Kampf um Medienvielfalt: VAUNET warnt vor drohenden Einschnitten durch Regulierungsinitiativen

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Berlin (ots) – Der VAUNET – Verband privater Medien warnt vor Einschnitten in der Medienvielfalt privater Angebote aufgrund von Regulierungsinitiativen der Bundesregierung. Auf der Mitgliederversammlung und dem Sommerempfang in Berlin betonte Claus Grewenig, Vorstandsvorsitzender des VAUNET und Chief Corporate Affairs Officer RTL Deutschland, dass die Wettbewerbssituation der privaten audiovisuellen Medien derzeit besonders fragil sei. Insbesondere die fortgesetzten Eingriffe der Bundesregierung in die Finanzierungsgrundlagen der Branche seien ein Grund zur Sorge. Grewenig verwies auf Gesetzesinitiativen des Bundesernährungsministers für ein Lebensmittelwerbeverbot und die geplante Novelle des Filmförderungsgesetzes durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Medienvielfalt braucht Schutz

In seiner Rede betonte Grewenig, dass die Medienvielfalt alles andere als selbstverständlich sei und daher bewusst geschützt werden müsse. Die geplanten Verbote in der Lebensmittelwerbung würden die Einnahmen der privaten Medien in signifikanter Höhe beeinträchtigen, ohne dass es einen Nachweis für die Wirksamkeit dieser Maßnahmen gebe. Auch die geplante Filmförderung belaste die Branche mit zusätzlichen Investitionsverpflichtungen und mittelbaren Abgabesteigerungen. Grewenig mahnte zu einem verständigen Dialog mit der Branche, da Medien Teil der Lösung und nicht des Problems seien.

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Gefahr für Medienvielfalt durch staatliche Eingriffe

Prof. Dr. Justus Haucap, Direktor des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie, warnte ebenfalls vor staatlichen Markteingriffen, die die Ungleichgewichte zwischen großen Big-Tech-Plattformen und öffentlich-rechtlichem Rundfunk weiter verschärfen könnten. Eine Regulierung, die auf zusätzliche Abgaben und Werbeverbote setzt, gefährde die Medienvielfalt in Deutschland und könne auch wirtschaftliche Einschnitte in anderen Branchen zur Folge haben. Dr. Michael Müller, Vorsitzender des Fachbereichs Fernsehen und Multimedia sowie Chief Distribution Officer bei ProSiebenSat.1 Media SE, wies zudem auf drohende Network Fees als digitale Maut für Inhalte hin, die möglicherweise auf Medienanbieter zukommen könnten.

Appell für klare Grenzen im dualen System und bessere Rahmenbedingungen für Medienbranche

Dr. Nina Gerhardt, stellvertretende Vorsitzende des Fachbereichs Radio und Audiodienste des VAUNET und CEO RTL Radio Deutschland, forderte einen echten Neustart im dualen System. Sie betonte die Notwendigkeit klarer Grenzen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, insbesondere in Bezug auf Werbereduzierung und Telemedienwerbeverbot. Andernfalls sei der Verlust privater Medienvielfalt unausweichlich. Florian Graf, Chef der Berliner Senatskanzlei und Staatssekretär für Medien, betonte in seinem Grußwort die hohe Bedeutung des dualen Mediensystems für die Demokratie und das Ziel Berlins, den Medienstandort national und international auszubauen.

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Nachwahlen und Ausblick auf EU-Regulierung

Auf dem Sommerempfang des VAUNET wurden zudem Nachwahlen durchgeführt. Dr. Martin Rupp (Sky Deutschland GmbH) und Dr. Benjamin Vollrath (Warner Bros. Discovery) sind als neue Mitglieder des Gremiums gewählt worden. Dr. Michael Müller betonte, dass der Verband die EU-Regulierung von BigTech positiv bewerte und nun den Fokus auf die Umsetzung der neuen Regelungen legen werde.

Über den VAUNET

Der VAUNET ist der Spitzenverband der privaten audiovisuellen Medien in Deutschland. Die rund 160 Mitglieder des Verbandes bieten TV-, Radio-, Web- und Streamingangebote an. Der Verband setzt sich auf nationaler und europäischer Ebene für die Interessen der Branche ein und macht auf die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung der privatwirtschaftlichen Medien aufmerksam.

Pressekontakt:
Pressesprecher Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH
T | +49 30 3 98 80-101, E | hs@schultz-kommunikation.com

VAUNET – Verband Privater Medien e.V.
Stromstraße 1, 10555 Berlin
Rue des Deux Eglises 26, B-1000 Bruxelles – Büro Brüssel
T | +49 30 3 98 80-0, F | +49 30 3 98 80-148
E | info@vau.net
www.vau.net

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16 Antworten

  1. Also ich finde ja, dass Regulierungsinitiativen total überbewertet werden. Lasst die Medien doch einfach machen! #freedomofspeech

    1. Regulierungsinitiativen mögen gut gemeint sein, aber sie können die Medienvielfalt auch einschränken. Statt nach staatlicher Kontrolle zu rufen, sollten wir auf die Verantwortung der Verbraucher setzen und ihnen die Wahl lassen. Die freie Meinungsäußerung sollte nicht eingeschränkt werden.

  2. Warum sollte Medienvielfalt überhaupt wichtig sein? Lasst doch einfach die Regulierungsinitiativen durchkommen!

  3. Also ich finde Regulierungsinitiativen super! Endlich wird mal aufgeräumt im Mediendschungel! #TeamRegulierung

    1. Regulierungsinitiativen sind oft übertrieben und führen zu mehr Bürokratie. Die Medienlandschaft sollte sich selbst regulieren können. Monopole können auch auf andere Weise bekämpft werden.

  4. Ich finde, Regulierungsinitiativen sind überflüssig und schränken die Medienfreiheit ein! #Meinungsfreiheit

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