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Kisunla: Neuer Alzheimer-Wirkstoff zugelassen, viele Fragen bleiben

Düsseldorf (ots) – Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat gestern den experimentellen Alzheimer-Wirkstoff Donanemab unter dem Handelsnamen Kisunla zugelassen, welcher nun zur Behandlung von Erwachsenen im Frühstadium der Alzheimer-Krankheit eingesetzt werden kann. Dr. Linda Thienpont von der Alzheimer Forschung Initiative e.V. betont jedoch, dass Kisunla trotz vielversprechender Ergebnisse kein Durchbruch im Kampf gegen Alzheimer ist. Während das Medikament den geistigen Abbau um bis zu 35 Prozent verlangsamen kann, sind die Nebenwirkungen nicht zu unterschätzen. Dennoch markiert die Zulassung von Donanemab einen wichtigen Fortschritt in der Alzheimer-Forschung und eröffnet neue Perspektiven für zukünftige Therapiemöglichkeiten.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Gestern hat die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA den experimentellen Alzheimer-Wirkstoff Donanemab als Medikament unter dem Namen Kisunla zugelassen. Das Medikament darf bei Erwachsenen im Frühstadium der Alzheimer-Krankheit eingesetzt werden, insbesondere bei Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) und leichter Alzheimer-Demenz, bei denen Amyloid-Plaques im Gehirn nachgewiesen wurden.

Dr. Linda Thienpont, stellvertretende Geschäftsführerin der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative, äußerte sich zur Zulassung von Donanemab: “Die Zulassung von Donanemab ist leider kein großer Durchbruch für die vielen Alzheimer-Patientinnen und -Patienten. Für die Forschung ist die Zulassung aber ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.”

Zwar kann Donanemab die Alzheimer-Krankheit nicht heilen, aber Studien zeigen eine Verlangsamung des geistigen Abbaus um 35 Prozent, was einer Verzögerung von vier bis sieben Monaten entspricht. Allerdings bleibt unklar, ob diese moderate Wirkung im Alltag der Betroffenen spürbar ist – dies ist sicherlich nicht das erhoffte Ergebnis für viele Patienten und ihre Angehörigen.

Die Wirkung von Donanemab geht jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen einher. Fast 37 Prozent der Probanden berichteten von Hirnschwellungen und Hirnblutungen, teilweise mit schwerwiegenden Verläufen und sogar drei Todesfällen im Zusammenhang mit der Studie. Dies wirft die Frage auf, ob der Nutzen des Medikaments gegenüber seinem potenziellen Schaden überwiegt.

Auf der positiven Seite zeigten nach einem Jahr 47 Prozent der Teilnehmer keine weitere Verschlechterung der Symptome, verglichen mit 29 Prozent in der Placebogruppe. Dennoch hatten 53 Prozent der Testpersonen keinen Nutzen von Donanemab. Im Vergleich zu Lecanemab bietet Donanemab zwar eine höhere Wirksamkeit, allerdings erkauft durch fast doppelt so hohe Nebenwirkungen. Beide Wirkstoffe erfordern eine enge Überwachung der Patienten und sind nur für ein sehr frühes Stadium der Erkrankung geeignet.

Für die Forschung stellt die Zulassung des mittlerweile dritten Antikörpers in den USA dennoch einen Erfolg dar und eröffnet neue Perspektiven für zukünftige Therapien gegen Alzheimer. Jetzt stehen mit Lecanemab und Donanemab Wirkstoffe zur Verfügung, die an einer potenziellen Ursache der Alzheimer-Krankheit ansetzen. Dr. Thienpont betont: “Weil die Alzheimer-Krankheit aber sehr komplex ist und mehrere Ursachen an ihrer Entstehung beteiligt sind, wird das nicht ausreichen. Wir werden Alzheimer vermutlich nicht mit einem Medikament heilen können, sondern brauchen Kombinationstherapien, die individuell an verschiedenen Krankheitsmechanismen ansetzen. Mit den Antikörpern haben wir jetzt ein Puzzleteil für eine zukünftige Kombinationstherapie.”

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Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) fördert seit 1995 Forschungsprojekte engagierter Demenzforscherinnen und -forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Finanzielle Unterstützung ermöglicht es der AFI, bislang 390 Forschungsaktivitäten mit 16,2 Millionen Euro zu fördern und über 925.000 Ratgeber und Broschüren zu verteilen.

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit und den Arbeiten der AFI finden Sie auf der Website www.alzheimer-forschung.de.

Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)
Astrid Marxen
Kreuzstr. 34
40210 Düsseldorf
Tel: 0211 – 86 20 66 28
E-Mail: presse@alzheimer-forschung.de
Website: www.alzheimer-forschung.de/presse


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Zulassung für neuen Alzheimer-Wirkstoff (Donanemab) in den USA: Statement von Dr. …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Zitierte Personen und Organisationen

  • Alzheimer Forschung Initiative e. V. (AFI)
  • FDA (amerikanische Arzneimittelbehörde)
  • Donanemab (experimenteller Alzheimer-Wirkstoff, zugelassen als Kisunla)
  • Dr. Linda Thienpont (stellvertretende Geschäftsführerin der Alzheimer Forschung Initiative)
  • Antikörper Lecanemab
  • Deutscher Spendenrat e.V.
  • Okka Gundel (Journalistin und Sportmoderatorin, Botschafterin der AFI)
  • Astrid Marxen (Kontaktperson für die Presse bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V.)
  • news aktuell (Übermittler des Original-Contents)
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Meldung einfach erklärt

Hier ist der Beitrag in leichter Sprache, unter Verwendung von Aufzählungen und zusätzlichen Fragen und Antworten:

– Datum und Uhrzeit des Beitrags:
03.07.2024 – 14:47

– Wer hat den Beitrag geschrieben?
Alzheimer Forschung Initiative e. V.

– Woher kommt die Information?
Düsseldorf (ots)

– Was ist passiert?
Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat ein neues Medikament namens Donanemab zugelassen.

– Unter welchem Namen wird das Medikament verkauft?
Das Medikament heißt Kisunla.

– Für wen ist Kisunla geeignet?
Erwachsene im Frühstadium der Alzheimer-Krankheit.
Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) oder leichter Alzheimer-Demenz, bei denen Amyloid-Plaques im Gehirn nachgewiesen wurden.

– Wer gibt dazu eine Stellungnahme ab?
Dr. Linda Thienpont, stellvertretende Geschäftsführerin der Alzheimer Forschung Initiative.

– Was sagt Dr. Thienpont über Kisunla?
– Die Zulassung von Donanemab ist kein großer Durchbruch für Alzheimer-Patienten.
– Für die Forschung ist es aber ein Schritt in die richtige Richtung.
– Donanemab kann Alzheimer nicht heilen.
– Studien zeigen, dass Donanemab den geistigen Abbau um 35 % verlangsamen kann.
– Diese Verlangsamung dauert etwa vier bis sieben Monate.
– Es ist unklar, ob Patienten diese moderate Wirkung überhaupt spüren.
– Viele Betroffene und Angehörige erwarten mehr von einem neuen Medikament.

– Gibt es Nebenwirkungen?
– Ja, es gibt potenziell gravierende Nebenwirkungen.
– 37 % der Probanden hatten Hirnschwellungen und Hirnblutungen.
– Drei Todesfälle wurden im Zusammenhang mit der Donanemab-Studie berichtet.
– Es ist fraglich, ob der Nutzen von Donanemab den Schaden überwiegt.

– Was sagen die Studienergebnisse?
– Nach einem Jahr zeigten 47 % der Studienteilnehmer keine weitere Verschlechterung der Symptome.
– In der Placebogruppe waren es nur 29 %.
– Das bedeutet auch, dass 53 % der Testpersonen keinen Nutzen von Donanemab hatten.

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– Wie schneidet Donanemab im Vergleich zu anderen Wirkstoffen ab?
– Donanemab zeigt eine höhere Wirkung als Lecanemab.
– Aber es hat auch fast doppelt so viele Nebenwirkungen.
– Beide Wirkstoffe müssen bei den Patienten engmaschig kontrolliert werden.
– Beide Wirkstoffe sind nur für frühe Krankheitsstadien geeignet.
– Es ist unklar, ob Menschen mit Vorerkrankungen behandelt werden können.

– Was bedeutet die Zulassung für die Forschung?
– Die Zulassung des dritten Antikörpers in den USA ist ein Erfolg für die Forschung.
– Es bietet neue Perspektiven für eine zukünftige wirksame Alzheimer-Therapie.
– Antikörper wie Lecanemab und Donanemab setzen an einer potenziellen Ursache der Alzheimer-Krankheit an.
– Alzheimer ist jedoch sehr komplex und hat mehrere Ursachen.
– Eine Heilung mit nur einem Medikament ist unwahrscheinlich.
– Wahrscheinlich brauchen wir Kombinationstherapien.

– Wer ist die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)?
– Ein gemeinnütziger Verein, der seit 1995 existiert.
– Fördert Forschungsprojekte über Demenz und stellt kostenloses Informationsmaterial zur Verfügung.
– Hat 390 Forschungsprojekte mit 16,2 Millionen Euro unterstützt.
– Über 925.000 Ratgeber und Broschüren verteilt.

– Wo kann man mehr Informationen finden?
– Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit: www.alzheimer-forschung.de/alzheimer
– Interessierte und Betroffene können auf www.alzheimer-forschung.de Material anfordern.

– Wer ist die Botschafterin der AFI?
– Die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

– Pressekontakt:
Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)
Astrid Marxen
Kreuzstr. 34
40210 Düsseldorf
Telefonnummer: 0211 – 86 20 66 28
E-Mail-Adresse: presse@alzheimer-forschung.de
Webseite: www.alzheimer-forschung.de/presse

– Original-Content von:
Alzheimer Forschung Initiative e. V., übermittelt durch news aktuell

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