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Stimmungsaufhellung in der Beratungsbranche trotz Herausforderungen: Geschäftsklimaindex steigt im zweiten Quartal 2025
Die deutsche Consultingwirtschaft fasst neuen Mut. Im zweiten Quartal 2025 ist der vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) veröffentlichte Geschäftsklimaindex auf 89,8 Punkte geklettert. Damit verzeichnet der Index ein Plus von 2,2 Punkten gegenüber dem Jahresbeginn und nähert sich dem Niveau aus dem Vorjahr. „Die Ergebnisse stellen den zweiten Lichtblick in Folge dar und zeigen, dass die Mehrheit der Beratungsunternehmen bezüglich eines Aufschwungs in der zweiten Jahreshälfte optimistisch bleibt“, betont BDU-Präsidentin Iris Grewe (Zitat-Quelle: Pressemitteilung).
Doch das Bild ist differenziert. Zwar schätzen 69 Prozent der 313 befragten Beratungshäuser ihre aktuelle Lage als mindestens planmäßig oder besser ein – leicht weniger als im ersten Quartal (72 Prozent). Entscheidend für die positive Entwicklung des Indexes sind jedoch die Geschäftsaussichten: 82 Prozent blicken bis zum Jahresende optimistisch nach vorn.
Fakten, Entwicklungen und Branchenbedeutung
Besonders ins Auge fällt, wie unterschiedlich die einzelnen Beratungsfelder und Unternehmensgrößen von der wirtschaftlichen Dynamik profitieren. Den stärksten Impuls zeigen die IT-Beratungen, deren Segmentindex um 8,3 Punkte auf 91 steigt. Auch HR-Beratungen gewinnen 4,4 Punkte und stehen nun bei 90. In der IT-Beratung sticht vor allem hervor, dass künftig ein Drittel der Unternehmen erhebliche Verbesserungen erwartet – ein markanter Sprung im Vergleich zum Jahresauftakt (10 Prozent). Die Bereiche Organisations- und Prozessberatung (+0,8 auf 87), Sanierungsberatung (-0,7 auf 104) und Strategieberatung (-1,9 auf 92) bewegen sich hingegen kaum. Einen stabilen Spitzenwert hält die Sanierungsberatung mit 104 Punkten.
Der Blick auf die Unternehmensgrößen bringt zusätzliche Fakten ans Licht. Gerade die großen Beratungen mit einem Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro erleben einen spürbaren Stimmungseinbruch. Ihr Index sinkt um 8,7 Punkte auf 77 – Ursache ist vor allem die aktuell schwierige Geschäftslage, die von 55 Prozent als schlechter als geplant eingeschätzt wird (Q1: 34 Prozent). Hoffnung geben die mittelfristigen Erwartungen, denn 70 Prozent halten die kommenden Monate für günstiger oder stabil.
Ganz anders präsentiert sich das Bild bei kleinen und mittleren Beratungsunternehmen: Die Gruppe mit 250.000 bis 1 Mio. Euro Jahresumsatz legt kräftig um 7,6 Punkte auf 96 zu. Boutique-Beratungen unter 250.000 Euro sehen ihre Lage mit einem Plus von 5,5 Punkten (GKI: 92) aktuell sogar sehr erfreulich.
Erklärung und Bedeutung für die Branche
Die Zahlen zeigen: Die Consultingbranche bleibt ein stabilisierender Faktor für die Wirtschaft und orientiert sich stark an zukünftigen Perspektiven. Der BDU-Geschäftsklimaindex – an die Methodik des ifo-Instituts angelehnt – setzt wichtige Rahmenbedingungen für strategische Entscheidungen in der deutschsprachigen Beratungslandschaft. Unternehmen, die in unsicheren Zeiten auf Beratung setzen, bauen auch auf den Erfahrungsschatz und das Engagement der rund 550 BDU-Mitgliedsunternehmen mit ihren 13.000 Fachleuten.
Gerade im Bereich IT und Personalberatung wird deutlich, wie stark die Nachfrage nach professioneller Unterstützung in der digitalen Transformation und im Wandel der Arbeitswelt bleibt. Die Entwicklungen in der Sanierungsberatung zeigen zudem, wie wichtig Beratungsexpertise für angeschlagene Unternehmen bleibt.
Aktuelle Entwicklungen liefern Hintergründe für Entscheidungen
Für Auftraggeber und Interessierte wird klar: Die Beraterbranche bewegt sich. Die optimistische Erwartungshaltung in vielen Bereichen spricht dafür, dass in den kommenden Monaten innovative Projekte und Umstrukturierungen weiter vorangetrieben werden. Wer nach Orientierung in stürmischen Zeiten sucht, findet in der Consultingbranche nicht nur Fakten und Hintergründe, sondern auch einen entscheidenden Motor für wirtschaftlichen Fortschritt.
Ob für Entscheider in Unternehmen oder für Beobachter gesellschaftlicher Entwicklungen – die aktuellen Daten laden zum Nachdenken ein: Consulting bleibt ein zentraler Baustein eines dynamischen, zukunftsgerichteten Wirtschaftssystems.
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Geschäftsklimaindex im Consulting steigt zum zweiten Mal leicht an
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Hintergründe und Einordnung: Die Consultingwirtschaft im Wandel – Fakten, Trends und Ausblick
Die Consultingbranche in Deutschland steht 2025 weiterhin im Spannungsfeld zwischen konjunkturellen Unsicherheiten und zunehmender Nachfrage nach spezialisierter Beratung. Die erneut leicht positive Entwicklung des Geschäftsklimaindex verdeutlicht, dass sich die Beratungsunternehmen langsam, aber stetig auf Erholungskurs bewegen. Besonders auffällig ist dabei, dass IT- und HR-Beratungen überdurchschnittlich profitieren, was auf die anhaltende Digitalisierung und den Fachkräftemangel zurückzuführen ist. Hintergrundinformationen und aktuelle Entwicklungen zeigen, dass viele Unternehmen notwendige Transformationsprozesse vorantreiben, wofür sie verstärkt auf externe Kompetenzen zurückgreifen.
Im Vergleich zu früheren Jahren fällt auf, dass die Stimmung in der Sanierungsberatung trotz minimaler Rückgänge ihren Spitzenwert hält – ein Indiz dafür, dass Restrukturierungen nach wie vor ein zentrales Thema vieler Unternehmen sind. Historisch betrachtet spiegelt dieser Trend die Entwicklungen nach früheren Krisenphasen wider, in denen ebenfalls gezielt auf Beratungsleistungen zur Stabilisierung gesetzt wurde. Auch wenn die aktuellen Zahlen vor allem bei größeren Beratungen mit einem Umsatz über 50 Mio. Euro eine temporäre Eintrübung signalisieren, bleibt der längerfristige Ausblick der Branche grundsätzlich optimistisch. Viele Marktteilnehmer rechnen mit einer Belebung im zweiten Halbjahr, da zahlreiche Investitionsentscheidungen und Transformationsprojekte bislang aufgeschoben wurden.
Für Entscheider auf Unternehmensseite, aber auch für Professionals auf der Suche nach geeigneten Beratungspartnern, gewinnen zuverlässige Marktanalysen und vertrauenswürdige Vergleichsmethoden wie der BDU-Geschäftsklimaindex zunehmend an Bedeutung. Auch bei der Auswahl passender Dienstleister – von großen Beratungsgesellschaften bis zu spezialisierten Boutiquen – sind aktuelle Entwicklungen, Branchentrends und zukunftsgerichtete Prognosen wertvolle Orientierungspunkte. Besonders im Kontext der Digitalisierung und nachhaltigen Transformation gelten fundierte Informationen und Beratungskompetenz als entscheidende Faktoren für den Unternehmenserfolg. Für die nächsten Monate bleibt daher die Frage, inwieweit die Consultingbranche als Impulsgeber und Innovationsmotor gestärkt aus dem aktuellen Marktumfeld hervorgeht.
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7 Antworten
‚Die IT-Beratung boomt!‘, sagt der Artikel. Mich interessiert aber auch die Sanierungsberatung und warum sie immer noch so hoch bleibt trotz kleiner Rückgänge. Gibt es da Erfahrungswerte oder Fallstudien?
Die Unterschiede zwischen großen und kleinen Beratungsunternehmen sind wirklich spannend! Es ist erstaunlich, wie sich die Stimmungen unterscheiden können. Ich würde gerne mehr darüber wissen, wie diese Entwicklung andere Branchen beeinflusst.
Ja, Obach! Das Thema könnte viel Diskussionsstoff bieten. Ich finde es wichtig zu sehen, wie Beratung als Unterstützung in Krisenzeiten wahrgenommen wird. Gibt es dazu Studien?
‚Unterstützung in Krisenzeiten‘ ist ein sehr treffender Punkt! Vielleicht könnte man auch untersuchen, welche spezifischen Strategien kleine Unternehmen anwenden? Das wäre sicher aufschlussreich!
Ich finde die Entwicklung des Geschäftsklimaindex echt interessant! Die Tatsache, dass 82% der Befragten optimistisch sind, ist ein gutes Zeichen für die Branche. Ich frage mich, wie sich das auf kleinere Beratungen auswirkt. Hat jemand von euch Erfahrungen damit?
Ich stimme zu, Jensuwe! Die positiven Zahlen bei kleinen Beratungen sind ermutigend. Vielleicht liegt es daran, dass sie flexibler auf Veränderungen reagieren können? Was denkt ihr darüber?
Das ist ein guter Punkt! Ich denke auch, dass kleinere Firmen oft innovative Ansätze haben. Was haltet ihr von den IT-Beratungen? Sie scheinen ja besonders zu profitieren.