– Zukunftsakademie Lausitz: 8.–12. Juli 2024 mit 50 Jugendlichen im LEAG-Konferenzcenter Lübbenau.
– QLEE und DGB-Projekt REVIERWENDE verringern Jugend-Informationsdefizite zum Strukturwandel in Lausitz.
– Workshops, Diskussionen und Exkursionen fördern jugendlichen Austausch und Ideenentwicklung zur Energiewende.
Zukunft gestalten: Die Zukunftsakademie Lausitz als Plattform für Jugendliche
Vom 8. bis 12. Juli 2024 öffnet das LEAG-Konferenzcenter in Lübbenau erneut seine Türen für die zweite Zukunftsakademie Lausitz. Dabei stehen fünfzig junge Menschen aus Berlin, Sachsen und Brandenburg im Mittelpunkt, die sich intensiv mit der energetischen und gesellschaftlichen Entwicklung der Lausitz auseinandersetzen. Ziel der Zukunftsakademie ist es, junge Menschen für die Lausitz als Zukunftsstandort zu begeistern und gleichzeitig ein wichtiges Informationsdefizit im Kontext des Strukturwandels abzubauen. Das facettenreiche Programm umfasst Workshops, Diskussionen und Exkursionen rund um die Themen Energiewende, Nachhaltigkeit und insbesondere Jugendbeteiligung.
Eine aktuelle Umfrage unter Jugendlichen zeigt deutlich, dass viele sich schlecht informiert, aber motiviert fühlen, sich stärker einzubringen. Hier setzt die Zukunftsakademie an: „Die installierte Erneuerbaren-Leistung pro Kopf ist in den östlichen Bundesländern doppelt so hoch wie im restlichen Bundesgebiet. Die Region hat exzellente Chancen, zur Speerspitze der Energiewende zu werden. Dies wird durch die Zukunftsakademie Lausitz unterstützt, die gleichzeitig das bestehende Informationsdefizit reduziert und junge Menschen zum Mitmachen bewegt.“, betont Wolfram Axthelm.
Für die LEAG ergeben sich aus dem Wandel auch bedeutende wirtschaftliche Perspektiven. Thorsten Kramer führt aus: „Bis 2040 wird die LEAG bis zu 14 Gigawatt erneuerbare Stromerzeugung ans Netz bringen. Es gibt große Herausforderungen und einen hohen Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften. Die Zukunftsakademie bietet eine hervorragende Möglichkeit für junge Menschen, diese Chance für ihre berufliche Zukunft zu nutzen und an der nachhaltigen Energieversorgung von morgen mitzuwirken.“
Auch Marko Schmidt hebt den Wert der Veranstaltung hervor: „Nach unserer Jugendumfrage fühlen sich junge Menschen in der Region oft uninformiert und wenig eingebunden. Die Zukunftsakademie wirkt dem entgegen, indem sie die Chancen der Region aufzeigt und junge Leute für ein Leben in der Lausitz begeistert.“ Persönliche Erfahrungen, wie die von Teilnehmer Cornelius Busse, machen die Bedeutung greifbar: „Ich interessiere mich für erneuerbare Energien und den Strukturwandel. Die Zukunftsakademie bietet die perfekte Plattform, um meine Kenntnisse im Bauingenieurwesen einzubringen, aktuelle Projekte kennenzulernen und mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Da meine Familie aus der Lausitz stammt, liegt mir der erfolgreiche Strukturwandel besonders am Herzen.“
Mit Initiativen wie dem QLEE-Qualifizierungsverbund, der neue wirtschaftliche Perspektiven durch Schulungen in modernen Technologien schafft, und REVIERWENDE, das den Strukturwandel aus Sicht der Beschäftigten gestaltet, bündelt die Zukunftsakademie Lausitz Wissensvermittlung und praktische Chancen für die nächste Generation. Damit steht sie im Zentrum einer der wichtigsten Energiewandelregionen Deutschlands und macht die Themen Zukunftschancen, Strukturwandel und Jugendbeteiligung für die Lausitz mit Nachdruck erlebbar.
Jugend als Motor des Wandels: Die Lausitz zwischen Aufbruch und Herausforderung
Der Strukturwandel in der Lausitz stellt die Region vor tiefgreifende gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen. Im Mittelpunkt dieser Dynamik steht eine neue Generation, deren eigenständige Rolle im Umbauprozess zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Jugend bringt nicht nur frische Ideen und Tatendrang mit, sondern prägt zugleich das Selbstverständnis und die Identität einer Region im Wandel. Dabei geht es nicht nur um das Überwinden von Herausforderungen, sondern auch um den Mut, Veränderungen aktiv zu gestalten und als Chance für die Zukunft zu begreifen.
Die neue Rolle der Jugend im Strukturwandel
Die Beteiligung junger Menschen am Transformationsprozess ist längst nicht mehr nur ein Nebenaspekt, sondern eine zentrale Triebfeder für Innovation und gesellschaftlichen Fortschritt. Sie prägen maßgeblich, wie strukturelle Umbrüche wahrgenommen und umgesetzt werden. Die Jugend ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und Lösungswege zu entwickeln, die nicht nur ökonomisch nachhaltig sind, sondern auch soziale und ökologische Kriterien integrieren. Dabei stehen sie vor vielfältigen Herausforderungen:
- Integration von neuen Bildungs- und Arbeitsmodellen, die den Wandel fördern
- Entwicklung partizipativer Strukturen zur Einbindung junger Stimmen
- Gestaltung einer zukunftsfähigen Infrastruktur, die jungen Menschen Perspektiven bietet
- Förderung von Unternehmergeist und Innovationskraft in einer sich neu orientierenden Region
- Umgang mit Identitätsfragen in einer Region, die zwischen Tradition und Neuorientierung steht
Diese Punkte verdeutlichen, wie komplex und vielschichtig die Rolle der Jugend ist – als Veränderungsakteur und als Teil einer Gesellschaft, die Wandel nicht nur akzeptiert, sondern aktiv gestaltet.
Regionale Identität und Mut zur Veränderung
Die Lausitz nutzt den Strukturwandel auch zur Neuausformung ihrer regionalen Identität. Dabei verbinden sich Tradition und Aufbruch, Heimatgefühl und Weltoffenheit. Die Fähigkeit, Altbewährtes mit neuen Zielen zu verknüpfen, ist entscheidend für die gesellschaftliche Akzeptanz der Veränderungen. Der Mut, alte Pfade zu verlassen und neue Wege zu gehen, prägt einen Sinn für gemeinschaftliches Handeln über Generationen hinweg.
Die enge Verknüpfung von Identität und Wandel manifestiert sich auch in der verstärkten Jugendpartizipation, die zeigt: Transformation gelingt nur durch aktives Mitwirken aller gesellschaftlichen Gruppen. Die Region kann so zum Vorbild werden – nicht nur für vergleichbare Standorte im Strukturwandel, sondern generell als Modell für nachhaltige, sozial integrative Zukunftsentwicklung.
Vor diesem Hintergrund eröffnet der Strukturwandel der Lausitz zahlreiche Chancen:
- Innovationskraft durch vielfältige, generationenübergreifende Netzwerke
- Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch gemeinsame Ziele
- Erprobung zukunftsweisender Konzepte für andere strukturschwache Regionen
- Förderung umweltbewusster Technologien und Lebensstile
- Ausbau partizipativer Formate, die junge Menschen in Entscheidungen einbinden
Die nachhaltige Transformation, getragen von einer engagierten Jugend, macht die Lausitz zu einem lebendigen Beispiel dafür, wie Regionen im Wandel nicht nur Herausforderungen meistern, sondern aktiv Zukunft gestalten können. Damit öffnet sich ein Blick auf das Potenzial innovativer Jugendbeteiligung als Grundlage für eine erfolgreiche, dauerhafte und gesellschaftlich akzeptierte Entwicklung.
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Zukunftsakademie Lausitz geht in die zweite Runde
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9 Antworten
Die Zukunftsakademie will junge Leute für energien informieren, aber wieso nur 5 Tage? Mehr Zeit wäre besser.
Interessant was die Zukunftsakademie macht, aber warum nur 50 Leute? Mehr sollten teilnehmen können.
Ja das stimmt, es gibt sicher viele junge Leute die da mehr wissen wollen. Muss mehr Plätze geben.
Vielleicht geht es darum, die richtige Leute zu finden. Aber ja, mehr wäre besser.
Ich wusste garnichts über diese Veranstaltung, aber hört sich gut an. Energiewende ist wichtig.
Frühr war Lausitz nur Kohle und jetzt sollen es erneurbare Energien sein? Klingt nach schwerer Weg.
Ich finde gut das man auch über Nachhaltigkeit redet. Das ist sehr wichtig für die Zukunft.
Ja, Nachhaltigkeit muss mehr im Vordegrund sein. Die Welt verändert sich schnell.
Genau, ohne Nachhaltigkeit haben wir keine gute Zukunft. Schulen sollten das auch mehr lehren.