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Holzwirtschaft fordert schnellen Bauturbo: Mehr Klimaschutz und Tempo im Wohnungsbau durch Holzbau und Reform der Baupolitik

Die Holzwirtschaft kritisiert den aktuellen „Bauturbo“ der Bundesregierung als zu langsam und verlangt kurzfristig wirksame Maßnahmen für mehr Tempo und Klimaschutz im Wohnungsbau. In ihrem Forderungspapier schlägt der Verband unter anderem eine Senkung der Mehrwertsteuer auf klimafreundliche Bauleistungen, gezielte Kredit- und Bürgschaftsprogramme für Eigenheime, eine verbindliche 30-Prozent-Holzbauquote bei öffentlichen Projekten sowie den Abbau bürokratischer Hürden vor. Damit soll die Baukonjunktur angekurbelt, nachhaltiges Bauen gefördert und dringend benötigter bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden.
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– Kritik an unzureichendem „Bauturbo“ der Bundesregierung, Verantwortung auf Kommunen verlagert. – Senkung der Umsatzsteuer für klimafreundlichen Wohnungsbau von 19 % auf 7 %. – Einführung verbindlicher 30 % Holzbauquote bei öffentlichen Aufträgen gefordert.

Holzwirtschaft kritisiert langsame Wohnungsbaupolitik und fordert sofortige Maßnahmen für mehr Tempo und Klimaschutz

Die Wohnungsbaupolitik der Bundesregierung wird von der Holzwirtschaft als zu zögerlich bewertet. Dabei liegt der Fokus derzeit stark auf den Bundesländern und Kommunen, die über die Umsetzung der Maßnahmen entscheiden. Dies birgt nach Einschätzung des Deutschen Holzwirtschaftsrats (DHWR) die Gefahr, dass wichtige Impulse für mehr Wohnraum und Klimaschutz an Wirkung verlieren. „Der Bauturbo der Bundesregierung ist noch kein Turbo und wirkt nicht kurzfristig. Er nimmt zudem die Bundesländer und Kommunen in die Pflicht, die letztendlich entscheiden, ob sie die Maßnahmen umsetzen oder nicht. Dadurch drohen die positiven Impulse der Maßnahmen zu verwässern.“ fordert DHWR-Präsident Erwin Taglieber.

Der Verband präsentiert deshalb ein Forderungspapier mit Maßnahmen, die direkt vom Bund umgesetzt werden können, um den Bauprozess zu beschleunigen, nachhaltige Bauweisen zu fördern und zugleich den Wohnraummangel zu bekämpfen. Dabei geht es nicht nur um Beschleunigung, sondern auch um den Klimaschutz im Bausektor. „Was wir brauchen, ist ein echter Bauturbo, der auch den Klimaschutz im Bausektor in den Fokus nimmt.“

Im Zentrum der Vorschläge steht unter anderem eine Senkung der Umsatzsteuer auf Bauleistungen im klimafreundlichen und sozialen Wohnungsbau von derzeit 19 Prozent auf 7 Prozent. Diese Maßnahme soll helfen, die Baukosten konkret zu senken, was sowohl Investoren als auch private Bauherren entlastet. Darüber hinaus sollen gezielte Bürgschafts- und Kreditprogramme den Erwerb von Eigenheimen unterstützen.

Der DHWR fordert zudem attraktivere Bedingungen für Sanierung und Aufstockung von Bestandsgebäuden durch verlässliche Förderbedingungen, gedeckelte Kreditzinsen und höhere Zuschüsse für nachhaltige Materialien. Einen besonderen Fokus legt der Verband auf den Holzbau, der mit seiner Klimafreundlichkeit eine Schlüsselrolle bei der Bauwende spielen soll. Dazu schlägt der DHWR eine verbindliche Holzbauquote von 30 Prozent bei öffentlichen Bauprojekten vor, um den Einsatz des Rohstoffs Holz systematisch zu stärken.

Neben finanziellen Anreizen und nachhaltigen Baustoffen mahnt der Verband den Abbau bürokratischer Hemmnisse, etwa durch eine bundesweite Harmonisierung der Bauvorschriften. So könnten langwierige Genehmigungsprozesse entlastet und das Bauen beschleunigt werden.

Mit Blick auf die Politik appelliert Erwin Taglieber klar: „Wenn die Bundesbauministerin diese Maßnahmen jetzt ergreift, kann eine echte Trendwende im Wohnungsbau erreicht werden.“ Damit betont der DHWR die Dringlichkeit eines entschlossenen und unmittelbar wirksamen Handelns des Bundes, um die Baukonjunktur anzukurbeln und gleichzeitig den Klimaschutz wirksam voranzubringen.

Holz als Baubeschleuniger: Bedeutung für Gesellschaft, Klimaschutz und Wohnungsmarkt

Der Wohnungsbau in Deutschland steht vor einer ernsten Herausforderung: Er stockt trotz wachsender Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. Die Gründe dafür liegen in hohen Baukosten, langwierigen Genehmigungsverfahren und einem Mangel an nachhaltigen Baukonzepten. In dieser Debatte gewinnt der Baustoff Holz zunehmend an Bedeutung. Holz gilt als Schlüssel für eine beschleunigte und nachhaltige Bauweise, die gleichzeitig dem Klimaschutz dient und die Wohnraumversorgung verbessern kann.

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Holz als Baustoff verbindet mehrere Vorteile: Es ist nachwachsend, speichert CO₂ und benötigt bei der Herstellung und Verarbeitung weniger Energie im Vergleich zu Stahl oder Beton. Damit leistet der Holzbau einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Bausektors, einem zentralen Ziel auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele. Doch Holzbau steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Für eine echte Trendwende auf dem Wohnungsmarkt muss der Ausbau des Holzbaus gezielt gefördert werden.

Eine effektive Maßnahme wäre die Einführung einer verbindlichen Holzbauquote, etwa von 30 Prozent bei öffentlichen Bauprojekten. Dies würde den Einsatz von Holz massiv stärken, Bauprozesse beschleunigen und den energieintensiven Beton- und Stahlbau reduzieren. Andere Länder zeigen, dass solche Quoten und Förderprogramme nicht nur nachhaltig wirken, sondern auch die Baukosten senken und den Wohnungsmarkt wirksamer entlasten können.

Neben dem Baustoff selbst spielt die Bürokratie eine entscheidende Rolle. Komplexe und uneinheitliche Vorgaben verzögern Bauvorhaben erheblich. Eine bundesweite Harmonisierung der Bauvorschriften könnte den Prozess vereinfachen und beschleunigen. Ebenso wichtig sind neue Förderansätze, die nicht nur die Errichtung, sondern auch die Sanierung und Aufstockung bestehender Gebäude begünstigen – immer mit Fokus auf klimafreundliche Materialien wie Holz.

Der gesellschaftliche Nutzen liegt auf der Hand: Schneller gebaute und klimafreundliche Wohnungen entlasten den Wohnungsmarkt, senken die Kosten für Mieter und tragen zur nachhaltigen Stadtentwicklung bei. Gleichzeitig ist der Holzbau ein Wirtschaftsfaktor, der zahlreiche Arbeitsplätze sichert und Innovationen in der deutschen Holzwirtschaft fördert.

Kurz zusammengefasst eröffnen Holzbau und weniger bürokratische Hürden folgende Chancen:

  • Beschleunigung des Wohnungsbaus durch vorgefertigte, flexible Holzelemente
  • Reduzierung der Baukosten durch geringeren Energie- und Materialaufwand
  • Beitrag zum Klimaschutz dank CO₂-speicherndem Baustoff und energieeffizienter Bauweise
  • Stärkung der regionalen Wirtschaft und Erhalt von Arbeitsplätzen
  • Verlässliche Rahmenbedingungen durch verbindliche Holzbauquoten und harmonisierte Regelwerke

Die Debatte um den Wohnungsbau wird somit zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, bei der Holzbau und vereinfachte Verfahren zentrale Bausteine auf dem Weg zu mehr und nachhaltigem Wohnraum darstellen. Eine konsequente Umsetzung dieser Ansätze kann nicht nur die Baukonjunktur beleben, sondern auch die ökologische Zukunftsfähigkeit des Wohnungsbaus sichern.

Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung des Deutschen Holzwirtschaftsrats (DHWR).

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