Münster Jugendliche räumen bei Jugend forscht ab: VDE Sonderpreis 2023 geht an Nachwuchswissenschaftler

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Digitale Lösungen sind der Schlüssel zur Effizienz und zum Ressourcenschutz in Schulen, Behörden und Unternehmen. Das haben Ben Mattes Krusekamp und Linda Gemeinhardt vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster erkannt und eine Anwendung entwickelt, die ausgedruckte Aushänge, Vertretungspläne und Co. ersetzt. Die beiden 18-Jährigen haben für ihre digitale Informationsanwendung, genannt helper:Paper, den VDE Sonderpreis bei Jugend forscht 2023 gewonnen. Der Preis zeichnet technische Lösungen aus, die innovativ sind und einen starken Praxisbezug haben.

Das helper:Paper besteht aus einem stromsparenden ePaper-Display, das anstelle eines Türschilds aufgehängt wird, und einer App, die die anzuzeigenden Informationen zentral abruft und einspeist. Die ausgewählten Informationen werden vollautomatisch an die ePaper-Displays ausgespielt. Die Darstellung erfolgt mittels verschiedener Widgets, die als Baukastensystem zur Verfügung stehen. Das System schont Ressourcen und spart Zeit und Wege. Eine empirische Studie mit 211 Schüler*innen hat gezeigt, dass eine digitale Lösung zur Informationsvermittlung die Arbeitsqualität erhöht.

Das helper:Paper lässt sich nicht nur in Schulen, sondern auch in Behörden, öffentlichen Einrichtungen oder Unternehmen nutzen. Eine zweite Studie in einem Unternehmen sowie verschiedene Weiterentwicklungen sind geplant. Ben und Linda haben eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt, die zeigt, dass sich die Investitionskosten in ihr System schnell amortisieren. Das helper:Paper verbraucht nur 2,57 Watt, während die an ihrer Schule genutzten TV-Monitore 169 Watt verbrauchen. Die Investitionskosten amortisieren sich nach 2,3 Jahren.

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Ben hatte bereits 2021 bei INVENT a CHIP teilgenommen und war unter den besten zehn. Er konnte seine Wettbewerbserfahrung einbringen und betont, dass Technik im Alltag etwas bringen muss, sonst kann man sich die Mühe sparen. Linda hatte eigentlich vor, nach dem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr im OP zu machen. Doch die Arbeit für Jugend forscht und die Teilnahme an der SMIMS-NRW-Schülerakademie in Münster (Schwerpunkte Mathematik und Informatik) haben ihr so viel Spaß gemacht, dass sie nun vielleicht doch gleich mit dem Studium beginnen wird. Sie möchte molekulare und technische Medizin studieren, einen interdisziplinären Studiengang, den es nicht überall gibt.

Der VDE, eine der größten Technologie-Organisationen Europas, steht seit mehr als 130 Jahren für Innovation und technologischen Fortschritt. Als einzige Organisation weltweit vereint der VDE dabei Wissenschaft, Standardisierung, Prüfung, Zertifizierung und Anwendungsberatung unter einem Dach. Das VDE Zeichen gilt seit mehr als 100 Jahren als Synonym für höchste Sicherheitsstandards und Verbraucherschutz. Wir setzen uns ein für die Forschungs- und Nachwuchsförderung und für das lebenslange Lernen mit Weiterbildungsangeboten „on the job“. Mehr Informationen unter www.vde.com.

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Quelle: VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

12 Antworten

    1. Was ist denn dein Problem? Nur weil sie Jugendliche sind, heißt das nicht, dass sie es nicht verdient haben. Offensichtlich haben sie etwas Besonderes geleistet, um zu gewinnen. Anstatt sie herabzusetzen, solltest du lieber ihre Leistung anerkennen.

    1. Da muss ich dir widersprechen. Jugend forscht ist eine großartige Möglichkeit für junge Menschen, ihre Fähigkeiten in der Wissenschaft zu zeigen und praktische Erfahrungen zu sammeln. Es ist wichtig, den Praxisbezug zu suchen, aber das bedeutet nicht, dass Jugend forscht überbewertet ist.

  1. Ich finde es total überbewertet, dass Jugendliche bei Jugend forscht abräumen. Was ist mit den Erwachsenen?

    1. Also ich finde es echt schade, dass du so herablassend über Jugend forscht denkst. Die Teilnehmer lernen dabei wichtige Fähigkeiten wie Problemlösung und Teamarbeit. Vielleicht solltest du dir mal genauer ansehen, was diese Kids erreichen, bevor du sie so abwertest.

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