KI-Revolution in der Tiermedizin: Ein Blick nach vorn

Bonn (ots) – Unter dem Titel "Tiergesundheit: Mit KI zum nächsten Level" versammelte die diesjährige Frühjahrsveranstaltung des Bundesverbandes für Tiergesundheit e.V. am 16. Mai 2024 in Hannover Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft, um über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Veterinärmedizin zu diskutieren. Einig war man sich darin, dass KI – sorgfältig und verantwortungsvoll eingesetzt – enorme Chancen für die Diagnostik und Prävention bietet. Die Veranstaltung beleuchtete innovative Möglichkeiten in der diagnostischen Bildauswertung, im Monitoring physiologischer Funktionen sowie im Management von Tiergesundheit, wobei die Verantwortung weiterhin bei menschlichen Entscheidungsträgern bleibt.

Scrollen Sie nach unten um den detaillierten Beitrag und alle Kommentare zu lesen.

Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR). Am 16. Mai 2024 versammelte sich der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) in Hannover zur diesjährigen Frühjahrsveranstaltung, die ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz (KI) stand. Die Diskussionen und Vorträge führten zu einem klaren Konsens: KI besitzt enormes Potenzial als unterstützendes Werkzeug, besonders in der Diagnostik und Prävention innerhalb der Tiermedizin. Die Technologie bietet neue Möglichkeiten, doch ihre Anwendung erfordert einen bewussten Umgang und klare Grenzen.

Praxisnah und eindrucksvoll präsentierten Experten in mehreren Impulsvorträgen, wie KI bereits heute die Welt der Veterinärmedizin verändert. Unter dem Motto “Tiergesundheit: Mit KI zum nächsten Level” wurden vielfältige Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt. So kommt KI nicht nur bei der Auswertung von Röntgen- und Ultraschallbildern zum Einsatz, sondern hilft auch beim Monitoring physiologischer Funktionen und Verhaltensanalysen von Tieren. Dies ermöglicht frühzeitiges Erkennen von Gesundheitsproblemen, sorgfältig abgestimmte Behandlungspläne sowie optimierte Fütterungs- und Stallmanagementstrategien.

Professor Klaus Osterrieder, Präsident der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), unterstrich die Bedeutung von KI für alle Bereiche der Tiermedizin und mahnte gleichzeitig zur Vorsicht bei ihrer Handhabung.

Patrick Ratheiser, CEO und Mitbegründer von Leftshift One, machte deutlich, dass KI gekommen sei, um zu bleiben. Er wies darauf hin, dass aktuell nur 12% der Unternehmen weltweit KI nutzen, aber dass die Technologie viele Aufgaben unterstützen kann, ohne den menschlichen Verstand zu ersetzen. Überraschend hob er hervor: „Künstliche Intelligenz hat im Jahr 2022 dreimal mehr Arbeitsplätze geschaffen als sie übernehmen konnte.“ Praxisbeispiele aus der Tiergesundheit zeigten, wie KI Krankheiten frühzeitig erkennt und individuelle Ernährungspläne für Haustiere entwickelt.

Dr. Narges Ahmidi, Expertin für KI-gesteuerte Gesundheitsfürsorge, betonte die konstant wachsende Rolle der KI im medizinischen Bereich. Sie verdeutlichte, dass KI schneller lernt als ein menschlicher Arzt und somit Diagnosen wesentlich früher stellen kann. Dies verschafft Ärzten und Tierärzten die Möglichkeit, präventiv und mit spezifischeren Maßnahmen auf Krankheiten zu reagieren. „Mit KI kann der Zeitpunkt, zu dem der Arzt die finale Diagnose kennt, deutlich nach vorne verlagert werden,“ so Ahmidi.

Lesen Sie auch:  BUND und Paritätischer fordern Einführung einer Maßnahme für Regierungsabgeordnete

Ein Highlight der Veranstaltung war die Präsentation von Dr. Henning Müller vom Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz, Osnabrück. Er zeigte praktische Anwendungen von KI in der Landwirtschaft und Veterinärmedizin, angefangen von der gezielten Herbizidanwendung bis hin zur Geburtsüberwachung in der Nutztierhaltung. Besonders beeindruckend ist die Fähigkeit der KI, das Schwanzbeißen bei Schweinen frühzeitig zu erkennen, was erhebliche Verbesserungen im Tierwohl mit sich bringt.

In Breakout-Sessions diskutierten die Teilnehmenden intensiv über die Erwartungen an KI in der Praxis, der Ausbildung und der Wissenschaft. Diese Diskussionen mündeten in einer Podiumsrunde, die die Notwendigkeit betonte, Kompetenzen zu vernetzen und optimierte KI-basierte Anwendungen zu entwickeln. Zukünftige Tiermediziner und Agrarwissenschaftler müssen im Umgang mit dieser kraftvollen Technologie geschult werden. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Erhebung qualitativ hochwertiger Daten, unterstützt durch gesetzliche Vorgaben wie den europäischen Data Act und AI-Act. Ethik spielt ebenfalls eine zentrale Rolle im Umgang mit KI.

Die Verbindung zwischen veterinärmedizinischer Praxis, öffentlichem Veterinärwesen und Landwirtschaft kann durch KI-basierte Plattformen gestärkt werden. Diese könnten nicht nur den Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen erleichtern, sondern auch die ständige Weiterbildung und den Wissensaustausch fördern.

Letztlich liegt es in der Verantwortung jedes Einzelnen – ob Wissenschaftler, Tierarzt oder Unternehmer –, das volle Potenzial der KI auszuschöpfen und sie verantwortungsbewusst einzusetzen. Offenheit und aktive Mitgestaltung sind der Schlüssel, um die Vorteile dieser zukunftsweisenden Technologie auch in der Tiermedizin nutzbar zu machen.

Lesen Sie auch:  Frühjahrsputz fürs Finanzamt: So sparen Sie Steuern!

Für weitere Informationen steht der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. zur Verfügung. Dr. Sabine Schüller beantwortet gerne Ihre Fragen unter Tel. 0228 / 31 82 96 oder per E-Mail unter bft@bft-online.de.


Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Künstliche Intelligenz in der Tiermedizin: Innovationen und Chancen im Fokus

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Meldung einfach erklärt

  • Wann fand die Veranstaltung statt?

    • Die Veranstaltung fand am 16. Mai 2024 in Hannover statt.
  • Wer hat die Veranstaltung organisiert?

    • Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) hat die Veranstaltung organisiert.
  • Was war das Hauptthema der Veranstaltung?

    • Das Hauptthema war Künstliche Intelligenz (KI) und wie sie in der Tiermedizin genutzt werden kann.
  • Welche Vorteile bietet KI in der Tiermedizin?

    • KI kann Daten analysieren, Röntgen- und Ultraschallbilder auswerten, physiologische Funktionen überwachen und Verhaltensauffälligkeiten erkennen.
    • Dies hilft dabei, Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen und Behandlungspläne zu entwickeln.
    • KI kann auch bei der Optimierung von Fütterung und Stallmanagement helfen.
  • Wer waren einige der Sprecher auf der Veranstaltung?

    • Professor Klaus Osterrieder, Präsident der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover.
    • Patrick Ratheiser, CEO und Co-Founder von Leftshift One.
    • Dr. Narges Ahmidi, Expertin in KI-gesteuerter Gesundheitsfürsorge.
    • Dr. Henning Müller vom Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz, Osnabrück.
  • Was betonte Professor Klaus Osterrieder in seiner Rede?

    • Er betonte die Bedeutung der KI für die Tiermedizin und die Notwendigkeit eines sorgfältigen Umgangs mit dieser Technologie.
  • Was sagte Patrick Ratheiser über KI?

    • Er betonte, dass KI viele Aufgaben übernehmen kann, aber den menschlichen Verstand nicht ersetzt.
    • Im Jahr 2022 hat KI mehr Arbeitsplätze geschaffen als übernommen.
  • Was erklärte Dr. Narges Ahmidi über KI in der Medizin?

    • Sie erklärte, dass KI schneller lernt als menschliche Ärzte.
    • KI kann dabei helfen, Diagnosen schneller zu stellen und Krankheiten frühzeitig zu erkennen.
  • Wie wird KI in der Landwirtschaft eingesetzt?

    • Dr. Henning Müller erklärte, dass KI Pflanzen erkennt und beim Einsatz von Herbiziden und Unkrautbekämpfung hilft.
    • Sie unterstützt auch die Zuchtsteuerung, Geburtsüberwachung und Früherkennung von Krankheiten in der Nutztierhaltung.
  • Was wurde in den Breakout-Sessions diskutiert?

    • Die Teilnehmer diskutierten die Erwartungen an KI in der Praxis, Ausbildung und Wissenschaft.
    • Es geht darum, zukünftige Tiermediziner und Agrarwissenschaftler im bewussten Umgang mit KI zu schulen.
  • Was sind einige Herausforderungen bei der Nutzung von KI?

    • Eine große Herausforderung ist es, relevante Daten in guter Qualität und Menge zu erhalten.
    • Auch gesetzliche Vorgaben und ethische Fragen müssen berücksichtigt werden.
  • Wer ist verantwortlich für die Nutzung von KI?

    • Wissenschaftler, Tierärzte und Unternehmer entscheiden, wie KI genutzt wird.
    • Offenheit und aktives Mitgestalten sind wichtig, um das Potential der KI voll auszuschöpfen.
  • Wen kann man für weitere Informationen kontaktieren?
    • Dr. Sabine Schüller vom Bundesverband für Tiergesundheit e.V.
    • Adresse: Koblenzer Str. 121-123, 53177 Bonn
    • Telefon: 0228 / 31 82 96
    • E-Mail: bft@bft-online.de
    • Webseite: www.bft-online.de
Lesen Sie auch:  DOSB setzt klares Zeichen der Solidarität mit Israel und gegen Antisemitismus

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Warum sind eure Kommentare so wertvoll?

Hier ein paar Gründe:

  1. Ihr bringt frischen Wind in die Diskussion und sorgt für abwechslungsreiche Ansichten.
  2. Ihr helft uns, uns selbst zu verbessern und immer am Puls der Zeit zu bleiben.
  3. Gemeinsam lernen wir voneinander und wachsen als Community.
  4. Mit euren Beiträgen bauen wir eine offene und respektvolle Umgebung auf, in der alle Stimmen gehört und geschätzt werden.

 

Jeder Kommentar ist Gold wert, egal ob Lob oder Kritik, zustimmend oder kontrovers. Lasst euren Gedanken freien Lauf und helft uns dabei, diese Community zu einem Ort zu machen, an dem jeder gern vorbeischaut und seine Meinung teilt. Auf geht’s!

 

Künstliche Intelligenz in der Tiermedizin: Innovationen und Chancen im Fokus

Mehr Infos und News aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie hier in der Übersicht

NDR Benefizaktion: Gemeinsam gegen Einsamkeit im Norden

Hamburg (ots) – Einsamkeit durchdringt die Gesellschaft und betrifft alle Altersgruppen. Laut dem Einsamkeitsbarometer des Bundesfamilienministeriums fühlt sich jeder dritte Deutsche zwischen 18 und 53 Jahren oft einsam, und jeder vierte im Alter von 18 bis 69 Jahren empfindet eine tiefe Isolation, so die Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Diese Tatsache hat gravierende Auswirkungen: Einsame Menschen neigen eher dazu, demokratische Werte abzulehnen und autoritären Haltungen zuzustimmen. Der NDR stellt daher den Kampf gegen die Einsamkeit in den Fokus seiner diesjährigen Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland" und arbeitet dabei eng mit den norddeutschen Bürgerstiftungen zusammen, um mehr Gemeinschaft und soziales Engagement zu fördern.

Jetzt lesen »

BoB-Award 2023: B2B-Kommunikation prämiert!

Am Abend des 20. Juni 2024 verwandelte sich der Berliner Meistersaal in ein Zentrum für kreative Exzellenz: Der Bundesverband Marketing Clubs e.V. verlieh den renommierten „BoB-Award 2023“ und ehrte damit herausragende B2B-Kommunikationsprojekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit insgesamt 30 Medaillen – 6 Gold, 11 Silber und 13 Bronze – wurden die besten Arbeiten ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr im DACH-Raum veröffentlicht wurden. Die feierliche Preisverleihung bot nicht nur eine Bühne für kreative Höchstleistungen, sondern förderte auch den interdisziplinären Austausch und das Networking innerhalb der Branche.

Jetzt lesen »

DUH kündigt weitere rechtliche Schritte gegen Gasbohrungen an

Am 21. Juni 2024 um 15:04 Uhr verkündete das höchste niederländische Gericht, der Raad van State, eine weitreichende Entscheidung: Die Arbeiten für Gasbohrungen vor Borkum dürfen beginnen. Diese Entscheidung betrifft die ökologisch empfindliche Region des Wattenmeers und sorgt für heftige Kontroversen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und ihre Partner sind entschlossen, juristische Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um das Projekt zu stoppen. Sie fordern von der niedersächsischen Landesregierung, bereits erteilte Genehmigungen zurückzunehmen, und bezeichnen die Bohrungen als Bedrohung für den Meeres- und Klimaschutz sowie für das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer.

Jetzt lesen »

Arbeitgeber-Provokation: Tarifverhandlungen öffentliche Banken eskalieren

In der ersten Tarifverhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft ver.di und den öffentlichen Banken kam es zu einer erheblichen Spannung. Mit einem Gehaltsangebot von 9,5 Prozent verbunden mit einer ungewöhnlich langen Laufzeit von über dreieinhalb Jahren bis Ende 2027, provozierten die Arbeitgeber eine scharfe Reaktion seitens ver.di. „Eine solche Forderung ist beispiellos in der deutschen Tarifhistorie und bedeutet einen klaren Angriff auf die Reallöhne“, erklärte Jan Duscheck, Verhandlungsführer bei ver.di. Die Gewerkschaft zeigte sich auch enttäuscht über das Fehlen eines sozialen Ausgleichs für niedrige Einkommen und kündigte erste Warnstreiks an, um ihren Forderungen von 12,5 Prozent Gehaltserhöhung Nachdruck zu verleihen.

Jetzt lesen »

Beschleunigte Genehmigungen jetzt auch im Wohnungsbau!

Einleitung:

Die schwarz-grüne Landesregierung Schleswig-Holsteins plant, die Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte wie Straßenbau und Radwege zu beschleunigen. In einer ersten Lesung wurde darüber am Freitag im Landtag debattiert. Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), fordert, diesen Schwung auch auf den Wohnungsbau zu übertragen. Insbesondere die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum leidet unter langwierigen staatlichen Verfahren. „Zeit ist Geld – besonders bei steigenden Baupreisen“, betont Breitner und appelliert an die Regierung, die Planungsverfahren auch im Bereich Wohnungsbau zu entschlacken.

Jetzt lesen »

KAIFU-NORDLAND eG gewinnt DW-Zukunftspreis für Innovation

Hamburg. Die Wohnungsbaugenossenschaft KAIFU-NORDLAND eG hat den renommierten DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2024 für ihre beeindruckende Innovationskraft und konsequente Umsetzung von Veränderungen erhalten. Unter dem Motto „Change in Highspeed“ hat die Genossenschaft eine vollständige Umstrukturierung durchgeführt und digitale Werkzeuge erfolgreich implementiert. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Jury ihren Beitrag zur Zukunftsfähigkeit und zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Hamburgs gefragtesten Quartieren. Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), gratuliert und hebt den hohen Einsatz und die weitreichenden Erfolge des KAIFU-Teams hervor.

Jetzt lesen »

E-Rezept: Apotheken gewinnen Rechtssicherheit

Berlin (ots) – Die Apotheken in Deutschland können aufatmen: Fehlerhafte oder unvollständige Angaben auf E-Rezepten führen künftig nicht mehr zu Retaxationen durch die Krankenkassen. Diese neue Regelung, auf die sich der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verständigt haben, gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2024 bis zum Jahresende. Die Entscheidung wurde am Freitag nach intensiven Verhandlungen getroffen und soll den Apotheken mehr Rechtssicherheit beim Umgang mit E-Rezepten bieten.

Jetzt lesen »

Bäcker fordern wirksame Nachschärfung des Bürokratiegesetzes

Berlin, 21.06.2024 – Das jüngst von der Ampel-Koalition beschlossene Bürokratieentlastungspaket IV verfehlt laut dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks die dringend benötigte Entlastung für Handwerksbetriebe. „Politik mit angezogener Handbremse“, kommentiert Hauptgeschäftsführer Dr. Friedemann Berg und fordert eine deutliche Nachschärfung im parlamentarischen Verfahren. Trotz kleiner Fortschritte bei Arbeitsverträgen und Allergenkennzeichnung sei das Maßnahmenpaket insgesamt nicht weitreichend genug, um den Mittelstand spürbar zu entlasten. Der Verband warnt vor einer zunehmenden Belastung durch Bürokratie, die den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährde, und fordert ein umgehendes Bürokratie-Moratorium.

Jetzt lesen »

ver.di: Bündnis fordert Schutz der Demokratie und Sozialstaat

Am 21. Juni 2024 haben führende Organisationen ein bedeutsames Positionspapier unter dem Titel „Demokratie schützen – Sozialstaat erhalten“ veröffentlicht. Beteiligt sind ein Bündnis freier Wohlfahrtsverbände, Sozialverbände, die Bürgerbewegung Campact und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Anlass der Veröffentlichung ist die aktuelle Debatte über den Bundeshaushalt 2025. Die Initiatoren rufen mit ihrem gemeinsamen Dokument zur Bewahrung sozialer Gerechtigkeit und demokratischer Werte auf.

Jetzt lesen »

ZIA fordert: Politische Zusagen müssen endlich umgesetzt werden

Optimismus in der Immobilienbranche – aber politische Taten gefragt

Berlin, 21. Juni 2024 – Die deutsche Immobilienwirtschaft steht nach harten Monaten wieder optimistischer da. Der aktuelle ZIA-IW-Stimmungsindex zeigt einen spürbaren Aufwärtstrend. Doch trotz der aufkeimenden Zuversicht mahnt die neue Präsidentin des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), Iris Schöberl, dass konkrete politische Maßnahmen dringend nötig sind, um den positiven Trend nicht zu gefährden. Insbesondere die Förderung von Bauprojekten und der Abbau bürokratischer Hürden stehen laut Schöberl an oberster Stelle auf der Wunschliste der Branche. „Die Taten müssen mit den politischen Zusagen Schritt halten, damit der vorsichtige Optimismus nicht im Keim erstickt wird,“ fordert sie entschieden.

Jetzt lesen »

Druckindustrie: Löhne steigen um 7,8 % nach Verhandlungen

Am frühen Morgen des 21. Juni 2024 wurde nach zähen Verhandlungen ein Durchbruch in der Druckindustrie erzielt: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) einigten sich auf eine deutliche Lohnerhöhung von insgesamt 7,8 Prozent für die Beschäftigten. Die Tarifeinigung sieht stufenweise Gehaltssteigerungen bis März 2026 vor und bringt auch für Auszubildende signifikante Verbesserungen. Trotz der positiven Aspekte bemängelt ver.di die lange Laufzeit von 29 Monaten. Mitglieder und Beschäftigte diskutieren nun bis zum 19. Juli über das Ergebnis, das maßgeblich durch den starken Streikeinsatz ermöglicht wurde.

Jetzt lesen »

Hybrid-DRG: Wahlärzte jetzt auch ambulant im Krankenhaus

Gute Nachrichten für Privatpatienten und das Gesundheitswesen: Mit der Einführung der neuen sektorengleichen Vergütung (Hybrid-DRG) können privatversicherte Patienten künftig wahlärztliche Leistungen auch im Rahmen ambulanter Krankenhausaufenthalte in Anspruch nehmen. Dies bestätigten jüngst der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG). Damit bleibt den Patientinnen und Patienten weiterhin die freie Wahl von Ärzten und Kliniken gewährleistet, während die PKV mit über 2 Milliarden Euro jährlich zur Finanzierung dieser exklusiven medizinischen Leistungen beiträgt. Mehr als 7 Millionen Versicherte profitieren bereits von diesen erweiterten Optionen.

Jetzt lesen »

Strommarktreform für stabile Preise und Investitionen

Berlin, 21. Juni 2024: Reformen statt Rotstift beim Strommarktdesign

Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) warnt vor den Folgen des gescheiterten Kaufs des Tennet-Stromnetzes aufgrund finanzieller Engpässe und fordert dringende Reformen im Strommarktdesign und Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). BEE-Präsidentin Simone Peter betont die Notwendigkeit vorausschauender Investitionen in Infrastruktur und zukunftsfähige Technologien, um Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Der Verband drängt auf ein Konzept der ‘Plattform Klimaneutrales Stromsystem’ und weist auf die eskalierenden Probleme aktueller Strompreismodelle hin. „Reformen bringen uns weiter als der Rotstift“, so Peter.

Jetzt lesen »

UN nimmt Beschwerde gegen umstrittenes LNG-Gesetz an

Berlin (ots) – Das unabhängige Überwachungskomitee der UN-Aarhus-Konvention hat eine wegweisende Beschwerde der Umweltrechtsorganisation Green Legal Impact Germany (GLI) gegen das LNG-Beschleunigungsgesetz (LNGG) angenommen. Diese Entscheidung eröffnet eine kritische Prüfung des Gesetzes im Hinblick auf internationale Umweltvorschriften. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert nun vehement von der Bundesregierung, das umstrittene Gesetz zurückzunehmen und auf die weitere Einschränkung von Beteiligungsrechten zu verzichten. Marie Bohlmann von GLI betont die Bedeutung dieses Schritts: „Das LNG-Beschleunigungsgesetz darf nicht die Blaupause für die Einschränkung demokratischer Beteiligungsrechte werden.“

Jetzt lesen »

Demokratie schützen: Foto-Termin zum Bundeshaushalt 2025

Berlin, 20. Juni 2024 – Im Vorfeld der anhaltenden Debatten über den Bundeshaushalt für das Jahr 2025 hat ein breites Bündnis aus freien Wohlfahrtsverbänden, Sozialverbänden, Campact und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) angekündigt, ein gemeinsames Positionspapier mit dem Titel „Demokratie schützen – Sozialstaat erhalten“ zu veröffentlichen. Die feierliche Präsentation wird am Freitag, den 21. Juni 2024, um 9 Uhr vor dem Bundeskanzleramt stattfinden. Erwartet werden namhafte Vertreter*innen der beteiligten Organisationen wie Michael Groß, Rüdiger Schuch, Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Michaela Engelmeier und Frank Werneke. Das Dokument soll im Anschluss um 11 Uhr durch die Pressestellen der Verbände verteilt werden.

Jetzt lesen »