Hilfsorganisationen stärken Demokratie: Klare Position gegen Ausgrenzung, Extremismus und Diskriminierung

Fünf große Hilfsorganisationen – ASB, DFV, DLRG, Johanniter und Malteser – haben in einer gemeinsamen Erklärung ihre klare Haltung gegen Ausgrenzung, Extremismus und Gewalt bekräftigt. Sie verurteilen Angriffe auf Politiker:innen und Einsatzkräfte sowie Geheimpläne zur Vertreibung von Millionen Menschen und betonen, dass ihre Hilfe allen Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion oder politischer Einstellung – offensteht. Gleichzeitig schließen sie Menschen mit menschenfeindlichen und rechtsextremen Einstellungen per Richtlinie aus ihren Reihen aus. Mit diesem Bekenntnis unterstreichen sie ihre Verpflichtung zur demokratischen Grundordnung und wollen den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.
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Inhaltsübersicht

– Fünf große Hilfsorganisationen veröffentlichen gemeinsame Erklärung für Vielfalt, Gleichberechtigung, Ablehnung von Diskriminierung.
– Organisationen verurteilen Gewalt gegen Politiker:innen, Einsatzkräfte und rechtsextreme Ausgrenzungspläne.
– ASB-Richtlinie schließt aktive Beteiligung für Träger menschenfeindlicher, rechtsextremer Positionen aus.

Fünf Hilfsorganisationen bekennen sich klar zu Demokratie und Vielfalt

Die fünf großen Hilfsorganisationen – Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. (ASB), Deutscher Feuerwehrverband (DFV), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst – setzen ein deutliches Zeichen für eine vielseitige und demokratische Gesellschaft, die frei von Diskriminierung bleibt*. Sie betonen ihre Verantwortung, sich unmissverständlich gegen jede Form von Ausgrenzung und Gewalt zu stellen. Besonders kritisch sehen sie die zunehmenden Bedrohungen durch rechtsextreme Gruppen: „**Die freiheitliche demokratische Grundordnung und das friedliche Zusammenleben werden seit Jahren durch rechtsextreme Gruppen bedroht,“ erklärt Knut Fleckenstein, ASB-Bundesvorsitzender. Dabei machen sie klar, dass Humanismus und völkischer Nationalismus unvereinbar sind und sich deshalb diesen Herausforderungen mit Entschlossenheit entgegenstellen.

Die gemeinschaftliche Erklärung der Verbände unterstreicht, dass ihre Hilfe bedingungslos jedem Menschen zugutekommt – ungeachtet von Nationalität, sozialer Herkunft, politischer Einstellung, Religion, sexueller Orientierung oder körperlichen Fähigkeiten. Die Grundlage ihres Handelns bildet die Charta der Vielfalt. Ihre humanitäre Unterstützung richtet sich an alle, die sie benötigen, sei es bei Katastrophen, Unfällen oder im Alltag älterer, kranker Menschen, Kindern, Jugendlichen, Geflüchteten und Obdachlosen.* Ein neues Regelwerk innerhalb der Organisationen schließt zudem eine aktive Beteiligung für Personen aus, die menschenfeindliche und rechtsextreme Positionen vertreten, aus*.

Die Hilfsorganisationen verurteilen mit Nachdruck die Gewalt gegenüber Politiker:innen und Einsatzkräften und legen ihren Fokus auf die kritische Situation, in der sogar Geheimpläne zur Vertreibung von Millionen Menschen existieren*. Ihre Arbeit ist von dem Ziel geprägt, eine gerechte Gesellschaft zu fördern, in der jeder Mensch die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben in Würde erhält*. Politische Meinungsverschiedenheiten seien Teil eines demokratischen Diskurses, doch Angriffe auf demokratische Grundwerte und die Menschenwürde dürften keinen Platz haben. Deshalb lehnen die Verbände Extremismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung entschieden ab*.

Engagierte Menschen, die diese Werte teilen, werden ausdrücklich ermutigt, sich durch ehren- oder hauptamtliches Engagement einzubringen. Dieses Engagement sei essenziell, um Gemeinschaft zu stärken und den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu fördern.*

Warum klare Haltung der Hilfsorganisationen jetzt mehr denn je gebraucht wird

Die Rolle der Hilfsorganisationen in Gesellschaft und Demokratie hat sich in den letzten Jahren spürbar verändert. Angesichts zunehmend aggressiver gesellschaftlicher Strömungen und wachsendem Extremismus rückt ihre öffentliche Positionierung in den Fokus. In einer Zeit, in der Einsatzkräfte immer häufiger Angriffen und Bedrohungen ausgesetzt sind, gewinnen ihre Signale der Solidarität und des gemeinsamen Handelns an Bedeutung. Solche klaren Bekenntnisse wirken weit über die Organisationen hinaus – sie prägen das öffentliche Klima, stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und setzen ein erkennbares Zeichen gegen Hass und Gewalt.

Wachsende Angriffe und Bedrohungen für Einsatzkräfte

Einsatzkräfte erleben nicht nur steigende Anforderungen in ihrer täglichen Arbeit, sondern sehen sich auch vermehrt feindseligen Übergriffen ausgesetzt. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur ihre körperliche und psychische Unversehrtheit, sondern belastet auch das Vertrauen in staatliche und zivilgesellschaftliche Strukturen. Die Bedrohungslage zeigt, wie wichtig eine klare Haltung der Hilfsorganisationen ist, die sich für den Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzt und öffentlich gegen Gewalt eintritt. So kann ein gemeinsames Signal gesetzt werden, das nicht nur abschreckt, sondern auch den sozialen Zusammenhalt fördert.

Vielfalt als Basis für demokratische Stabilität

Die Stärke einer demokratischen Gesellschaft zeigt sich auch in ihrer Vielfalt. Unterschiedliche kulturelle, politische und soziale Hintergründe bilden die Grundlage für Dialog und gegenseitiges Verständnis. Hilfsorganisationen, die diese Vielfalt zum Prinzip machen und verbindlich vertreten, tragen aktiv zur demokratischen Stabilität bei. Ihre Haltung sendet das klare Signal, dass demokratische Werte wie Respekt und Solidarität Grundpfeiler des gesellschaftlichen Miteinanders sind.

Diese Entwicklungen und Herausforderungen lassen sich in folgenden Punkten zusammenfassen:

  • Zunahme von Angriffen und verbalen Bedrohungen gegen Einsatzkräfte erschwert die Arbeit und erfordert Schutzmechanismen
  • Rechtsextreme Umtriebe verstärken gesellschaftliche Spaltungen und gefährden demokratische Grundprinzipien
  • Verstärktes Engagement für Vielfalt ist notwendig, um den demokratischen Zusammenhalt zu stärken
  • Öffentliche Bekenntnisse der Hilfsorganisationen wirken als starke Botschaft gegen Extreme und für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Ausblickend eröffnen diese Herausforderungen auch Chancen: Bürgerschaftliches Engagement kann als Brücke dienen, um gesellschaftliche Polarisierungen zu überwinden und gemeinsam an einer resilienteren, solidarischen Gemeinschaft zu arbeiten. Es ist die Aufgabe der Hilfsorganisationen, diese Möglichkeiten zu nutzen und als starke gesellschaftliche Akteure ihre Haltung klar und sichtbar zu vertreten.


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Gemeinsame Erklärung / Hilfsorganisationen setzen sich für eine vielfältige und …

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