Kfz-Gewerbe mit neuem Umsatzrekord: Neuwagenmarkt boomt – E-Mobilität kämpft mit Einbruch der Bestellungen

Das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe verzeichnete 2023 mit 207,3 Mrd. Euro einen Rekordumsatz, getragen von steigenden Stückzahlen, Preisen und einer verbesserten Fahrzeugverfügbarkeit. Im Januar 2024 brachen die Neuzulassungen batteriebetriebener Pkw im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 % ein, was das Auslaufen des Umweltbonus als Haupttreiber ausweist. Während Service und Reparatur weiter auf hohem Niveau laufen, fordern Autohäuser klare und stabile Rahmenbedingungen, um das Ziel von 15 Millionen E-Fahrzeugen bis 2030 zu erreichen.
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– Gesamtumsatz im Kraftfahrzeuggewerbe stieg 2023 um 11,9 % auf 207,3 Mrd. €; Neuwagenvertrieb +2,6 % (66,6 Mrd. €), Gebrauchtwagen +15,2 % (58,4 Mrd. €), freier Handel +19,3 % (32,2 Mrd. €) und Service/​Reparatur +17,7 % (33,8 Mrd. €) bei verbesserter Neufahrzeugverfügbarkeit und hoher Werkstattauslastung
– ZDK-Blitzumfrage Januar 2024: Bestellungen für batteriebetriebene Pkw sowohl privat als auch gewerblich je ca. 50 % unter Vorjahr, Plug-in-Hybride –43 %, während Benzin-/Dieselfahrzeuge um 11 % (privat) bzw. 8 % (gewerblich) zulegten; 91 % der Händler bewerten private BEV-Auftragseingänge als „sehr schlecht“ oder „schlecht“
– ZDK-Präsident fordert angesichts der E-Mobilitätskrise einen klaren Hochlauffahrplan mit stabilen Rahmenbedingungen (insbesondere Steuern), um das Ziel von 15 Mio. E-Fahrzeugen bis 2030 zu erreichen

Aktuelle Entwicklungen im deutschen Kraftfahrzeuggewerbe: Umsatzsteigerung trifft auf E-Mobilitäts-Herausforderungen

Der Umsatz im Kraftfahrzeuggewerbe ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. ZDK-Präsident Arne Joswig berichtet, dass der Gesamtumsatz über alle drei Geschäftsbereiche – Neuwagen, Gebrauchtwagen und Service – um 11,9 % auf 207,3 Mrd. Euro gewachsen ist. Diese positive Entwicklung erklärt sich vor allem durch höhere Stückzahlen und Preiserhöhungen beim Fahrzeugverkauf sowie eine verbesserte Verfügbarkeit von Neufahrzeugen. Dennoch sind die gestiegenen Zulassungszahlen überwiegend auf den Abbau des Lieferrückstands aus dem Vorjahr zurückzuführen. Besonders in den Werkstätten blieb die Auslastung hoch, wobei ein spürbarer Anstieg der Reparaturkosten zu verzeichnen war.

Ein alarmierender Trend zeigt sich jedoch bei den Fahrzeug-Neubestellungen, die vor allem bei den Privatkunden deutlich zurückgingen. Laut einer aktuellen Blitzumfrage des ZDK hat sich dieser Rückgang im Januar 2024 fortgesetzt: Die Bestellungen von rein batterieelektrischen Pkw lagen bei privaten und gewerblichen Kunden durchschnittlich um rund 50 % unter dem Wert vom Januar 2023. Bei Plug-in-Hybriden schrumpften die Bestellungen in beiden Segmenten um etwa 43 %. Im Gegensatz dazu gab es bei Benzin- und Dieselfahrzeugen einen leichten Aufwärtstrend mit jeweils 11 % mehr erwarteten Aufträgen bei privaten und 8 % mehr bei gewerblichen Kunden.

Die Zukunft der Elektromobilität im Jahr 2024 wird aus Sicht der Autohäuser wenig optimistisch bewertet. 91 % der befragten Autohäuser sehen die Lage bei den privaten Auftragseingängen für batterieelektrische Fahrzeuge als „sehr schlecht“ oder „schlecht“ an, bei gewerblichen Kunden liegt dieser Wert bei 83 %. Plug-in-Hybride werden ebenfalls eher pessimistisch eingeschätzt, während die Erwartungen für Benziner und Diesel deutlich positiver ausfallen. Joswig hebt hervor, dass ohne einen klaren Plan für den weiteren Hochlauf der Elektromobilität und stabile Rahmenbedingungen, insbesondere bei den Steuern, das Ziel von 15 Millionen E-Fahrzeugen bis 2030 nicht erreichbar sein wird.

Im Bereich Service und Reparatur zeigt sich immerhin eine erfreuliche Entwicklung: Werkstätten und Autohäuser erwarten eine sehr gute oder gute Auftragslage bei Wartungs- und Reparaturarbeiten. Der Umsatz in diesem Segment stieg im Vergleich zu 2022 um 17,7 % auf rund 33,8 Mrd. Euro, was auf den gewachsenen Fahrzeugbestand, mehr Wartungen und gestiegene Reparaturkosten zurückzuführen ist.

Im Neuwagenvertrieb haben die markengebundenen Autohäuser ihren Umsatz um 2,6 % auf 66,6 Mrd. Euro erhöhen können. Mehr als die Hälfte der 2,84 Millionen Pkw-Neuzulassungen (55,3 %) wurden über diese Autohäuser verkauft. Der Verkauf gebrauchter Fahrzeuge legte um 15,2 % auf 58,4 Mrd. Euro zu, während der freie Pkw-Handel mit 32,2 Mrd. Euro einen Umsatzanstieg von 19,3 % verzeichnete. Trotz dieser positiven Umsatzentwicklungen ist die Zahl der Kfz-Betriebe um 250 gesunken, ebenso wie die Beschäftigtenzahl, wenngleich die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge gestiegen ist.

Die Ergebnisse der Blitzumfrage verdeutlichen die aktuellen Herausforderungen und Chancen der deutschen Automobilbranche. Die Kombination aus Umsatzwachstum auf der einen Seite und den künftigen Unsicherheiten rund um die Elektromobilität auf der anderen zeigt eindrücklich, wie wichtig klare Strategien und verlässliche Rahmenbedingungen sind, um die Mobilität der Zukunft erfolgreich zu gestalten. Weitere Informationen und Details sind unter dem Link Kfz-Gewerbe: Umsatz wächst auf 207,3 Mrd. Euro / Um 50 % rückläufige Bestellungen … abrufbar.

Wie der E-Mobilitätsmarkt am Wendepunkt steht

Die Elektromobilität steht aktuell an einem entscheidenden Scheideweg. Das überraschende Ende staatlicher Förderungen für E-Fahrzeuge wirft bedeutende Fragen auf, wie es mit dem Markt weitergeht – für Verbraucher, Autohäuser und die gesamte Branche. Dabei steckt die Branche in einer komplexen Gemengelage aus politischen Entscheidungen, Marktmechanismen und gesellschaftlichen Erwartungen. Gerade jetzt sind stabile Rahmenbedingungen essenziell, um die ambitionierten Klimaziele nicht aus den Augen zu verlieren und den Strukturwandel nachhaltig zu gestalten.

Die Entwicklung auf dem Markt zeigt deutlich: Der Weg zur breiten Akzeptanz von Elektroautos ist anspruchsvoll und mit vielfältigen Hürden belastet. Während der Neubau von Ladeinfrastruktur und die Verfügbarkeit von Modellen Fortschritte bringen, bremsen Faktoren wie die abrupten Förderstopps und Preisunsicherheiten die Kaufbereitschaft vieler Verbraucher. Gleichzeitig erlebt der Service- und Gebrauchtwagenbereich ein anhaltendes Wachstum, das Chancen für Branchenakteure bietet und neue Geschäftsmodelle befeuern kann.

Zentrale Herausforderungen der E-Mobilität

  • Der abrupte Stopp der Förderungen sorgt für Unsicherheit bei Käufern und schmälert die Nachfrage
  • Der Aufbau einer flächendeckenden und funktionierenden Ladeinfrastruktur verläuft langsamer als erforderlich
  • Hohe Anschaffungskosten und fehlende preisliche Attraktivität erschweren den Marktdurchbruch
  • Technologische und logistische Hemmnisse bei Produktion und Zulieferketten behindern Skalierungseffekte
  • Mangelnde Information und Beratungsangebote für Verbraucher dämpfen die Akzeptanz

Angesichts dieser Herausforderungen stehen sowohl Verbraucher als auch Autohäuser und Hersteller vor einer Phase der Anpassung. Für Käufer resultiert dies in einer Erwartungshaltung, die von einer klaren Zusage der Politik und fairen Förderkonditionen geprägt ist. Die Branchenteilnehmer benötigen Stabilität, um Investitionen in Infrastruktur, neue Modelle und Serviceangebote langfristig zu planen. Gerade das Wachstum im Bereich Gebrauchtwagen und Services bietet eine wichtige Chance, mehr Menschen den Zugang zu E-Mobilität zu erleichtern und zugleich wirtschaftliche Potenziale zu heben.

Der Blick auf die kommenden Monate wird zeigen, ob der Markt den aktuellen Aufbruch in eine nachhaltigere Mobilität gelingt und wie schnell sich ein belastbares Ökosystem rund um Elektrofahrzeuge etabliert. Eine klare politische Führung und belastbare Rahmenbedingungen sind entscheidend, damit die Elektromobilität nicht nur einen kurzfristigen Impuls erfährt, sondern dauerhaft als tragende Säule der Verkehrswende funktioniert.


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