Homecare 2025: Zukunftssichere Versorgung, digitale Lösungen und erweiterte Pflegekompetenzen im Fokus des BVMed-Kongresses

Beim BVMed Homecare-Management-Kongress am 23. und 24. September 2025 in Berlin fordern Hilfsmittelanbieter und Homecare-Unternehmen, gleichwertig qualifizierten Pflegefachpersonen dieselben Heilkundebefugnisse und den Zugang zur elektronischen Patientenakte wie Pflegediensten zu gewähren. Zudem verlangen sie konsequenten Bürokratieabbau, eine Digitalisierungs­offensive und mehr unternehmerische Freiräume, um die Homecare als zentrale Säule der Ambulantisierung zu stärken und dem Fachkräftemangel sowie dem demografischen Wandel wirksam zu begegnen.
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– Branchenexpert:innen fordern Einbeziehung aller Pflegefachpersonen in gesetzliche Befugniserweiterung (23./24. Sept. 2025, Berlin)
– Regierungsfraktionen unterstützen Änderungsanträge zum BEEP für gleiche Kompetenzen und ePA-Zugang
– Homecare-Unternehmen als wichtige Säule der Ambulantisierung fordern mehr Freiräume und Digitalisierung

Homecare-Management-Kongress 2025: Gleichberechtigung und Digitalisierung in der ambulanten Pflege

Am 23. und 24. September 2025 versammelten sich in Berlin über 120 Fachleute zum elften Homecare-Management-Kongress des BVMed. Im Mittelpunkt stand die Forderung, alle Pflegefachpersonen mit gleichen Qualifikationen in die ambulanten Versorgungsstrukturen einzubinden – insbesondere die Fachkräfte von Hilfsmittel-Leistungserbringern und Homecare-Unternehmen. Aktuell schließt das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) Menschen aus, die keinen Pflegedienst haben. Das kritisierte Daniela Piossek, Sprecherin des BVMed-Arbeitskreises Ambulante Versorgung, mit deutlichen Worten: „Bislang lässt das Gesetz Patient:innen in der Häuslichkeit, die keinen Pflegedienst haben, völlig außen vor.“

Die Teilnehmer:innen forderten klar, den Freiraum für den Ausbau von ambulanten Leistungsangeboten zu schaffen. Nach Ansicht von BVMed-Vorstand Stefan Geiselbrechtinger kommt es darauf an, „den Freiraum zu haben, um Leistungsangebote im ambulanten Bereich auf- und auszubauen.“ Der Wandel hin zu mehr Ambulantisierung macht die Homecare-Versorgung zu einer unverzichtbaren Säule. Carla Meyerhoff Grienberger vom GKV-Spitzenverband bestätigte: „Die Homecare-Versorgung ist eine wichtige Säule im Rahmen der zunehmenden Ambulantisierung.“

Zudem steht eine politische Veränderung an: Aktuell beraten Gremien über Änderungsanträge zum BEEP, um allen Pflegefachpersonen gleiche Kompetenzen zuzugestehen und Hilfsmittel-Leistungserbringern Zugang zur elektronischen Patientenakte (ePA) zu ermöglichen. Simone Borchardt, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, betonte den Wert von Investitionen in Hilfsmittel und Homecare: „Politik müsse mehr in Wertschöpfungsketten denken – so seien Investitionen in Hilfsmittel und Homecare sinnvoll, um Pflegefälle oder Hospitalisierungen zu vermeiden.“ Sie sprach sich dafür aus, dass Homecare-Pflegefachpersonen die gleichen Befugnisse erhalten wie Pflegedienste. Dr. Christos Pantazis von der SPD ergänzte: „Wir müssen beim Bürokratieabbau noch eine Schippe drauflegen und die Vorteile der Digitalisierung besser nutzen, um dem Fachkräftemangel aufzufangen.“ Sein Appell richtete sich an eine patientenorientierte Gesundheitspolitik: „Wir müssen die Gesundheitspolitik von den Patient:innen her denken, nicht von den Leistungserbringern.“

Die Realität zeigt, dass fast 7 von 10 Patient:innen allein von ihren Angehörigen versorgt werden, ohne Pflegedienst. Gleichzeitig sind gleichwertig qualifizierte Pflegefachkräfte aus Homecare-Unternehmen von der aktuellen Befugniserweiterung ausgeschlossen. Piossek kritisierte: „Gleichwertig qualifizierte Pflegefachkräfte aus Homecare-Unternehmen müssen im Rahmen ihrer Tätigkeit auch heilkundliche Tätigkeiten gemäß § 15a Absatz 1 Nummer 1 und 3 SGB V erbringen dürfen!“ Der Verband betont: „Es geht nur mit Homecare.“

Neben der Erweiterung von Kompetenzen steht die Forderung nach mehr unternehmerischer Freiheit im Raum. Für den Ausbau der Versorgung seien flexiblere gesetzliche Rahmenbedingungen unabdingbar, um neue Angebote zu gestalten und qualifizierte Mitarbeitende im ambulanten Bereich zu gewinnen. Norbert Bertram, Geschäftsführer des Homecare-Verbands VVHC, warnte jedoch vor bürokratischen Hürden: „Sanitätshäuser und Homecare-Unternehmen versorgen vor Ort und haben den Patienten im Mittelpunkt. Das werden wir auch weiterhin tun – und müssen dann mit den Krankenkassen mühsam verhandeln, wie wir das vergütet bekommen.“

In der Diskussion wurde auch die Finanzierung thematisiert. Antje Kapinsky vom Ersatzkassenverband plädierte für eine effizientere Ausgabenseite, angesichts des demografischen Wandels: „Wir müssen auf die Ausgabenseite schauen und das Geld sinnvoller ausgeben.“ Dem gegenüber stellte Ates Gürpinar von der Linken den Blick auf die Einnahmen: „Wir müssen auf die Einnahmenseite schauen und beispielsweise die Beitragsbemessungsgrenze erhöhen.“ Aktuell werden bis 2025 voraussichtlich 12 Milliarden Euro jährlich für Hilfsmittel ausgegeben, mit einer Verdopplung der Ausgaben in den letzten zehn Jahren.

Der Ruf nach Digitalisierung zog sich durch alle Beiträge. Effizientere Prozesse und transparente Abläufe sind notwendig, um Versorgungslücken zu schließen und den Fachkräftemangel zu mildern. Stefan Geiselbrechtinger unterstrich: „Dafür brauchen wir eine konsequente Digitalisierung, weil sie Prozesse transparent und messbar macht. Wir müssen im Gesundheitswesen massiv an der Effizienz arbeiten.“

Nicht zuletzt stand die Qualität der Versorgung im Fokus, besonders bei spezialisierten Patientengruppen wie Stomaträger:innen. Margarete Wieczorek von der Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz und Wunde hob hervor, dass die spezialisierte Pflege entscheidend sei, um Folgeschäden zu vermeiden. Die Patient:innenvertreter der Stoma-Welt unterstrichen: „Eine qualitätssichere Hilfsmittelversorgung ist für Stomaträger:innen der Schlüssel für Lebensqualität.“ Dabei dürfe die Auswahl der Produkte nicht nur nach Kosten, sondern nach der Notwendigkeit für die Patient:innen erfolgen.

Als Schlusspunkt skizzierte die Keynote die Chancen nachhaltiger Praxis im Gesundheitswesen. Dabei setzen Experten auf Recycling, Upcycling und Ressourcenschonung als Beitrag zur CO₂-Reduktion: „Wir können einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung des Gesundheitswesens leisten: durch die Implementierung von Prinzipien wie Recycling, Upcycling, Ressourcenschonung und die Umsetzung des Gedankens einer Kreislaufwirtschaft.“ Die Transformation erfordere ausreichend finanzielle Mittel sowie konsequente vertragliche Nachhaltigkeitsregeln.

Der Homecare-Management-Kongress 2025 zeigte eindrücklich, wie eng vernetzt Kompetenz- und Rechtsfragen, Digitalisierung, Finanzierung und Nachhaltigkeit zusammenspielen, um die ambulante Versorgung von morgen zu sichern.

Pflegekompetenzen erweitern: Reformen im Fokus der Gesundheitspolitik

Die Debatte um die Ausweitung der Pflegekompetenzen gewinnt an Fahrt, während die Herausforderungen der ambulanten Versorgung zunehmend ins Zentrum gesundheitspolitischer Diskussionen rücken. Aktuell setzen sich Gesetzgeber, Interessenverbände und Expert:innen intensiv mit der Frage auseinander, wie Pflegefachpersonen sowie Homecare-Anbieter besser in die ambulante Versorgung eingebunden werden können. Dabei spielt das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) eine zentrale Rolle.

Bislang schließt das Gesetz Pflegefachkräfte aus Homecare-Unternehmen sowie Hilfsmittel-Leistungserbringer bei der Befugniserweiterung aus, obwohl deren Qualifikationen denen von Pflegekräften in Pflegediensten entsprechen. Dies führt nach Ansicht von Branchenvertreter:innen zu Versorgungslücken – insbesondere für Patient:innen, die zuhause betreut werden, ohne einen Pflegedienst in Anspruch zu nehmen. Die Forderung nach Gleichberechtigung aller Pflegefachpersonen prägt die aktuelle Diskussion.

Der Deutsche Caritasverband hält eine umfassende Erweiterung der Kompetenzen für Pflegefachpersonen für notwendig. Dazu zählt ausdrücklich die Erlaubnis zur Heilkundeausübung sowie eine stärkere Flexibilisierung des Leistungsrechts im Sozialgesetzbuch XI. Mit Blick auf den Bedarf für mehr Entscheidungs- und Handlungsspielräume betont der Verband den unverzichtbaren Beitrag spezialisierter Pflegekräfte in der häuslichen Versorgung.

Argumente der Verbände und Parteien

Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Simone Borchardt, hebt die Bedeutung von Hilfsmitteln und Homecare für die Versorgung zuhause hervor. Sie unterstützt den Ansatz, Homecare-Pflegefachpersonen aufgrund ihrer vergleichbaren Qualifikation die gleichen Kompetenzen zuzugestehen wie Mitarbeitenden in Pflegediensten. Auch die Anbindung an die elektronische Patientenakte (ePA) sollte laut Borchardt für alle Leistungserbringer möglich sein, um eine transparente Versorgung zu gewährleisten.

Ihr zustimmend äußert sich Dr. Christos Pantazis von der SPD. Er fordert einen stärkeren Bürokratierabbau und sieht Nachbesserungsbedarf bei der Befugniserweiterung. Pantazis unterstreicht, dass nicht immer Ärzt:innen die alleinige Verantwortung tragen müssen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und die Versorgung konsequent an den Bedürfnissen der Patient:innen auszurichten.

Deutlich unterschiedliche Akzente setzt Ates Gürpinar von der Partei Die Linke. Er betont, dass die Politik zwar die Problematik erkannt habe, die Lösungsansätze jedoch stark voneinander abweichen. Gürpinar fordert eine stärkere finanzielle Beteiligung zur Entlastung der Krankenkassen, beispielsweise durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze – um langfristig die Versorgung im ländlichen Raum sicherzustellen.

Auf der anderen Seite sieht Antje Kapinsky vom Ersatzkassenverband vdek Reformbedarf vor allem bei der Ausgabenseite des Gesundheitssystems. Sie verweist darauf, dass Kassen über ausreichend Mittel verfügten und mahnt an, Gelder effizienter einzusetzen. Kapinsky spricht sich für innovative Ansätze und eine bessere Steuerung des Fachkräfte- und Leistungseinsatzes aus, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern.

Die Geschäftsleitung von Homecare-Anbietern, vertreten durch Stefan Geiselbrechtinger (BVMed), appelliert an die Politik, unternehmerische Freiräume zu schaffen und die Digitalisierung konsequent voranzutreiben. Nur so lasse sich die Qualität und Effizienz der häuslichen Versorgung steigern. Geiselbrechtinger fordert, die bestehenden Angebote zu erhalten und auszubauen, um eine funktionierende Basis für die weitere Ambulantisierung zu schaffen.

Zugleich unterstreichen Vertreter:innen aus dem Homecare-Bereich den Widerspruch im aktuellen Gesetz: Einerseits sieht das Pflegebefugnis-Erweiterungsgesetz die Stärkung der Pflegefachkompetenzen vor, doch profitierten konkret nur Patient:innen mit ärztlicher oder Pflegedienstversorgung. Daniela Piossek, Sprecherin des BVMed-Arbeitskreises Ambulante Versorgung, kritisiert: „Gleichwertig qualifizierte Pflegefachkräfte aus Homecare-Unternehmen sind bei der Befugniserweiterung nicht eingeschlossen“. Dies verwehrt spezialisierten Pflegefachkräften gerechte Rechte zur Ausübung heilkundlicher Tätigkeiten.

Diese Debatte illustriert die komplexen Interessenlagen zwischen Kostenträgern, Leistungserbringern und politischen Akteuren. Während Krankenkassen eine effiziente Mittelverwendung und Qualitätssteigerung fordern, drängen Pflegeanbieter auf mehr Handlungsspielräume. Die politische Landschaft reflektiert diese Spannungen mit unterschiedlichen Akzentsetzungen und Lösungsansätzen – vom umfassenden Kompetenzausbau bis zur gezielten Steuerung von Ausgaben und Innovationen.

Der aktuelle Diskurs um die Pflegekompetenzen veranschaulicht ein zentrales Spannungsfeld: Einerseits erfordert die ambulante Versorgung eine stärkere Integration spezialisierter Pflegefachpersonen, um den demografischen und fachlichen Herausforderungen gerecht zu werden. Andererseits stehen finanzielle Rahmenbedingungen und bestehende Versorgungsstrukturen einer schnellen Reform im Wege.

Homecare und ambulante Versorgung bleiben somit zentrale Politikfelder, in denen die nächsten Gesetzesinitiativen und Verbandspositionen den Kurs für eine moderne, patientenorientierte Pflege befähigen werden.

Wachstum und Herausforderungen in Medizintechnik und Homecare

Die Medizintechnik-Branche in Deutschland verzeichnet anhaltendes Wachstum und steht zugleich vor komplexen Herausforderungen. Im Jahr 2024 beschäftigte der Sektor laut Gesundheitswirtschaftlicher Gesamtrechnung des WifOR-Instituts 212.100 Menschen und erzielte eine Bruttowertschöpfung von rund 19,7 Milliarden Euro. Mit über 1.500 Herstellern, von denen 93 Prozent kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind, erreichte die Branche einen Gesamtumsatz von mehr als 41 Milliarden Euro ohne Kleinstunternehmen. Berücksichtigt man diese, klettern die Umsätze auf knapp 55 Milliarden Euro. Dabei stammt 68 Prozent des Umsatzes aus dem Auslandsgeschäft, unterstreicht die globale Bedeutung deutscher Medizintechnik.

Diese wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich direkt auf die Versorgungssituation aus. Die steigenden Zahlen verdeutlichen eine wachsende Bedeutung medizintechnischer Produkte und Homecare-Dienstleistungen als Schlüssel für eine umfassende Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig erlebt der Homecare- und Hilfsmittelbereich eine zunehmende Nachfrage, bedingt durch die alternde Gesellschaft und die verstärkte Ambulantisierung. Die Versorgung in der Häuslichkeit gewinnt an Gewicht, doch steht sie vor Herausforderungen wie Finanzierung und umfassender Einbindung in die Versorgungsstrukturen.

Kennzahl Wert 2024 Tendenz / Bemerkung
Beschäftigte in der Medizintechnik-Branche 212.100 Wachstum im Vergleich zu Vorjahren
Bruttowertschöpfung Medizintechnik (in Mrd. €) 19,7 Stabil hohes Niveau
Gesamtumsatz (ohne Kleinstunternehmen, in Mrd. €) 41,0 68 % Exportanteil
Gesamtumsatz (inkl. Kleinstunternehmen, in Mrd. €) 55,0 KMU dominieren die Branche
Ausgaben im Hilfsmittelbereich (vdek, 2025) ca. 12 Milliarden € Verdreifachung in einem Jahrzehnt (fast)

Digitalisierung im Gesundheitswesen

Die Digitalisierung stellt einen zentralen Trend dar, der die Zukunft der Medizintechnik und der ambulanten Versorgung entscheidend prägt. Im Rahmen des elften Homecare-Management-Kongresses der BVMed-Akademie forderten Experten mehr Befugnisse und den verbesserten Zugang zu digitalen Tools für Pflegefachpersonen in Homecare-Unternehmen. Daniela Piossek, Sprecherin des BVMed-Arbeitskreises Ambulante Versorgung, bemängelte, dass Patient:innen ohne Pflegedienst bislang oft außen vor bleiben und betonte die Notwendigkeit, „gleichwertig qualifizierte Pflegefachkräfte aus Homecare-Unternehmen im Rahmen ihrer Tätigkeit auch heilkundliche Tätigkeiten gemäß § 15a Absatz 1 Nummer 1 und 3 SGB V erbringen dürfen“.

Politisch zeichnet sich eine Bereitschaft ab, diese Defizite anzugehen. Gesundheitspolitische Sprecherinnen und Sprecher der Regierungsfraktionen kündigten Änderungen am Gesetz zur Befugniserweiterung an, die gleiche Kompetenzen für Pflegefachpersonen sicherstellen und Hilfsmittel-Leistungserbringern den Zugang zur elektronischen Patientenakte ermöglichen sollen. Dabei steht der Bürokratieabbau im Fokus – ein entscheidender Schritt, um Fachkräfte zu entlasten und Abläufe effizienter zu gestalten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Digitalisierung ist die sektorenübergreifende Versorgung, die nach dem Konzept des „Value-Based-Care“ darauf zielt, nicht den Aufwand, sondern den medizinischen Nutzen zu vergüten. Dieses Modell ermöglicht eine patientenorientierte Gesundheitsversorgung, die Barrieren zwischen ambulantem und stationärem Bereich abbaut und so eine bessere Koordination der Behandlung sicherstellt. Die sektorübergreifende Versorgung wurde bereits 2022 als ein zentraler Ansatz im Gesundheitswesen hervorgehoben, um die komplexen Bedürfnisse der Patienten besser abzudecken.

Prävention gewinnt zusätzlich an Gewicht. Die frühzeitige Erkennung von Erkrankungen und die Förderung gesundheitsfördernder Lebensstile sollen nicht nur individuelle Lebensqualität verbessern, sondern auch dazu beitragen, Kosten und Belastungen im System deutlich zu reduzieren.

Finanzierung und ambulante Versorgung unter Druck

Der Bereich Homecare gilt als wesentliche Säule für eine nachhaltige häusliche Versorgung, stößt jedoch auf finanzielle und rechtliche Hürden. Die Ausgaben für Hilfsmittel näherten sich im Jahr 2025 der Marke von 12 Milliarden Euro, was sich gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt hat. Trotz der guten Produktqualität und der Versorgungssicherheit bestehen Kritikpunkte hinsichtlich der Prozessqualität sowie der Komplexität der Vertragsverhandlungen zwischen Leistungserbringern und Krankenkassen.

Carla Meyerhoff-Grienberger vom GKV-Spitzenverband unterstrich die Rolle von Homecare bei der zunehmenden Ambulantisierung, sah aber auch Potenzial beim Bürokratieabbau, der Digitalisierung und beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um die Versorgung effizienter zu gestalten. Der zunehmende Netzwerkgedanke unter den Gesundheitsakteuren, etwa über das „Team Gesundheit“, soll die Versorgung flächendeckend verbessern – mit dem Prinzip „Wer vor Ort ist, der versorgt“.

Allerdings stehen daran geknüpfte Freiräume und gesetzliche Anpassungen noch aus. So mahnt BVMed-Vorstand Stefan Geiselbrechtinger mehr Spielraum für Homecare-Unternehmen an, „um Leistungsangebote im ambulanten Bereich auf- und auszubauen“ und Fachkräfte für diese Tätigkeiten zu gewinnen. Die finanzielle Sicherstellung solcher Maßnahmen hängt dabei auch an der Reform der Vergütungssysteme und der Stärkung der Prävention, wie die 2025 diskutierten Gesetzesentwürfe signalisieren.

Die Versorgung mit Hilfsmitteln erfordert zudem eine bessere Harmonisierung der Verantwortlichkeiten zwischen Ärzten und Hilfsmittelversorgern. Gefordert wird eine „Blankoverordnung“ im Hilfsmittelbereich, um die Entscheidungskompetenzen klarer zu gestalten und den Aufwand für alle Beteiligten zu verringern. Dies könnte helfen, den Versorgungsprozess zu beschleunigen und die Qualität zu verbessern.


Zentrale Zahlen und Fakten zu Medizintechnik und Homecare im Überblick:

Bereich Wert / Status Quelle/Kommentar
Beschäftigte (gesamt, 2024) 212.100 WifOR, GGR Gesundheitswirtschaft
Bruttowertschöpfung (Mrd. €) 19,7 WifOR
Unternehmen (>20 MA) 1.510 93 % KMU
Gesamtumsatz (Mrd. €) 41 (ohne Kleinstunternehmen) Exportanteil 68 %
Umsatz inkl. Kleinstunternehmen (Mrd. €) 55
Ausgaben Hilfsmittel (2025) ca. 12 Mrd. € vdek
Investitionen F&E rund 9 % des Umsatzes Medizintechnik

Die Medizintechnik und der Homecare-Sektor wachsen konsequent weiter, benötigen jedoch konsequente Reformen in Finanzierung, Prozessgestaltung und Digitalisierung. Nur so lassen sich Patientenversorgung und ambulante Heil- und Hilfsmittelversorgung wohnortnah, effizient und zukunftssicher gestalten.

Gesellschaftliche Bedeutung und Zukunftschancen der Homecare-Versorgung

Die demografische Entwicklung stellt das Gesundheitssystem vor erhebliche Herausforderungen. Mit steigendem Alter wächst die Zahl der Patient:innen, deren Versorgung mehrheitlich zu Hause stattfinden soll. Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel, insbesondere im Pflegebereich, was die Suche nach innovativen Lösungen zur Sicherung der Gesundheitsversorgung notwendig macht. Homecare-Leistungen gewinnen daher an zentraler Bedeutung: Sie ermöglichen eine patientennahe, ambulante Versorgung, entlasten Krankenhäuser und fördern das selbstbestimmte Leben in der Häuslichkeit.

Ein wichtiger Aspekt liegt in der Prävention, wie die BKK ProVita und die Caritas betonen (Stand 2022). Durch den integrativen Ansatz von „Planetary Health“ verbinden sie Gesundheitsförderung mit Nachhaltigkeit, indem sie umweltbedingte Gesundheitsrisiken adressieren und Lebensstilfaktoren in die Versorgung einbeziehen. Prävention durch Gesundheitsförderung verringert Krankenhausaufenthalte und sorgt für langfristige Entlastungen im System.

Um die Versorgung der Zukunft zu gestalten, braucht es neben der fachlichen Qualifikation der Pflegekräfte auch den mutigen Einsatz moderner Technologien. Digitalisierung, Telemonitoring und Künstliche Intelligenz bieten Chancen, Prozesse zu automatisieren und Daten besser nutzbar zu machen. Dies reduziert den Verwaltungsaufwand und macht die Behandlung effizienter. Zugleich muss die Politik den Abbau bürokratischer Hürden vorantreiben, damit Leistungen nicht durch starre Regelungen ausgebremst werden. In diesem Zusammenhang forderte der BVMed auf dem Homecare-Kongress 2025: „Bislang lässt das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung (…) Patient:innen in der Häuslichkeit, die keinen Pflegedienst haben, völlig außen vor“ – eine Diskrepanz, die dringend auszuräumen ist.

Die Versorgungsstrukturen befinden sich im Umbruch: Homecare-Unternehmen versorgen spezialisierte Patientengruppen und brauchen deshalb „mehr Beinfreiheit“, um Angebote flexibel auszubauen. Der Bereich sei eine tragende Säule im Rahmen der zunehmenden Ambulantisierung, wie Experten bestätigen. Gleichzeitig sehen Krankenkassen wachsende Ausgaben im Hilfsmittelbereich, der 2025 erstmals die 12-Milliarden-Euro-Grenze erreichen dürfte. Ausgabensteigerungen erfordern effizientere Prozesse und innovative Versorgungskonzepte, um den Mehrbedarf zu decken, ohne Qualität einzubüßen.

Die Meinungen der Akteure divergieren hinsichtlich der besten Vorgehensweise:

  • Politik: Vertreter:innen der Regierungsfraktionen setzen sich für gleiche Kompetenzen aller Pflegefachpersonen ein und fördern die Anbindung an die elektronische Patientenakte (ePA). Dabei soll für alle Leistungserbringer mehr Transparenz entstehen.

  • Krankenkassen: Sie warnen vor einer Überforderung des Systems durch steigende Kosten, plädieren aber zugleich für Investitionen in Prävention und Digitalisierung. Eine verbesserte Steuerung von Fachkräften und Leistungen gilt als Schlüsselfaktor.

  • Homecare-Unternehmen und Verbände: Sie fordern gesetzliche Anpassungen, die speziell qualifizierte Pflegefachkräfte in ambulanten Versorgungsstrukturen stärken und sie in den Zugang zu digitalen Systemen einbeziehen. Auch Flexibilität bei Verträgen und Bürokratieabbau sind zentrale Anliegen.

  • Selbsthilfevertretungen: Patient:innenorganisationen legen Wert auf eine qualitätsorientierte Versorgung ohne Kostenbegrenzungen, die den individuellen Bedürfnissen gerecht wird.

Prävention und nachhaltige Versorgung

Prävention wird in der Homecare stärker als strategisches Element gesehen und nicht nur als Kostensenkungsmaßnahme. Krankenkassen wie die BKK ProVita verbinden Gesundheitsförderung aktiv mit Nachhaltigkeitszielen. Lebensstil- und Umweltfaktoren, etwa die Auswirkungen des Klimawandels, spielen eine wachsende Rolle bei der Krankheitsprävention. Dabei geht es unter anderem um Ernährung, die maßgeblich CO2-Emissionen im Gesundheitswesen beeinflusst. Auch Vertragsgestaltungen mit Leistungserbringern sollen Nachhaltigkeit stärker berücksichtigen, indem etwa Recycling, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft gefördert werden.

Zentrale Handlungsfelder und Herausforderungen

  • Demografischer Wandel erhöht die Patientenzahlen trotz Fachkräftemangel. Homecare muss diesen Versorgungsbedarf sicherstellen.

  • Bürokratieabbau ist notwendig, um neue Versorgungsformen schneller umzusetzen und Pflegefachpersonen mehr Handlungsspielraum zu geben.

  • Digitalisierung und KI erlauben eine bessere Vernetzung, automatisierte Prozesse und den Zugang zu aktuellen Patientendaten, was Versorgung und Effizienz steigert.

  • Gesetzliche Befugniserweiterungen sollten alle Pflegefachkräfte einbeziehen – insbesondere jene in Homecare-Unternehmen – und so gleiche Bedingungen schaffen.

  • Nachhaltigkeit wird als integraler Bestandteil der Gesundheitsversorgung betrachtet, mit Fokus auf Prävention und umweltbewusste Prozessgestaltung.

  • Kooperation und neue Rollenbilder fördern durch bessere Vernetzung aller Akteure eine patientenorientierte Versorgung im ambulanten Bereich.

Die Versorgung der Zukunft ist ohne die Einbindung von Homecare-Diensten kaum vorstellbar. Sie stellt eine Brücke zwischen Krankenhaus und eigenständiger häuslicher Betreuung dar und ist damit unverzichtbar für eine funktionierende Gesundheitsversorgung in einer alternden Gesellschaft.

Wie sich Homecare, Digitalisierung und Regulierung entwickeln: Ausblick auf die Versorgung von morgen

Die Zukunft der ambulanten Versorgung steht im Zeichen tiefgreifender Veränderungen. Gesetzliche Anpassungen, technologische Fortschritte und eine stärkere Ausrichtung auf Qualitätssicherung prägen das Bild. Insbesondere der Homecare-Sektor, Digitalisierung und das Hilfsmittelverzeichnis (HMV) bilden die Eckpfeiler dieser Entwicklung.

Ein zentraler Trend ist die Weiterentwicklung der Digitalisierung, die Prozesse transparenter und effizienter gestaltet. Stefan Geiselbrechtinger vom BVMed weist darauf hin: „Dafür brauchen wir eine konsequente Digitalisierung, weil sie Prozesse transparent und messbar macht. Wir müssen im Gesundheitswesen massiv an der Effizienz arbeiten.“ Neben der besseren Vernetzung innerhalb der Versorgungsstrukturen gehört dazu auch die Anbindung von Hilfsmittel-Leistungserbringern an die elektronische Patientenakte (ePA). Politik und Verbände drängen darauf, Pflegefachpersonen in der Homecare-Branche gleichberechtigt in diese Systeme einzubinden. Bisher schließt das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) Patient:innen ohne Pflegedienst von diesen Kompetenzen aus. Daniela Piossek vom BVMed kritisiert, dass „gleichwertig qualifizierte Pflegefachkräfte aus Homecare-Unternehmen bei der Befugniserweiterung nicht eingeschlossen“ sind. Ein geplanter Änderungsantrag zielt darauf ab, alle Pflegefachpersonen gleichermaßen zu befähigen und den Zugang zur ePA zu ermöglichen.

Bei der Regulierung wird das Hilfsmittelverzeichnis als Schlüssel zur Versorgung stärker in den Fokus gerückt. Kritik besteht an seiner praktischen Nutzbarkeit und Komplexität. Julius Lehmann vom Kassenärzte-Verband fordert eine „Blankoverordnung im Hilfsmittelbereich“, um Leistungserbringer in der Auswahl der passenden Hilfsmittel zu entlasten. Gleichzeitig betont Dr. Siiri Doka von der BAG Selbsthilfe, das HMV müsse „praxisorientierter und zugänglicher“ werden. Die Forderungen zielen auf eine Vereinfachung des Verordnungsprozesses und mehr Transparenz, die auch den Patient:innen zugutekommt.

Die Sicherung der Versorgungsqualität steht ebenfalls im Mittelpunkt: Spezialisierte Pflegefachpersonen leisten einen wesentlichen Beitrag, um Komplikationen zu vermeiden. Margarete Wieczorek von der Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz und Wunde hebt hervor, dass sie unerlässlich für eine „hochwertige Hilfsmittelversorgung“ sind. Eine präzise und individuelle Versorgung trägt dazu bei, Krankenhausaufenthalte zu reduzieren und Kosten zu senken, wie Manuela Kaser-Brehmer von der AOK Bayern mit konkreten Beispielen unterstreicht.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die nachhaltige Gestaltung der Versorgung. Vor dem Hintergrund wachsender Gesundheitsrisiken durch den Klimawandel thematisierten Expert:innen auf dem Kongress Umweltfaktoren und Ressourcenschonung. Angelica Bergmann von der BKK ProVita nennt Prävention als den „größten Hebel“ für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem. Maßnahmen wie vertragliche Nachhaltigkeitskriterien, Recycling und Kreislaufwirtschaft im Hilfsmittelbereich sollen gleichzeitig ökologische und wirtschaftliche Ziele verbinden. Dorothee Bitters von GWQ ServicePlus betont die Bedeutung messbarer Nachhaltigkeitskennzahlen und kontinuierlicher Qualitätssicherung für eine effektive Umsetzung.

Politisch zeichnet sich eine Phase zielgerichteter Reformen und praxisorientierter Anpassungen ab. Politiker:innen aus mehreren Fraktionen unterstützen eine umfassendere Befugniserweiterung und bessere digitale Anbindung. Simone Borchardt (CDU) sowie Dr. Christos Pantazis (SPD) setzen sich dafür ein, Pflegefachkräften mit gleicher Qualifikation gleiche Kompetenzen zuzugestehen. Zugleich wird Bürokratieabbau als notwendiger Schritt zur Entlastung des Systems und zur Bewältigung des Fachkräftemangels genannt. Ein wichtiger Impuls stammt auch von der FOM Essen: Laut Prof. Matusiewicz ist es entscheidend, die Digitalisierung so weiterzuentwickeln, dass sie patientenzentrierte und effiziente Versorgungsmodelle ermöglicht.

Die nächsten Jahre bringen neben Chancen auch Herausforderungen. Wachsender Finanzbedarf im Hilfsmittelbereich verlangt innovative Finanzierungsmodelle sowie Flexibilität bei Vertragsgestaltungen. René Klinke vom Ersatzkassenverband betont, dass die Finanzierung „zukunftsfest“ sein muss, ohne Qualitätseinbußen oder Leistungskürzungen. Einen klaren Handlungsbedarf sieht er bei der Messbarkeit der Prozessqualität und der Erweiterung vertragsrechtlicher Spielräume. Zugleich erfordert der Wandel eine neue Rollenverteilung, bei der Zusammenarbeit wichtiger wird als starre Zuständigkeiten – das Konzept „Wer kann was?“ verdrängt „Wer darf was?“, so Johanna Nüsken von der BMC.

Insgesamt steht der Homecare-Bereich im Zentrum der Ambulantisierung. Er bietet lösungsorientierte Strukturen, die ein selbstbestimmtes Leben in der Häuslichkeit unterstützen. Ohne eine stärkere Einbindung der Homecare-Pflegefachkräfte und mehr Freiräume für unternehmerische Entwicklung bleibt dieses Potenzial jedoch ungenutzt. Die künftigen gesetzlichen Anpassungen und strategischen Weichenstellungen werden entscheidend sein, um die Versorgung nachhaltig, digital vernetzt und qualitativ hochwertig aufzustellen.

Die folgenden Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung des Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed).

Weiterführende Quellen:

  • „Im Jahr 2024 beschäftigte die Medizintechnik-Branche in Deutschland insgesamt 212.100 Menschen und erwirtschaftete eine Bruttowertschöpfung von 19,7 Milliarden Euro.“ – Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/detail/gesetz-befugniserweiterung-entbuerokratisierung-pflege.html
  • „Laut Bericht von November 2024 plant der Deutsche Caritasverband die Erweiterung und Stärkung der Kompetenzen von Pflegefachpersonen, einschließlich der Heilkundeausübung und der Flexibilisierung des Leistungsrechts im SGB XI.“ – Quelle: https://www.lobbyregister.bundestag.de/inhalte-der-interessenvertretung/regelungsvorhabensuche?filter%5Bministries%5D%5B21.+Wahlperiode%7CBundesministerium+f%C3%BCr+Gesundheit+%28BMG%29%5D=true&page=2&pageSize=100&sort=FIRSTPUBLICATION_DESC
  • „Stand November 2022 betonte die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) die Bedeutung der sektorübergreifenden Versorgung und der Stärkung der Homecare-Versorgung in Deutschland.“ – Quelle: https://www.mit-bund.de/content/sektoruebergreifende-versorgung-und-homecare-versorgung-deutschland-staerken
  • „Laut Bericht von November 2022 kritisierte der BVMed die Regelungslücken im Hilfsmittel-Hinweisgeberschutzgesetz (HHVG) und forderte gesetzliche Klarstellungen, insbesondere bezüglich Ausschreibungen und Vertragscontrolling.“ – Quelle: https://www.bvmed.de/verband/presse/pressemeldungen/5.-homecare-management-kongress-zum-hilfsmittel-reformgesetz-hhvg
  • „Stand November 2022 wies Prof. Dr. David Matusiewicz von der FOM Hochschule in Essen auf die Rolle der Digitalisierung als Treiber von Veränderungen im Gesundheitssystem und der Patientenversorgung hin.“ – Quelle: https://www.bvmed.de/verband/presse/pressemeldungen/5.-homecare-management-kongress-zum-hilfsmittel-reformgesetz-hhvg
  • „Laut Bericht von November 2022 betonte die BKK ProVita die Bedeutung von Prävention und Gesundheitsförderung für pflegebedürftige Menschen im Kontext der Erweiterung der Pflegekompetenz.“ – Quelle: https://www.lobbyregister.bundestag.de/inhalte-der-interessenvertretung/regelungsvorhabensuche?filter%5Bministries%5D%5B21.+Wahlperiode%7CBundesministerium+f%C3%BCr+Gesundheit+%28BMG%29%5D=true&page=2&pageSize=100&sort=FIRSTPUBLICATION_DESC
  • „Stand November 2022 diskutierte die BAG Selbsthilfe die Notwendigkeit einer praxisorientierteren und zugänglicheren Gestaltung des Hilfsmittelverzeichnisses.“ – Quelle: https://www.bvmed.de/verband/presse/pressemeldungen/5.-homecare-management-kongress-zum-hilfsmittel-reformgesetz-hhvg
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10 Kommentare

  1. Die finanzielle Unterstützung für Hilfsmittel muss unbedingt verbessert werden! Es kann nicht sein, dass hochwertige Produkte oft nicht bezahlt werden.

    1. Absolut! Und ich denke auch, dass alle Akteure zusammenarbeiten müssen, um eine bessere Lösung zu finden.

  2. Ich finde es gut, dass über mehr Rechte für Homecare-Anbieter gesprochen wird. Auch sie sollten die gleichen Befugnisse haben wie andere Pflegekräfte.

  3. Die Situation für Pflegefachkräfte in Homecare ist wirklich schwierig. Sie leisten so viel und sind oft unterbezahlt. Wie können wir das ändern?

  4. Ich denke, dass der Fokus auf Digitalisierung in der ambulanten Pflege von großer Bedeutung ist. Wir brauchen unbedingt effizientere Prozesse! Was denkt ihr über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz?

    1. Ja, aber wir müssen sicherstellen, dass dabei der Mensch nicht vergessen wird. Der persönliche Kontakt zu den Patienten ist entscheidend!

  5. Ich finde die Diskussion um die gesetzliche Befugniserweiterung für Pflegefachpersonen sehr wichtig. Es ist wichtig, dass wir auch die Homecare-Anbieter in die Überlegungen einbeziehen. Wie sieht es mit der Umsetzung aus?

    1. Ja, genau! Es sollte mehr Flexibilität geben, damit alle Pflegekräfte gleichberechtigt arbeiten können. Ich hoffe, dass diese Reformen bald Realität werden.

    2. Das sehe ich auch so. Die digitale Anbindung an die Patientenakte sollte für alle gelten, nicht nur für die großen Pflegedienste.

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