Kindergrundsicherung: Bündnis drängt Regierung zum Handeln

Berlin, 03. Juli 2024 – Die Uhr schlägt fünf und die Geduld der Kinderschutzverbände neigt sich dem Ende:

Ein breites Bündnis aus 20 Verbänden und 13 Wissenschaftler*innen unter der Führung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) zeigt sich erschüttert über das stockende Gesetzesvorhaben zur Kindergrundsicherung im Deutschen Bundestag. Trotz monatelangen Verhandlungen bleibt der Gesetzentwurf weit hinter den Erwartungen zurück und verweigert angemessene Leistungen für 2,2 Millionen in Armut lebende Kinder in Deutschland. Während die Regierung ihre Sommerpause genießt, fordert das Bündnis dringendes Handeln für eine echte Kindergrundsicherung, die diesen Namen auch verdient.

Koalition geht in die Sommerpause und vergisst die Kinder! Menschliche Silhouette umgeben von Symbolen von Arbeit, Medien und Dokumenten.

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Bremen (VBR). Berlin – Ein Bündnis aus 20 Verbänden und 13 Wissenschaftler*innen, angeführt vom Sozialverband Deutschland (SoVD), zeigt sich tief enttäuscht über die fehlende Fortschritte der Bundesregierung bei der Einführung einer echten Kindergrundsicherung. Trotz monatelanger Diskussionen im Bundestag stagniert das Vorhaben weiterhin, und die ursprüngliche Reformidee wurde bereits stark abgeschwächt.

Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des SoVD, bringt ihre Besorgnis zum Ausdruck: „Wieder ist ein Jahr vergangen, in dem die Kindergrundsicherung nicht eingeführt wurde. 2,2 Millionen Kinder in Deutschland leben in Armut. Das weiß auch die Bundesregierung, aber sie tut zu wenig. Kinderarmut führt zu sozialer Isolation, weil die betroffenen jungen Menschen nicht an Aktivitäten mit anderen Kindern teilnehmen können.“

Verena Bentele, Präsidentin des VdK und Sprecherin des Bündnis Kindergrundsicherung, ergänzt: „Während in der Politik die Sommerpause eingeläutet wird und die Mitglieder der Regierung und des Parlaments in den Urlaub gehen, fällt der Urlaub für arme Kinder dieses Jahr mal wieder ins Wasser. Armen Familien fehlt es an Geld für Urlaubsreisen, für Besuche im Freibad oder für eine Kugel Eis. Wir setzen uns dafür ein, dass jedes Kind gut aufwachsen und an der Gemeinschaft teilhaben kann. Die Regierung muss jetzt handeln und endlich eine gute Kindergrundsicherung verabschieden.“

Die Kritik des Bündnisses konzentriert sich auf die unzureichenden Leistungshöhen im aktuellen Entwurf und die Ausklammerung einer Neuberechnung des sogenannten „kindlichen Existenzminimums“. Diese zentrale Frage bleibt weiterhin ungelöst, und die Auswirkungen auf die betroffenen Kinder sind erheblich. Studien belegen, dass Armut das Selbstwertgefühl der Kinder beeinträchtigt und deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt verschlechtert. Engelmeier fordert daher konkrete Maßnahmen von der Regierung: „Die Politik muss Kinderarmut endlich ganz oben auf die Prioritätenliste setzen und eine Kindergrundsicherung umsetzen, die diesen Namen auch verdient. Darüber hinaus bedarf es einer Stärkung der sozialen Infrastruktur, von der insbesondere Familien mit geringem Einkommen profitieren würden.“

Das Bündnis Kindergrundsicherung engagiert sich bereits seit 2009 für eine umfassende Reform, unterstützt durch eine Vielzahl von Mitgliedsverbänden und wissenschaftlichen Expert*innen. Ihr Ziel: Eine Kindergrundsicherung, die wirklich allen Kindern ein gutes Aufwachsen ermöglicht und soziale Teilhabe gewährleistet. Weitere Informationen zum Bündnis und seinem Konzept finden Interessierte unter www.kinderarmut-hat-folgen.de.

Die Forderungen nach einer echten Reform und das Engagement der Beteiligten zeigen, dass das Thema Kinderarmut in Deutschland einer dringenden Lösung bedarf. Jetzt liegt es an der Bundesregierung, den Worten Taten folgen zu lassen und endlich eine nachhaltige Veränderung zu bewirken.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Bündnis um den SoVD: Koalition geht in die Sommerpause und vergisst die Kinder!

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Zitierte Personen und Organisationen

  • Personen:

    • Michaela Engelmeier, SoVD-Vorstandsvorsitzende
    • Verena Bentele, Präsidentin des VdK und Sprecherin des Bündnis Kindergrundsicherung
    • Constantin Schwarzer, Stv. Pressesprecher (V.i.S.d.P.)
  • Organisationen/Institutionen:

    • Sozialverband Deutschland (SoVD)
    • Bundesregierung
    • Bundestag
    • Bündnis Kindergrundsicherung
    • VdK
    • Die Regierung
  • Unternehmen:

    • Keine spezifischen Unternehmen genannt
  • Weitere relevante Informationen:
    • Das Bündnis umfasst 20 Verbände
    • Das Bündnis wird von 13 Wissenschaftler*innen unterstützt

Webseite: www.kinderarmut-hat-folgen.de
Adresse des SoVD-Bundesverbands: Stralauer Str. 63, 10179 Berlin

Meldung einfach erklärt

  • Datum und Uhrzeit:

    • Der Beitrag stammt vom 03.07.2024 um 05:00.
  • Wer ist betroffen?

    • Der Sozialverband Deutschland (SoVD) und ein Bündnis aus 20 Verbänden und 13 Wissenschaftler*innen.
  • Was passiert?

    • Das Bündnis ist besorgt, weil die Bundesregierung keine echte Kindergrundsicherung für arme Kinder einführt.
    • Ein Gesetz zur Kindergrundsicherung steckt seit Monaten im Bundestag fest.
    • Die ursprüngliche Reformidee wurde bereits stark reduziert.
    • Es gibt immer noch nicht genug finanzielle Hilfe für Kinder im aktuellen Gesetzentwurf.
    • Eine neue Berechnung des Existenzminimums für Kinder wird nicht durchgeführt.
  • Zitat von Michaela Engelmeier (SoVD-Vorstandsvorsitzende):

    • "Ein weiteres Jahr ist vergangen ohne Kindergrundsicherung."
    • "2,2 Millionen Kinder in Deutschland leben in Armut."
    • "Die Bundesregierung macht zu wenig gegen Kinderarmut."
    • "Kinderarmut führt zur sozialen Isolation."
  • Zitat von Verena Bentele (Präsidentin des VdK und Sprecherin des Bündnis Kindergrundsicherung):

    • "Während die Politik in den Urlaub geht, können arme Kinder keinen Urlaub machen."
    • "Armen Familien fehlt das Geld für Urlaubsreisen, Schwimmbadbesuche oder Eis."
    • "Jedes Kind soll gut aufwachsen und am Gemeinschaftsleben teilhaben können."
    • "Die Regierung muss eine gute Kindergrundsicherung verabschieden."
  • Michaela Engelmeier fordert:

    • Maßnahmen von der Bundesregierung gegen Kinderarmut.
    • Studien zeigen, dass Armut das Selbstwertgefühl der Kinder schädigt.
    • Kinder haben dadurch schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
    • Die Politik soll Kinderarmut zu einer Priorität machen.
    • Umsetzung einer wirklichen Kindergrundsicherung.
    • Stärkung der sozialen Infrastruktur für Familien mit geringem Einkommen.
  • Was macht das Bündnis Kindergrundsicherung?

    • Setzt sich seit 2009 für eine echte Kindergrundsicherung ein.
    • Hat 20 Mitgliedsverbände und 13 wissenschaftliche Unterstützer*innen.
    • Weitere Infos und ein Konzept gibt es unter www.kinderarmut-hat-folgen.de.
  • Pressekontakt:

    • SoVD-Bundesverband
    • Pressestelle: Constantin Schwarzer (Stv. Pressesprecher)
    • Adresse: Stralauer Str. 63, 10179 Berlin
    • Telefon: 030/72 62 22 335
    • E-Mail: pressestelle@sovd.de
    • Webseite: sovd.de
  • Weitere Fragen:
    • Was ist Kindergrundsicherung?
    • Es ist ein System, das sicherstellen soll, dass alle Kinder genug Geld für ein gutes Leben haben.
    • Was ist eine soziale Infrastruktur?
    • Dienstleistungen und Einrichtungen (wie Schulen, Kitas und Freizeiteinrichtungen), die Menschen helfen.

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8 Kommentare

  1. Das is echt schlimm. Die regirung muss sich mehr kümmern um die kinder. So viele kinder in armut das geht nicht.

  2. Die politiker müssen endlich aufhören zu reden und anfangen zu handeln. Es gibt so viele kinder die nich mal genug zum essen haben.

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