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Holzwirtschaft fordert Bündnis zur Holzmobilisierung: Klimaschutz, Arbeitsplätze und die Zukunft des Waldes

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat fordert ein politisches Bündnis von Bund und Ländern, um die nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holznutzung zu stärken. Hintergrund ist die Sorge der Branche vor weiteren Nutzungseinschränkungen, die die Rohholzversorgung gefährden könnten. Die Holzwirtschaft betont dabei die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors und den Beitrag von Holz zum Klimaschutz.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Deutsche Holzwirtschaft fordert ein politisches Bündnis zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzmobilisierung.
  • Ziel ist die Sicherung der Rohholzversorgung und der Beitrag von Holz zum Klimaschutz.
  • Ungenutzte Holzpotenziale in Kleinprivatwäldern sollen stärker mobilisiert werden.
  • Holzbauquote ist niedrig, Ausbau gilt als wichtiger Hebel für Klimaziele und regionale Wertschöpfung.
  • Waldgipfel 2026 soll ressortübergreifende Strategien für nachhaltige Waldpolitik und Waldumbau entwickeln.

– Die deutsche Holzwirtschaft fordert ein politisches Bündnis für nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzmobilisierung.
– Ziel ist ein ressortübergreifendes Bekenntnis von Bund und Ländern zur Sicherung der Rohholzversorgung.
– Die Branche warnt vor EU-Regeln, die die Holzverfügbarkeit weiter einschränken könnten.

Holzwirtschaft fordert klares Bekenntnis zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung

Die deutsche Holzwirtschaft drängt auf eine nachhaltige und aktive Nutzung der heimischen Wälder. Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) fordert von Bund und Ländern ein klares politisches Bekenntnis zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung und ein ressortübergreifendes Bündnis zur Holzmobilisierung. Ziel ist es, gemeinsam die Ressourcen der Wälder zu sichern, den Waldumbau voranzutreiben und die Rohholzversorgung angesichts der wachsenden Herausforderungen zu stabilisieren.

Der DHWR-Präsident Jörn Kimmich unterstrich die Bedeutung eines solchen Bündnisses: „Wir brauchen ein Bündnis zur Holzmobilisierung, in dem sich die relevanten Ministerien zur aktiven und nachhaltigen Waldbewirtschaftung bekennen.“ Er betonte, dass nachhaltig bewirtschaftete Wälder nicht nur Arbeitsplätze in Deutschland sichern, sondern auch einen zentralen Beitrag zum Klimaschutz leisten. „Holz rettet Klima“, so Kimmich, in der gemeinsamen Zielsetzung mit der Bundesregierung.

Einen ähnlichen Aspekt behandelt Natürlicher Klimaschutz an Meeren und Küsten eröffnet neue Perspektiven für Projekte.

In der Pressemitteilung heißt es weiter, dass die Branche angesichts der angespannten Rohholzversorgung vor politischen Einschränkungen warnt.

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat vertritt heute über 70.000 überwiegend mittelständische Betriebe mit 650.000 Beschäftigten*. Diese erzielen einen Jahresumsatz von rund 120 Milliarden Euro und prägen die gesamte Wertschöpfungskette des Holzes in Deutschland – vom Wald bis zum Endverbraucher. Bei dem Gespräch in Berlin nahmen neben Bundesminister Alois Rainer auch Bundestagsabgeordnete sowie Vertreter verschiedener Verbände der Holzwirtschaft teil, darunter der Bundesverband Deutscher Fertigbau, die Deutsche Säge- und Holzindustrie sowie der Verband der Holzwerkstoff- und Innentürenindustrie.

Mit ihrem Aufruf hoffen die Verbände, eine verstärkte politische Unterstützung für eine nachhaltige und resiliente Holzwirtschaft zu gewinnen, um den ökonomischen Beitrag des Holzes für Klima- und Umweltschutz zu sichern.

Hintergrund: Politik, Holzbau und Mobilisierung

Die deutschen Holzverbände fordern eine gezielte und koordinierte Holzmobilisierung durch Bund und Länder, um die Versorgungssituation in der Branche zu verbessern und die Klimaziele durch nachhaltige Holzwirtschaft zu unterstützen.

Regierungsinitiative und Zeitstrahl

Am 21. Juni 2023 verabschiedete die Bundesregierung die sogenannte Holzbauinitiative. Dieser Beschluss markierte einen bedeutenden Meilenstein in der deutschen Klimaschutzpolitik, indem er die Förderung nachhaltiger Holzverwendung und den Ausbau der Holzbranche offiziell vorantrieb.*

Ein Jahr später, am 13. Juni 2024, fand der erste Runder Tisch Holz statt. Dieses Treffen diente der Abstimmung zwischen Bund und Ländern sowie Branchenvertretern, um die Umsetzung der Initiative zu konkretisieren und weitere Maßnahmen zu planen. Diese zeitliche Abfolge – vom Beschluss bis zum ersten Koordinierungstreffen – verdeutlicht den fortlaufenden politischen Willen, den Holzsektor aktiv zu fördern und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu verankern.*

Bedeutung der niedrigen Holzbauquote

Die Holzbauquote bei Ein- und Zweifamilienhäusern liegt bei 26 %, bei Mehrfamilienhäusern unter 5 % (Stand: März 2024).* Die Branche sieht in diesem Anteil einen wichtigen Hebel, um die Klimaziele zu erreichen und die regionale Wertschöpfung zu stärken.

Datum Ereignis Quelle/Stand
21. Juni 2023 Beschluss der Holzbauinitiative durch die Bundesregierung *
13. Juni 2024 Erster Runder Tisch Holz *
März 2024 Holzbauquote in Deutschland *

Diese chronologische Übersicht zeigt, wie die politische Diskussion um Holz und Holzbau in Deutschland wächst und in konkrete Maßnahmen mündet. Die Branche setzt auf eine stärkere Mobilisierung heimischer Holzpotenziale, um die Versorgung in der Branche zu sichern und mehr nachhaltiges Bauen zu ermöglichen. Die Forderung nach einem Bund-Länder-Bündnis zur Holzmobilisierung, die in der Pressemitteilung des Deutschen Holzwirtschaftsrats vom 25. Februar 2026 artikuliert wird, reagiert auf die bestehenden Herausforderungen und ungenutzten Potenziale in Kleinprivatwäldern.*

Insgesamt zeigt sich, dass politische Maßnahmen ergriffen wurden, die Herausforderungen im Holzsektor jedoch weiterhin bestehen. Eine stärkere Kooperation und flexible Förderinstrumente könnten dazu beitragen, die Holzlieferketten in Deutschland zu stabilisieren und die Branche auf nachhaltiges Wachstum auszurichten.

Auswirkungen einer aktivierten Holznutzung auf Klima, Wirtschaft und regionale Räume

Eine verstärkte Nutzung heimischer Holzreserven hat vielfältige gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Folgen. Dabei betrifft es sowohl die Versorgungssicherheit als auch den Klimaschutz und die Rolle kleiner Privatwälder.

In Deutschland umfasst der Begriff „Kleinprivatwald“ Flächen, die vor allem privaten Eigentümern gehören. Diese Wälder bilden das Rückgrat vieler regionaler Forstwirtschaften und sind entscheidend für die lokale Wertschöpfung.

Ungenutzte Holzpotenziale, insbesondere in Kleinprivatwäldern, bleiben derzeit weitgehend unerschlossen. Experten betonen, dass gerade in der aktuellen Situation, geprägt durch die angespannte Rohholzversorgung, eine stärker genutzte Holzförderung auch für die Wirtschaft und die Versorgungssicherheit bedeutsam ist.

Warum Kleinprivatwälder relevant sind

Kleinprivatwälder sind für die regionale Wirtschaft bedeutend. Sie sorgen für Arbeitsplätze, stärken kleine Betriebe vor Ort und sichern die Versorgung mit Holzrohstoffen für die mittelständische Holzbranche. Diese Wälder tragen maßgeblich zur lokalen Wertschöpfung bei. In der aktuellen Situation könnten diese Flächen eine wichtige Rolle bei der Versorgungssicherung spielen.

Aus ökologischer Sicht besteht die Chance, neben der wirtschaftlichen Nutzung, einen nachhaltigen Waldumbau voranzutreiben. Hierbei liegt die Herausforderung darin, ökologische Standards mit der forstwirtschaftlichen Nutzung zu vereinen, sodass beiden Zielen gerecht wird.

Gesellschaftliche Debatten: Wirtschaft im Widerspruch zu Naturschutz

Die Forderung nach verstärkter Holznutzung stößt auf unterschiedliche Meinungen. Während die Holzwirtschaft den Ausbau der Holzförderung fordert, argumentieren Naturschutz- und Wiederherstellungsinitiativen, dass die Waldbewirtschaftung in einigen Fällen auf Kosten des Naturschutzes geht. Kritiker fürchten, dass eine intensive Nutzung vor allem in den Kleinprivatwäldern die Biodiversität gefährden könnte, insbesondere bei altersarmen oder nicht naturbelassenen Flächen.

Das Spannungsfeld zwischen regionaler Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und Naturschutz prägt auch die Diskussionen um den Waldumbau im Rahmen der aktuellen politischen Debatten.

Regionale Effekte und aktuelle Herausforderungen

Die Mobilisierung ungenutzter Holzpotenziale könnte konkret zu mehr Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Betrieben führen. Zudem würde die Versorgung mit regionalem Rohstoff weniger von Importen abhängen, was die Unabhängigkeit erhöht. Die Debatte wurde auch beim Waldgipfel im Frühjahr 2026 thematisiert, bei dem Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Naturschutz unterschiedliche Ansichten austauschten.

Insgesamt steht die Holzwirtschaft vor der Herausforderung, ökonomische Interessen mit nachhaltigen Waldkonzepten zu vereinen. Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig es ist, regionale Wälder aktiv in die Versorgungskonzepte einzubeziehen, um sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Ziele zu verfolgen.

Ausblick: Debatten, Chancen und offene Fragen für die Waldpolitik 2026

Der politische Diskurs wird in den kommenden Monaten maßgeblich von den Diskussionen um den Waldgipfel geprägt. Der Waldgipfel findet am 30. Januar 2026 in Stuttgart statt.* Hier werden zentrale Fragen diskutiert, die die zukünftigen Entscheidungen auf nationaler und Länderebene beeinflussen.

Der Waldgipfel dient als Rahmen, um ressortübergreifende Strategien zu entwickeln. Dabei stehen verschiedene Optionen zur Debatte: Ein mögliches ressortübergreifendes Bündnis zwischen Bund und Ländern, das sich klar zur nachhaltigen und aktiven Waldbewirtschaftung bekennt, ist ein Ansatz. Zudem könnten koordinierte Förderprogramme geschaffen werden, um die Bewirtschaftung besonders in Krisenzeiten zu stärken. Auch die Mobilisierung des Kleinprivatwaldes, der einen bedeutenden Anteil der deutschen Wälder ausmacht, wird als eine entscheidende Maßnahme diskutiert.

Das Ziel ist, den Waldumbau aktiv voranzutreiben, die Rohstoffversorgung zu sichern und die Anpassung an den Klimawandel zu fördern. Die Bundesregierung und die Bundesländer stehen nun vor der Frage, ob sie den Vorschlägen des Deutschen Holzwirtschaftsrats (DHWR) folgen werden. Dabei geht es um die Frage, ob ein gemeinsames und verbindliches Handeln etabliert wird, das den nachhaltigen Schutz und die Nutzung der Wälder in der nächsten Legislaturperiode sichert. Klar ist, dass die kommenden Monate entscheidend sind, um die Weichen für eine nachhaltige Waldpolitik zu stellen.

Die folgenden Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung des Deutschen Holzwirtschaftsrates e. V.

Weiterführende Quellen:

Update: Warum das Thema wichtig bleibt

Holz gehört zu den zentralen Hebeln, wenn Politik Klimaschutz, Waldumbau und regionale Wertschöpfung zusammen denken will. Der Beitrag macht deutlich: Die Holzwirtschaft will die heimische Rohholzversorgung stabilisieren und gleichzeitig aktiv eine nachhaltige Waldbewirtschaftung voranbringen. Gleichzeitig zeigen die Debatten, dass Naturschutzbedenken ernst genommen werden müssen, weil unterschiedliche Ziele aufeinandertreffen.

Für betroffene Menschen und Organisationen – von mittelständischen Holzbetrieben und Verbänden bis hin zu Waldbesitzern, Naturschutzakteuren und der Verwaltung – wird daraus vor allem eine Aufgabe: Ziele zur Versorgungssicherheit und zum Waldumbau so auszugestalten, dass sie mit ökologischen Standards vereinbar bleiben. Entscheidend sind dabei die angekündigten ressortübergreifenden Abstimmungen von Bund und Ländern sowie der Umgang mit ungenutzten Potenzialen im Kleinprivatwald.

Was Leserinnen und Leser jetzt wissen sollten

Warum fordert die Holzwirtschaft ein Bund-Länder-Bündnis?
Damit Bund und Länder sich ressortübergreifend zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzmobilisierung bekennen und so die Rohholzversorgung stabilisieren.

Welche Rolle spielen Kleinprivatwälder in der Debatte?
Sie gelten als wichtig für regionale Wertschöpfung und lokale Forstwirtschaft. Gleichzeitig wird dort ein Teil der Holzpotenziale als bislang ungenutzt beschrieben.

Wieso gibt es Kritik aus dem Naturschutz?
Es wird befürchtet, dass eine intensivere Nutzung – besonders in altersarmen oder nicht naturbelassenen Beständen – Biodiversität gefährden könnte.

Wer entscheidet über die nächsten Schritte?
Der Beitrag nennt vor allem Bund und Bundesländer im Rahmen der anstehenden Waldpolitik. Eine passende Anlaufstelle können Fachstellen, Beratungsstellen oder zuständige Behörden sein.

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