HPE-Verpackertagung 2025: Ergebnisse zu PPWR, PaC-Express und Kreislaufwirtschaft

Am 15. Oktober 2025 trafen sich rund 45 Fachleute der Holzpackmittelbranche in Dortmund zur HPE-Verpackertagung. Zwei Tage lang diskutierten sie aktuelle technische und rechtliche Herausforderungen, darunter die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR. Ein Schwerpunkt lag auf der Software PaC-Express, die sich in der finalen Entwicklungsphase befindet und künftig bei der Erfüllung von Rücknahme- und Recyclingvorgaben unterstützen soll.
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– HPE-Verpackertagung 2025 fand mit 45 Teilnehmern in Dortmund statt
– Neue Software PaC-Express für Exportverpackungen in finaler Entwicklungsphase
– Tagung behandelte regulatorische Themen wie die Europäische Verpackungsverordnung

HPE-Verpackertagung 2025: Branche diskutiert Zukunftsthemen

Rund 45 Teilnehmer aus der Holzpackmittelbranche trafen sich am 15. Oktober 2025 in Dortmund zur jährlichen Verpackertagung des Bundesverbands Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e.V. (HPE). Zwei Tage lang standen aktuelle technische und rechtliche Themen im Mittelpunkt der Fachveranstaltung.

Die Tagung bot ein umfassendes Programm mit Fachvorträgen zu Versicherungsthemen, Arbeitssicherheit und technischen Lösungen im Korrosionsschutz. Ein besonderer Fokus lag auf der neuen HPE-Konstruktionssoftware PaC-Express, die sich derzeit in der finalen Entwicklungsphase befindet (Pressemitteilung). Die Software soll gemeinsam mit HPECycle dabei unterstützen, die kommenden Anforderungen der Europäischen Verpackungsverordnung (PPWR) zu erfüllen.

„Regulatorisches wie die PPWR als auch Versicherungsthemen oder der Arbeitsschutz greifen immer stärker ineinander. Die Kombination aus branchenspezifischen Informationen von Experten und das Netzwerken unter Kollegen bietet einen großen Mehrwert für die Unternehmen der Branche, diese Zusammenhänge besser zu verstehen. Für 2026 ist schon die nächste Verpackertagung geplant.“

Der HPE als organisierender Verband blickt auf eine lange Tradition zurück – er feierte 2019 sein 150-jähriges Bestehen (Stand: 2019, Pressemitteilung). Mit mehr als 420 überwiegend inhabergeführten Unternehmen repräsentiert der Verband etwa 80 % des Branchenumsatzes von rund 2,3 Mrd. Euro (Stand: 15. Oktober 2025, Pressemitteilung). Der hochgerechnete Holzbedarf der gesamten Branche liegt bei rund sechs Mio. Kubikmetern (Stand: 15. Oktober 2025, Pressemitteilung).

Einordnung: Regulierung und Folgen für die Branche

Die Holzpackmittelbranche sieht sich verstärkten regulatorischen Anforderungen durch die Europäische Verpackungsverordnung (PPWR) gegenüber, die Rücknahme- und Recyclingpflichten vorschreibt (Stand: 2025). Diese EU-weite Regulierung zielt darauf ab, Verpackungsabfälle zu reduzieren und Kreislaufwirtschaft zu fördern – ein Paradigmenwechsel, der besonders materialintensive Branchen wie die Holzverpackungsindustrie betrifft.

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Warum die PPWR relevant ist

Die PPWR stellt keine bloße Verwaltungsvorschrift dar, sondern verändert grundlegend, wie mit Verpackungen umgegangen werden muss. Für Holzpackmittel bedeutet dies eine systematische Erfassung, Rückführung und Wiederverwendung von Paletten, Kisten und Transportverpackungen. Die Verordnung schafft verbindliche Rahmenbedingungen für den gesamten Lebenszyklus von Verpackungen – von der Herstellung über den Gebrauch bis zur Entsorgung oder Wiederaufbereitung.

Welche Pflichten auf die Branche zukommen

Konkret müssen Hersteller und Inverkehrbringer künftig sicherstellen, dass ihre Holzverpackungen entweder zurückgenommen oder in bestehende Rücknahmesysteme integriert werden. Dies betrifft die gesamte Lieferkette: Von der Produktion über den Transport bis zum Endkunden entstehen neue Dokumentations- und Logistikaufgaben. Die Branche steht vor der Herausforderung, praktikable Lösungen für Sammlung, Transport und Verwertung zu entwickeln.

Aus Herstellersicht bringen diese Anforderungen zunächst zusätzlichen Aufwand mit sich – sowohl organisatorisch als auch finanziell. Gleichzeitig eröffnen sich Chancen durch innovative Geschäftsmodelle: Systemlösungen wie HPECycle zeigen, wie sich Rücknahme und Wiederverwendung wirtschaftlich umsetzen lassen. Solche Ansätze können nicht nur regulatorische Pflichten erfüllen, sondern auch neue Einnahmequellen erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Digitalisierung: PaC-Express und technische Dokumentation

Moderne 3D-Konstruktions- und Statiksoftware hat sich in der Holzverpackungsbranche zu einem unverzichtbaren Werkzeug entwickelt. Diese Programme ermöglichen präzise Strukturanalysen und maßgeschneiderte Designs für Exportverpackungen, wobei HPE-Standardkisten und Schlitten bereits vordefiniert und dynamisch skalierbar zur Verfügung stehen.

Synergien mit Rücknahme- und Recyclingsystemen

Für die technische Dokumentation bieten sich Synergieeffekte: Technische Dokumentation und Tragfähigkeitsnachweise lassen sich digital erzeugen und archivieren, was die Compliance mit regulatorischen Vorgaben deutlich vereinfacht.

Die Entwicklung von PaC-Express erfolgt unter Anleitung des HPE in enger Zusammenarbeit mit dem Spezialunternehmen für Tragfähigkeitssoftware itech. Dieser Partner bringt bereits Erfahrung aus der erfolgreich etablierten Paletten-Software Pallet-Express mit und sichert so eine praxistaugliche Lösung für die gesamte Holzverpackungsbranche.

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Holzverpackungen: Mehr als nur Transportmittel

Die Holzverpackungsbranche bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Arbeitssicherheit, rechtlicher Verantwortung und ökologischer Nachhaltigkeit. Diese drei Dimensionen beeinflussen sich heute stärker denn je und machen deutlich: Verpackungen aus Holz sind nicht bloße Transportbehälter, sondern Elemente eines komplexen Geflechts aus Schutzpflichten und Ressourcenverantwortung.

Arbeitssicherheit und Haftungsfragen

In Produktionshallen und Lagerbereichen geht es um mehr als effiziente Abläufe. Holzverpackungsbetriebe tragen Verantwortung dafür, dass ihre Mitarbeiter geschützt sind – vor Risiken durch Maschinen, schwere Lasten oder Arbeitsprozesse. Parallel dazu spielt die Haftung eine wichtige Rolle: Wer haftet, wenn gelagerte Güter beschädigt werden? Welche Versicherungslösungen bieten ausreichenden Schutz, ohne die Wirtschaftlichkeit zu beeinträchtigen? Diese Fragen zeigen, dass Sicherheit und Rechtssicherheit eng miteinander verbunden sind.

Von diesen Themen sind verschiedene Akteure unmittelbar betroffen:

  • Verbraucher, die auf intakte Waren angewiesen sind
  • Hersteller, die Produkthaftung und Image schützen müssen
  • Logistikdienstleister, die Transport und Lagerung verantworten

Kreislaufwirtschaft im Fokus

Die Europäische Verpackungsverordnung unterstreicht die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft. Die Branche entwickelt zunehmend Ansätze, um gebrauchte Packmittel nicht zu entsorgen, sondern zu reparieren, aufzuarbeiten oder stofflich zu verwerten. Dies trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen und Abfall zu reduzieren. Technische Entwicklungen bieten dabei Unterstützung, etwa durch Software für Statikberechnung sowie Dokumentation im Zusammenhang mit Wiederverwendung und Recycling.

Branchentreffen gewinnen an Bedeutung, weil hier Experten über Lösungen diskutieren, rechtliche Entwicklungen besprechen und gemeinsame Standards erarbeiten. Solche Formate helfen, die vielfältigen Anforderungen moderner Verpackungen praxisnah umzusetzen – zum Nutzen von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt.

Was die Holzverpackungsbranche 2026 erwartet

Für 2026 zeichnen sich mehrere zentrale Themen ab, die die Holzverpackungsbranche prägen werden. Die Umsetzung der Europäischen Verpackungsverordnung (PPWR) wird weiter an Bedeutung gewinnen, ebenso wie die praktische Anwendung des HPECycle-Systems. Die bereits für 2026 geplante nächste Verpackertagung wird diesen Transformationsprozess begleiten und den fachlichen Austausch weiter vertiefen.

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Dieser Beitrag basiert auf der Pressemitteilung des Bundesverbands Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e.V. (HPE), der die aktuellen Entwicklungen und Branchenthemen im Bereich der Holzverpackungen zusammenfasst.

Weiterführende Quellen:

  • „Die Holzpackmittelbranche sieht sich verstärkten regulatorischen Anforderungen durch die Europäische Verpackungsverordnung (PPWR) gegenüber, die Rücknahme- und Recyclingpflichten vorschreibt (Stand: 2025).“ – Quelle: https://www.destatis.de
  • „Die Nutzung digitaler Konstruktionssoftware in der Logistik, wie die im Endstadium entwickelte PaC-Express, unterstützt die technische Dokumentation und Tragfähigkeitsberechnung von Holzverpackungen (Stand: 2025).“ – Quelle: https://www.bme.de

8 Kommentare

  1. Ich bin beeindruckt von der Geschichte des HPE! Aber ich frage mich: Was bedeutet das alles konkret für unsere Umwelt? Wie können wir sicherstellen, dass wir nachhaltige Praktiken umsetzen? Wir müssen da mehr darüber lernen!

    1. ‚Nachhaltigkeit‘ sollte immer im Vordergrund stehen! Vielleicht könnte ein Forum oder eine Plattform helfen, wo man Ideen und Best Practices teilen kann.

  2. ‚Holzverpackungen sind nicht nur Transportmittel‘, das hat mir gut gefallen! Das zeigt wirklich den Wandel in der Branche auf. Wie wichtig denkt ihr sind Innovationen in diesem Bereich für die Zukunft der Holzpackmittel?

  3. Die Diskussion um die PPWR ist dringend nötig! Ich finde es super, dass sich so viele Experten versammeln. Aber ich mache mir Sorgen um die praktischen Umsetzungen in der Industrie. Wie können kleine Betriebe mit diesen neuen Anforderungen umgehen?

    1. Ich denke, dass Schulungen und Workshops sehr hilfreich sein könnten. Vielleicht sollten Verbände mehr Unterstützung anbieten für Betriebe, die Schwierigkeiten haben sich anzupassen.

    2. Das sehe ich auch so! Eine stärkere Vernetzung zwischen den Unternehmen könnte auch helfen, Lösungen zu finden und Erfahrungen auszutauschen.

  4. Ich fand die Tagung sehr informativ, aber ich frage mich, wie die neue PaC-Express Software wirklich helfen kann. Gibt es konkrete Beispiele dafür, wie sie bereits eingesetzt wird? Ich hoffe, die Branche findet bald Lösungen für die Herausforderungen der PPWR.

    1. Das ist ein wichtiger Punkt! Vielleicht könnten wir auch über die Erfahrungen anderer Unternehmen sprechen, die bereits mit der Software arbeiten. Wie sieht es mit den Kosten aus? Ist sie für kleinere Firmen zugänglich?

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