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Keine Kürzungen in Krisenzeiten – Soziale Verantwortung!

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Presse /news Verbandsnachrichten

Verbände und Gewerkschaften im Norden Deutschlands haben den Schritt der Haushaltssperre mit großer Sorge aufgenommen. Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), der insgesamt 412 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein vertritt, schließt sich dieser besorgten Meinung an und fordert die Landesregierung daher auf, von Einsparungen im Bereich der sozialen Daseinsfürsorge Abstand zu nehmen.

Schon im Jahr 2009 waren die Einschnitte und Kürzungen nur schwer zu überstehen. Nun treffen diese Maßnahmen die Gesellschaft zu einem Zeitpunkt, an dem sie bereits unter enormem Druck steht. Die Corona-Pandemie hat die Gesellschaft und die Akteure in der Sozialen Arbeit und anderen Bereichen der sozialen Daseinsfürsorge vor enorme Herausforderungen gestellt. Mit der Fluchtbewegung seit 2015, der sich verschärfenden Klimakrise, den Folgen des Ukrainekrieges sowie der enormen Herausforderung der Unterbringung und Integration von Geflüchteten bis hin zu Kostenexplosionen in nahezu allen Lebensbereichen stehen die Regelsysteme unter enormem Druck.

Die multiplen Krisen können nur mit entschlossenem, strategischem Handeln der politisch Verantwortlichen gemeistert werden – und nur im engsten Dialog mit den verantwortlichen Verbänden und Organisationen. In dieser Phase den Rotstift im sozialen Bereich anzusetzen, wäre ein fatales Signal an die Beschäftigten, die Träger und an die auf Unterstützung angewiesenen Personen. Längst sind sogenannte „freiwillige Leistungen“ zu einer existenzsichernden Unterstützung für viel zu viele Menschen in Schleswig-Holstein geworden. Hier zu kürzen, brächte das Fass zum Überlaufen und würde der Erosion der Zivilgesellschaft weiter Vorschub leisten und extremen Kräften einen gefährlichen Nährboden bereiten. Der soziale Frieden und Zusammenhalt müssen gestärkt werden – nicht kaputtgespart!

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Die unterzeichnenden Organisationen fordern daher die Landesregierung eindringlich auf, nicht im Bereich der sozialen Daseinsfürsorge, von Beratungsangeboten, Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe, der Ehrenamtsunterstützung, über Migrations- und Integrationsprojekten bis hin zur Unterstützung des sozialen Wohnungsbaus, zu sparen. Gleichzeitig müssen die Verbände intensiv in die Überlegungen der Landesregierung einbezogen werden – und zwar bevor es zu Entscheidungen kommt, bei deren Folgenbeseitigung man nur zu gern auf die Unterstützung der Verbände zurückgreift.

Der VNW ist einer der Unterzeichnenden Verbände und setzt sich seit Jahren für einen sozialgerechten Wohnungsmarkt ein. Der Verband ist der Verband der Vermieter mit Werten und vertritt die Interessen seiner Mitglieder auf politischer und gesellschaftlicher Ebene. In den von ihnen verwalteten 686.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen, die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 6,26 Euro.

Für weitere Informationen, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel Breites Bündnis fordert angesichts der Haushaltssperre: Keine Kürzungen – Soziale …
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Glossar

Begriff | Erklärung
—|—
Haushaltssperre | Ein drastisches Mittel, bei dem die Landesregierung den Rotstift ansetzt und Einsparungen im Haushalt durchführt.
Soziale Daseinsfürsorge | Eine staatliche Leistung, die darauf abzielt, die Lebensbedingungen der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern oder im Notfall Sicherheit zu gewährleisten, z.B. Beratungsangebote, Angebot der Kinder- und Jugendhilfe, Migrations-und Integrationsprojekte, sozialer Wohnungsbau.
Verbände und Gewerkschaften | Organisationen, die die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber politischen Entscheidungsträgern vertreten.
Beschäftigte | Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.
Zivilgesellschaft | Eine Gesellschaft, deren Mitglieder außerhalb des Staates und des marktwirtschaftlichen Systems handeln, z.B. in Form von gemeinnützigen Vereinen oder Initiativen.
Existenzsicherung | Eine staatliche Unterstützung, die darauf abzielt, den Lebensunterhalt einer Person oder Familie zu sichern.
Ehrenamtsunterstützung | Eine staatliche Unterstützung, die darauf abzielt, ehrenamtliches Engagement und freiwillige Arbeit zu fördern und zu unterstützen.
Migrations- und Integrationsprojekte | Projekte, die darauf abzielen, Menschen mit Migrationshintergrund beim Einstieg in Gesellschaft und Arbeitsmarkt und bei der Integration in Deutschland zu unterstützen.
Nettokaltmiete | Die Miete, die der Vermieter einer Wohnung nach Abzug von Betriebskosten und Heizkosten berechnet.

20 Responses

  1. Sorry, aber ich denke, dass Kürzungen in Krisenzeiten manchmal notwendig sind. Geld wächst nicht auf Bäumen, Leute!

    1. Bist du ernsthaft so naiv? Kürzungen in Krisenzeiten treffen immer die Schwächsten in der Gesellschaft. Es ist einfach nur herzlos, solche Maßnahmen zu unterstützen. Denk mal darüber nach, wie es wäre, wenn du selbst betroffen wärst.

    1. Das ist eine kurzsichtige Denkweise. Natürlich müssen wir alle Opfer bringen, aber das bedeutet nicht, dass wir sinnlose Kürzungen machen sollten. Wir sollten nachhaltige Lösungen finden, um allen gerecht zu werden.

  2. Ich finde, dass Kürzungen in Krisenzeiten manchmal notwendig sind. Kann nicht immer alles gleich bleiben, oder?

  3. Ich finde, dass soziale Verantwortung wichtig ist, aber manchmal müssen Kürzungen gemacht werden.

    1. Es gibt keine Ausreden für Kürzungen bei sozialer Verantwortung. Es ist unsere Pflicht, für die Bedürftigen einzustehen, auch wenn es unbequem ist. Wer sagt, dass Kürzungen notwendig sind, hat wohl noch nie echte Not erlebt.

  4. Was ist mit der Verantwortung der Firmen für ihre eigenen Mitarbeiter? #KürzungenSindManchmalNotwendig

  5. Also ich finde Kürzungen in Krisenzeiten vollkommen gerechtfertigt. Warum sollen wir für andere aufkommen?

    1. Ich verstehe deinen Standpunkt, aber ich denke, Solidarität ist in Krisenzeiten besonders wichtig. Wenn wir uns gegenseitig unterstützen, können wir gemeinsam stärker werden.

    1. Quatsch ist deine Meinung! Kürzungen in Krisenzeiten sind kurzsichtig und schaden denen, die es am meisten brauchen. Es ist an der Zeit, solidarisch zu handeln und diejenigen zu unterstützen, die bereits am Rand stehen.

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