Hase/Volodin gewinnen Finlandia Trophy und qualifizieren sich für Grand-Prix-Finale 2025

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Minerva Hase und Nikita Volodin haben bei der Finlandia Trophy in Helsinki Gold gewonnen und sich damit für das Grand-Prix-Finale 2025 in Nagoya qualifiziert. Mit 206,88 Gesamtpunkten setzten sich die Paarlauf-Europameister in einem knappen Feld durch. Es ist bereits ihr dritter Finaleinzug in Folge.

Inhaltsverzeichnis

– Minerva Hase und Nikita Volodin gewannen die Finlandia Trophy in Helsinki.
– Sie qualifizierten sich damit für das Grand-Prix-Finale 2025 in Nagoya.
– Das Paar geht als Titelverteidiger in die nächste Saison.

Gold in Helsinki ebnet Weg nach Nagoya

Minerva Hase und Nikita Volodin haben bei der Finlandia Trophy in Helsinki mit einem überzeugenden Sieg ihre Qualifikation für das Grand-Prix-Finale 2025 perfekt gemacht. Das deutsche Paarlauf-Duo setzte sich am 22. November 2025 mit 206,88 Punkte gegen die Konkurrenz durch*.

Die Europameister aus Berlin zeigten in der Kür eine starke Leistung. Silber ging an das US-Paar Alisa Efimova/Misha Mitrofanov mit 205,49 Punkten, Bronze an Ellie Kam/Danny O'Shea mit 199,09 Punkten (Stand: 22.11.2025).

"Die Kür war sehr viel kontrollierter und fokussierter als das Kurzprogramm mit dem Sturz bei der Todesspirale. Daher können wir sehr stolz auf die Performance sein. Der Salchow war etwas unglücklich, aber der Rest des Programms war sehr schön zu laufen und hat sehr viel Spaß gemacht. Wir hatten eine sehr gute Connection", berichtet Minerva Hase.

"Der Sieg war sehr wichtig. Wir sind sehr glücklich, wir konnten in unserem Programm sehr viel Emotion zeigen", sagt Nikita Volodin.

"Der Dreifach-Salchow war technisch gut, wahrscheinlich liegt es an der Schiene oder dem Schlittschuh. Das werde ich bis zum Grand-Prix-Finale ändern. Im Finale wollen wir die bisherigen Fehler abstellen und noch selbstbewusster laufen."

Das spannende Rennen um die Finalplätze

Die Finlandia Trophy in Helsinki bildete den dramatischen Abschluss der Grand-Prix-Serie – ein Wettbewerb, bei dem sich das gesamte sportliche Spitzenfeld noch einmal messen konnte, bevor die Entscheidung über die Finalteilnehmer fiel. Die außergewöhnliche Enge nach dem Kurzprogramm, bei der vier Paare innerhalb von weniger als 0,3 Punkten lagen* (Stand: 22.11.2025), zeigte die hohe Wettbewerbsdichte in dieser Saison. Jeder Fehler konnte hier über Qualifikation oder Ausscheiden entscheiden.

Wie funktioniert die Grand-Prix-Qualifikation?

Das Punktesystem der ISU vergibt bei jedem der sechs Grand-Prix-Wettbewerbe Punkte nach Platzierung: 15 Punkte für den ersten Platz, 13 für den zweiten, 11 für den dritten, absteigend bis zum sechsten Platz* (Stand: 23.09.2024). Entscheidend ist, dass jedes Paar an zwei Grand-Prix-Wettbewerben teilnimmt und sich die sechs besten Paare mit den höchsten kumulierten Punkten für das Finale qualifizieren. Dieses System belohnt nicht nur Einzelerfolge, sondern vor allem konstante Leistungen über die gesamte Serie hinweg.

Die zentralen Fakten zur Finlandia Trophy und Qualifikation:

  • Beim ISU Grand Prix Finnlandia Trophy 2025 starteten 8 Paare im Paarlauf* (Stand: 22.11.2025)
  • Nach dem Kurzprogramm lagen vier Paare mit weniger als 0,3 Punkten Differenz beisammen* (Stand: 22.11.2025)
  • Für das Grand Prix Finale 2025 qualifizieren sich die sechs Paare mit den meisten Punkten aus zwei Grand-Prix-Wettbewerben* (Stand: 23.09.2024)
  • Das Nationenfeld für das Grand Prix Finale 2025 umfasst: Deutschland, USA, China, Italien, Kanada, Polen * (Stand: 22.11.2025)

Wer gehört zu den Favoriten?

Das internationale Starterfeld für das Finale spiegelt die aktuelle Machtverteilung im Paarlauf wider. Mit Vertretern aus sechs Nationen zeigt sich eine breite internationale Konkurrenz, wobei Deutschland und die USA als besonders starke Nationen hervortreten. Die Punktvergabe sorgt dafür, dass nicht nur die Sieger einzelner Wettbewerbe, sondern auch konsequent platzierte Paare eine Chance auf den Finaleinzug haben. Dies erklärt, warum bereits kleinste Punktdifferenzen – wie sie in Helsinki zu beobachten waren – über Qualifikation oder vorzeitiges Saisonaus entscheiden können.

Wettbewerb, Favoriten und historische Einordnung

Im Finalfeld von Nagoya treffen Minerva Hase und Nikita Volodin auf international starke Konkurrenz. Die kanadischen Titelaspiranten Deanna Stellato-Dudek und Maxime Deschamps erzielten bei Skate Canada 2025 mit 213,40 Punkten die beste internationale Grand-Prix-Paarlaufnote dieser Saison*. Diese Marke setzt im Vorfeld des Finales ein deutliches Ausrufezeichen und macht das kanadische Duo zu ernstzunehmenden Mitfavoriten.

Internationale Favoriten

Neben den Kanadiern gehören traditionell russische und chinesische Paare zum erweiterten Favoritenkreis beim Grand-Prix-Finale. Die historische Dominanz dieser Nationen prägte die letzten zehn Austragungen von 2015 bis 2025. Deutsche Paare erreichten in diesem Zeitraum häufig Platzierungen zwischen Rang 4 und 6*. Diese Bilanz zeigt den hohen internationalen Standard und unterstreicht, welcher Herausforderung sich Hase/Volodin als Titelverteidiger stellen müssen.

Finaleinzug als Sprungbrett für Olympia

Die Qualifikation für das Grand-Prix-Finale markiert für Minerva Hase und Nikita Volodin mehr als nur einen weiteren Wettkampf – sie bestätigt ihren Platz im internationalen Spitzenfeld genau zum richtigen Zeitpunkt. Als Titelverteidiger treten sie in Nagoya nicht nur an, um ihren Erfolg zu wiederholen, sondern nutzen das Finale als wichtigen Entwicklungsschritt in der Olympia-Saison. Die Teilnahme an diesem Elite-Event bietet die ideale Plattform, um vor dem Höhepunkt in Mailand/Cortina 2026 letzte Fehler zu korrigieren und unter Wettkampfbedingungen an der Programmstabilität zu feilen.

Im Finale erwarten Hase/Volodin bekannte Konkurrenten wie die US-Paare Efimova/Mitrofanov und Kam/O'Shea, die bereits in Helsinki knapp hinter ihnen landeten. Diese wiederholten Aufeinandertreffen mit der Weltspitze schärfen nicht nur den sportlichen Fokus, sondern liefern wertvolle Erfahrungswerte für die noch ausstehenden Großereignisse. Die kommenden Monate halten gleich drei Höhepunkte bereit:

  • Europameisterschaften in Sheffield (Januar 2026)
  • Olympische Winterspiele in Mailand/Cortina (Februar 2026)
  • Weltmeisterschaften in Prag (25. bis 29. März 2026)*

Diese verdichtete Terminlage unterstreicht, wie entscheidend die aktuelle Formentwicklung für die deutschen Spitzenpaare ist. Für Medien und Fans wächst die Aufmerksamkeit nun spürbar – jede Leistung von Hase/Volodin wird zunehmend unter der Olympia-Perspektive betrachtet. Ihr Weg durch die Saison verspricht nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern schreibt bereits jetzt ein Kapitel deutscher Eiskunstlauf-Geschichte.

Die in diesem Beitrag wiedergegebenen Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung der Deutschen Eislauf-Union e.V..

Weiterführende Quellen:

9 Antworten

  1. ‚Wir hatten eine gute Connection‘ – das hört sich klasse an! Ich frage mich, ob das für andere Paare auch so wichtig ist? Es wäre toll, mehr darüber zu erfahren.

    1. ‚Emotion zeigen‘ klingt einfach aber erfordert viel Übung. Wie seht ihr die Entwicklung von Hase/Volodin in dieser Hinsicht während ihrer Karriere?

    2. ‚Ein Sprungbrett für Olympia‘ – ich bin neugierig darauf, wie sich ihre Leistung dort auswirken wird! Glaubt ihr an einen Platz auf dem Podium in Mailand/Cortina?

  2. ‚Die Kür war kontrolliert‘, hat Minerva gesagt – das klingt vielversprechend für das Finale! Was denkt ihr über die technische Ausführung des Dreifach-Salchows? Ist es leicht zu verbessern?

  3. Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Emotion die beiden in ihre Performance einbringen. Welche Rolle spielt das für den Gesamteindruck bei den Juroren? Ich finde das sehr interessant.

  4. Die Leistung von Hase und Volodin ist wirklich bewundernswert! Es ist spannend zu sehen, wie eng die Konkurrenz war. Was denkt ihr über die Chancen der US-Paare im Finale?

    1. Ich denke, die US-Paare sind stark, aber Hase und Volodin haben das Potenzial, sie zu schlagen. Wie wichtig ist eurer Meinung nach der psychologische Druck in solchen Wettbewerben?

    2. Das stimmt! Aber auch kleinste Fehler können entscheidend sein. Ich hoffe, dass sie ihre Technik bis Nagoya verbessern können!

  5. Ich finde es beeindruckend, wie Minerva und Nikita sich bei der Finlandia Trophy geschlagen haben. Die Punktedifferenz war ja extrem knapp! Glaubt ihr, dass sie ihre Fehler bis zum Finale ausmerzen können?

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