Innenministerkonferenz am 6. Dezember soll Böllerverbot zum Jahreswechsel beschließen: Deutsche Umwelthilfe, Gewerkschaft und Ärztekammer fordern Entscheidung

Am 6. Dezember soll auf der Innenministerkonferenz ein Beschluss zum Böllerverbot am Jahreswechsel gefasst werden. Deutsche Umwelthilfe, Gewerkschaft der Polizei und Bundesärztekammer fordern diese Entscheidung und betonen die dringende Notwendigkeit nach den verheerenden Ausschreitungen und den vielen Verletzten im letzten Jahr. Ein wachsendes Bündnis von 20 Organisationen unterstützt den Appell für das Böllerverbot. Erfahren Sie mehr über die Hintergründe in diesem spannenden Artikel.

Bremen (VBR). 04.12.2023 – 12:56

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) setzt sich zusammen mit der Gewerkschaft der Polizei, der Bundesärztekammer und weiteren Organisationen für ein Verbot von Böllern und Raketen zum diesjährigen Jahreswechsel ein. Das Bündnis fordert von den 16 Landesinnenministern und der Bundesinnenministerin Faeser einen entsprechenden Beschluss, um eine Wiederholung der verheerenden Ausschreitungen und zahlreichen Verletzungen bei der letzten Silvesternacht zu verhindern. Die DUH und ihre Partnerorganisationen möchten dabei insbesondere eine Änderung der Sprengstoffverordnung erreichen.

Die aktuell geltende Erste Sprengstoffverordnung erlaubt den Verkauf von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie 2 an Privatpersonen zwei Tage vor Silvester und das Zünden am 31. Dezember und 1. Januar. Das Bündnis fordert daher die Streichung von Paragraph 23 Absatz 2 und Paragraph 22 Absatz 1 der Sprengstoffverordnung. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat das Bündnis einen offenen Brief an Bundesinnenministerin Nancy Faeser geschickt.

In dieser Woche findet in Berlin die Innenministerkonferenz (IMK) statt, bei der auch das Thema des Böllerverbots diskutiert wird. Die Vorsitzende der Konferenz, Iris Spranger, kann die Änderung der Sprengstoffverordnung auf die Tagesordnung setzen. Die Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey äußerte sich bereits zuvor besorgt über mögliche Ausschreitungen in der Silvesternacht und erhielt ebenfalls den offenen Brief des Bündnisses.

Lesen Sie auch:  Klimaklagen gegen Apple, TUI Cruises und Cosnova: Deutsche Umwelthilfe intensiviert juristisches Vorgehen gegen Greenwashing

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, betonte die dringende Notwendigkeit einer Änderung der Sprengstoffverordnung und warf die Frage auf, warum sich Frau Giffey nicht für ein absolutes Böllerverbot einsetze. Jochen Kopelke, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, appellierte an die Innenminister, das Thema ernsthaft zu behandeln und die Verantwortung für die Sicherheit in der Silvesternacht zu übernehmen. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, betonte die Umweltbelastung und die Gefahren für die Gesundheit sowie die Unvereinbarkeit des Feuerwerks mit den aktuellen Konflikten in Europa und im Nahen Osten.

Die DUH und das Bündnis für ein Böllerverbot haben mittlerweile 20 Organisationen, darunter der Deutsche Naturschutzring (DNR), als Mitglieder gewonnen. Die negativen Auswirkungen des Feuerwerks auf die Natur und auf Tiere, die Panik und Verletzungen erleiden, werden als Hauptargumente für ein Verbot genannt. Um auf das Leid der Tiere durch Silvesterfeuerwerk aufmerksam zu machen, werden morgen vor dem Brandenburger Tor in Berlin eine Aktion durchgeführt.

Insgesamt setzen sich die DUH und ihre Partnerorganisationen dafür ein, dass Bund und Länder ein dauerhaftes und umfassendes Böllerverbot beschließen. Die Wahl des Deutschen Naturschutzrings als weiteres Mitglied des Bündnisses unterstreicht die Bedeutung des Themas für den Umweltschutz.

Lesen Sie auch:  Reisende aufgepasst! Gefährliche Folgen von Betäubungsmitteln im Gepäck

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.

Für weitere Informationen, Pressekontakte, Bilder oder Dokumente geht es hier zur Quelle mit dem Originaltitel:
Innenministerkonferenz am 6. Dezember soll Böllerverbot zum Jahreswechsel …

Original-Content übermittelt durch news aktuell.

Weitere Nachrichten aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie in unserem Newsportal.

Pressemeldung:Innenministerkonferenz am 6. Dezember soll Böllerverbot zum Jahreswechsel beschließen: Deutsche Umwelthilfe, Gewerkschaft und Ärztekammer fordern Entscheidung

6 Antworten

  1. Sorry, aber ich finde deine Einstellung ziemlich egoistisch. Böller verursachen nicht nur Lärm und Umweltverschmutzung, sondern auch Verletzungen und Brände. Ein Böllerverbot wäre vernünftig und würde allen zugutekommen.

  2. Ja, weil nichts mehr Spaß macht, als Menschen und Tiere zu erschrecken, Luftverschmutzung zu verursachen und Verletzungen durch Feuerwerkskörper zu riskieren. Genau das brauchen wir, um das neue Jahr zu feiern. Langweilig ist wohl eher dein Einfallsvermögen.

  3. Feuerwerk mag Spaß machen, aber es gefährdet auch unsere Umwelt und verursacht unnötigen Stress für Mensch und Tier. Es ist an der Zeit, sich verantwortungsbewusster zu verhalten und nachhaltigere Möglichkeiten des Feierns zu finden. #FeuerwerkVerbot

  4. Ich finde ein Böllerverbot total übertrieben! Lasst uns doch einfach Spaß haben und das neue Jahr feiern!

    1. Versteh mich nicht falsch, ich liebe auch Spaß und Feiern. Aber Böller verursachen unnötige Gefahren und Umweltverschmutzung. Es gibt viele andere Möglichkeiten, das neue Jahr zu genießen. Lass uns verantwortungsbewusst feiern und Rücksicht auf andere nehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Warum sind eure Kommentare so wertvoll?

Hier ein paar Gründe:

  1. Ihr bringt frischen Wind in die Diskussion und sorgt für abwechslungsreiche Ansichten.
  2. Ihr helft uns, uns selbst zu verbessern und immer am Puls der Zeit zu bleiben.
  3. Gemeinsam lernen wir voneinander und wachsen als Community.
  4. Mit euren Beiträgen bauen wir eine offene und respektvolle Umgebung auf, in der alle Stimmen gehört und geschätzt werden.

 

Jeder Kommentar ist Gold wert, egal ob Lob oder Kritik, zustimmend oder kontrovers. Lasst euren Gedanken freien Lauf und helft uns dabei, diese Community zu einem Ort zu machen, an dem jeder gern vorbeischaut und seine Meinung teilt. Auf geht’s!

 

Mehr Infos und News aus der Verbands- und Vereinswelt finden Sie hier in der Übersicht

Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp
Telegram
Email
Drucken
XING