Investitionen in Bauwirtschaft: Zukunft sichern, Wachstum fördern

Am 4. Juni 2024 veröffentlichte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. eine aufsehenerregende Studie zum Tag der BAUINDUSTRIE, die die immense Bedeutung der Baubranche für Deutschland hervorhebt. Laut der vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln durchgeführten Untersuchung stärkt jede Investition in den Bau nicht nur das Baugewerbe und seine 2,65 Millionen Arbeitsplätze, sondern fördert auch das gesamte Wirtschaftswachstum erheblich. Trotz dieser positiven Aspekte zeigt die neue Prognose für 2024 jedoch einen Rückgang im Umsatz der Branche um stattliche vier Prozent, insbesondere aufgrund gestiegener Zinsen und Baukosten sowie stagnierender Arbeitsproduktivität. Diese Ergebnisse verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf sowohl für Unternehmen als auch für die Politik, um durch technische Innovationen und flexiblere regulatorische Rahmenbedingungen die Produktivität zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern.

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Presse /news Verbandsnachrichten

Bremen (VBR).

Am heutigen Tag der Bauindustrie wird einmal mehr die herausragende Bedeutung der Branche hervorgehoben. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, welche im Auftrag des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e.V. erstellt wurde, offenbart beeindruckende Zahlen und spannende Prognosen für die Zukunft.

Die Bauwirtschaft ist ein zentraler Motor unserer gesamtwirtschaftlichen Leistungskraft. Der Anteil des Baugewerbes an der Bruttowertschöpfung lag 2019 bei respektablen 7,5 Prozent. Zehn Prozent mehr Investitionen in den Bau könnten das Bruttoinlandsprodukt um ein weiteres Prozent steigern. Diese Verbindungen zeigen, wie eng wirtschaftlicher Erfolg und Bauprojekte miteinander verknüpft sind.

Doch vor großen Herausforderungen steht nicht nur die Bauwirtschaft selbst, auch unsere Infrastruktur bedarf dringend neuer Investitionen. Mindestens 33 bis 66 Milliarden Euro jährlich sind erforderlich, um Wohn- und Nicht-Wohnbauten an die Klimaschutzziele anzupassen. Die öffentliche Hand muss besonders tief in die Tasche greifen: Zur Verbesserung von Straßen, Schienen und kommunalen Einrichtungen sollte bis 2030 jährlich rund 75 Milliarden Euro investiert werden. Zudem müssen enormen Mittel fließen, um jährlich 355.000 zusätzliche Wohnungen zu bauen – hier ist ein jährlicher Zuwachs von etwa 20 Milliarden Euro notwendig.

Die Realität sieht hingegen düster aus. Seit Ende 2020 schwindet die Wertschöpfung des Baugewerbes real um 15 Prozent. Steigende Zinsen, globale Unsicherheiten und explodierende Baukosten bremsen den Sektor aus. Besonders hart trifft es den Wohnungsbau. Des Weiteren mangelt es seit den 90er Jahren an Produktivitätsfortschritt. Laut Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, plagen den Bausektor überbordende Regulierungen und eine veraltete Verwaltung. „Keine Branche ist so durchreguliert wie der Bau: eine Vielzahl staatlicher Vorgaben, veraltete Regelwerke und kaum digitalisierte Behörden.“ Für Hübner ist klar: Deutschland muss flexibler werden und mutiger auf Innovationen und moderne Methoden setzen.

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Auch Studienautor Prof. Dr. Michael Voigtländer vom IW betont, dass die Aufgaben der Branche gigantisch und volkswirtschaftlich bedeutsam seien. Ohne höhere Investitionen in Infrastruktur und Gebäude können weder Wettbewerbsfähigkeit noch Klimaziele erreicht werden. Er warnt: „Angesichts des Fachkräftemangels kann eine Ausweitung der Beschäftigung kein Weg sein. Vielmehr müssen Produktivitätspotenziale durch serielle Produktion und bessere Rahmenbedingungen gehoben werden.“

Die Vorhersage für das Baujahr 2024 ist ernüchternd. Trotz niedriger Erwartungen zu Jahresbeginn – minus 3,5 Prozent – musste die Prognose nochmals auf minus 4 Prozent revidiert werden. Besonders drastisch ist der Rückgang im Wohnungsneubau, wo die Umsätze voraussichtlich um 12 Prozent sinken werden. Auch der öffentliche Bau schwächt sich ab, statt eines leichten Wachstums ist hier nun mit einem Rückgang von 0,5 Prozent zu rechnen. Lediglich der Wirtschaftsbau könnte ein kleines Plus von 1,5 Prozent verzeichnen, angetrieben durch Großaufträge wie von der Deutschen Bahn und dem ÖPNV.

„Eine weitere schmerzliche Zahl: Wir erwarten einen Beschäftigungsabbau von 10.000 Arbeitsplätzen.", fügt Hübner hinzu. „Die Ergebnisse der Studie führen uns unmissverständlich vor Augen, dass es nur eine Lösung gibt: Bauen, bauen, bauen.“

Mehr Informationen zur Studie und den zukünftigen Entwicklungen finden Sie unter: [Link zur Studie].

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Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
Britta Frischemeyer
Leitung Presse & Kommunikation
Kurfürstenstraße 129, 10785 Berlin
Telefon 030 21286-229
britta.frischemeyer@bauindustrie.de
www.bauindustrie.de


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„Brauchen verlässliches Bekenntnis zum Bau“

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Meldung einfach erklärt

Hier ist der Beitrag in leichter Sprache und als Aufzählungen:

  1. Wer hat die Informationen veröffentlicht?

    • Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
  2. Was ist die Studie und was zeigt sie?

    • Eine Studie zum Tag der BAUINDUSTRIE.
    • Sie zeigt, wie wichtig die Bauindustrie für die Wirtschaft ist.
  3. Wichtige Erkenntnisse aus der Studie:

    • Die Baubranche ist sehr wichtig für die ganze Wirtschaft.
    • Im Jahr 2019 machte das Baugewerbe 7,5 Prozent der gesamten Wirtschaft aus.
    • Wenn wir die Investitionen in den Bau um 10 Prozent erhöhen, wächst das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1 Prozent.
    • Um Klimaschutzziele zu erreichen, müssen jährlich mindestens 33 bis 66 Milliarden Euro in Wohn- und Nicht-Wohnbauten investiert werden.
    • Für die Sanierung und Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur sind jährlich 75 Milliarden Euro nötig, bis 2030.
    • Jährlich müssen 355.000 neue Wohnungen gebaut werden; dafür sind 20 Milliarden Euro mehr pro Jahr nötig.
  4. Probleme der Baubranche:

    • Von Ende 2020 bis Ende 2023 sank der Wert der produzierten Bauleistungen um 15 Prozent.
    • Gründe dafür sind steigende Zinsen, globale Unsicherheiten und höhere Baukosten.
    • Die Produktivität im Bau ist seit den 90er Jahren nicht gestiegen.
    • Der technische Fortschritt fehlt.
  5. Was sagt der Präsident der BAUINDUSTRIE, Peter Hübner?

    • Wir müssen mit weniger Menschen mehr bauen.
    • Dafür brauchen wir mehr Digitalisierung und Innovationen.
    • Der Staat sollte bestehende Vorschriften vereinfachen und weniger neue Regeln einführen.
    • Die Trennung von Planung und Bau sowie die kleinteilige Auftragsvergabe sind Problemfelder.
    • Es braucht Flexibilität und bessere Zusammenarbeit bei Bauprojekten.
  6. Was sagt Studienautor Prof. Dr. Michael Voigtländer?

    • Die Bauwirtschaft hat große Aufgaben vor sich.
    • Ohne eine bessere Infrastruktur kann Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit nicht verbessern.
    • Ohne mehr Investitionen in Gebäude sind die Klimaschutzziele nicht erreichbar.
    • Aufgrund des Mangels an Fachkräften ist es schwer, mehr Arbeitskräfte zu finden.
    • Wir müssen die Produktivität steigern, z.B. durch serielle Produktion und bessere Rahmenbedingungen.
  7. Prognose für das Baujahr 2024:

    • Es wird kein gutes Jahr für die Bauwirtschaft.
    • Ursprünglich wurde ein Rückgang um 3,5 Prozent erwartet, jetzt schauen wir auf minus 4 Prozent.
    • Besonders schwach ist der Wohnungsbau, hier werden die Umsätze um 12 Prozent sinken.
    • Auch im öffentlichen Bau gibt es Probleme, hier sind die Erwartungen nun schlechter.
    • Ein Lichtblick ist der Wirtschaftsbau, da er um 1,5 Prozent wachsen wird.
  8. Zusammenfassung der Herausforderungen:
    • Erwartet wird ein Verlust von 10.000 Arbeitsplätzen in der Bauwirtschaft.
    • Lösung laut Beitrag: Mehr bauen, mehr investieren.
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Weitere Infos:
Link zur Website: https://www.bauindustrie.de/tbi24

Kontakt:
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
Britta Frischemeyer, Leitung Presse & Kommunikation
Kurfürstenstraße 129, 10785 Berlin
Telefon: 030 21286-229
E-Mail: britta.frischemeyer@bauindustrie.de
Website: www.bauindustrie.de

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„Brauchen verlässliches Bekenntnis zum Bau“

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Krankenhausreform gefordert: Ver.di drängt auf Qualität und Entökonomisierung

Am heutigen Mittwoch, den 12. Juni 2024, beginnt in Lübeck-Travemünde die Gesundheitsministerkonferenz, zu der die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) dringende Forderungen nach einer umfassenden Krankenhausreform erhebt. Im Mittelpunkt stehen eine wohnortnahe, hochwertige Versorgung und die Einlösung des Versprechens zur Entökonomisierung des Gesundheitswesens. Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler betont die Notwendigkeit einer gerechten Einigung zwischen Bund und Ländern für bessere Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und kritisiert die finanziellen Herausforderungen, die viele Kliniken an den Rand der Insolvenz treiben.

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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten der Seehäfen in Bremerhaven für Mittwoch, den 12. Juni 2024, zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung beginnt um 6:00 Uhr morgens und soll bis in den späten Abend andauern. Hintergrund des Streiks ist das Fehlen eines verhandlungsfähigen Angebots seitens der Arbeitgeber, vertreten durch den Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). Ver.di fordert eine deutliche Erhöhung der Stundenlöhne, um den gestiegenen Lebenshaltungskosten gerecht zu werden, während der bisherige Verlauf der Verhandlungen ergebnislos blieb. Bereits in den vergangenen Tagen hatten Beschäftigte in Hamburg und Bremen ihre Arbeit niedergelegt, um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben.

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