Hightech-Agenda Deutschland: Chemieindustrie warnt vor Innovationslücke – VCI fordert mehr Engagement für den Innovationsstandort

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) sieht in der vom Bundeskabinett verabschiedeten „Hightech-Agenda Deutschland“ zwar ein positives Signal für den heimischen Innovationsstandort, warnt aber, dass sie ohne klare Priorisierung und systematischen Technologietransfer nur ein erster Schritt bleibt. Die Chemiebranche fordert deshalb konkrete Maßnahmen, um Forschungsergebnisse schneller in die Praxis zu überführen und ihren Beitrag als zentraler Treiber für Schlüsseltechnologien wie KI, Quanten- und Biotechnologie zu stärken. Mit einem jährlichen Forschungsbudget von über 16 Milliarden Euro belegt die chemisch-pharmazeutische Industrie bereits jetzt Platz 3 hinter dem Fahrzeugbau und der Elektroindustrie.
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– VCI sieht Hightech-Agenda als ersten Schritt, fordert klare Priorisierung und besseren Technologietransfer.
– Chemie als Schlüsseltechnologie betont, Branche investiert jährlich über 16 Mrd. Euro Forschung.
– Positive Bewertung: Ausbau internationaler Forschungspartnerschaften, Bürokratieabbau und neue Förder- und Finanzierungsinstrumente.

VCI zum Start der Hightech-Agenda: Übergang von Ankündigungen zu konkretem Handeln gefordert

Die Bundesregierung hat mit der heute verabschiedeten Hightech-Agenda Deutschland ein wichtiges Signal für den technologischen Fortschritt im Land gesetzt. Für den Verband der Chemischen Industrie (VCI) ist dies zwar grundsätzlich positiv, doch sieht man darin erst den Anfang eines langen Prozesses. Norbert Theihs, Geschäftsführer des VCI-Hauptstadtbüros, bringt es auf den Punkt: „Gut, dass die Bundesregierung aktiv wird. Doch die Hightech-Agenda ist nur der erste Schritt, wir brauchen endlich Taten. Damit dieser Innovations-Masterplan ein Erfolg wird, müssen die Maßnahmen klar priorisiert und der Technologietransfer von der Forschung in die Praxis jetzt systematisch verbessert werden.“*

Die Hightech-Agenda konzentriert sich auf den Ausbau von Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Quanten- und Biotechnologie. Der VCI begrüßt diese Impulse, betont jedoch zugleich die zentrale Rolle der Chemieindustrie als Fundament und Innovationstreiber für viele Zukunftstechnologien. Theihs ergänzt: „Man darf dabei nicht vergessen: Chemie steckt überall drin. Fast alle Technologien bauen auf Chemie, Pharma und Biotech auf. Dies ist entscheidend, wenn Deutschland im internationalen Wettbewerb bestehen will.“*

Mit einem jährlichen Forschungsbudget von über 16 Milliarden Euro zählt die chemisch-pharmazeutische Industrie zu den Top 3 der forschungsintensiven Branchen in Deutschland – nur der Fahrzeugbau und die Elektroindustrie investieren mehr. Der Verband sieht daher im Ausbau von Kooperationen innerhalb Europas und international, im Abbau von Bürokratie sowie in der Einführung neuer Förder- und Finanzierungsinstrumente wichtige Bausteine, damit die Hightech-Agenda ihre ambitionierten Ziele erreichen kann.

Die Hightech-Agenda soll Deutschland im Bereich der Innovation nachhaltig stärken. Der VCI drängt darauf, dass die großen Ankündigungen nun von konkretem Handeln begleitet werden, um den heimischen Innovationsstandort zukunftsfähig zu gestalten.

Warum die Chemiebranche für Deutschlands Zukunft unverzichtbar ist

Die Chemieindustrie spielt eine zentrale Rolle für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Sie gilt als Motor für Forschung und technologische Entwicklungen, der weit über die Branche hinausreicht. Im Vergleich zu anderen Schlüsselindustrien wie dem Fahrzeugbau oder der Elektroindustrie investiert die chemisch-pharmazeutische Industrie mit über 16 Milliarden Euro jährlich am meisten in Forschung. Diese Investitionen bilden die Grundlage für zahlreiche Hightech-Anwendungen, die unseren Alltag prägen – von Medikamenten über Werkstoffe bis hin zu Biotechnologie und Künstlicher Intelligenz.

Die Chemie steckt buchstäblich überall drin: Nahezu alle Zukunftstechnologien bauen auf chemischen Prozessen auf. Durch ihre innovationsgetriebene Forschung beeinflusst die Branche maßgeblich die gesamte deutsche Volkswirtschaft und schafft zugleich Millionen Arbeitsplätze. Aktuell beschäftigt die Chemiebranche über 560.000 Menschen und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 240 Milliarden Euro. Dieses Wirtschaftsvolumen macht die Chemie zu einem entscheidenden Pfeiler der nationalen Infrastruktur und des Wohlstands.

Die Chemieindustrie als Innovationsbasis

Die Bedeutung der Chemie für die Hightech-Agenda Deutschlands ist kaum zu überschätzen. Ihre Innovationskraft ist nicht nur fundamentaler Bestandteil zahlreicher Zukunftstechnologien, sondern auch wegweisend für die Entwicklung neuer material- und biotechnologischer Lösungen. Die Chemiebranche entwickelt beispielsweise Grundlagen für Quanten- und Biotechnologie – beides Schlüsselfelder, die im Rahmen der Hightech-Agenda besonderen Fokus erhalten. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) fordert daher, dass die Chemie als zentrale Triebfeder für Schlüsseltechnologien stärker in den Fokus rückt.

Im internationalen Wettbewerb mit Ländern wie den USA und China steht Deutschland vor der Herausforderung, seine Innovationskraft gezielt zu stärken. Dafür muss es gelingen, den Technologietransfer systematisch zu verbessern, also Ergebnisse aus der Forschung schneller und effizienter in marktfähige Produkte und Verfahren umzusetzen. Diese Verzahnung von Wissenschaft und Praxis ist gerade in der Chemieindustrie ein kritischer Erfolgsfaktor.

Europäische und internationale Zusammenarbeit als Hebel

Ein weiterer wesentlicher Baustein für die Zukunft der Branche ist die verstärkte Zusammenarbeit auf europäischer und globaler Ebene. Die Hightech-Agenda setzt auf neue Förderinstrumente und einen Abbau bürokratischer Hürden, um Forschungsprojekte und Innovationen leichter über Grenzen hinweg umzusetzen. Die chemische Industrie befürwortet diese Initiativen, denn nur im Verbund mit starken Partnern kann Deutschland seine Spitzenposition behaupten.

Herausforderungen der Chemiebranche auf einen Blick

Die Chemiebranche steht vor verschiedenen Herausforderungen, die auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen und wettbewerbsstarken Industrie bewältigt werden müssen:

  • Priorisierung von Maßnahmen innerhalb der Hightech-Agenda, um gezielt die wichtigsten Innovationsfelder zu fördern
  • Verbesserung des Technologietransfers von der Forschung in die Praxis
  • Ausbau der internationalen Kooperationen in Forschung und Entwicklung
  • Abbau von bürokratischen Hemmnissen zur Beschleunigung von Innovationsprozessen
  • Sicherung qualifizierter Fachkräfte für die stark technologiegetriebene Branche

Diese Punkte sind entscheidend, damit Deutschland seine Innovationsführerschaft im internationalen Wettbewerb nicht nur behauptet, sondern ausbaut. Dabei wirkt die Chemiebranche als integraler Bestandteil eines umfassenden Technologie-Ökosystems – eine Basis, auf der viele andere Branchen aufbauen.

Die hier wiedergegebenen Informationen und Zitate entstammen einer Pressemitteilung des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI).

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