HummelMap – NABU Niedersachsen

Vollständige Meldung

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Im Februar 2021 startete der NABU Niedersachsen das neue Projekt „HummelMap“. Es knüpft direkt an das NABU-Projekt „Bestandsschutz für seltene Hummelarten in Niedersachsen“ an. Das wesentliche Ziel dieses Projekts ist die Einrichtung einer Fachplattform zur Meldung von Hummelvorkommen in Niedersachsen, der „HummelMap“. Gefördert wird das Projekt von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

Viele ehrenamtlich erhobenen Daten werden heute zwar in Online-Meldesysteme eingegeben, doch die wenigsten Meldungen werden tatsächlich verifiziert und können damit sinnvoll zum Naturschutz beitragen. Das ist vor allem bei schwierig zu bestimmenden Artengruppen der Fall bzw. bei solchen, für die es nur einen kleinen Kreis von Kenner*innen gibt. Die Hummeln zählen zu dieser Artengruppe. Das neue NABU-Projekt will helfen, die Artbestimmung und das Monitoring gefährdeter Arten für Ehrenamtliche wieder attraktiv zu machen, damit sie sich aktiv für deren Schutz einsetzen können.

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„HummelMap“ ist eine Online-Tierarten-Erfassungsplattform für ehrenamtliche Hummel-Expert*innen. Sie umfasst eine Datenbank und Verbreitungskarte mit hochverifizierten Daten, in denen detaillierte Angaben zum Erfassungsort und zum erfassten Individuum selbst gemacht werden können. Die Daten können mit einem Mausklick professionell ausgewertet werden. Angemeldete Nutzer*innen werden Teil der Community von „HummelMap“. Sie können gemeldeten Arten prüfen und verifizieren, wenn es sich beispielsweise um eine sehr schwierig zu bestimmende Art handelt oder der Fundort für die Art ungewöhnlich ist. Das Besondere an der HummelMap-Community ist, dass alle die Möglichkeit haben, aktiv an der Weiterentwicklung der Erfassungsplattform mitzuwirken und eigene Ideen miteinzubringen.

Dazu soll es einen regelmäßigen Austausch und Netzwerk-Treffen geben. Damit auch Hummel-Einsteiger*innen dem Portal beitreten können, werden in einigen Schwerpunktregionen Hummel-Bestimmungsseminare angeboten. Wer nach einiger Zeit genügend Erfahrung hat, kann dann in die HummelMap-Community aufgenommen werden.

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Hummeln melden und aktiv zu deren Schutz beitragen

Die Erfassungsmethode wird an das Tierarten-Erfassungsprogramm des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) angelehnt. Die Einwilligung der Erfasser*innen vorausgesetzt, können die Daten so auch dem behördlichen Naturschutz zur Verfügung gestellt werden. Damit kann jede*r einen sehr wertvollen Beitrag zum Naturschutz leisten. Denn durch eine fortwährende Erfassung von Hummeldaten verbessern sich die Kenntnisse über die Verbreitung, die Bestandsentwicklung sowie der Gefährdung bestimmter Arten erheblich.

Ehrenamtliche Naturschützer*innen können so beispielsweise eine Grundlage für die Erstellung aktueller Roten Listen liefern und aufgrund der Beobachtungsdaten können gezielt Artenschutzprogramme und –maßnahmen entwickelt werden – so auch in dem aktuell laufenden NABU-Niedersachsen Projekt „Bestandsschutz seltener Hummelarten in Niedersachsen“. Damit die Daten direkt vor Ort eingegeben werden können, wird eine App für mobile Endgeräte entwickelt. Wer keinen Zugang zu dem Meldeportal hat, kann die Informationen auf der Internetseite einsehen, allerdings ohne Detailinformationen und genauen Fundortangaben – so wird ein Datenmissbrauch verhindert.

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Ein weiteres Zeil ist die Etablierung eines professionelles Hummelmonitorings durch Ehrenamtliche in Niedersachsen. Dazu wird es in Schwerpunktregionen eine Einführung und Begleitung durch das Projektteam geben. Die erfassten Daten werden, sobald die HummelMap erstellt ist, in die Meldeplattform eingegeben.

Ein regelmäßiges Hummelmonitoring hilft, wertvolle Kenntnisse über die Verbreitung, die Bestandsentwicklung sowie der Gefährdung von Hummelarten zu erhalten. – Foto: Nicole Feige

Angelehnt ist „HummelMap“ an die NABU-Niedersachsen Projekte „HerpetoMap“ und „BatMap“

Online-Meldesystem für Amphibien und Reptilien bzw. Fledermäuse, an denen viele fachkundige Ehrenamtliche mitwirken.

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Hier geht es zur Pressemeldung auf der Website
Quelle: niedersachsen.nabu.de

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