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Jugendstudie Bremen 2025: Optimistische Schüler, neue Erwartungen an Arbeitsmarkt und Berufsorientierung in der Metall- und Elektroindustrie

Die NORDMETALL-Jugendstudie zeigt, dass Bremens Jugendliche optimistisch ins Berufsleben starten und vor allem gute Bezahlung, Spaß an der Arbeit sowie Sinnhaftigkeit erwarten, während Unternehmen vor allem Arbeitsmotivation und Teamfähigkeit nachfragen. Fast die Hälfte der Abiturientinnen und Abiturienten strebt eine Führungsposition an, ihre Interessen liegen vor allem in Projektmanagement, Forschung und Marketing, während Betriebe Fachkräfte für Reparatur- und Instandsetzungsaufgaben suchen. Da Praktika, Familie und Social Media die Berufsorientierung dominieren, empfiehlt die Studie, Eltern stärker in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.

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– Bremens Abiturienten sind optimistisch und streben Industriejobs sowie Führungsverantwortung an.
– Betriebe bewerten Deutsch und Mathematik deutlich wichtiger als die Jugendlichen in Bremen.
– 69 % fordern gute Bezahlung, unterschätzen M+E-Einstiegsverdienst um mehr als ein Drittel.

Optimismus und klare Erwartungen: Die NORDMETALL-Jugendstudie für Bremen und Bremerhaven

Die neue NORDMETALL-Jugendstudie gibt Einblick in die Haltung von rund 700 Jugendlichen aus Bremen und Bremerhaven kurz vor dem Abitur sowie in die Erwartungen von 44 Metall- und Elektroindustrieunternehmen. Eine klare Botschaft prägt die Ergebnisse: Bremens Jugend blickt optimistisch in die Zukunft und verbindet klassische Werte mit modernen Berufsambitionen. So legen 80 Prozent der Befragten großen Wert auf Sorgfalt und Zuverlässigkeit, 76 Prozent auf Disziplin und Pünktlichkeit, und 67 Prozent messen der Kommunikationsfähigkeit Bedeutung bei. Im Gegensatz dazu bewerten die Unternehmen Arbeitsmotivation (95 Prozent) und Teamfähigkeit (68 Prozent) als besonders wichtig – ein Hinweis auf unterschiedliche Perspektiven zwischen Jugendlichen und Arbeitgebern.

In der Einschätzung von Schulfächern zeigt sich ein erheblicher Gegensatz: Während Arbeitgeber Mathematik, Englisch und Deutsch für ihre Relevanz hervorheben (mit 86, 67 und 98 Prozent), messen lediglich 30, 36 beziehungsweise 22 Prozent der Jugendlichen diesen Fächern eine hohe Bedeutung zu. Dieses Missverhältnis unterstreicht das Potenzial, das Berufsorientierung und schulische Bildung noch stärker aufeinander auszurichten. Auffällig ist auch, dass fast die Hälfte der Abiturientinnen und Abiturienten (49 Prozent) eine Führungsposition anstrebt, wobei Jungen mit 55 Prozent gegenüber 43 Prozent bei den Mädchen etwas zuversichtlicher sind. Berufliche Interessen konzentrieren sich vor allem auf Projektmanagement (42 Prozent), Forschung und Entwicklung (39 Prozent) sowie Marketing und Verkauf (34 Prozent), während die Unternehmen vor allem Fachkräfte für Reparatur, Instandsetzung und Lagerarbeit suchen.

Die Wege zur Berufsorientierung verlaufen überwiegend über Praktika (85 Prozent), die Familie (53 Prozent) und zunehmend auch Social Media (44 Prozent). Nach dem Schulabschluss zeigen 40 Prozent der Jugendlichen Interesse an einem Hochschulstudium, 23 Prozent stehen einem dualen Studium offen gegenüber, und 20 Prozent können sich eine Selbständigkeit oder ein Auslandsjahr vorstellen. Die Studie betont die Rolle der Eltern als wichtigen Kompass im Berufsorientierungsprozess: „Eltern sind ein wichtiger Kompass für ihre Kinder. Daher sollten sie möglichst aktiv in den Berufsorientierungsprozess eingebunden werden.“

Prof. Dr. Stefan Wiedmann, Präsident der NORDAKADEMIE, fasst die Ergebnisse so zusammen: „Die Wirtschaft in Bremen trifft aktuell auf eine Nachwuchsgeneration, die dem Arbeitsleben mit großem Gestaltungswillen und hoher Zukunftsorientierung begegnet.“ Die Studie verdeutlicht, dass Jugendliche einerseits klassische Arbeitswerte schätzen und andererseits moderne Karriereoptionen mit Führungsverantwortung und akademischen Abschlüssen verbinden. Damit liefern die Ergebnisse wichtige Impulse für Unternehmen, Schulen und Politik, um die Fachkräfteentwicklung in Bremen und Bremerhaven zukunftsfähig zu gestalten.

Was Bremens Jugend von morgen bewegt – und was das für alle bedeutet

Die aktuelle NORDMETALL-Jugendstudie für Bremen zeigt eindrucksvoll, wie junge Menschen in der Region ihre berufliche Zukunft sehen – und wie diese Erwartungen mit den Anforderungen der Wirtschaft zusammenpassen. Die Ergebnisse spiegeln einen tiefgreifenden Wandel in Arbeitswelt, Bildung und digitaler Vernetzung wider und geben wertvolle Einblicke für Politik, Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

Arbeitsmarkt & Ausbildung im Wandel

Die Studie macht deutlich, dass Jugendliche klassische Werte wie Sorgfalt, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit schätzen, während Betriebe vor allem auf Arbeitsmotivation und Teamfähigkeit setzen. Hier zeigt sich eine erste Schnittmenge, aber auch eine Diskrepanz in der Gewichtung wichtiger Eigenschaften. Noch deutlicher ist der Unterschied bei der Bewertung von Schulfächern: Jugendliche interessieren sich vergleichsweise wenig für Fächer wie Mathematik, Physik oder Informatik, während Arbeitgeber gerade diese als entscheidend für die berufliche Praxis erachten. Besonders auffällig ist die Kluft beim Fach Deutsch, das von Unternehmen als wesentlich eingestuft wird, von Jugendlichen jedoch weniger geschätzt wird. Diese Differenzen spiegeln die Herausforderungen der Berufsorientierung wider, die häufig durch unterschiedliche Perspektiven von Bildungs- und Arbeitswelt geprägt sind.

Die Betriebe in Bremen suchen verstärkt Fachkräfte für eher handwerkliche oder logistisch orientierte Tätigkeiten wie Reparatur, Instandsetzung oder Lagerarbeit, während Jugendliche stärker zu kreativen und analytischen Bereichen wie Projektmanagement oder Forschung und Entwicklung tendieren. Dabei liegt das Interesse der jungen Menschen an Führungspositionen mit 49 Prozent relativ hoch – ein wichtiges Signal für den Wunsch nach Verantwortung und beruflichem Aufstieg.

Die Bedeutung von Mobilität am Arbeitsplatz und flexiblen Arbeitszeiten wird ebenfalls sichtbar. Jungen Mitarbeitern ist eine Vollzeitanstellung wichtiger, während junge Frauen häufiger Teilzeitoptionen schätzen. Mobile Arbeit und die Möglichkeit, Überstunden zu leisten, sind für viele Ausbildungswillige akzeptabel, was Unternehmen Chancen bietet, Arbeitsmodelle an die Bedürfnisse der Jugend anzupassen.

Neue Chancen durch Digitalisierung und duales Studium

Der Einfluss der Digitalisierung prägt die Berufsorientierung nicht nur inhaltlich, sondern auch methodisch. Schulpraktika, familiäre Beratung und Social Media sind zentrale Orientierungsquellen für Jugendliche, die damit digitale und persönliche Erfahrungswelten verbinden. Die Verankerung digitaler Kompetenzen in der schulischen Ausbildung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Studie, das Schulfach Informatik stärker zu verankern, um dem steigenden Bedarf in der Metall- und Elektroindustrie gerecht zu werden.

Ein weiteres zukunftsträchtiges Angebot ist das duale Studium, das in Bremen und Bremerhaven auf große Nachfrage stößt: 23 Prozent der Jugendlichen bevorzugen diese Studienform, wobei weitere 50 Prozent unentschlossen sind. Das duale Studium verbindet akademische Qualifikation mit praktischer Erfahrung und kann somit eine Brücke schlagen zwischen den akademischen Ansprüchen der jungen Generation und den konkreten Bedarfen der regionalen Wirtschaft.

Die attraktive Bezahlung und Entwicklungsmöglichkeiten in der Metall- und Elektroindustrie übersteigen die Erwartungen vieler Jugendlicher deutlich. Dies kann helfen, den Fachkräftemangel in Schlüsselbereichen abzuschwächen und junge Talente für industriellen Berufseinstieg und Karriere zu gewinnen.

Zentrale Trends und Herausforderungen

  • Unterschiedliche Wertschätzung von Schulfächern zwischen Jugendlichen und Betrieben, insbesondere bei Deutsch, Mathematik und Informatik
  • Hohe Bedeutung klassischer Arbeitswerte trifft auf wachsende Anforderungen an digitale Kompetenzen
  • Jugendliches Interesse an Führungsverantwortung bei gleichzeitigem Bedarf an Praxisorientierung und realistischen Berufsperspektiven
  • Starker Einfluss von Praktika, Familie und Social Media auf die Berufsorientierung
  • Große Chance im Ausbau dualer Studienangebote als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis
  • Notwendigkeit flexibler Arbeitsmodelle für unterschiedlich geprägte Erwartungen an Arbeitszeitgestaltung

Für Bremen eröffnet sich damit eine komplexe, aber vielversprechende Situation: Die Jugend bringt Motivation und Gestaltungswille mit, gleichzeitig gilt es, Bildungsinhalte und Praxisangebote so zu gestalten, dass sie den Anforderungen eines modernen Arbeitsmarktes gerecht werden. Schüler, Eltern, Schulen, Unternehmen und Politik stehen gemeinsam vor der Aufgabe, Berufsorientierung transparenter und passgenauer zu machen sowie die digitale und fachliche Qualifikation konsequent zu fördern.

Vor diesem Hintergrund stellt die NORDMETALL-Jugendstudie nicht nur ein Stimmungsbild dar, sondern bietet eine Grundlage, auf der Bildungspolitik und Wirtschaftspolitik zukunftsfähig agieren können – um den Nachwuchs von heute optimal auf die Herausforderungen und Chancen von morgen vorzubereiten.

Die Daten und Aussagen in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung des NORDMETALL Verbandes der Metall- und Elektroindustrie e.V.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag und die verwendeten Bilder können ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet worden sein.
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