Künstliche Intelligenz in der Tiermedizin: Chancen, Anwendungen und Herausforderungen für Tiergesundheit und Veterinärmedizin

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Am 16. Mai 2024 lud der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. in Hannover zur diesjährigen Frühjahrsveranstaltung, um über Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz in der Tiermedizin zu diskutieren. Dabei zeigten Experten, wie KI bei der Auswertung von Röntgen- und Ultraschallbildern sowie im Verhaltenstracking frühzeitig Gesundheitsprobleme erkennt, Diagnosen beschleunigt und Behandlungspläne optimiert. Zugleich betonten sie, dass für einen verantwortungsvollen Einsatz klare ethische Leitlinien, hochwertige Datengrundlagen und gezielte Aus- und Weiterbildung unverzichtbar sind.

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– 16. Mai 2024 in Hannover: Frühjahrsveranstaltung des Bundesverbands für Tiergesundheit zum Thema KI
– Konsens: KI ermöglicht bessere Diagnostik, Prävention und Optimierung in der Tiermedizin
– Praxisbeispiele: KI wertet Bildgebung aus, überwacht Funktionen und erkennt Gesundheitsprobleme frühzeitig

Künstliche Intelligenz in der Tiermedizin: Impulse von der BfT-Frühjahrsveranstaltung 2024

Am 16. Mai 2024 fand in Hannover die Frühjahrsveranstaltung des Bundesverbands für Tiergesundheit e.V. (BfT) statt, die ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Tiermedizin stand. Unter dem Motto „Tiergesundheit: Mit KI zum nächsten Level“ präsentierten Experten praxisnahe Beispiele, die zeigen, wie KI heute bereits als unterstützendes Werkzeug in der Diagnostik und Prävention eingesetzt wird. Dabei wurde betont, dass die Technologie zwar neue Möglichkeiten eröffnet, ihre Anwendung jedoch einen bewussten Umgang und klare Grenzen erfordert. So wurde deutlich, dass KI nicht nur bei der Auswertung von Röntgen- und Ultraschallbildern hilfreich ist, sondern auch im Monitoring physiologischer Funktionen und der Verhaltensanalyse von Tieren – was das frühzeitige Erkennen von Gesundheitsproblemen, abgestimmte Behandlungspläne sowie optimierte Fütterungs- und Stallmanagementstrategien ermöglicht.

Professor Klaus Osterrieder, Präsident der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), unterstrich dabei die weitreichende Bedeutung von KI für alle Bereiche der Tiermedizin und mahnte zugleich „zur Vorsicht bei ihrer Handhabung“. Die wirtschaftlichen Perspektiven hob Patrick Ratheiser, CEO und Mitbegründer von Leftshift One, mit der Aussage hervor: „Künstliche Intelligenz hat im Jahr 2022 dreimal mehr Arbeitsplätze geschaffen als sie übernehmen konnte.“ Die medizinische Praxis veranschaulichte Dr. Narges Ahmidi mit der Feststellung: „Mit KI kann der Zeitpunkt, zu dem der Arzt die finale Diagnose kennt, deutlich nach vorne verlagert werden.“ Konkrete praktische Verbesserungen für das Tierwohl zeigte Dr. Henning Müller auf, indem er die Fähigkeit der KI hervorhob, das Schwanzbeißen bei Schweinen frühzeitig zu erkennen, womit sich erhebliche Fortschritte erzielen lassen.

In begleitenden Breakout-Sessions diskutierten die Teilnehmenden Erwartungen an KI in Praxis, Ausbildung und Wissenschaft. Dabei wurde der Bedarf hervorgehoben, Kompetenzen zu vernetzen und optimierte KI-Anwendungen zu entwickeln. Zukünftige Tiermediziner und Agrarwissenschaftler sollen gezielt geschult werden, um den verantwortungsvollen Umgang mit KI sicherzustellen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Erhebung qualitativ hochwertiger Daten, unterstützt durch gesetzliche Vorgaben wie den europäischen Data Act und AI-Act. Dabei spiele die Ethik eine zentrale Rolle.

Zudem könne die Verbindung zwischen veterinärmedizinischer Praxis, öffentlichem Veterinärwesen und Landwirtschaft durch KI-basierte Plattformen gestärkt werden, die den Zugang zu neuesten Forschungsergebnissen erleichtern und stetige Weiterbildung sowie Wissensaustausch fördern. Letztlich liegt es in der Verantwortung jedes Einzelnen – ob Wissenschaftler, Tierarzt oder Unternehmer –, „das volle Potenzial der KI auszuschöpfen und sie verantwortungsbewusst einzusetzen.“ Offenheit und aktive Mitgestaltung seien der Schlüssel, um die Vorteile dieser zukunftsweisenden Technologie auch in der Tiermedizin nutzbar zu machen.

Tiermedizin im Wandel: Chancen und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz

Die Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) verändern die Tiermedizin grundlegend. Diese Technologien revolutionieren nicht nur die Diagnose und Behandlung von Krankheiten, sondern beeinflussen auch direkt das Tierwohl und die Akzeptanz durch die Gesellschaft. KI-Systeme ermöglichen eine frühzeitigere Erkennung von Gesundheitsproblemen und präzise Therapievorschläge, was langfristig die Lebensqualität von Tieren verbessern kann. Dabei spielen die Qualität und die Herkunft der zugrundeliegenden Daten eine entscheidende Rolle, denn nur mit verlässlichen Informationen können sinnvolle und vertrauenswürdige Ergebnisse erzielt werden.

Zugleich stehen Tierärztinnen und Tierärzte, ebenso wie andere Berufsgruppen, vor der Herausforderung, sich auf diese neue digitale Realität einzustellen. Die Integration von KI erfordert neue Kompetenzen und eine kontinuierliche Weiterbildung, um ethische Fragen verantwortungsvoll zu adressieren und den Schutz sensibler Daten zu gewährleisten. Datenschutz und Transparenz werden zu zentralen Anliegen, da die Akzeptanz in der Gesellschaft maßgeblich davon abhängt, wie der Umgang mit Informationen gestaltet wird.

Warum KI mehr ist als Technik: Einfluss auf Tierwohl und gesellschaftliches Vertrauen

Die gesellschaftlichen Chancen und Risiken im Einsatz von KI in der Tiermedizin lassen sich übersichtlich zusammenfassen:

  • Verbesserte Prävention und Behandlung: KI unterstützt frühzeitige Diagnosen und individualisierte Therapien, was das Tierwohl erhöht.
  • Steigerung der Effizienz: Automatisierte Auswertungen entlasten Fachkräfte und ermöglichen schnellere Entscheidungen.
  • Erhöhte Transparenz und Vertrauen: Offenheit über Datenherkunft und Anwendungsweisen fördert gesellschaftliche Akzeptanz.
  • Datenschutz und ethische Verantwortung: Der sensible Umgang mit Gesundheitsdaten bleibt eine zentrale Herausforderung.
  • Ausbildungsbedarfe: Fachkräfte müssen digitale Kompetenzen ausbauen, um KI sinnvoll einzusetzen.
  • Risiko von Fehldiagnosen: Unzureichende Datenqualität oder Fehler in Algorithmen können negative Auswirkungen haben.

Mit diesen Aspekten zeigt sich, dass KI in der Tiermedizin mehr als reine Technologie darstellt: Sie verändert die Art und Weise, wie Tiergesundheit verstanden und praktiziert wird, und beeinflusst zugleich das gesellschaftliche Vertrauen in medizinische Prozesse.


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Künstliche Intelligenz in der Tiermedizin: Innovationen und Chancen im Fokus

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