ISUV wählt neuen Bundesvorstand: Personelle Weichenstellung für Familienrecht und politische Interessenvertretung

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Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) hat auf seiner Delegiertenversammlung am 15. November 2025 seinen Bundesvorstand neu gewählt. Melanie Ulbrich wurde als Bundesvorsitzende bestätigt, die Vorstandsspitze wurde um neue Ressortverantwortliche für Rechtspolitik und Kommunikation erweitert. Damit will sich der Verband breiter aufstellen, um auf aktuelle familienrechtliche Reformen schneller reagieren zu können.

Inhaltsverzeichnis

– ISUV wählte am 15. November 2025 einen neuen Bundesvorstand und bestätigte Melanie Ulbrich als Vorsitzende.
– Der Verband stärkt seine politische Ausrichtung mit neuen Ressorts für Rechtspolitik und Kommunikation.
– Der ISUV will künftig stärker auf Reformen im Unterhalts- und Kindschaftsrecht Einfluss nehmen.

ISUV stellt Weichen: Bundesvorstand neu gewählt und politisch gestärkt

Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) hat seine Führung neu aufgestellt. Damit positioniert sich der Verband für die anstehenden familienrechtlichen Debatten, etwa zu Unterhalts- und Kindschaftsrechtsreformen, und will seine politische Stimme weiter schärfen.

Auf der Delegiertenversammlung am 15. November 2025 bestätigten die Mitglieder Melanie Ulbrich als Bundesvorsitzende und Murat Aydin als stellvertretenden Bundesvorsitzenden. Die Vorstandsspitze ergänzen künftig Klaus Fischbeck als stellvertretender Vorsitzender und Bundesschatzmeister sowie Klaus Bednorz als Schriftführer und weiterer stellvertretender Vorsitzender. Um die inhaltliche Arbeit gezielter auszurichten, berief der Vorstand im Anschluss zwei weitere Mitglieder: Monika Roth übernimmt die Verantwortung für den Bereich Rechtspolitik, Anna Freitag stärkt den Bereich Kommunikation.

Der Vorstand sieht in der neuen Besetzung eine klare Handlungsfähigkeit für die Zukunft. „Mit dieser kompetenten und breit aufgestellten Vorstandsmannschaft sind wir gut gerüstet, um die kommenden Themen mutig anzugehen und die strategische Weiterentwicklung des Verbandes konsequent voranzutreiben“, heißt es aus dem Vorstand.

Der ISUV: Ein Verband im Wandel der Familienpolitik

Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) e.V. vertritt die Interessen von Eltern in Trennungssituationen. Als gemeinnütziger Interessenverband setzt er sich dafür ein, dass Eltern ihre Kinder auch nach einer Trennung gemeinsam großziehen können.*

ISUV: Aufgaben und Reichweite

Mit 5.000 Mitgliedern und über 60 bundesweiten Kontaktstellen (Stand: 31. Mai 2024)* verfügt der Verband über eine beachtliche Infrastruktur, um Betroffene zu unterstützen und politisch Gehör zu finden. Seine zentrale Aufgabe liegt in der fachlichen Begleitung und kritischen Kommentierung familienrechtlicher Reformen. Aktuell stehen dabei vor allem die umfassenden Reformvorschläge des Bundesministeriums der Justiz (BMJ) im Mittelpunkt (Stand: Juli 2025)*. Diese Gesetzesvorhaben berühren unmittelbar die Lebensrealität der Mitglieder und machen eine starke Interessenvertretung notwendig.

Warum diese Vorstandswahl jetzt wichtig ist

Die politische Landschaft im Familienrecht ist in Bewegung. Der Bundestag hat am 31. Januar 2025 die Erhöhung der Vergütung für Berufsbetreuer und Vormünder beschlossen.* In diesem dynamischen Umfeld ist die Neuaufstellung des ISUV-Bundesvorstands ein strategischer Schritt. Sie soll sicherstellen, dass der Verband auf gesellschaftliche Entwicklungen und politische Prozesse schnell und fundiert reagieren kann. Die Erweiterung des Vorstands um spezifische Ressorts wie Rechtspolitik und Kommunikation unterstreicht den Anspruch, die anstehenden Debatten konstruktiv mitzugestalten und den Dialog mit Entscheidungsträgern zu intensivieren. Die personelle Verstärkung kommt somit zu einem Zeitpunkt, in dem klare Positionen und eine engagierte Vertretung der Mitgliederinteressen besonders gefragt sind.

Fakten und Quellen: Die wichtigsten Daten zum ISUV und seinem Umfeld

Für eine schnelle Einordnung der Positionen und Aktivitäten des Interessenverbandes Unterhalt und Familienrecht (ISUV) sind konkrete Zahlen und verlässliche Quellen unerlässlich. Die folgende Liste bündelt die zentralen Recherche-Ergebnisse mit exakten Stand-Angaben und Herkunftsnachweisen.

  • Der ISUV e.V. ist ein gemeinnütziger Interessenverband, der sich seit 50 Jahren dafür einsetzt, dass Eltern in Trennung ihre Kinder gemeinsam großziehen — Stand: 2025 (Quelle: Lobbyregister des Deutschen Bundestags)*.
  • ISUV hat 5.000 Mitglieder und über 60 bundesweite Kontaktstellen — Stand: 31.05.2024 (Quelle: Lobbyregister des Deutschen Bundestags)*.
  • Familienrechtliche Reformvorschläge des BMJ zu Sorge-/Umgangsrecht, Kindesunterhaltsrecht und Abstammungsrecht sind zentrale Stellungnahmen-Gegenstände des ISUV — Stand: Juli 2025 (Quelle: Lobbyregister)*.
  • Der Bundestag hat am 31. Januar 2025 die Erhöhung der Vergütung für Berufsbetreuer und Vormünder beschlossen — Stand: 31.01.2025 (Quelle: Textarchiv des Deutschen Bundestags)*.
  • Wahlprogramme von Union, SPD, Grünen, AfD, FDP, Die Linke und BSW enthalten Positionen zum Familienrecht; Überblick veröffentlicht nach Regierungswechsel im Dezember 2024 — Stand: Dezember 2024 (Quelle: Zeitschrift für das gesamte Familienrecht – FAmRZ)*.

    Neue Schlagkraft für politische Debatten

Die personelle Neuaufstellung des ISUV-Bundesvorstands zielt nicht nur auf interne Stabilität, sondern vor allem auf eine gestärkte Außenwirkung. Mit der Berufung von Monika Roth für Rechtspolitik und Anna Freitag für Kommunikation verfügt der Verband nun über spezialisierte Ansprechpartnerinnen, die seine Handlungsfähigkeit in Gesetzgebungsverfahren deutlich erhöhen können. Ein inhaltlich verbreitertes Team ermöglicht es, parallel zu mehreren Reformvorhaben fundierte Stellungnahmen abzugeben und frühzeitig in politische Debatten einzusteigen.

Was die Neuaufstellung politisch bedeuten kann

Konkret kann sich diese neue Struktur in einer schnelleren und präziseren Einflussnahme auf laufende Verfahren niederschlagen. Wenn etwa das Bundesministerium der Justiz (BMJ) einen Referentenentwurf vorlegt – Stand der Debatte: Juli 2025* –, ist der ISUV nun besser aufgestellt, um zeitnah eine juristisch-politische Analyse zu erstellen und gegenüber Abgeordneten zu positionieren. Gleiches gilt für parlamentarische Initiativen, wie die Entscheidung des Bundestags vom 31. Januar 2025* zeigt. Statt nur allgemein Stellung zu beziehen, kann der Verband mit einer klaren Ressortzuständigkeit im Vorstand gezielter auf spezifische Passagen in Gesetzesvorhaben eingehen und Änderungsvorschläge unterbreiten.

Von betroffenen Eltern und Mitgliedern wird diese Professionalisierung oft als Chance für einen intensiveren Dialog gesehen. Die Erwartung liegt nahe, dass der Verband gesellschaftliche Entwicklungen und politische Entscheidungsprozesse nicht nur beobachtet, sondern sie aktiv mitgestaltet. Eine stärkere Kommunikationsarbeit könnte zudem bedeuten, dass komplexe Gesetzesvorhaben verständlicher vermittelt und die Positionen des ISUV transparenter nach außen getragen werden. Im Idealfall führt dies zu einer schnelleren Reaktion auf neue Vorschläge und einer hörbareren Stimme für die Belange getrennt erziehender Eltern.

Diese klarere politische Ausrichtung birgt jedoch auch unterschiedliche Bewertungen. Aus Sicht des Verbands und vieler Mitglieder ist sie eine notwendige Voraussetzung, um in aktuellen Debatten – etwa zu Unterhalts- oder Kindschaftsrecht – überhaupt Gehör zu finden und die Interessen der Betroffenen wirksam zu vertreten. Kritische Stimmen könnten hingegen einen zu starken Fokus auf Lobbyarbeit bemängeln und fragen, ob dadurch die individuelle Beratungsarbeit für Mitglieder in den Hintergrund treten könnte. Der neu formierte Vorstand sieht sich laut Pressemitteilung in der Pflicht, „klare Positionen zu beziehen“ und den Dialog mit Entscheidungsträgern zu intensivieren. Wie dieser Spagat zwischen politischer Einmischung und serviceorientierter Mitgliederarbeit gelingt, wird die praktische Arbeit der kommenden Monate zeigen.

Worauf es 2025 ankommt: Rechtspolitische Weichenstellungen im Blick

Die rechtspolitische Agenda für 2025 ist gesetzt. Die Redaktion wird berichten, sobald der ISUV offizielle Stellungnahmen zu den Vorlagen des Bundesjustizministeriums veröffentlicht oder in parlamentarischen Anhörungen sichtbar wird.*

Diese Mitteilung basiert auf einer Presseinformation des Interessenverbandes Unterhalt und Familienrecht – ISUV e. V.

Weiterführende Quellen:

5 Antworten

  1. Der neue Vorstand könnte wirklich was bewegen! Ich hoffe, sie arbeiten eng mit den Mitgliedern zusammen. Welche konkreten Maßnahmen erwartet ihr von ihnen? Gibt es schon Pläne für die nächsten Schritte?

  2. Es ist spannend zu sehen, wie sich der ISUV neu aufstellt. Die Themen Familienrecht und Unterhalt sind so wichtig für viele. Mich interessiert, ob die neuen Vorstandsmitglieder auch wirklich Einfluss nehmen können.

  3. Ich finde es super, dass der ISUV politisch aktiver werden will. Vor allem die neuen Ressorts sind interessant. Was haltet ihr von den geplanten Reformen? Werden sie wirklich eine Verbesserung bringen?

  4. Die Wahl von Melanie Ulbrich als Vorsitzende ist ein starkes Zeichen! Es ist wichtig, dass die Stimmen von Eltern in Trennung gehört werden. Wie seht ihr das? Glaubt ihr, dass sich tatsächlich etwas ändern wird?

  5. Ich finde es gut das der ISUV jetzt auch mehr für Rechtspolitik macht. Gerade die Themen Unterhalt und Kindschaft sind wichtig für viele Eltern. Was denkt ihr über die neuen Leute im Vorstand? Ich hoffe sie bringen gute Ideen!

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