– BUND fordert klare gesetzliche Rahmenbedingungen für günstiges, klimafreundliches Heizen ab Oktober.
– Ein Drittel aller Heizungen über 20 Jahre alt muss mit erneuerbaren Systemen ersetzt werden.
– Angekündigte Abschaffung des Heizungsgesetzes durch Bundesregierung schafft Unsicherheit und bremst Wärmewende.
Heizperiode 2025: BUND warnt vor steigenden Kosten und fordert konsequente Wärmewende
Am ersten Oktober beginnt die Heizperiode, und für viele Menschen wächst die Sorge um die steigenden Heizkosten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) macht deutlich, wie dringend die Energiewende im Wärmesektor vorangetrieben werden muss. Fast ein Drittel der in Deutschland installierten Heizungen ist 20 Jahre oder älter. Die meisten dieser Anlagen beruhen auf Gas oder Öl – fossilen Energieträgern, die zunehmend zur Kostenfalle für Verbraucherinnen und Verbraucher werden. In diesem Zusammenhang kritisiert der BUND die Ankündigung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, das sogenannte Heizungsgesetz abzuschaffen.
Tina Löffelsend, Abteilungsleiterin Klimaschutz beim BUND, bringt es auf den Punkt: „Gasheizungen sind fossile Auslaufmodelle und werden zunehmend zur Kostenfalle für Verbraucherinnen. Klimafreundlich, bezahlbar und zukunftssicher Heizen geht nur mit erneuerbaren Heizsystemen wie der Wärmepumpe. Immer mehr Menschen haben das verstanden, was die steigenden Einbauzahlen zeigen. Doch statt diesen Trend zu unterstützen, schafft die Bundesregierung bislang nur Verunsicherung. Das ist Gift für die Wärmewende vor Ort und bremst das Handwerk und Hauseigentümerinnen aus.“
Die nächsten Jahre erfordern den Austausch von Millionen veralteter Öl- und Gasheizungen. Seit 2024 bietet das Gebäudeenergiegesetz einen klaren gesetzlichen Rahmen und eine attraktive Förderung für den Einbau erneuerbarer Heizsysteme. Allerdings fehlt ein verlässlicher Plan der Bundesregierung, wie der Übergang gelingen soll. Die wiederholte Ankündigung, das Heizungsgesetz abzuschaffen, ohne konkrete Alternativen vorzulegen, sorgt weiterhin für Unsicherheit.
Löffelsend warnt: „Der energiepolitische Kurs pro Gas von Katherina Reiche bedeutet am Ende nicht nur mehr klimaschädliche Emissionen, sondern auch steigende Verbraucherkosten. Davon profitiert am Ende nur die Gaswirtschaft. Jede neu eingebaute Gasheizung heizt die Klimakrise an, macht abhängig von dreckigen Gasimporten und setzt Verbraucherinnen den Risiken von Preisschocks aus wie 2022 im Zuge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Die Bundesregierung muss endlich Planungssicherheit schaffen und klarstellen, wie sie Klima- und Verbraucherschutz beim Heizungstausch gewährleisten will.“*
Neben dem klaren Kurs auf erneuerbare Energien betont der BUND die Bedeutung sozial gerechter Förderprogramme, damit warmes Wohnen nicht zum Luxus wird. Energieeinsparungen schützen das Klima und schonen zugleich den Geldbeutel – eine Kombination, die für Haushalte ebenso gilt wie für Unternehmen. Im Fokus steht deshalb ein Zusammenspiel aus dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Senkung des Energieverbrauchs. Die Bundesregierung trägt die Verantwortung, dafür die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Dennoch bleibt jede einzelne Person gefragt, etwa durch kleine Maßnahmen, die den Energieverbrauch reduzieren.
Die Heizperiode 2025 offenbart damit die Herausforderungen der Wärmewende in Deutschland und unterstreicht die Forderungen des BUND nach klaren Regeln und verlässlicher Unterstützung für Verbraucherinnen und Verbraucher in einem unübersichtlichen Markt.
Hintergründe zum Heizungsgesetz und zur politischen Debatte um erneuerbare Heizsysteme
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) prägt seit 2024 den Umbau der Heizungsanlagen in Deutschland maßgeblich. Es schreibt verbindliche Standards zum Energieverbrauch und zur Nutzung erneuerbarer Energien in Gebäuden vor. Mit dem GEG verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, die Klimaziele zu erreichen und den CO₂-Ausstoß im Gebäudesektor deutlich zu verringern. Dieses Gesetz regelt unter anderem, dass bei einer Heizungsmodernisierung erneuerbare Wärmequellen zum Einsatz kommen müssen, etwa Wärmepumpen oder Solarthermie. Wer eine alte Ölheizung austauscht, steht vor der Pflicht, künftig einen Teil des Wärmebedarfs mit regenerativen Systemen zu decken.
Seit 2024 schreibt das GEG vor, dass bei Austausch von Heizungen bestimmte Mindestanteile erneuerbarer Energien berücksichtigt werden müssen. Außerdem sind Förderprogramme auf Bundesebene eingerichtet, die den Umstieg auf klimafreundliche Technologien finanziell unterstützen. Das betrifft sowohl private Hausbesitzer als auch Unternehmen. Ziel ist es, die Wärmewende mit sozialverträglichen Anreizen voranzutreiben und gleichzeitig die Kosten für Verbraucherinnen und Verbraucher tragbar zu halten.
Die politische Debatte um das GEG wurde jedoch durch die Ankündigung der Bundesregierung, das sogenannte Heizungsgesetz abzuschaffen, neu entfacht. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sorgte mit dieser Aussicht für Unruhe. Viele Heizungen in Deutschland sind über 20 Jahre alt und stoßen große Mengen klimaschädlicher Emissionen aus, da sie meist mit fossilem Gas oder Öl betrieben werden. Die Dringlichkeit, diese veralteten Anlagen zu ersetzen, bleibt bestehen. Weil der GEG klare gesetzliche Vorgaben für diesen Austausch enthält, macht die geplante Abschaffung vielerorts Verunsicherung breit.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die unklare Haltung der Bundesregierung und fordert eine konsequente Förderung erneuerbarer Wärme. Aus Sicht des Umweltverbands bedeuten fossile Heizungen heute nicht nur hohe Kosten für die Nutzerinnen und Nutzer, sondern auch eine dauerhafte Abhängigkeit von klimaschädlichen Gasimporten. Tina Löffelsend, Abteilungsleiterin Klimaschutz beim BUND, erklärt: „Gasheizungen sind fossile Auslaufmodelle und werden zunehmend zur Kostenfalle für Verbraucher*innen. Klimafreundlich, bezahlbar und zukunftssicher Heizen geht nur mit erneuerbaren Heizsystemen wie der Wärmepumpe.“ Das auf erneuerbare Energien ausgerichtete Heizungsgesetz stellt nach Ansicht des BUND einen wichtigen Baustein bereit, um Klimaschutz und Verbraucherschutz zu verbinden.
Was schreibt das GEG vor?
Das Gebäudeenergiegesetz setzt klare Standards:
- Verpflichtender Einbau erneuerbarer Energien bei Heizungsmodernisierung: Wer seine alte Öl- oder Gasheizung tauscht, muss einen Anteil der Wärme künftig aus erneuerbaren Quellen beziehen.
- Förderprogramme: Staatliche Zuschüsse und Kredite erleichtern den Einstieg in Technologien wie Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Solarthermieanlagen.
- Energieeffizienzanforderungen: Neubauten und Sanierungen müssen strengere energetische Mindeststandards erfüllen, um den Energieverbrauch zu senken.
- Pflicht zur Dämmung und Anlagentechnik: Verbesserte Gebäudehüllen und effiziente Heiztechnik sollen den Energiebedarf zusätzlich reduzieren.
Diese Regelungen setzen einen Rahmen, der helfen soll, die Klimaziele im Gebäudebereich zu erreichen, ohne die soziale Komponente aus dem Blick zu verlieren. Denn Heizen betrifft jede Haushaltstasche. Der BUND betont, dass soziale Gerechtigkeit bei der Wärmewende oberste Priorität haben muss, damit Wärme bezahlbar bleibt.
Zentrale Argumente der Debatte auf einen Blick
- Alte Heizungen austauschen ist dringend: Rund ein Drittel der Heizungen in Deutschland sind 20 Jahre und älter.
- Klimafreundliche Technologien sind auf dem Vormarsch: Wärmepumpen und andere erneuerbare Systeme gewinnen im Markt zunehmend an Bedeutung.
- Politische Unsicherheit gefährdet den Umstieg: Ankündigungen zur Abschaffung des GEG sorgen für Verunsicherung bei Hauseigentümern und Handwerk.
- Soziale Auswirkungen müssen berücksichtigt werden: Förderungen sollen den Einbau erneuerbarer Heizungen sozial absichern.
- Kostendruck durch fossile Brennstoffe bleibt hoch: Gas- und Ölheizungen bedeuten für Verbraucher immer größere finanzielle Risiken.
Das Gebäudeenergiegesetz steht somit im Zentrum einer wichtigen Auseinandersetzung über den Weg zu klimafreundlichem Heizen. Derzeit fehlen klare Signale der Bundesregierung, die für Investitionssicherheit sorgen würden. Für das Erreichen der Klimaziele in Deutschland bleibt das GEG ein unverzichtbarer Baustein.
Heizen in Deutschland: Markttrends, Kostenentwicklung und Förderung im Überblick
Die Entwicklung der Heizkosten sowie der Wandel am Markt für Heizsysteme prägen zunehmend den Alltag der Verbraucherinnen und Verbraucher. Über ein Drittel der in Deutschland installierten Heizungen ist 20 Jahre oder älter, oft basierend auf Öl oder Gas. Diese Anlagen nähern sich dem Lebensende und müssen durch klimafreundlichere Alternativen ersetzt werden. Dabei zeigen sich starke Unterschiede bei den Kosten, der Förderhöhe und der Modernisierung je nach technologischem Stand und sozioökonomischem Hintergrund.
Die folgende Tabelle bietet einen klaren Überblick über Heizkosten, gängige Förderungen sowie die Altersstruktur deutscher Heizsysteme mit Werten aus den Jahren 2024 und 2025. Die Daten erlauben eine transparente Einordnung der Marktsituation, der Preisentwicklung und des aktuellen Modernisierungsstands.
| Kategorie | Wert / Beschreibung | Jahr | Quelle |
|---|---|---|---|
| Anteil Heizungen ≥ 20 Jahre | ca. 33 % der Heizungen | 2024/2025 | BUND |
| Durchschnittliche Heizkosten | Ca. 2.100 € pro Haushalt jährlich* | 2024 | Verbraucherzentrale |
| Kostenanstieg Heizenergie | +15 % im Vergleich zum Vorjahr | 2024 | Statistisches Bundesamt |
| Förderhöhe für Wärmepumpen | Bis zu 45 % der Investitionskosten | 2024 | KfW / BAFA |
| Förderhöhe für Gasheizungen | Kaum noch relevant, Fokus Endenergie | 2024 | Policy-Updates |
| Durchschnittliches Anlagenalter | 17 Jahre | 2024 | BUND |
| Anteil erneuerbare Heizsysteme | Steigend, ca. 12 % Marktanteil | 2024 | Marktforschungsberichte |
| Modernisierungserfordernis | Gesetzlich vorgeschrieben seit 2024 | Seit 2024 | Gebäudeenergiegesetz |
*Je nach Region und Verbrauch variieren die Heizkosten teils deutlich.
Wie entwickeln sich die Heizkosten?
Die Heizkosten steigen weiterhin spürbar an, was für viele Haushalte finanzielle Belastungen mit sich bringt. Hauptursache sind erhöhte Preise für Gas und Öl, die seit 2022 mehrfach sprunghaft gestiegen sind. Laut BUND-Expertin Tina Löffelsend wird Gasheizen immer mehr zur Kostenfalle. Heizungen mit fossilen Brennstoffen verursachen nicht nur hohe Betriebskosten, sondern verursachen auch ökologische Belastungen.
Parallel wächst das Interesse an erneuerbaren Heizsystemen wie Wärmepumpen, die energieeffizienter und langfristig günstiger im Betrieb sind. Die Bundesregierung hat seit 2024 mit dem Gebäudeenergiegesetz und neuen Förderprogrammen gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen, um den Markt für klimafreundliche Heizungen zu stärken. Die attraktivste Förderung erhalten Wärmepumpen, die bis zu 45 Prozent der Investitionskosten abdecken können. Im Gegensatz dazu verlieren Gasheizungen an Förderrelevanz.
Förderungen mit sozialer Staffelung
Die Fördermodelle berücksichtigen soziale Aspekte, um einkommensschwächere Haushalte beim Umstieg zu unterstützen. Neben der Investitionsförderung bieten manche Programme auch Zuschüsse für einkommensabhängige Haushalte. Die Staffelung soll verhindern, dass steigende Energiepreise besonders sozial schwächere Gruppen überproportional belasten.
Der BUND warnt vor Unsicherheiten durch politische Entscheidungen, etwa das angekündigte Aus für das Heizungsgesetz. Die Verbandsvertreterin betont: „Wer Energie spart schützt das Klima und spart bares Geld. […] Die Bundesregierung ist in der Verantwortung, die Weichen richtig zu stellen.“
Diese Koordination von Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit bleibt eine zentrale Herausforderung für den Modernisierungsprozess. Die vorliegenden Daten aus 2024 und 2025 zeigen aber erste positive Impulse in Richtung einer Mobilisierung erneuerbarer Technologien und einer besser unterstützten Wärmewende.
Quellen: BUND (2025), Verbraucherzentrale, Statistisches Bundesamt, KfW, BAFA
Gesellschaftliche Auswirkungen und unterschiedliche Perspektiven der Wärmewende
Die Umstellung auf klimafreundliche Heizsysteme beschäftigt zunehmend die Gesellschaft. Gesetzesänderungen und Förderprogramme beeinflussen den Alltag vieler Menschen, wobei unterschiedliche Gruppen verschiedene Folgen spüren. Vor allem Mieterinnen und Mieter, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Handwerksbetriebe sehen sich vor neue Herausforderungen gestellt. Die Debatte zeigt eine breite Palette von Meinungen aus Politik, Umweltverbänden und sozialen Organisationen.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weist darauf hin, dass Gas- und Ölheizungen zunehmend zur Kostenfalle werden. Der Verband mahnt, Verbrauchende beim Umstieg auf erneuerbare Technologien wie Wärmepumpen gezielt zu unterstützen. Ohne geeignete staatliche Förderung drohe, dass Heizen für viele unbezahlbar werde. Außerdem betonen die Umweltverbände die Dringlichkeit, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, um die Wärmewende voranzutreiben.
Parallel dazu warnen Mieter- und Sozialverbände vor sozialen Härten durch die steigenden Energiekosten. Für Menschen mit geringem Einkommen kann der Austausch alter Heizungen und die Umstellung auf neue Systeme schnell zu einer finanziellen Belastung werden. Sie kritisieren mangelnde Transparenz bei den Förderprogrammen und fordern sozial gerechte Maßnahmen, die die Lasten fair verteilen. Dabei verweisen sie auf die fortlaufende Entwicklung der Kosten, die durch Marktschwankungen bei Energiepreisen zusätzlich verschärft werden.
In der Politik liegen die Ansichten auseinander. Während Umweltverbände den Fokus auf den Ausbau erneuerbarer Heiztechniken legen, zeigen sich manche Regierungsvertreter skeptisch gegenüber strengeren Auflagen und fordern mehr Flexibilität bei gesetzlichen Vorgaben. Die geplante Abschaffung des Heizungsgesetzes hat Verunsicherung ausgelöst, da es bislang einen Rahmen für klimafreundlichen Heizungstausch mit Förderung bietet.
Wer ist besonders betroffen?
- Haushalte mit älteren Heizsystemen, die kurzfristig investieren müssen
- Mieterinnen und Mieter, die oft indirekt für die Modernisierung aufkommen müssen
- Eigentümerinnen und Eigentümer, die vor hohen Umbaukosten stehen
- Handwerksbetriebe, die mit steigender Nachfrage neue Anforderungen erfüllen
- Menschen mit geringem Einkommen, die auf zusätzliche Unterstützung angewiesen sind
Chancen und Risiken der aktuellen Entwicklung lassen sich so zusammenfassen:
-
Vorteile:
- Verringerung klimaschädlicher Emissionen durch Umstieg auf erneuerbare Energien
- Langfristig stabile und niedrigere Betriebskosten durch effiziente Heiztechnik
- Förderung von Innovation und Handwerksarbeit vor Ort
- Beitrag zur Energieunabhängigkeit und Sicherheit
-
Risiken:
- Hohe Investitionskosten für Umrüstung, die manche Haushalte belasten
- Mangelnde Planungssicherheit wegen politischer Unsicherheiten
- Ungerechte Kostenverteilung insbesondere bei Mietverhältnissen
- Gefahr, dass soziale Gruppen von den Veränderungen ausgeschlossen werden
Diese verschiedenen Perspektiven verdeutlichen die Komplexität der Wärmewende. Die gesellschaftliche Debatte fordert klare gesetzliche Rahmenbedingungen, die soziale Gerechtigkeit mit Klimaschutz verbinden. Nur so lassen sich Akzeptanz und Umsetzung beschleunigen, ohne dass einzelne Gruppen unverhältnismäßig belastet werden.
Perspektiven für das Heizen in Deutschland: Trends, Förderungen und Herausforderungen
Die nächsten Jahre entscheiden maßgeblich über die Zukunft des Heizens in Deutschland. Millionen veralteter Öl- und Gasheizungen müssen ersetzt werden, um den Zielen der Wärmewende gerecht zu werden. Während der Gesetzgeber seit 2024 mit dem Gebäudeenergiegesetz einen verbindlichen Rahmen für den Austausch und die Förderung erneuerbarer Heizsysteme geschaffen hat, herrscht derzeit Unsicherheit, wie sich die politische Ausrichtung weiterentwickelt. Die Bundesregierung diskutiert die Abschaffung des sogenannten Heizungsgesetzes, was vermehrt Fragen zu Planungssicherheit und Klimaschutz aufwirft.
Die steigenden Einbauzahlen von Wärmepumpen belegen das wachsende Interesse daran, klimafreundlich und wirtschaftlich zu heizen. Diese Technologie, die auf erneuerbaren Energien basiert, gilt als zentrales Element für die zukünftige Wärmeversorgung. Dennoch entwickelt sich der Markt weiterhin dynamisch, da sowohl gesetzliche Vorgaben als auch Förderprogramme maßgeblich den Umstieg beeinflussen. Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) müssen Förderungen sozial gerecht ausgestaltet sein, damit bezahlbares Heizen für alle erhalten bleibt.
Welche Trends zeichnen sich ab?
Im Fokus steht der deutliche Zubau von Wärmepumpen. Die Nachfrage steigt, da sie langfristig eine günstigere und klimaverträgliche Alternative zu fossilen Heizungen darstellen. Parallel gewinnt die Nutzung anderer erneuerbarer Technologien wie Biomasse und Solarthermie an Bedeutung. Energiesparen bleibt dabei ein Grundpfeiler: Reduzierter Verbrauch reduziert nicht nur Emissionen, sondern schont auch das Haushaltsbudget.
Mit Blick auf die kommenden Jahre zeichnen sich folgende Entwicklungen ab:
-
Gesetzliche Rahmenbedingungen: Die Verbindlichkeit des Gebäudeenergiegesetzes von 2024 soll erhalten bleiben, um die Wärmewende gesetzlich zu steuern. Dessen Abschaffung oder Abmilderung könnte den Umstieg bremsen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verlängern.
-
Förderprogramme: Staatliche finanzielle Unterstützung für den Heizungstausch zu erneuerbaren Systemen bleibt entscheidend. Diese Förderungen müssen klar, verlässlich und sozial ausgewogen gestaltet werden, um breite Akzeptanz zu sichern.
-
Marktentwicklung: Die Installationszahlen von Wärmepumpen und anderen erneuerbaren Heizungen steigen, getrieben durch sinkende Gerätepreise, verbesserte Technik und steigendes Klimabewusstsein.
-
Wirkung der Energie- und Klimapolitik: Politische Entscheidungen beeinflussen die Energiepreise und damit die Wirtschaftlichkeit verschiedener Heiztechnologien. Die Fokussierung auf fossile Energieträger bringt neben klimaschädlichen Emissionen auch Risiko für Verbraucher durch Preisschwankungen.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über wesentliche Einflussfaktoren und ihre mögliche Entwicklung:
| Einflussfaktor | Entwicklung bis 2030 | Auswirkungen |
|---|---|---|
| Gesetzliche Vorgaben | Stärkung vs. Abschaffung Heizungsgesetz | Planungssicherheit vs. Verunsicherung |
| Förderpolitik | Kontinuierliche Anpassung | Erhöhte Anreize vs. Unsicherheit für Investoren |
| Technologischer Fortschritt | Effizienzsteigerung Wärmepumpen | Günstigere Installation und Betriebskosten |
| Energiepreise | Schwankungen durch geopolitische Lage | Wirtschaftlichkeit fossiler vs. erneuerbarer Systeme |
| Gesellschaftliches Bewusstsein | Zunahme nachhaltigem Handeln | Höhere Nachfrage nach klimafreundlichen Lösungen |
Die Zukunft des Heizens in Deutschland hängt von der Kombination aus wirksamer Gesetzgebung, klaren Förderprogrammen und technologischem Fortschritt ab. Sie bietet Chancen für eine umweltfreundlichere Wärmeversorgung, die zugleich bezahlbar bleibt. Andererseits stellen Unsicherheiten in der Politik und der Markt noch Herausforderungen dar, die es zu überwinden gilt, um die Wärmewende erfolgreich umzusetzen.
Diese Veröffentlichung stützt sich auf eine Pressemitteilung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V.
Weiterführende Quellen:
- „Bis Oktober 2025 erhalten Hausbesitzer in Deutschland bis zu 70 % Förderung für den Einbau reiner Wärmepumpen, mit maximal 30.000 € Zuschuss pro Wohneinheit; einkommensschwache Haushalte unter 40.000 €/Jahr können bis zu 75 % Förderung bekommen, inklusive zusätzlicher Boni für schnellen Austausch oder natürliche Kältemittel“ – Quelle: https://checkfox.de/ratgeber/foerderung-waermepumpe
- „Das Gebäudeenergiegesetz 2024 (GEG) verlangt zukünftig, dass neue Heizungen mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen, was eine starke Förderung für Wärmepumpen begründet und damit klimafreundliches Heizen politisch priorisiert“ – Quelle: https://www.kaeltebringer.de/blogs/ratgeber/bafa-foerderung-fuer-waermepumpe-2025
- „Der jährliche Zubau reiner Wärmepumpen in Deutschland stieg von ca. 135.000 Anlagen 2023 auf geschätzt 180.000 Anlagen in 2025, wodurch ihr Marktanteil am Heizungsneubau in 2025 auf etwa 70 % anstieg und fossile Systeme zunehmend verdrängt werden“ – Quelle: https://www.agora-energiewende.de
- „Die durchschnittlichen Heizkosten pro Haushalt lagen in Deutschland im Jahr 2024 bei circa 1.900 € für Gas, 2.200 € für Öl, 1.800 € für Strom (inkl. Wärmepumpenbetrieb), und 1.700 € für Fernwärme; Prognosen für 2025 erwarten moderate Steigerungen um 3–5 % aufgrund Energiepreisentwicklungen“ – Quelle: https://www.destatis.de
- „Sozial gestaffelte Förderprogramme der KfW für Wärmepumpen sehen für einkommensschwache Haushalte (bis 40.000 €/Jahr) Zuschüsse bis zu 75 % sowie zusätzlich zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschüssen vor; für durchschnittliche Haushalte beträgt die Grundförderung 30 % der Kosten, maximal 21.000 €“ – Quelle: https://www.kfw.de
- „Mieter- und Sozialverbände warnen in aktuellen Stellungnahmen (2025) vor möglichen Nachteilen der vorgeschlagenen Abschaffung des Gebäudeenergiegesetzes, etwa durch den Wegfall verbindlicher Klimavorgaben für Heizungen, was sozialen Druck durch weiterhin steigende Heizkosten verstärken könnte“ – Quelle: https://www.mieterbund.de
- „Die durchschnittliche Lebensdauer von Heizungen in Deutschland beträgt rund 20 Jahre; Bestehende Anlagen verteilen sich 2025 etwa so: 35 % sind unter 10 Jahre alt, 40 % zwischen 10 und 20 Jahren, und 25 % älter als 20 Jahre, wobei die Austauschquote pro Jahr bei etwa 5 % liegt“ – Quelle: https://www.statista.com
5 Antworten
Ich bin total einverstanden mit dem BUND. Wir brauchen dringend mehr erneuerbare Energien! Aber was ist mit den vielen Menschen da draußen, die Angst um ihre Heizkosten haben? Gibt es dazu Studien?
Ja genau! Es gibt viele Leute, die wirklich leiden unter den Preisen. Ich hoffe, dass die Politiker bald eine Lösung finden.
Ich finde es echt wichtig, dass wir jetzt was machen gegen die alten Heizungen. Aber was ist mit den Leuten, die sich das nicht leisten können? Es muss doch eine Lösung für alle geben! Was denkt ihr darüber?
Ja, das sehe ich auch so! Die Kosten steigen und viele können sich das nicht leisten. Ich habe mal gehört, dass es Förderungen gibt, aber sind die wirklich hilfreich für alle?
Das ist echt ein Problem! Ich frage mich, ob die Regierung genug tut? Vielleicht sollten wir mehr Druck aufbauen, damit sie handeln!