Helios ignoriert Respekt: Ver.di kritisiert Tarifangebot

Die Tarifverhandlungen für die rund 21.000 Beschäftigten im Helios-Konzerntarifvertrag stehen aufgrund mangelndem Respekt des Unternehmens gegenüber den Leistungen der Beschäftigten und einem unzureichenden Tarifangebot vor einem Konflikt. Helios hat plus zwei Prozent, mindestens 100 Euro monatlich in diesem Jahr und drei Prozent, mindestens 100 Euro monatlich im nächsten Jahr angeboten. Die Gewerkschaft fordert Lohnerhöhungen von 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat, bei einer Laufzeit von einem Jahr. Es wird in den Helios-Kliniken sicher zu weiteren Protesten kommen.


Original-Pressemeldung:

ver.di-Medien-Info: ver.di: Helios-Tarifangebot zeugt von mangelndem Respekt

ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Ver.di: Helios-Tarifangebot zeugt von mangelndem Respekt

Bei den Tarifverhandlungen für die rund 21.000 Beschäftigten im Helios-Konzerntarifvertrag stehen die Zeichen auf Konflikt. Auch in der heutigen dritten Verhandlungsrunde machte Deutschlands größter Klinikbetreiber kein verhandelbares Angebot. „Mit diesem Angebot mutet Helios den Klinikbeschäftigten massive Kaufkraftverluste zu“, kritisierte die ver.di-Verhandlungsführerin Sylvia Bühler. „Das zeugt von mangelndem Respekt gegenüber den Leistungen der Beschäftigten, die die Krankenversorgung unter schwierigen Bedingungen am Laufen halten.“

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Das Unternehmen ist zwar erstmals auf die Gewerkschaftsforderung nach einem Mindestbetrag eingegangen, doch dieser ist bei Weitem unzureichend. Helios hat plus zwei Prozent, mindestens 100 Euro monatlich in diesem Jahr und drei Prozent, mindestens 100 Euro monatlich im nächsten Jahr angeboten. Hinzu kommen Einmalzahlungen von insgesamt 2.000 Euro, bei einer Laufzeit von 24 Monaten. „Das ist ein Bruchteil dessen, was die Beschäftigten als Ausgleich der extremen Preissteigerungen dringend brauchen“, sagte Bühler, die im ver.di-Bundesvorstand für das Gesundheitswesen zuständig ist. Die Gewerkschaft fordert für die 35 Kliniken im Helios-Konzerntarifvertrag Lohnerhöhungen von 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat, bei einer Laufzeit von einem Jahr. Die Vergütung der Auszubildenden soll um 200 Euro monatlich steigen.

In den vergangenen Wochen hatten Beschäftigte vieler Helios-Standorte diese Forderungen mit Aktionen und Warnstreiks bekräftigt. „Trotz der Aktionen ist die Botschaft bei der Konzernspitze offensichtlich noch nicht angekommen“, sagte Bühler. Im Vorfeld der nächsten, für den 26. April 2023 vereinbarten Verhandlungsrunde werde es in den Helios-Kliniken daher sicher zu weiteren Protesten kommen.

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V.i.S.d.P.

Richard Rother
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail: pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse

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Weitere Informationen über den Verband

– Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist eine der größten Gewerkschaften Deutschlands
– Mit mehr als 2 Millionen Mitgliedern vertritt ver.di Arbeitnehmer*innen aus unterschiedlichsten Branchen wie beispielsweise dem öffentlichen Dienst, dem Handel oder der Medienbranche
– Der Verband entstand 2001 aus der Fusion mehrerer Gewerkschaften, darunter der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV), der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) sowie der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG)
– Die Struktur von ver.di ist bundesweit aufgebaut und in Bezirksverbände unterteilt
– Es gibt außerdem Fachbereiche, die sich jeweils mit bestimmten Berufsfeldern auseinandersetzen
– Ver.di vertritt die Interessen ihrer Mitglieder in Tarifverhandlungen und setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen sowie eine gerechtere Entlohnung ein
– Zudem setzt sich der Verband auch politisch ein und ist unter anderem Mitglied in der Europäischen Gewerkschaftskonföderation (ETUC)
– Im Jahr 2019 erzielte ver.di einen Jahresumsatz von rund 336 Millionen Euro
– Der Vorsitzende des Verbands ist Frank Werneke, der seit 2019 im Amt ist.

Pressemeldung:Helios ignoriert Respekt: Ver.di kritisiert Tarifangebot

25 Antworten

    1. Das sehe ich anders. Ver.di kämpft für gerechte Arbeitsbedingungen und angemessene Bezahlung. Helios Tarifangebot mag fair erscheinen, aber es ist wichtig, die Situation der Arbeitnehmer im Gesundheitswesen zu berücksichtigen.

  1. Leute, seid ihr bereit für meinen kontroversen Standpunkt? Ich finde, Respekt ist überbewertet! #HeliosRespektlosigkeit

    1. Respekt mag für dich überbewertet sein, aber ohne ihn herrscht Chaos und Missachtung. Respekt schafft ein friedliches Miteinander und fördert das Verständnis. Dein Standpunkt mag kontrovers sein, aber ich frage mich, wie du ohne Respekt leben könntest. #GegenteilvonRespektlosigkeit

  2. Also ich finde ja, dass Ver.di auch mal ein bisschen weniger meckern könnte. Helios gibt sich doch Mühe!

  3. Dieses Tarifangebot ist ein Witz! Ver.di sollte dankbar sein, dass Helios überhaupt etwas anbietet. #unverschämt

    1. Naja, ich denke, Ver.di hat ihre Gründe, um zu meckern. Helios mag zwar einige gute Angebote gemacht haben, aber das bedeutet nicht, dass sie alles richtig machen. Es gibt sicherlich noch Raum für Verbesserungen.

    1. Typisch ignorantes Gehabe! Gewerkschaften kämpfen für die Rechte der Arbeiter und setzen sich für faire Arbeitsbedingungen ein. Ohne sie gäbe es keine gerechte Verteilung des Wohlstands. Bevor du meckerst, informiere dich lieber über ihre wichtige Rolle!

    1. Ver.di sollte nicht nur das Tarifangebot von Helios respektieren, sondern auch die berechtigten Forderungen der Beschäftigten. Es geht um faire Bedingungen und angemessene Bezahlung. Solidarität ist hier gefragt, nicht einseitige Unterstützung für den Arbeitgeber.

  4. Was erwartet Ver.di eigentlich? Helios ist ein Unternehmen, kein Wohltätigkeitsverein! #Realitätscheck

  5. Warum sollte Helios Respekt zeigen, wenn Ver.di Tarifangebote kritisiert? Beide Seiten müssen Kompromisse finden.

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