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Baden-Württembergische Sportjugend fordert starke Jugendpolitik, mehr Sportförderung und Ausbau des Freiwilligendienstes zur Landtagswahl 2026

Die Baden-Württembergische Sportjugend (BWSJ), die 1,78 Mio. Jugendliche bis 26 Jahre vertritt, hat anlässlich der Landtagswahl 2026 zentrale jugend- und sportpolitische Forderungen an die Politik gerichtet. Sie verlangt eine moderne, sozial integrierte Sportinfrastruktur, gezielte Gesundheitsförderung zur Barrierefreiheit, wirksame Schutzkonzepte gegen Gewalt, stärkere Anerkennung ehrenamtlicher Leistungen und verbesserte Freiwilligendienste an der Schnittstelle von Sport und Schule. Laut BWSJ ist eine starke Kinder- und Jugendpolitik im Sport keine reine Sportförderung, sondern eine Investition in die Zukunft der gesamten Gesellschaft.
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– BWSJ vertritt 1,78 Millionen junge Menschen und formuliert fünf zentrale Sport- und Jugendforderungen. – Forderungen umfassen moderne Sportinfrastruktur, Gesundheitsförderung, Kinderschutz, Ehrenamtsanerkennung und faire Freiwilligendienste. – Ziel: Langfristige Förderung für Teilhabe, demokratische Bildung und soziales Engagement Jugendlicher sichern.

Baden-Württembergische Sportjugend fordert starken Fokus auf Sport und Jugendpolitik zur Landtagswahl 2026

Die Baden-Württembergische Sportjugend (BWSJ) hat ihre zentralen Forderungen für die Landtagswahl 2026 vorgelegt und richtet damit den Blick auf eine Gesellschaft, die junge Menschen aktiv fördern will. Als größte Jugendorganisation des Landes vertritt die BWSJ 1,78 Millionen Jugendliche und Heranwachsende bis 26 Jahre und setzt sich dafür ein, dass Sport und Jugendarbeit in der Politik eine stärkere Rolle spielen. Dabei betont sie: „Eine starke Kinder- und Jugendpolitik im Sport ist keine bloße Investition in die Zukunft des Sports, sondern eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft insgesamt.“

Für junge Menschen sind vor allem Räume wichtig, in denen sie Bewegung, Begegnung und eigene Erfahrungen machen können. Die BWSJ fordert deshalb eine moderne Sportinfrastruktur, die soziale Treffpunkte integriert und eine Verbindung zwischen Sportvereinen und offener Jugendarbeit schafft. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für Teilhabe und Engagement aller Jugendlichen.

Gesundheit und soziale Gerechtigkeit stehen ebenfalls im Mittelpunkt. Bewegung fördere die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen wesentlich. Daher fordert die Sportjugend gezielte Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und den Abbau sozialer Barrieren, damit Sportangebote für alle zugänglich sind – ungeachtet von sozialer oder finanzieller Lage.

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft den Schutz junger Menschen. Da Sportvereine vermehrt Unterstützung bei Schutzkonzepten brauchen, heißt es in den Forderungen: „Daher fordert die BWSJ die Fortführung der Maßnahmen im Rahmen des Masterplan Kinderschutz und eine langfristige Unterstützung für Verbände und Vereine in der Prävention von interpersonaler Gewalt.“ Dies unterstreicht, wie wichtig Sicherheit und Prävention im jugendlichen Umfeld sind.

Das ehrenamtliche Engagement in Vereinen will die BWSJ aufwerten. Ehrenamt müsse mehr Anerkennung bekommen – etwa durch die Ehrenamtskarte, freie Mobilität und unkomplizierten Zugang zu Leistungen. Schließlich spricht sie sich für Freiwilligendienste als wichtige Säule der Gesellschaft aus und fordert, diese besser zu finanzieren und auszubauen, besonders an der Schnittstelle zwischen Sport und Schule. „Freiwilligendienste stärken unsere Gesellschaft,“ so eines der klaren Statements.

Mit ihren Forderungen appelliert die BWSJ an die Politik, Kinder- und Jugendarbeit in Baden-Württemberg nachhaltig zu fördern und so die Basis für gesellschaftliche Teilhabe, gesunde Entwicklung und demokratische Bildung zu stärken.

Warum Sport und Jugendpolitik heute an Gewicht gewinnen

Sport und Jugendpolitik stehen aktuell vor erheblichen gesellschaftlichen Herausforderungen und zugleich bieten sie vielfältige Chancen, die über die konkrete Förderung von Vereinen hinausreichen. Die Forderungen der Baden-Württembergischen Sportjugend spiegeln diesen Wandel wider und führen zentrale Debatten zusammen: Von der gesellschaftlichen Teilhabe junger Menschen über die Bedeutung des Ehrenamts bis hin zu präventiven Maßnahmen gegen Gewalt. Damit bekommt die Kombination aus Sport und Jugendpolitik eine neue politische Dringlichkeit als Motor für ein gesundes, solidarisches und engagiertes Aufwachsen.

Auch interessant:Jugendpolitischer Abend 2025: Baden-Württembergische Sportjugend stellt 5 Forderungen für 1,8 Millionen junge Menschen vor Landtagswahl 2026

Neue Herausforderungen für Jugendvereine

Sportvereine spielen eine doppelte Rolle: Sie sind Orte der Bewegung und der Begegnung, zugleich treiben sie die persönliche und soziale Entwicklung junger Menschen voran. Doch die Rahmenbedingungen verändern sich: Der demografische Wandel, soziale Ungleichheiten und komplexere Anforderungen an Schutzkonzepte setzen Vereine unter Druck. Dazu kommen neue gesellschaftliche Bedingungen wie Digitalisierung, veränderte Freizeitgewohnheiten und infolge der Pandemie verstärkte soziale Isolation.

Die Jugendarbeit im Sport muss deshalb heute vieles gleichzeitig leisten:

  • Soziale Teilhabe sichern: Besonders Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Gruppen brauchen niedrigschwellige und barrierefreie Angebote.
  • Qualifikation von Haupt- und Ehrenamtlichen stärken, um den gestiegenen pädagogischen und schutzrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden.
  • Prävention und Kinderschutz verstärken, um die Sicherheit innerhalb der Gemeinschaften zu gewährleisten.
  • Engagement unterstützen, weil das Ehrenamt im Sport eine unverzichtbare Säule für die Jugendförderung darstellt, die Anerkennung und Entlastung verdient.

Diese Aspekte verdeutlichen, dass Sportvereine heute mehr sind als reine Bewegungsanbieter – sie sind ein soziales Netzwerk mit hoher Verantwortung für die Gesellschaft.

Ausblick: Wie reagieren Politik und Gesellschaft?

Die großen Herausforderungen für Sport und Jugendpolitik bieten zugleich Chancen für nachhaltige Verbesserungen. Damit die organisierten Sportstrukturen ihren gesellschaftlichen Auftrag erfüllen können, braucht es entschlossene politische Rahmenbedingungen. Die Baden-Württembergische Sportjugend betont, dass es sich bei der Förderung von Kinder- und Jugendsport “nicht nur um eine Investition in die Zukunft des Sports” handelt, sondern um “eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft insgesamt.”

Politik und Gesellschaft sind gefordert, die Bedingungen für Sportvereine und Ehrenamtliche nicht nur zu stabilisieren, sondern dynamisch weiterzuentwickeln. Dazu gehören:

  • Ausbau moderner Sportinfrastrukturen, die soziale und offene Jugendarbeit verknüpfen
  • Maßnahmen zur Gesundheitsförderung sowie der Abbau sozialer Barrieren
  • Kontinuierliche Unterstützung bei Kinderschutz und Gewaltprävention
  • Umfassende Anerkennung und Förderung des ehrenamtlichen Engagements, einschließlich finanzieller und organisatorischer Anreize

Entscheidend ist zudem, jungen Menschen mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten zu eröffnen und Beteiligungsformate auszubauen, damit sie selbst zu aktiven Gestaltern ihrer Lebenswelt werden. Nur so lässt sich das Ziel erreichen, dass Sportvereine als verlässliche Partner für gesellschaftliche Teilhabe, demokratische Bildung und Prävention wahrgenommen werden.

Mit Blick auf die Landtagswahlen 2026 steht die Frage im Raum, wie politische Entscheidungsträger auf diese Forderungen reagieren und welche langfristigen Perspektiven sich daraus ergeben. Die gesellschaftliche Bedeutung von Sport und Jugendpolitik ist unbestritten – die konkrete Umsetzung wird die Weichen für das Aufwachsen der nächsten Generation stellen.

Die hier veröffentlichten Inhalte basieren auf einer Pressemitteilung des Landessportverbands Baden-Württemberg e. V.

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