Immaterielles Kulturerbe 2025: 18 neue Kulturformen im Bundesweiten Verzeichnis ausgezeichnet

Am 19. November 2025 werden im Schloss Saarbrücken 18 neu aufgenommene Kulturformen in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Darunter sind erstmals drei ausdrücklich saarländische Traditionen: *die Saarländische Fastnacht, das Nikolauspostamt St. Nikolaus und die Gehöferschaft Wadrill*. Das Verzeichnis würdigt kreative, inklusive und innovative Kulturformen und zeigt, welche lebendigen Traditionen in Deutschland praktiziert und weitergegeben werden.
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– Festakt ehrt 18 neue Kulturformen im Immateriellen Kulturerbe.
– Drei saarländische Traditionen werden erstmals ausgezeichnet.
– Veranstaltung findet am 19. November 2025 im Schloss Saarbrücken statt.

Bundesweiter Festakt ehrt Immaterielles Kulturerbe 2025

Am 19. November 2025 findet im Schloss Saarbrücken der bundesweite Festakt zur Ehrung des neu aufgenommenen Immateriellen Kulturerbes statt. Die Veranstaltung würdigt die Träger von 18 frisch ausgezeichneten Kulturformen, darunter erstmals drei explizit saarländische Traditionen.*

Termin im Überblick
Die Pressekonferenz mit anschließendem Festakt beginnt am Mittwoch, 19. November 2025, um 12.00 Uhr im Kleinen Saal des Schlosses Saarbrücken (Schlossplatz 1-15, 66119 Saarbrücken). Medienvertreter werden gebeten, sich bis Dienstag, 18. November 2025, 16.00 Uhr unter presse@bildung.saarland.de oder telefonisch unter +49 681 501-7565 anzumelden.

Insgesamt werden 18 Kulturformen ausgezeichnet, darunter mit der Saarländischen Fastnacht, dem Nikolauspostamt St. Nikolaus und der Gehöferschaft Wadrill drei erstmals ausdrücklich saarländische Traditionen. Das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes würdigt laut Pressemitteilung kreative, inklusive und innovative Kulturformen und zeigt exemplarisch, welche lebendigen kulturellen Traditionen und Ausdrucksformen in Deutschland praktiziert und weitergegeben werden.

Vom Vorschlag zur Auszeichnung: So kommt Kultur ins Verzeichnis

Der Weg einer kulturellen Tradition in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes folgt einem klar strukturierten Verfahren. Initiativen, Vereine oder Gemeinschaften reichen ihre Vorschläge zunächst bei den zuständigen Landesstellen ein. Diese prüfen die Einreichungen und leiten geeignete Kandidaten an ein unabhängiges Fachkomitee weiter, das die Bewertung vornimmt. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme trifft schließlich die Kulturministerkonferenz der Länder.*

Bewerbungsverfahren und Gremien

Das mehrstufige Auswahlverfahren stellt sicher, dass nur besonders bedeutsame Kulturformen die Anerkennung erhalten. Die erste Hürde nehmen die Vorschläge auf Länderebene, wo Fachleute prüfen, ob die eingereichte Tradition die grundlegenden Voraussetzungen erfüllt. Anschließend bewertet das unabhängige Expertenkomitee auf Bundesebene jede Kandidatur nach festgelegten Qualitätskriterien. Dieses Gremium aus Wissenschaftlern und Kulturpraktikern sichert die Objektivität des Verfahrens. Den abschließenden Beschluss fassen die Kulturminister der Länder gemeinsam, wodurch die föderale Struktur des Kulturlebens in Deutschland berücksichtigt wird.

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Auswahlkriterien im Überblick

Nicht jede Tradition schafft es in das begehrte Verzeichnis. Die Gutachter bewerten die Einreichungen anhand konkreter Maßstäbe, die den besonderen Charakter immateriellen Kulturerbes widerspiegeln:

  • Lebendige Praxis: Die Kulturform wird aktuell aktiv ausgeübt und entwickelt sich weiter

  • Gesellschaftliche Verankerung: Sie genießt breite Akzeptanz und Identifikation in der Gemeinschaft

  • Historische Kontinuität: Die Tradition verfügt über eine nachweisbare Geschichte

  • Aktives Engagement: Eine aktive Trägergruppe setzt sich für den Erhalt ein

  • Fähigkeit zur Weitergabe: Das Wissen wird systematisch an nachfolgende Generationen vermittelt

Diese Kriterien gewährleisten, dass nur wirklich gelebte und nachhaltig gepflegte Kulturformen die Auszeichnung erhalten. Das Verfahren stellt sicher, dass das Verzeichnis die Vielfalt authentischer kultureller Ausdrucksformen in Deutschland repräsentiert.

Zahlen, Rang und nationale Einordnung

Das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes dokumentiert die Vielfalt lebendiger kultureller Traditionen in Deutschland. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 168 Kulturformen in diesem nationalen Register geführt (Quelle: bhu.de*, Stand: November 2025). Diese Einträge repräsentieren kreative, inklusive und innovative Kulturformen, die in Deutschland praktiziert und weitergegeben werden.

Auf internationaler Ebene sind deutsche Beiträge ebenfalls präsent. Bis 2025 sind insgesamt zehn deutsche Kulturformen auf den internationalen UNESCO-Listen des Immateriellen Kulturerbes vertreten (Quelle: bhu.de*, Stand: 2025). Diese internationale Anerkennung unterstreicht die globale Bedeutung ausgewählter deutscher Kulturpraktiken.

Jahr Wert Einheit Quelle/Stand
2025 168 Einträge im Bundesweiten Verzeichnis Quelle: bhu.de*, Stand: November 2025
2025 10 deutsche Kulturformen auf internationalen Listen Quelle: bhu.de*, Stand: 2025

Was die Auszeichnung für Gemeinschaften bedeutet

Die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes verändert die Perspektive auf traditionelle Kulturformen grundlegend. Aus lokaler Praxis wird anerkanntes nationales Erbe – mit spürbaren Konsequenzen für die beteiligten Gemeinschaften. Laut dem Bund Heimat und Umwelt (BHU) führt die Eintragung zu erhöhter Sichtbarkeit, öffentlicher Wertschätzung und kann zu mehr Unterstützung für die Trägergruppen führen, etwa durch Fördermittel oder Medienaufmerksamkeit.*

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Positive Impulse für kulturelles Engagement

Die gesteigerte Wahrnehmung nach der Aufnahme eröffnet neue Möglichkeiten: Traditionen gewinnen an Strahlkraft, was wiederum die Nachwuchsgewinnung erleichtert und Zugang zu bisher nicht verfügbaren Förderprogrammen schafft. Für lokale Initiativen bedeutet dies oft die lang ersehnte Chance, ihre Arbeit auf stabilere finanzielle Grundlagen zu stellen und ihr kulturelles Erbe professioneller zu vermitteln.

Herausforderungen im Rampenlicht

Gleichzeitig bringt der neue Status auch Verantwortung mit sich. Kulturbeobachter weisen darauf hin, dass gesteigerte Aufmerksamkeit manchmal ungewollte Nebenwirkungen haben kann: Die Gefahr der Kommerzialisierung traditioneller Praktiken oder ein wachsender Erwartungsdruck auf ehrenamtlich engagierte Gemeinschaften sind reale Herausforderungen. Einige Traditionsträger berichten von steigenden Anforderungen an ihre Darstellung nach außen, während sie intern weiterhin mit begrenzten Ressourcen arbeiten.

Für interessierte Kulturträger bietet sich daher eine gründliche Vorbereitung auf das Bewerbungsverfahren an. Informationen zu Fristen, Kriterien und Unterstützungsmöglichkeiten halten die zuständigen Kulturministerien und die Deutsche UNESCO-Kommission bereit.* Der Schritt zur Bewerbung lohnt sich – nicht nur als Auszeichnung, sondern als Impuls für nachhaltige kulturelle Entwicklung.

Immaterielles Kulturerbe: Von nationaler zu internationaler Bedeutung

Die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis stellt nicht den Endpunkt dar, sondern markiert vielmehr den Beginn einer weiteren Entwicklungsmöglichkeit. Die hier gelisteten Kulturformen können als Grundlage für Vorschläge zu den internationalen UNESCO-Listen des Immateriellen Kulturerbes dienen. Dieser Schritt würde die Traditionen nicht nur national würdigen, sondern ihnen globale Aufmerksamkeit verschaffen – ähnlich wie bereits bei der finnischen Saunakultur oder dem jamaikanischen Reggae geschehen.

Für vertiefende Informationen zum Immateriellen Kulturerbe und seinen nationalen wie internationalen Dimensionen bietet der Bund Heimat und Umwelt als Dachverband der Heimat- und Geschichtsvereine umfangreiche Materialien*. Zusätzlich stellt die Universität des Saarlandes wissenschaftliche Publikationen zur Verfügung, die den kulturpolitischen Kontext näher beleuchten*.

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Die lebendige Praxis kultureller Traditionen in unserem Alltag zeigt: Immaterielles Kulturerbe ist kein Museumsexponat, sondern entfaltet seine Bedeutung erst durch aktive Ausübung und Weitergabe. Die Vielfalt regionaler Bräuche, Handwerkstechniken und mündlicher Überlieferungen bereichert unsere Gesellschaft und schafft identitätsstiftende Verbindungen zwischen Generationen. Das bewusste Wahrnehmen und Unterstützen dieser kulturellen Ausdrucksformen in der eigenen Region trägt dazu bei, dass sie auch in Zukunft lebendig bleiben.

Diese Mitteilung enthält Informationen, die der Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission entstammen.

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6 Kommentare

  1. Toll zu sehen, dass Kulturerbe nicht vergessen wird! Die Kriterien scheinen gut durchdacht zu sein. Gibt es vielleicht andere Länder mit ähnlichen Programmen? Wäre interessant zu vergleichen!

  2. Ich finde es großartig, dass man die saarländischen Traditionen jetzt auch bundesweit anerkennt. Es gibt so viel zu lernen und zu entdecken! Hat jemand von euch schon an einem der ausgezeichneten Feste teilgenommen?

    1. Ja, ich war mal bei der Fastnacht dabei! Es war so lebhaft und voller Energie. Ich frage mich aber auch, wie wir diese Traditionen schützen können, wenn mehr Aufmerksamkeit darauf gerichtet wird.

  3. Es freut mich zu sehen, dass unser immaterielles Kulturerbe so gewürdigt wird! Die Historie und Praxis dieser Traditionen sind wichtig für unsere Identität. Was denkt ihr über den Einfluss dieser Anerkennung auf die nächsten Generationen?

  4. Das ist wirklich ein wichtiger Schritt für unsere Kultur! Ich bin neugierig, wie die Gemeinschaften auf diese Auszeichnungen reagieren werden. Werden sie mehr Unterstützung erhalten? Welche Traditionen sollten eurer Meinung nach noch anerkannt werden?

  5. Ich finde es super, dass so viele Kulturformen geehrt werden. Die saarländische Fastnacht ist ja wirklich eine tolle Tradition! Was denkt ihr über die Auswahlkriterien? Glaubt ihr, sie sind fair?

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