Ulrich Wickert Preis 2024: Diese Journalist:innen sind für herausragenden Einsatz für Kinderrechte nominiert

Ulrich Wickert und seine Jury haben fünf Finalist:innen für den Ulrich Wickert Preis 2024 nominiert, die mit ihren Reportagen Verletzungen von Kinderrechten thematisieren, sowie vier Beiträge für den Peter Scholl-Latour-Preis für Krisenberichterstattung. Ergänzt wird das Feld durch eine Sonderauszeichnung für Uzmi Athar, die auf Fluoridbelastung in Rajasthan aufmerksam macht, und den Girls LEAD Award für ein Anti-FGM-Projekt in Mali. Die Sieger:innen werden am 5. September bei einem Abendessen in Berlin verkündet.
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Inhaltsübersicht

– Ulrich Wickerts Stiftung kürt fünf Finalist:innen für Journalistenpreis zu Kinderrechten.
– Zudem vier Beiträge für Peter-Scholl-Latour-Preis für Krisenberichterstattung nominiert.
– Gewinner:innen werden am 5. September bei Jury-Abendessen in Berlin bekannt gegeben.

Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2024: Nominiertenliste und Anerkennung wichtiger Themen

Ulrich Wickert und seine prominente Jury haben die Finalist:innen für den begehrten Journalistenpreis seiner Stiftung ausgewählt. Fünf herausragende Journalist:innen aus Deutschland stehen im Rennen um die Auszeichnung für ihre Beiträge zu Verletzungen von Kinderrechten. Dieses gesellschaftlich bedeutsame Thema erhält damit eine besondere Aufmerksamkeit, die weit über die Berichterstattung hinausgeht. Neben der Hauptkategorie wird auch der Peter Scholl-Latour Preis für Berichterstattung über das Elend in Krisengebieten vergeben. Die Gewinner:innen werden am 5. September bei einem Abendessen mit der Jury in Berlin bekannt gegeben.

Die Nominierungen für den Preis Deutschland / Österreich 2024 lauten:

  • Tobias Dammers, Varvara Molchanova (ARD-Weltspiegel): „Ukraine: Das Schicksal der verschleppten Kinder“
  • Sanja Hardinghaus (NDR Story): „Wer schützt unsere Kinder“
  • Simon Riesche (ARD-Weltspiegel): „Südsudan: Verzweifelte Hoffnung zwangsverheirateter Mädchen“
  • Jan Rübel, Sascha Montag (Welt am Sonntag): „Kinder der Flucht“

Für den Peter Scholl-Latour Preis 2024 sind folgende Beiträge nominiert:

  • Moritz Aisslinger (Die Zeit): „Rohingya: Das Lager der Vergessenen“
  • Fritz Schaap (Der Spiegel): „Tigray: Am Fließband des Grauens“
  • Sophia Maier (RTL #WHY): „Ukraine: Rückkehr zu den Frauen im Krieg“
  • Antonia Schaefer (arte): „Kolumbien – Panama: Durch den Dschungel“

Eine besondere Ehrung geht an Redakteurin Uzmi Athar von der Nachrichtenagentur Press Trust of India. Mit ihrem Beitrag „Living with disability: high fluoride in water takes its toll on villages in Rajasthan“ macht sie eindrucksvoll auf die gesundheitlichen Gefahren hoher Fluoridgehalte im Wasser aufmerksam, die besonders Kinder in vielen Dörfern Rajasthans betreffen. Außerdem werden die Teilnehmenden des Projekts „Starke Stimmen gegen weibliche Beschneidung“ in Mali mit dem Girls LEAD Award 2024 gewürdigt.

Insgesamt wurden 92 Medienbeiträge für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2024 eingereicht. Die Jury setzt sich aus erfahrenen und renommierten Journalist:innen sowie Expert:innen zusammen, darunter Susanne Amann (Der Spiegel), Dr. Werner Bauch (Plan International), Mathias Deiß (ARD-Hauptstadtstudio), Thomas Frankenfeld (Journalist und Autor), Sven Gösmann (dpa) und viele mehr.

Ulrich Wickert unterstützt seit 1995 die Projekte der Kinderrechtsorganisation Plan International und ist ehrenamtliches Mitglied des Kuratoriums. 2011 gründete er die Ulrich Wickert Stiftung, die den prestigeträchtigen Journalistenpreis vergibt. Der Sonderpreis zu Ehren von Peter Scholl-Latour erinnert an dessen Engagement als Gründungs- und Kuratoriumsmitglied von Plan International Deutschland.

Kinderrechts-Journalismus im Fokus: Bedeutung und globale Wirkung

Die mediale Aufmerksamkeit für Kinderrechte und Krisenberichterstattung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Diese Entwicklung ist keine bloße Modeerscheinung, sondern spiegelt tiefgreifende gesellschaftliche Prozesse wider. Journalistische Auszeichnungen zu Themen rund um Kinderrechte sind dabei weit mehr als eine Ehrung einzelner Beiträge: Sie setzen wichtige Impulse für die öffentliche Wahrnehmung und tragen dazu bei, dass die Herausforderungen und Schicksale benachteiligter Kinder konsequent ins Bewusstsein rücken. Gleichzeitig unterstreichen sie die spezielle Verantwortung von Journalist:innen, sensible Themen wie Kinderschutz, Konfliktregionen und Flucht aufzuzeigen und fundiert zu erklären.

Die internationale Ausstrahlung solcher Preise verdeutlicht, wie eng vernetzt heute unsere Welt ist. Krisen, die Kinder betreffen, kennen keine Grenzen – und ebenso wenig die Berichterstattung darüber. Der globale Horizont, den diese journalistischen Arbeiten eröffnen, macht lokale Missstände zu Themen von weltweiter Relevanz. Sie wirken als Brücke zwischen den Lebensrealitäten in Krisengebieten und dem globalen Publikum und stärken so den gesellschaftlichen Diskurs. Dabei zeigt sich ein grundlegendes Spannungsfeld zwischen journalistischer Arbeit und gesellschaftlichen Wandlungsprozessen: Der Journalismus dokumentiert nicht nur, sondern beeinflusst auch den öffentlichen Umgang mit Flüchtlingskindern, Bildungsungleichheit oder Kinderarbeit.

Warum machen Preise für Kinderrechte einen Unterschied?

Auszeichnungen in diesem Bereich signalisieren, dass das Engagement für Kinderrechte mediale Anerkennung erfährt und fördern damit die Motivation von Journalist:innen, sich diesem anspruchsvollen Feld weiterhin mit großer Sorgfalt zu widmen. Sie erhöhen die Sichtbarkeit brisanter Themen und schaffen Raum, damit gesellschaftliche Debatten angestoßen werden können, die oft mühsam und kontrovers sind. Außerdem vermitteln sie der Öffentlichkeit deutlich, welche Bedeutung es hat, Kindern eine Stimme zu geben und auf ihre Lage aufmerksam zu machen.

Spannungsfeld zwischen Journalismus und gesellschaftlichen Wandlungsprozessen

Die Berichterstattung über Krisen und die Verletzlichkeit von Kindern findet immer auch in einem dynamischen gesellschaftlichen Kontext statt. Medien reflektieren Veränderungen, sei es in politischen Feinderklärungen, bei Migrationsbewegungen oder in der Entwicklung von Kinderrechten selbst. Zugleich sind Journalist:innen oft Teil dieser Veränderungsprozesse, indem sie Themen anstoßen und Debatten befeuern. Dieses Spannungsfeld erfordert einen hohen Anspruch an die Unabhängigkeit und Genauigkeit journalistischer Arbeit, denn sie muss zwischen Betroffenheit und sachlicher Analyse vermitteln.

Auszeichnungen, die diese Arbeit honorieren, sind daher auch Duplizität der Verantwortung: Sie fordern und fördern einen Journalismus, der nicht nur informiert, sondern auch mitfühlt und zugleich kritisch bleibt.

Die besondere Bedeutung solcher Preise liegt darin, dass sie den Mut und die Ausdauer von Journalist:innen würdigen, die sich für die Rechte der Kinder einsetzen, oft unter schwierigen Bedingungen und manchmal auch mit persönlichem Risiko. Sie wecken Aufmerksamkeit für die Geschichten, die sonst vielleicht kaum Gehör finden würden, und tragen so dazu bei, gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben.

Ein engagierter Kinderrechts-Journalismus bleibt unverzichtbar, um die Stimme der Schwächsten zu stärken und langfristig gesellschaftliche Veränderungen zu ermöglichen. Die Auszeichnungen für investigative Berichte sind hier nicht nur Anerkennung – sie sind ein Ansporn, diesen Weg trotz aller Herausforderungen weiterzugehen.

Original-Content von: Plan International Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell.


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