf Rügen für immer kippen!

Herausragende Kletteraktion an der Rügenbrücke - ROBIN WOOD-Aktivist*innen setzen ein starkes Zeichen gegen das geplante LNG-Terminal. Vier wagemutige Kletter*innen haben sich von der Brücke abgeseilt und ein riesiges Banner mit der klaren Botschaft "Energiewende statt LNG und Gasimporte!" entrollt. Mit ihrer Aktion appellieren sie an die Bundes- und Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern, den Bau des umstrittenen Terminals auf Rügen zu stoppen. Die Aktivist*innen argumentieren, dass es für die Energieversorgung nicht notwendig ist und der Natur und dem Klima massiv schadet. Lesen Sie weiter, um die Hintergründe dieser spektakulären Aktion und die Forderungen der ROBIN WOOD-Aktivist*innen zu erfahren.

Bremen (VBR). Mit einer mutigen Kletteraktion an der Rügenbrücke in Stralsund haben Aktivist:innen von Robin Wood heute gegen das geplante LNG-Terminal im Industriehafen Mukran auf Rügen protestiert. Vier Kletterer:innen seilten sich vom Brückenbogen ab und entrollten dort ein 25 Meter langes Banner mit der Aufschrift: “Energiewende statt LNG und Gasimporte!”. Damit fordern sie die Bundesregierung und die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern auf, auf den Bau des Flüssiggas-Terminals zu verzichten, da es weder für die Versorgung notwendig sei noch massive Schäden für Natur und Klima verursache. Stattdessen plädieren sie für eine effiziente, sozial- und klimagerechte Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien.

Marit Schneider, Aktivistin bei Robin Wood, betonte: “Die Gasspeicher sind auch über den Winter gut gefüllt. Bereits bestehende Flüssiggas-Terminals waren 2023 nur zur Hälfte ausgelastet. Die Versorgungssicherheit ist auch ohne das geplante Terminal in Mukran gewährleistet. Eine Gasmangellage gibt es nicht. Damit fehlt die Grundlage, das LNG-Beschleunigungsgesetz anzuwenden, mit dem Vorgaben zum Natur- und Umweltschutz auf unverantwortliche Weise ausgehebelt werden.”

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Der Einsatz von fossilem Flüssiggas (LNG, Liquified Natural Gas) ist ökologisch katastrophal und stellt mitten in der Klimakrise einen Brandbeschleuniger dar. In den USA hat nun eine Wende eingesetzt: US-Präsident Joe Biden kündigte letzte Woche angesichts der existenziellen Bedrohung durch den Klimawandel an, alle ausstehenden Genehmigungen für LNG-Exporte wieder zu überprüfen und alle Bauprojekte für LNG-Terminals vorerst zu stoppen.

Johanna Kinder, Aktivistin von Robin Wood, fordert, dass die Bundesregierung diesem Schritt folgt und alle LNG-Projekte neu bewertet, um ihre Auswirkungen auf den Naturschutz und die Klimaziele zu berücksichtigen und den Ausbau von Überkapazitäten sofort zu stoppen.

Der Betrieb von LNG-Terminals bis 2043 steht im klaren Widerspruch zu Deutschlands Ziel der Klimaneutralität bis 2045. Die Versorgung mit fossilem Erdgas ist – vom Transport über die Umwandlung vom flüssigen in den gasförmigen Zustand bis zur Verbrennung – extrem klimaschädlich.

Darüber hinaus wird LNG bisher aus Ländern wie Katar importiert, in denen Menschenrechte missachtet werden, oder aus den USA, wo das Fracking massive Umwelt- und Gesundheitsschäden verursacht. Beim Fracking wird ein Chemikaliengemisch in den zuvor aufgebrochenen Untergrund gepresst, um das Gas zu fördern. Kinder erklärt: “Durch den rücksichtslosen Ausbau der LNG-Infrastruktur verschärfen sich auch in anderen Ländern Umwelt-, Menschenrechts-, Gesundheits- und Versorgungsprobleme massiv. LNG untergräbt damit weit über die Landesgrenzen hinaus eine klimagerechte Energiewende.”

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Das Energie-Terminal “Deutsche Ostsee” im Industriehafen Mukran umfasst zwei Spezialschiffe zum Anlanden von verflüssigtem Erdgas sowie eine rund 50 Kilometer lange Gaspipeline durch das Naturschutzgebiet Greifswalder Bodden zum Einspeisepunkt nach Lubmin. Die Inbetriebnahme war ursprünglich für den Winter 2023/2024 geplant, wird jedoch aufgrund des Widerstands und der Proteste der Aktivist:innen nicht gelingen.

Der Protest von Robin Wood verdeutlicht die Notwendigkeit einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. Die Forderungen der Aktivist:innen an die Bundesregierung und die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern zielen darauf ab, den Bau des LNG-Terminals in Mukran zu stoppen und stattdessen in eine zukunftsfähige Energieversorgung zu investieren. Die Entscheidung der US-Regierung, LNG-Exporte zu überprüfen und den Bau von LNG-Terminals vorerst zu stoppen, zeigt, dass das Thema auch international von großer Bedeutung ist. Die weitere Entwicklung wird zeigen, ob Deutschland diesem Beispiel folgt und Maßnahmen ergreift, um eine klimagerechte Energiewende zu fördern.


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