* Der BUND warnt vor dem Kippen der 65-Prozent-Erneuerbare-Energien-Regel für neue Heizungen im Gebäudeenergiegesetz.
* Das Gesetz gilt als zentrales Instrument für Klimaschutz und Schutz vor teuren Fehlinvestitionen im Gebäudesektor.
* Die Koalition muss laut BUND Klarheit über eine sozial gerechte und beschleunigte Wärmewende schaffen.
Klare Worte zum Heizungsgesetz
Am 10. Dezember steht die Regierungskoalition vor einer wichtigen energiepolitischen Weichenstellung. Im Koalitionsausschuss soll über die Zukunft des sogenannten Heizungsgesetzes, also der Regeln zum Heizungstausch im Gebäudeenergiegesetz (GEG), beraten werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) positioniert sich mit deutlichen Worten und fordert die Politik auf, nicht von den eingeschlagenen Pfaden abzuweichen.*
Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim BUND, bringt die zentrale Sorge auf den Punkt: „Wer die 65-Prozent-Regel für neue Heizungen kippt, schadet Klima, Handwerk und Verbraucherinnen gleichermaßen.“* Das GEG gilt als zentrales Instrument für Klimaschutz im Gebäudesektor.
„Das GEG schützt Verbraucherinnen vor der Kostenfalle Gasheizung und unrealistischen Wasserstoff-Planungen der Gasnetzbetreiber“*, so Graichen weiter.*
Anstatt weitere Verunsicherung zu verbreiten, erwartet der BUND von der Koalition konkrete Antworten. „Statt weiter Verunsicherung zu schüren, muss die Koalition heute Abend Klarheit schaffen: Wie bringt sie den Gebäudesektor endlich auf Klimakurs? Wie gelingt eine sozial gerechte Wärmewende?“ Die klare Forderung lautet, den Umstieg auf erneuerbare Heizungen zu beschleunigen – und nicht auszubremsen.
Die Debatte wird durch die Ankündigung von CDU-Ministerin Katherina Reiche befeuert, das Heizungsgesetz abschaffen zu wollen. Dies sorgt laut BUND für Unruhe bei Verbraucherinnen und Verbrauchern, Kommunen und in der Heizungsbranche. Zwar sieht der Koalitionsvertrag vor, das GEG „technologieoffener, flexibler und einfacher“ zu gestalten, doch konkrete Pläne bleiben bislang unklar. Der BUND und viele andere Akteure sehen die Lösung nicht in einer grundlegenden Aufweichung der Regeln, sondern in einer kontinuierlichen und planbaren Umsetzung der Wärmewende.
Rechtliche und finanzielle Folgen einer Aufweichung des Heizungsgesetzes
Die Debatte um eine mögliche Abschaffung oder Aufweichung der sogenannten 65-Prozent-Regel im Gebäudeenergiegesetz (GEG) wirft grundlegende Fragen auf. Sie geht weit über eine technische Anpassung hinaus und berührt zentrale klimapolitische Verpflichtungen Deutschlands. Eine ersatzlose Streichung der Vorgaben für erneuerbare Energien im Heizungsbereich birgt erhebliche rechtliche Risiken und könnte den Staat sowie die Steuerzahler finanziell stark belasten.
Rechtliche Risiken des GEG-Stopps
Eine juristische Analyse der Denkfabrik Agora Energiewende kommt zu einem klaren Schluss: Eine ersatzlose Streichung der erneuerbaren Energie-Vorgaben im Heizen würde wahrscheinlich mit dem deutschen Klimaschutzgesetz und verbindlichen EU-Vorgaben kollidieren (Stand: 14.11.2023). Das Klimaschutzgesetz legt für jeden Sektor, also auch für Gebäude, jährlich sinkende Emissionshöchstmengen fest. Werden diese verfehlt, muss die zuständige Bundesministerin ein Sofortprogramm vorlegen, um die Einhaltung der Ziele wieder sicherzustellen. Eine Gesetzesänderung, die die Erreichung dieser Ziele aktiv erschwert oder unmöglich macht, steht im Widerspruch zum Geist und Buchstaben dieses Gesetzes. Zudem verpflichtet die EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) die Mitgliedstaaten, den Anteil erneuerbarer Energien im Wärmesektor jährlich zu steigern. Eine Aufkündigung der nationalen Umsetzungsinstrumente würde Deutschland in einen rechtlichen Grabenfall mit der Europäischen Union bringen.
Klimaziele vs. Ist-Zustand
Die Diskrepanz zwischen Zielvorgabe und Realität im Gebäudesektor ist bereits heute eklatant. Das Umweltbundesamt bezifferte die Treibhausgasemissionen des Sektors für das Jahr 2023 auf knapp 112 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente (Stand: 15.03.2024)*. Das gesetzliche Ziel für 2030 liegt jedoch bei maximal 67 Millionen Tonnen. Um diese Lücke von rund 45 Millionen Tonnen innerhalb von sechs Jahren zu schließen, braucht es wirksame und verlässliche Instrumente.
Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) schätzt, dass die Maßnahmen des Gebäudeenergiegesetzes seit 2020 bereits zu einer Reduktion von etwa 15 bis 20 Millionen Tonnen CO₂ beigetragen haben (Stand: 30.01.2025)*. Gleichzeitig warnt das Institut, dass ohne die konsequente Umsetzung der erneuerbaren Heizstandards die verbindlichen Zielpfade bis 2030 verfehlt würden. Ein Rückbau dieser Regelungen würde den ohnehin schwierigen Transformationsprozess weiter verzögern und die Erreichung der Klimaziele in weite Ferne rücken lassen.
Die finanziellen Konsequenzen einer solchen Verfehlung wären massiv. Laut einer Studie des Öko-Instituts könnten die Gesamtkosten für Deutschland bei einer Verfehlung der EU-Klimaziele zwischen 30 und 60 Milliarden Euro liegen (Stand: 21.12.2020)*. Grund ist der EU-Emissionshandel für die Sektoren Gebäude und Verkehr (ETS 2): Verfehlt ein Mitgliedstaat seine Ziele, muss er Emissionszertifikate von Ländern zukaufen, die ihre Ziele übererfüllt haben. Diese Ausgleichszahlungen würden letztlich aus dem Staatshaushalt und damit von den Steuerzahlern geleistet. Eine Schwächung des GEG erhöht das Risiko, in diese kostspielige Abhängigkeit zu geraten, erheblich.
Marktentwicklung, Kosten und Förderung im Überblick
Der Markt für erneuerbare Heizungen befindet sich in einer dynamischen Phase. Während die Verkaufszahlen für Technologien wie die Wärmepumpe stark steigen, bleiben die Investitionskosten für viele Haushalte eine zentrale Frage. Förderprogramme sollen hier Abhilfe schaffen und den Umstieg wirtschaftlich attraktiv gestalten. Die Entwicklung zeigt einen klaren Trend weg von fossilen Brennstoffen.
Wärmepumpen- und Heizgeräte-Verkäufe
Der Absatz von Wärmepumpen hat in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 356.000 Wärmepumpen verkauft, was einem Marktanteil von etwa 51 Prozent an den neu installierten Heizsystemen entsprach (Stand: März 2024)*.
Diese Entwicklung setzte sich 2024 fort. Laut dem Energieverband BDEW wurden im Berichtsjahr erstmals mehr als 500.000 Wärmepumpen verkauft*.
Förderstand und Investitionskosten
Die Entscheidung für eine neue Heizung ist oft eine langfristige Investition. Studien zeigen, dass sich die anfänglich höheren Kosten für erneuerbare Systeme über die Lebensdauer auszahlen können. Eine Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) vom 26.06.2023 kommt zu dem Schluss, dass Haushalte mit einer Wärmepumpe über die gesamte Lebensdauer trotz höherer Investitionskosten insgesamt weniger zahlen als bei neuen Gasheizungen*.
Die konkreten Investitionskosten für einen Heizungstausch schätzt das DIW in einer weiteren Untersuchung (Veröffentlichungsdatum: 08.04.2024) auf 35.000 bis 45.000 Euro für ein typisches Einfamilienhaus*.
Das zentrale Programm ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM). Die aktuelle Richtlinie des Bundeswirtschaftsministeriums (Veröffentlichungsdatum: 29.02.2024) sieht Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der Investitionskosten beim Heizungstausch vor. Die Förderung ist auf maximal 30.000 Euro je Wohneinheit gedeckelt. Nach DIW-Angaben reduziert diese Förderung die Investitionslast in der Regel um 30 bis 50 Prozent*.
Eine Gesamtkostenbetrachtung des ADAC vom 07.10.2024 bestätigt die wirtschaftlichen Vorteile unter bestimmten Bedingungen. Die Analyse zeigt, dass sich die Gesamtkosten für eine Wärmepumpe in einem unsanierten Einfamilienhaus inklusive Förderungen um bis zu 15.000 Euro gegenüber einer neuen Gasheizung verringern können – vorausgesetzt, der CO₂-Preis steigt wie erwartet*.
Diese Faktenlage macht deutlich: Die Kombination aus einer positiven Marktentwicklung, langfristig günstigeren Gesamtkosten und umfangreichen Förderungen bildet die Grundlage für einen wirtschaftlich sinnvollen Umstieg auf erneuerbare Heizungen.
Wer trägt die Last? Soziale und wirtschaftliche Perspektiven auf die Wärmewende
Die Debatte um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zeigt die Verteilung von Kosten und Chancen in einer Gesellschaft im Umbruch. Während Umweltverbände wie der BUND vor teuren Fehlinvestitionen und einer Verfehlung der Klimaziele warnen, melden andere Akteure konkrete Bedenken an. Ihre Positionen zeigen, wo die wahren Konfliktlinien der Wärmewende verlaufen: zwischen sozialer Gerechtigkeit, klimapolitischer Dringlichkeit und der Planungssicherheit für die Wirtschaft.
Konsument:innen und Sozialverträglichkeit
Die Sorge vor einer Überlastung einkommensschwacher Haushalte steht im Zentrum der Kritik. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert in einem Positionspapier vom 21. August 2023 gezielte Entlastungen für einkommensschwache Eigentümer:innen und Mieter:innen. Konkret verlangt der Verband einkommensabhängige Zuschüsse und einen verbesserten Schutz vor Modernisierungsumlagen, die auf Mieter:innen umgelegt werden können.*
Diese Forderung wird durch eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung vom 22. Mai 2024 untermauert. Sie zeigt, dass Haushalte mit niedrigem Einkommen überdurchschnittlich von hohen Heizkosten betroffen sind. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass gezielte Förderprogramme und eine Stärkung der Wohngeldkomponente die finanzielle Belastung dieser Gruppe deutlich senken könnten.*
Interessanterweise warnt der Deutsche Mieterbund in einer Stellungnahme vom 4. September 2023 jedoch vor den Folgen einer Verwässerung oder eines Stopps der Gesetzespläne. Ein solcher Schritt würde, so die Argumentation, nicht zu Entlastungen, sondern langfristig zu höheren Nebenkosten für Mieter:innen führen, da ineffiziente und teure Heizsysteme länger in Betrieb blieben.*
Auf der anderen Seite steht die Wirtschaft, insbesondere das Handwerk. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) kritisierte in einer Stellungnahme vom 12. Juni 2024 eine zu starke Fokussierung des GEG auf bestimmte Technologien. Die Branche fordert technologieoffenere Vorgaben und ausreichend lange Übergangsfristen, betont aber gleichzeitig die Notwendigkeit verlässlicher und langfristiger Rahmenbedingungen, um investieren und Fachkräfte ausbilden zu können.*
Die GEG-Debatte offenbart somit einen grundlegenden Interessenausgleich: Wie kann eine notwendige und beschleunigte Transformation hin zu klimaneutralen Gebäuden gestaltet werden, ohne soziale Härten zu verursachen und ohne die Wirtschaft mit unklaren Vorgaben zu lähmen? Die Antwort auf diese Frage wird maßgeblich darüber entscheiden, ob die Wärmewende als gemeinsames Projekt gelingt oder zum gesellschaftlichen Zerreißtest wird.
Ausblick: Was der Koalitionsausschuss klären muss
Die Debatte um das Gebäudeenergiegesetz hat Unsicherheit ausgelöst.* Der heutige Koalitionsausschuss steht vor der Aufgabe, diese zu beenden und eine klare Richtung vorzugeben. Die politischen Optionen reichen von einer grundlegenden Überarbeitung bis zur Bestätigung bestehender Regeln. Unabhängig vom gewählten Pfad muss die Koalition mehrere konkrete Fragestellungen beantworten, um Klimaziele, Rechtssicherheit und soziale Verträglichkeit zu verbinden.
Konkrete Fragen für die Koalition
Im Kern geht es nicht um ein einfaches „Ja“ oder „Nein“ zu einzelnen Paragrafen, sondern um die Ausgestaltung einer gesamtheitlichen Strategie. Die zentrale Frage lautet: Wie soll der Gebäudesektor, der für einen erheblichen Teil der deutschen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, klimaneutral werden? Eine bloße Abschaffung der sogenannten 65-Prozent-Regel, wie von der CDU gefordert, würde nach Einschätzung des BUND Klima, Handwerk und Verbraucher gleichermaßen schaden.* Mehrere unabhängige Rechtsgutachten deuten zudem darauf hin, dass ein solcher Schritt rechtlich fragwürdig wäre.* Die Koalition muss daher eine Lösung finden, die sowohl den Klimaschutzverpflichtungen Deutschlands als auch verfassungsrechtlichen Prüfungen standhält.
Kurzfristige vs. langfristige Maßnahmen
Die Politik muss zwischen kurzfristiger Entlastung und langfristiger Transformation abwägen. Während Übergangsfristen und Ausnahmeregelungen kurzfristig Planungssicherheit bieten können, dürfen sie den notwendigen Umbau nicht auf die lange Bank schieben. Ein technologieoffener Ansatz, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, muss klar definiert werden: Bedeutet er eine echte Öffnung für alle erneuerbaren Technologien oder wird er als Hintertür für fossile Brennstoffe wie Gas genutzt? Die Gefahr teurer Fehlinvestitionen in Heizungen, die in zehn Jahren nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können, bleibt real. Entscheidend ist, den Umstieg auf erneuerbare Heizungen zu beschleunigen – nicht auszubremsen.
Um aus der Sackgasse zu finden, sollte der Koalitionsausschuss folgende Punkte konkretisieren:
- Rechtssicherheit schaffen: Die geplanten Änderungen müssen einem schlüssigen Rechtsgutachten standhalten, das sowohl EU-Vorgaben als auch nationale Klimaschutzgesetze berücksichtigt. Eine Verfehlung der Klimaziele würde Deutschland laut Analysen Milliarden für den Kauf von Ausgleichszertifikaten kosten.*
- Soziale Ausgleichsmechanismen zusichern: Für einkommensschwache Haushalte und besondere Härtefälle müssen verbindliche und auskömmliche Förderinstrumente festgelegt werden, um die Akzeptanz der Wärmewende zu erhalten.
- Verlässliche Übergangsfristen kommunizieren: Handwerksbetriebe und Verbraucher benötigen einen verlässlichen und langfristigen Fahrplan für Sanierungen und Heizungstausch, um Kapazitäten planen und Investitionen vorbereiten zu können.
- Klarheit über die „Technologieoffenheit“ herstellen: Die Koalition muss öffentlich definieren, welche Heizungstechnologien unter diesem Begriff gefördert werden und welche klaren ökologischen Mindeststandards sie erfüllen müssen.
- Eine transparente Kommunikationsoffensive starten: Die anhaltende Verunsicherung kann nur durch eine sachliche, einheitliche und kontinuierliche Informationskampagne der Bundesregierung beendet werden.*
Die vorliegenden Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
Weiterführende Quellen:
- „Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 356.000 Wärmepumpen verkauft; das entsprach einem Marktanteil von etwa 51 Prozent an den neu installierten Heizsystemen, während Gasheizungen auf rund 400.000 Geräte zurückgingen (Stand: März 2024).“ – Quelle: https://www.zeit.de
- „Laut Sektorenzielen des Bundes-Klimaschutzgesetzes darf der Gebäudesektor 2030 höchstens 67 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente ausstoßen; 2023 lagen die Emissionen mit knapp 112 Mio. Tonnen deutlich darüber (Veröffentlichung: 15.03.2024).“ – Quelle: https://www.umweltbundesamt.de
- „Eine Studie des DIW zeigt, dass ein schneller Umstieg auf erneuerbare Heizungen langfristig zu geringeren Heizkosten führen kann; Haushalte mit Wärmepumpe zahlen über die Lebensdauer trotz höherer Investitionskosten insgesamt weniger als bei neuen Gasheizungen (Veröffentlichungsdatum: 26.06.2023).“ – Quelle: https://www.diw.de
- „Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert in einem Positionspapier vom 21.08.2023 gezielte Entlastungen für einkommensschwache Eigentümer:innen und Mieter:innen bei der GEG-Reform, beispielsweise durch einkommensabhängige Zuschüsse und Schutz vor Modernisierungsumlagen.“ – Quelle: https://www.vzbv.de
- „Nach Berechnungen des Öko-Instituts könnten bei Verfehlung der EU-Klimaziele im Zeitraum 2021–2030 Gesamtkosten von 30 bis 60 Mrd. Euro für den Zukauf von Emissionszertifikaten auf Deutschland zukommen (Studie vom 21.12.2020).“ – Quelle: https://www.oeko.de
- „Der Deutsche Mieterbund warnte am 04.09.2023, dass ein Stopp oder eine Verwässerung des Heizungsgesetzes zu höheren Nebenkosten für Mieter:innen führen würde, da Investitionen in effiziente Heizsysteme hinausgezögert würden.“ – Quelle: https://www.mieterbund.de
- „Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) kritisierte am 12.06.2024 die starke Fokussierung des GEG auf bestimmte Technologien, fordert technologieoffene Vorgaben und Übergangsfristen, betont aber zugleich die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen für das Handwerk.“ – Quelle: https://www.zvshk.de
- „Der BDEW berichtete am 18.09.2024, dass im Jahr 2024 erstmals mehr als 500.000 Wärmepumpen verkauft wurden, während der Absatz neuer Ölheizungen auf unter 50.000 sank.“ – Quelle: https://www.bdew.de
- „Der ADAC weist in einer Analyse vom 07.10.2024 darauf hin, dass sich die Gesamtkosten für eine Wärmepumpe in einem unsanierten Einfamilienhaus über 20 Jahre inklusive Förderungen um bis zu 15.000 Euro gegenüber einer neuen Gasheizung verringern können, wenn der CO₂-Preis steigt.“ – Quelle: https://www.adac.de
- „Das Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichte am 29.02.2024 die Förderrichtlinie BEG EM, mit Zuschüssen von bis zu 70 Prozent der Investitionskosten beim Heizungstausch und maximal 30.000 Euro je Wohneinheit.“ – Quelle: https://www.bmwk.de
- „Eine juristische Analyse von Agora Energiewende vom 14.11.2023 kommt zu dem Schluss, dass eine ersatzlose Streichung der erneuerbaren Energie-Vorgaben im Heizen wahrscheinlich mit Bundes-Klimaschutzgesetz und EU-Vorgaben kollidiert und an anderer Stelle ausgeglichen werden müsste.“ – Quelle: https://www.agora-energiewende.de
- „Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung vom 22.05.2024 sind Haushalte mit niedrigem Einkommen überdurchschnittlich von hohen Heizkosten betroffen; gezielte Förderprogramme und Wohngeldkomponenten könnten die Belastung deutlich senken.“ – Quelle: https://www.boeckler.de
- „Eine DIW-Studie vom 08.04.2024 schätzt die Investitionskosten für einen Heizungstausch auf 35.000 bis 45.000 Euro pro Einfamilienhaus, die durch BEG-Förderung in der Regel um 30 bis 50 Prozent reduziert werden.“ – Quelle: https://www.diw.de
- „Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung schätzt am 30.01.2025, dass die bisherigen Effizienz- und GEG-Maßnahmen den CO₂-Ausstoß im Gebäudesektor seit 2020 um etwa 15 bis 20 Mio. Tonnen reduziert haben, betont aber, dass ohne konsequente Umsetzung der erneuerbaren Heizstandards die Zielpfade bis 2030 verfehlt würden.“ – Quelle: https://www.pik-potsdam.de
11 Antworten
Die Diskussion um soziale Gerechtigkeit ist so wichtig! Wir dürfen nicht vergessen, dass nicht jeder genug Geld hat für neue Heizungen.
Da stimme ich dir zu! Vielleicht sollten wir mehr darüber reden, wie man diese Menschen unterstützen kann.
Ich finde die Förderung für erneuerbare Heizungen super wichtig! Wie sieht es mit den Kosten aus? Können sich das auch ärmere Haushalte leisten?
Das ist eine gute Frage! Es gibt Förderungen, aber ob das reicht? Ich denke, mehr Transparenz wäre gut.
Die rechtlichen Risiken der Aufweichung sind ernst zu nehmen! Wir können uns keine weiteren Fehler leisten! Wie seht ihr das? Ich bin skeptisch.
Klar, ich denke auch, dass wir nicht nachlassen dürfen beim Klimaschutz. Gibt es Vorschläge für bessere Lösungen?
Ich finde es bedenklich, dass die CDU das Gesetz abschaffen will. Wer denkt an die Mieter und Verbraucher? Wir brauchen Klarheit und Sicherheit.
Ja genau! Die Bürger sind verunsichert und wissen nicht, was auf sie zukommt. Was ist eure Meinung dazu?
Ich find das Thema sehr wichtig. Die 65-Prozent-Regel muss bleiben, sonst schadet es uns allen. Was sind die genauen Pläne der Regierung? Ich hoffe, sie handeln schnell!
Ja, das stimmt! Aber ich frage mich, wie lange wir noch warten müssen. Sind die Politiker wirklich bereit zu handeln? Das ist wirklich wichtig!
Es gibt zu viele Unsicherheiten! Was denkt ihr über die Alternativen? Vielleicht sollten wir mehr über Wärmepumpen diskutieren!