Johanniter evakuieren Mitarbeitende aufgrund massiver Kämpfe in DR Kongo

Kämpfe in der DR Kongo: Johanniter evakuieren internationales Personal aus Goma

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Bremen (VBR). Johanniter Unfall Hilfe evakuiert internationales Personal aufgrund des Krieges in der DR Kongo

Berlin / Goma (ots) – Aufgrund der andauernden Kämpfe zwischen der kongolesischen Armee und der Rebellengruppe M23 entschieden sich die Johanniter, ihr internationales Personal aus der Provinzhauptstadt Goma in Nord-Kivu zu evakuieren. Die Mitarbeiter befinden sich derzeit auf dem Landweg über Ruanda nach Bukavu, rund acht Stunden Autofahrt von Goma entfernt. Die Entscheidung wurde getroffen, da Experten befürchten, dass die Stadt Sake, die sich 24 Kilometer vor Goma befindet, bald eingenommen wird und somit kein Zugang von Goma zu den Projektregionen Masisi und Nyirangongo möglich sein wird. Zusätzlich ist unklar, wie lange die Grenze zu Ruanda noch offen bleibt. Die Evakuierung stellt jedoch eine große Sorge um die Zivilbevölkerung dar.

Die Johanniter sind seit 28 Jahren im Kongo aktiv und führen Projekte zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in der Provinz Nord-Kivu durch. Aufgrund der anhaltenden Kämpfe mussten sie viele ihrer Projektaktivitäten einstellen. Stattdessen unterstützten sie die medizinische Versorgung der Vertriebenen in den Lagern rund um Goma. Die Hilfe der Johanniter ist besonders wichtig, da zahlreiche Patienten mit schweren Verletzungen, verursacht durch Gewehrschüsse und Bomben, in den Camps in Bulengo und Rusayo eintreffen. Viele der Ankommenden wissen nicht, wo ihre Verwandten sind, da die Menschen ständig auf der Flucht sind.

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Aktuell haben die Johanniter vier internationale Mitarbeiter und 59 lokale Mitarbeiter im Kongo. Während zwei der internationalen Mitarbeiter nach Bukavu evakuiert wurden, befinden sich die anderen beiden im Home Office in ihren Heimatländern. Die Entscheidung, ob sie in Bukavu bleiben, nach Kinshasa oder außerhalb des Landes gehen müssen, wird in den kommenden Tagen getroffen. Alle nationalen Mitarbeiter wurden zurück nach Goma beordert, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Trotz der Evakuierung setzen die Johanniter ihre Unterstützung für die Bevölkerung fort. Die Aktivitäten in den Camps in Bulengo und Rusayo werden fortgesetzt, um den Menschen Zugang zur medizinischen Grundversorgung und sanitären Einrichtungen zu ermöglichen. Die Johanniter gehen davon aus, dass der Bedarf in diesen Gebieten weiter steigen wird, insbesondere aufgrund der Kämpfe um die Stadt Sake, die zu Massenvertreibungen führen.

Die aktuellen Zusammenstöße zwischen den Regierungstruppen und der M23 haben bereits zu einer zusätzlichen Vertreibung von über einer Million Menschen geführt. In den letzten Wochen wurden heftige Angriffe mit schwerer Artillerie und Mörsern auf zivile Siedlungen, Vertriebenenlager und dicht besiedelte Gebiete in den Außenbezirken von Goma gemeldet.

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Die Evakuierung des Personals war eine notwendige Maßnahme, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Dennoch setzen die Johanniter ihre Bemühungen fort, ihre Partner bei der Versorgung der Ankommenden zu unterstützen. Gemeinsam mit anderen Akteuren werden sie ihre Programme weiter ausbauen, um die betroffene Bevölkerung bestmöglich zu versorgen.

Pressekontakt:
Sandra Lorenz, Fachbereichsleiterin Kommunikation Johanniter-Auslandshilfe
Tel.: 0172 / 563 87 40, medien@johanniter.de
www.johanniter-auslandshilfe.de

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