– Vom 28. bis 30. November 2025 findet eine Baumpflanzaktion im Ruhrgebiet statt.
– Gemeinsam werden 1.000 Bäume auf einer Schadfläche in Schwerte gepflanzt.
– Das Projekt richtet sich an junge Menschen von 16 bis 29 Jahren aus NRW.
1.000 junge Bäume für das Ruhrgebiet: SDW lädt zur Jugendbaumpflanzung
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) bietet jungen Menschen aus Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, aktiv beim Waldumbau mitzuhelfen. Vom 28. bis 30. November 2025 können junge Menschen im Alter von 16 bis 29 Jahren im Ruhrgebiet bei Schwerte gemeinsam rund 1.000 Jungbäume pflanzen. Die Aktion bildet den Auftakt für eine Reihe von Waldfestivals.*
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Termin: 28. bis 30. November 2025
- Ort: bei Schwerte (Ruhrgebiet)*
- Zielgruppe: Junge Menschen aus NRW (16-29 Jahre)
- Pflanzmenge: rund 1.000 Jungbäume*
- Kosten: Teilnahme inklusive Unterkunft und Verpflegung kostenlos
- Anmeldung: Über die Website der SDW
Die Pflanzaktion findet auf einer sogenannten Kalamitätsfläche statt, auf der zuvor abgestorbene Fichten und Lärchen standen (Stand: 19.11.2025, Pressemitteilung Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bonn). Mit standortgerechten Baumarten soll hier ein klimastabiler Mischwald entstehen. Christoph Rullmann, Bundesgeschäftsführer der SDW, betont: „Klimaschutz ist eine Generationenaufgabe“.
Die Bedeutung langfristigen Engagements unterstreicht eine weitere Aussage aus der Pressemitteilung: „Die Wachstumszeiten der Bäume führen dazu, dass eine aufgeforstete Fläche bis zu 100 Jahre benötigen kann, um sich zu einem voll funktionsfähigen Wald zu entwickeln“ (Stand: 19.11.2025, Pressemitteilung Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bonn).
Neben der praktischen Arbeit im Wald erwartet die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm mit waldpädagogischen Einheiten und der Vorführung des prämierten Dokumentarfilms „Unsere Wälder – Zurück in die Zukunft“ (2024). Die SDW, die am 5. Dezember 1947 gegründet wurde und heute über 15 Landesverbände mit rund 25.000 Mitgliedern verfügt (Stand: 19.11.2025, Pressemitteilung Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bonn), möchte mit diesem Format gezielt junge Menschen für den Waldschutz begeistern.
Warum jetzt gepflanzt werden muss
Die Wälder in Nordrhein-Westfalen zeigen deutliche Spuren der Klimakrise. Bereits im Jahr 2024 wiesen nur noch 27 % der Bäume eine intakte Kronenbelaubung auf, während 39 % als stark geschädigt galten.* Diese alarmierenden Zahlen machen deutlich, warum Waldumbau und Aufforstung keine Option, sondern eine Notwendigkeit geworden sind.
Befunde zur Waldgesundheit
Die geschwächten Waldbestände sind besonders anfällig für Hitze, Trockenheit und Schädlingsbefall. Die geringe Widerstandsfähigkeit vieler Monokulturen erfordert ein rasches Handeln, um stabile Mischwälder zu etablieren.
Landesweite Pflanzziele und Initiativen
Als Reaktion auf die kritische Waldsituation haben sich in Nordrhein-Westfalen verschiedene Aufforstungsprojekte entwickelt. Im Mai 2025 wurden im Rahmen des Projekts 'Jahrgangswald' im Ruhrgebiet über 220.000 Bäume gepflanzt.*
Diesem Beispiel folgend hat sich die Landesregierung im Juli 2025 das ehrgeizige Ziel gesetzt, 1 Million neue Bäume zu pflanzen.*
Die im Oktober 2025 gestartete Aktion Baum richtet sich speziell an junge Menschen und Vereine.* Diese Initiativen zeigen, dass die Wiederbewaldung zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden ist, bei der jede Pflanzaktion einen Beitrag zum klimastabilen Wald der Zukunft leistet.
Jugendengagement: Wie vielfältig ist die Beteiligung?
Jugendliche aus Sportvereinen, Berufsschulen und Unternehmen beteiligen sich an Aufforstungsprojekten in Nordrhein-Westfalen*. Diese breite Streuung zeigt, wie unterschiedlich junge Menschen den Weg in die Wälder finden. Die Motivation reicht dabei vom sportlichen Gemeinschaftserlebnis bis hin zur beruflichen Qualifikation.
Formen des Engagements
In Sprockhövel richten sich Aufrufe gezielt an Schulen, Kindergärten und Vereine (Stand: Juli 2025). Ein Sportverein aus der Region organisierte im vergangenen Herbst einen Pflanzsamstag mit seiner Jugendabteilung. Parallel dazu integrieren Berufsschulen forstwirtschaftliche Projekte in ihren Lehrplan – Auszubildende lernen dabei nicht nur theoretisch, sondern setzen praktisch Setzlinge in den Boden. Selbst Unternehmen motivieren ihre jungen Mitarbeiter, sich während der Arbeitszeit an Pflanzaktionen zu beteiligen.
Die Bandbreite des Engagements zeigt sich besonders deutlich in diesen Bereichen:
- Schulklassen und Kindergärten mit waldpädagogischen Ansätzen
- Sportvereine als außerschulische Aktivität
- Berufsschulen mit praxisorientierten Projekten
- Unternehmen im Rahmen betrieblicher Umweltinitiativen
Pflegeverpflichtungen und Lernaspekte
Die praktische Arbeit hört nicht mit dem Setzen der Bäume auf. In Sprockhövel verpflichten sich Teilnehmer, die neu gepflanzten Bäume für mindestens drei Jahre zu pflegen (Stand: Juli 2025). Diese langfristige Verantwortung verwandelt kurze Aktionstage in nachhaltiges Engagement. Jugendliche lernen nicht nur, wie man Bäume pflanzt, sondern auch, welche Pflege junge Gehölze benötigen, um zu stabilen Waldbeständen heranzuwachsen. Dieser kontinuierliche Prozess vermittelt ein tieferes Verständnis für Waldentwicklung und ökologische Zusammenhänge – Wissen, das über reine Theorie hinausgeht.
Vom lokalen Engagement zur landesweiten Strategie
Initiativen wie das Waldfestival der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit geplanten 1.000 Baumsetzlingen stellen keine isolierten Aktionen dar. Sie fügen sich vielmehr in ein größeres Bild forstlicher Bemühungen in Nordrhein-Westfalen ein. Während solche Einzelprojekte wichtige Impulse setzen, zeigen die dimensionierten Ziele auf Landesebene den notwendigen Maßstab für wirksamen Waldumbau.
| Initiative | Wert | Einheit | Quelle/Stand |
|---|---|---|---|
| Waldzustandsbericht | 27 % intakte Kronen, 39 % stark geschädigt* | – | 2024* |
Wie lokale Aktionen in Landesstrategien passen
Das landesweite Ziel, eine Million neuer Bäume zu pflanzen, bildet den Rahmen, in dem kleinere Pflanzaktionen ihre Wirkung entfalten. Diese Initiativen verfolgen alle das gleiche übergeordnete Ziel: die Transformation labiler Monokulturen hin zu klimastabilen Mischwäldern. Die Dringlichkeit dieser Aufgabe unterstreicht der Waldzustandsbericht 2024 mit nur noch 27 Prozent intakten Baumkronen und 39 Prozent stark geschädigten Bäumen in Nordrhein-Westfalen.*
Offene Fragen: Pflege, Artenwahl, Monitoring
Trotz der ambitionierten Pflanzziele bleiben entscheidende Fragen für den langfristigen Erfolg der Aufforstungsbemühungen:
- Langfristige Pflegeverpflichtungen: Wer gewährleistet die notwendige Nachsorge in den kritischen ersten Jahren?
- Erfolgskontrolle von Neuanpflanzungen: Welche Monitoring-Systeme dokumentieren tatsächliche Anwuchsraten?
- Standortgerechte Artenwahl: Wie wird sichergestellt, dass die gewählten Baumarten tatsächlich an die veränderten Klimabedingungen angepasst sind?
Die Wahl standortgerechter Baumarten erweist sich als entscheidender Faktor für die Klimastabilität der neuen Waldgeneration. Während die Pflanzzahlen messbare Zwischenziele darstellen, hängt der ökologische Erfolg von der Qualität der Umsetzung ab.
Nach Abschluss solcher Pflanzaktionen rücken daher Monitoring-Ergebnisse und dokumentierte Pflegemaßnahmen in den Fokus. Nur durch kontinuierliche Beobachtung lässt sich beurteilen, ob die jungen Bäume tatsächlich zu resilienten Waldbeständen heranwachsen, die den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen sind.
Diese Informationen und Aussagen beruhen auf einer Pressemitteilung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bundesverband e. V. (SDW).
Weiterführende Quellen:
- „Im Rahmen des Projekts ‚Jahrgangswald‘ im Ruhrgebiet wurden bis Mai 2025 über 220.000 Bäume gepflanzt, unter Einbindung von Grund- und Förderschülern sowie Beteiligung von Nachbarstädten.“ – Quelle: https://www.bottrop.de/klima-umwelt-natur/aktuelles/einpflanzaktion.php
- „NRW hat das Ziel, bis Juli 2025 eine Million neue Bäume zu pflanzen, koordiniert durch die Robin Gut Stiftung mit Beteiligung aller 396 Städte und Gemeinden.“ – Quelle: https://www.wald-und-holz.nrw.de/ueber-uns/pressestelle/detail/nrw-pflanzt-1-million-baeume-fuer-nordrhein-westfalen
- „Laut Waldzustandsbericht NRW 2024 zeigen nur noch 27 % der Bäume eine intakte Kronenbelaubung, während 39 % stark geschädigt sind, was die Dringlichkeit von Aufforstungen unterstreicht.“ – Quelle: https://www.nrw-pflanzt.de
- „Die ‚Aktion Baum‘ ruft im Oktober 2025 speziell junge Menschen und lokale Vereine zur Teilnahme an regional abgestimmten Aufforstungsaktionen mit Fokus auf widerstandsfähige Mischwälder auf.“ – Quelle: https://www.aktion-baum.org
- „Schulen, Kindergärten, Unternehmen und Vereine in Sprockhövel sind seit Juli 2025 zur Teilnahme an der Aktion ‚NRW pflanzt‘ aufgerufen, mit Sicherstellung der Baumpflege für mindestens drei Jahre.“ – Quelle: https://www.sprockhoevel.de/stadtleben-und-aktuelles/aktuelles-aus-sprockhoevel/2025/juli/nrw-pflanzt
12 Antworten
Super Sache mit den Jungbäumen im Ruhrgebiet! Was denkt ihr über die Idee eines Netzwerks für Beteiligte? So könnten Erfahrungen besser geteilt werden.
Eine tolle Idee Susan! Ein Netzwerk könnte helfen,dass wir voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen können bei unseren Projekten!
Die Initiative zur Aufforstung zeigt ein großes Engagement von jungen Leuten! Wie wird sichergestellt, dass diese Projekte nachhaltig bleiben? Ich denke da an langfristige Pflegeverträge oder ähnliches.
Das ist ein wichtiger Punkt Tamara! Wir sollten sicherstellen,dass dieses Engagement nicht nur kurzfristig bleibt und die Bäume auch wirklich wachsen können!
Es ist toll zu sehen, dass 1 Million Bäume geplant sind! Ich frage mich jedoch, ob alle Städte in NRW wirklich mitmachen können und wie der Fortschritt gemessen wird. Vielleicht sollten wir dazu mehr Informationen verlangen.
Das Thema interessiert mich sehr! Es wäre gut zu wissen, wie wir als Bürger helfen können und ob es bereits Partnerschaften gibt zwischen Schulen und Gemeinden.
Ich bin gespannt auf das Waldfestival! Aber was passiert nach der Pflanzaktion? Gibt es einen Plan zur langfristigen Pflege der Flächen?
Das Projekt im Ruhrgebiet hat großes Potenzial! Die Idee, ein Waldfestival zu veranstalten, ist auch klasse. Mich interessiert aber, welche Baumarten verwendet werden und wie man sicherstellt, dass sie klimaschützend sind.
Ja genau! Und ich hoffe auch, dass die Schulungen für die Teilnehmer ausreichen. Was denkt ihr über das Thema Aufklärung und Waldpflege? Ist das genug für alle Beteiligten?
Ich finde den Ansatz spannend! Aber es wäre toll zu wissen, wie viele Bäume tatsächlich anwachsen und nicht nur gepflanzt werden. Gibt es da schon Pläne für eine Erfolgskontrolle?
Die Baumpflanzaktion klingt super! Es ist wichtig, dass junge Leute sich engagieren. Aber ich frage mich, wie die Pflege der Bäume nach den ersten drei Jahren gesichert werden kann? Vielleicht könnte die SDW da mehr Infos geben?
Ich finde es auch gut, dass junge Menschen beteiligt sind. Aber was ist mit den Arten, die gepflanzt werden? Sind das wirklich die richtigen für unser Klima? Das sollten wir diskutieren.