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Kinder auf der Flucht: Schutz statt Auslagerung fordern!

Osnabrück (ots) – Ein trauriger Rekord: Weltweit sind 47 Millionen Kinder und Jugendliche auf der Flucht. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) meldet insgesamt 120 Millionen Geflüchtete weltweit. „Das ist ein trauriger Höchststand“, so Joshua Hofert, Vorstandssprecher von terre des hommes. Anlässlich der Ministerpräsidentenkonferenz am Weltflüchtlingstag kritisiert die Kinderrechtsorganisation die Auslagerung von Asylverfahren und fordert stattdessen einen verstärkten Schutz für geflüchtete Minderjährige. Vor Krieg, Gewalt und Perspektivlosigkeit fliehend, benötigen diese Kinder dringend humanitäre Unterstützung.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Am Weltflüchtlingstag wurde ein trauriger Rekord bekannt: 47 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit sind auf der Flucht, von insgesamt 120 Millionen Menschen in Bewegung, so die neuesten Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR). Joshua Hofert, Vorstandssprecher der Kinderrechtsorganisation terre des hommes, warnte eindringlich vor den katastrophalen Bedingungen, denen geflüchtete Kinder ausgesetzt sind. „Geflüchtete Kinder brauchen Schutz, erfahren stattdessen jedoch an vielen Außengrenzen der Europäischen Union Abschottung und Misshandlung“, betonte Hofert.

Die Gründe, warum so viele junge Menschen ihre Heimat verlassen, reichen von Krieg und Gewalt über Umweltzerstörung bis hin zu schierer Perspektivlosigkeit. Jedes dieser Kinder hat nicht nur einen Namen, sondern auch das unabdingbare Recht auf Schutz und eine Zukunft. Doch statt dies zu gewährleisten, planen einige politische Entscheidungsträger derzeit, Asylverfahren in Drittstaaten auszulagern—aus kinderrechtlicher Sicht ein höchst problematisches Vorhaben. „Diese Kinder fliehen oft aufgrund von schlimmen Kinderrechtsverletzungen wie Zwangsrekrutierung, Kinderheirat oder Verfolgung. Nach einer oftmals sehr belastenden Flucht müssen sie Schutz finden, anstatt in einen anderen Staat weitergeschoben zu werden, wo ihnen neue Kinderrechtsverletzungen drohen“, äußerte Hofert seine Bedenken.

Terre des hommes hat sich gemeinsam mit über 300 weiteren Organisationen in einem offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsident*innen gewandt. Sie fordern eine klare Absage der Pläne zur Auslagerung von Asylverfahren und appellieren für eine humane und zukunftsfähige Aufnahme von Schutzsuchenden in Deutschland. Die bisherigen Versuche zur Auslagerung des Flüchtlingsschutzes, wie beispielsweise die EU-Türkei-Erklärung, haben laut Hofert nur zu mehr Leid und Menschenrechtsverletzungen geführt.

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Seit Jahren dokumentieren Projekte von terre des hommes an den EU-Außengrenzen die erschütternden humanitären Zustände. Geflüchtete Jugendliche berichten von Misshandlungen und Inhaftierungen. Ein funktionierender Flüchtlingsschutz darf nicht an Länder ausgelagert werden, in denen menschenrechtliche Standards nicht gewährleistet sind. Bisherige Maßnahmen haben nicht nur versagt, sondern waren auch extrem kostspielig. „Eine zukunftsfähige Gesellschaft braucht Vielfalt, Offenheit und ein konsequentes Einstehen für die Menschenrechte aller”, appellierte Hofert eindringlich.

Die Kinderrechtsorganisation setzt weltweit auf die Rechte geflüchteter junger Menschen. Unterstützt werden Projekte der Selbstorganisation, psychosoziale Versorgung und Verbesserung der Unterbringung—alles im Bemühen, den Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention gerecht zu werden. Terre des hommes fordert daher politische Unterstützung von der Bundesregierung, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen.

Weitere Informationen liefert die Aktionsseite „Kinderrechte an den EU-Außengrenzen“ inklusive der Studie „Vor Mauern und hinter Gittern“. Diese bietet tiefergehende Einblicke in die Situation junger Geflüchteter an den europäischen Außengrenzen und stellt Video-Statements mit Geschichten Betroffener sowie Aktionsleitfäden zur Verfügung: [Link zur Aktionsseite]

Pressekontakt:
Wolf-Christian Ramm
E-Mail: c.ramm@tdh.de
Tel.: 0171-6729748

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Original-Content von: terre des hommes Deutschland e. V., übermittelt durch news aktuell


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Menschen schützen statt Asylverfahren auslagern! / Zu Weltflüchtlingstag und …

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Zitierte Personen und Organisationen

  • Personen:

    • Joshua Hofert
    • Bundeskanzler Olaf Scholz
  • Organisationen:

    • terre des hommes Deutschland e. V.
    • UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR)
  • Institutionen:

    • Europäische Union
    • Bundesregierung
    • Vereinte Nationen
    • Ministerpräsident*innenkonferenz (MPK)
  • Unternehmen:

    • news aktuell
  • Weitere Akteure:
    • Über 300 weitere Organisationen (nicht namentlich genannt)

Meldung einfach erklärt

  • Datum des Beitrags: 19.06.2024, 09:00 Uhr

  • Wer ist terre des hommes Deutschland e. V.?

    • Eine Kinderrechtsorganisation, die sich weltweit für die Rechte von Kindern, insbesondere geflüchteten Kindern, einsetzt.
  • Worum geht es in dem Beitrag?

    • Laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) sind derzeit 120 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht.
    • Darunter sind 47 Millionen Kinder und Jugendliche.
    • Dies wird als trauriger Höchststand beschrieben.
  • Was sagt Joshua Hofert, der Vorstandssprecher von terre des hommes?

    • Geflüchtete Kinder brauchen Schutz.
    • Viele dieser Kinder erleben an den Außengrenzen der Europäischen Union Abschottung und Misshandlung.
    • Diese Kinder fliehen vor Krieg, Gewalt, Umweltzerstörung und Perspektivlosigkeit.
    • Jedes dieser Kinder hat einen Namen, ein Schicksal und das Recht auf Schutz.
  • Welches Ereignis findet am Weltflüchtlingstag statt?

    • Eine Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten (MPK) mit Bundeskanzler Olaf Scholz.
  • Was fordert terre des hommes bei dieser Konferenz?

    • Es soll keine Auslagerung von Asylverfahren in Drittstaaten geben.
    • Denn viele geflüchtete Kinder haben schlimme Erlebnisse hinter sich.
    • Sie brauchen Schutz und keine neuen Kinderrechtsverletzungen.
  • Was fordert terre des hommes gemeinsam mit über 300 weiteren Organisationen?

    • Einen offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.
    • Die Pläne zur Auslagerung von Asylverfahren sollen abgelehnt werden.
    • Stattdessen soll sich Deutschland für eine zukunftsfähige Aufnahme von Schutzsuchenden einsetzen.
  • Was sehen die Projekte von terre des hommes an den EU-Außengrenzen?

    • Eine schreckliche humanitäre Situation für geflüchtete Kinder und Jugendliche.
    • Bisherige Versuche zur Auslagerung des Flüchtlingsschutzes führen zu mehr Leid und Menschenrechtsverletzungen.
  • Was macht terre des hommes konkret?

    • Unterstützt Projekte zur Selbstorganisation geflüchteter Minderjähriger.
    • Sorgt für psychosoziale Versorgung und bessere Unterbringung.
    • Setzt sich politisch für die UN-Kinderrechtskonvention ein.
  • Wo gibt es weitere Informationen?

    • Auf der Aktionsseite Kinderrechte an den EU-Außengrenzen von terre des hommes (tdh.de).
  • Kontakt für Presseanfragen:

    • Wolf-Christian Ramm
    • Email: c.ramm@tdh.de
    • Telefon: 0171-6729748
  • Urheber des Original-Beitrags:
    • Terre des hommes Deutschland e. V., übermittelt durch news aktuell
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