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Kinderarmut: Breites Bündnis fordert effektive Bekämpfung

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#Kinder #Familie #Koalitionsverhandlungen #Armut

Breites Bündnis fordert effektive Bekämpfung von Kinderarmut in der kommenden Legislaturperiode
Kampagne #4JahreGegenKinderarmut

Berlin, 19.10.2021 – Vier Wochen lang haben 61 Verbände, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Einzelpersonen gemeinsam auf verschiedene Dimensionen von Kinderarmut aufmerksam gemacht und konkrete Maßnahmen für die kommende Legislaturperiode gefordert.

Armut als strukturelles Problem, Anspruch auf gleichwertige Lebensverhältnisse, Teilhabe und ein auskömmliches Existenzminimum, niedrigschwellige und unbürokratische Leistungen – so vielschichtig wie die verschiedenen Dimensionen von Kinderarmut, so umfassend müssen auch die politischen Lösungen ausfallen.

In der Gemeinsamen Erklärung „Vier Jahre Zeit, um Kinderarmut endgültig zu beseitigen!“ fordern die unterzeichnenden Organisationen des Ratschlag Kinderarmut, Armut von Kindern und Jugendlichen nicht länger hinzunehmen und entschlossene Maßnahmen im Koalitionsvertrag zu verankern.

Dazu zählen eine grundlegende Reform der Leistungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien, ihre umfassende Beteiligung sowie die Sicherstellung sozialer Infrastruktur. Ebenso brauchen Kinder und Jugendliche eine intensive Begleitung zurück in ihren Kita- und Schulalltag und psycho-soziale Unterstützung bei der Bewältigung der Auswirkungen der Pandemie.

Auch der Humanistische Verband Deutschlands – Bundesverband gehört zu den unterzeichnenden Organisationen. HVD-Vorstandssprecher Erwin Kress erklärt: „Die künftige Bundesregierung muss als Ganzes Lobby der Kinder sein. Unsere Zukunft hängt nicht nur von der Eingrenzung der Klimakrise ab. Unsere Zukunft sind unsere Kinder. Sie benötigen gute soziale und ökonomische Wachstumsbedingungen und sie benötigen eine gute Bildung, die sie zukunftsfähig macht. Humane Bedingungen für das Aufwachsen der Kinder müssen Teil der Koalitionsgespräche werden.“

Die Kampagne unter dem Hashtag #4JahreGegenKinderarmut ist in den Sozialen Medien auf breite Resonanz gestoßen. Die große Zustimmung, die die Bekämpfung der Armut von Kindern und Jugendlichen in der Bevölkerung sowie über Parteigrenzen hinweg erfährt, ist auch ein Handlungsauftrag an die politischen Verhandlungspartner*innen der Parteien: Den Versprechen der Wahlprogramme müssen jetzt Taten folgen. Die Verankerung konkreter Maßnahmen gegen Kinderarmut im Koalitionsvertrag ist dazu der erste wichtige Schritt.
Den vollständigen Text der Erklärung „Vier Jahre Zeit, um Kinderarmut endgültig zu beseitigen!“ sowie weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter: https://www.nationale-armutskonferenz.de/category/kinderarmut/

Die Unterzeichnenden:

  • Arbeiter Samariter Bund Deutschland e.V.
  • Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege des Landes NRW
  • Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie u. Gesellschaft e.V.
  • Arbeitslosenverband Deutschland Landesverband Brandenburg e.V.
  • Armutsnetzwerk e.V.
  • Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.
  • AWO Bundesverband e.V.
  • BAG Wohnungslosenhilfe e.V.
  • Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter e.V.
  • Bundesverband der Mütterzentren e.V.
  • Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung
  • Der Kinderschutzbund e.V.
  • Der Kinderschutzbund LV Rheinland-Pfalz e.V.
  • Deutscher Bundesjugendring
  • Deutscher Caritasverband e.V.
  • Deutscher Gewerkschaftsbund
  • Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
  • DGSF – Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung u. Familientherapie e.V.
  • Diakonie Deutschland Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
  • Diakonie Hessen – Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.V.
  • Diakonisches Werk Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland e. V.
  • Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche der Pfalz
  • evangelische arbeitsgemeinschaft familie e. V. (eaf)
  • Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Bayern e.V. (eaf bayern)
  • Evangelischer Bundesfachverband Existenzsicherung u. Teilhabe e.V. (EBET)
  • Familienbund der Katholiken (FDK) Bundesverband e.V.
  • Flingern mobil e.V.
  • Förderverein gewerkschaftliche Arbeitslosenarbeit e.V. (KOS)
  • Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
  • Humanistischer Verband Deutschlands – Bundesverband e.V.
  • Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. (ISS)
  • Internationaler Bund (IB) Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e.V.
  • Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Deutschland e.V.
  • Kindervereinigung e.V.
  • Landesfamilienrat Baden-Württemberg
  • Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
  • LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz e.V.
  • Nationale Armutskonferenz (nak)
  • National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention
  • NaturFreunde Thüringen e.V.
  • Präventionsketten in Niedersachsen – Gesund aufwachsen für alle Kinder
  • Saarländische Armutskonferenz e.V.
  • Selbsthilfeinitiative Alleinerziehender (SHIA) e.V. Bundesverband
  • SKM Bundesverband e.V.
  • SOS-Kinderdorf e.V.
  • Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD)
  • Sozialverband VdK Deutschland e. V.
  • Stiftung SPI
  • Väteraufbruch für Kinder e.V.
  • Verband Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) Bundesverband e.V.
  • ver.di-Erwerbslose Mittelbaden-Nordschwarzwald
  • Volkssolidarität Bundesverband e.V.
  • Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.
  • Zukunftsforum Familie e.V.
  • Einzelpersonen:
  • Dr. Lars Anken
  • Dr. Irene Becker
  • Gerda Holz
  • Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster
  • Dr. Maksim Hübenthal
  • Dr. Gisela Notz
  • Prof. Dr. Margherita Zander

Herausgeber

Der Humanistische Verband Deutschlands – Bundesverband e.V. ist ein Dachverband humanistischer Weltanschauungsgemeinschaften. Der HVD Bundesverband unterstützt und vertritt die Interessen seiner Mitgliedsorganisationen auf nationaler und internationaler Ebene. Zugleich tritt der Bundesverband gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen für die Interessen und Rechte insbesondere konfessionsfreier Menschen in Deutschland ein. Der gemeinnützige Verein beteiligt sich an gesellschaftlichen Debatten und setzt sich mit aktuellen ethischen Fragestellungen auseinander. Auf nationaler und internationaler Ebene engagiert sich der Humanistische Verband Deutschlands für die Stärkung und Wahrung der Menschenrechte und für Humanität im Miteinander und bringt hierzu u. a. Stellungnahmen und Gesetzesvorschläge in Gesetzgebungsverfahren ein. Mehr unter: www.hvd-bundesverband.de

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