– Die IHF hat die acht Gruppenköpfe für die Handball-WM 2027 in Deutschland bestätigt.
– Die Auslosung der Gruppen findet am 10. Juni im Münchner Hofbräuhaus statt.
– Gastgeber Deutschland spielt seine Vorrundenspiele in München, Titelverteidiger Dänemark in Kiel.
Handball-WM 2027: Diese Gruppenköpfe stehen fest
Für die Handball-Weltmeisterschaft der Männer 2027 in Deutschland steht ein wichtiger Schritt fest: Die internationale Handballföderation IHF hat die gesetzten Teams für die acht Vorrundengruppen bestätigt. Damit ist seit der DHB-Medieninformation vom 19. März 2026 klarer, welche Topnationen an welchen Standorten in die Vorrunde gehen. Für Fans ist das mehr als eine Formalie, weil sich Reisen, Spielorte und Ticketkäufe nun deutlich konkreter planen lassen. Der nächste große Termin folgt am 10. Juni, wenn im Münchner Hofbräuhaus die Auslosung vorgenommen wird.
Der Deutsche Handballbund verbindet mit der Entscheidung ausdrücklich auch eine Servicefunktion für das Publikum. „Das Setzen der Teams gibt weiteren Fans eine klare Orientierung, um ihre persönliche Teilnahme an der Weltmeisterschaft planen und sich mit Tickets versorgen zu können“, sagt Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes. Schober rät mit Blick auf das bisherige Interesse zudem dazu, nicht zu lange mit dem Ticketkauf zu warten. Gastgeber Deutschland ist in Gruppe A gesetzt und bestreitet seine Vorrundenspiele in München, Titelverteidiger Dänemark steht bereits als Kopf von Gruppe G in Kiel fest. Hinzu kommen sechs weitere gesetzte Nationen, die nun ebenfalls auf die vier deutschen Vorrundenstandorte verteilt sind.
Welche Teams wo gesetzt sind
Die Verteilung der Gruppenköpfe auf die Spielorte ist damit bereits umrissen:
- Gruppe A: Deutschland – München
- Gruppe B: Schweiz – Stuttgart, sofern qualifiziert
- Gruppe C: Kroatien – München
- Gruppe D: Frankreich – Stuttgart, sofern qualifiziert
- Gruppe E: Schweden – Kiel
- Gruppe F: Portugal – Magdeburg
- Gruppe G: Dänemark – Kiel
- Gruppe H: Island – Magdeburg
Besonders wichtig ist der Vorbehalt in Stuttgart: Frankreich und die Schweiz sind dort nur gesetzt, wenn sie sich sportlich für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Sollte Frankreich die Qualifikation verfehlen, rückt Tschechien nach. Sollte die Schweiz scheitern, übernimmt Italien den Platz als gesetztes Team in Stuttgart.
Damit ist die Grundarchitektur der Vorrunde schon vor der eigentlichen Ziehung sichtbar. München bekommt neben Deutschland auch Kroatien, Kiel die Paarung aus Schweden und Dänemark, Magdeburg Portugal und Island. Stuttgart bleibt sportlich noch offen, ist aber bereits für zwei grenznahe Nationen beziehungsweise deren mögliche Play-off-Gegner vorgesehen.
Warum die Setzung auch eine Fan-Strategie ist
Die Verteilung folgt nicht nur sportlicher Logik. Der DHB macht selbst deutlich, dass die Setzwünsche an die IHF aus Nachfragegesichtspunkten erfolgt sind. Dahinter steht eine erkennbare Strategie: Teams sollen dort spielen, wo sie auf besonders viele Anhänger oder günstige Reisewege treffen.
Das zeigt sich an mehreren Beispielen. Kroatien wurde nach München gesetzt, wo die Mannschaft laut DHB schon bei der WM 2019 für ein volles Haus gesorgt hatte. Schweden spielt in Kiel, was die Anreise für viele Fans aus dem Norden erleichtert. Island startet in Magdeburg und knüpft damit an einen WM-Standort an, an dem die Mannschaft bereits 2007 in die Endrunde gegangen war. Auch Stuttgart passt in dieses Muster, weil Frankreich und die Schweiz als grenznahe Nationen dort aus Sicht der Organisatoren gut verortet sind, sofern sie ihre Qualifikation schaffen.
Die Setzung zielt damit erkennbar auf Atmosphäre, Auslastung und Vermarktung zugleich. Für ein Turnier, das über mehrere Städte hinweg funktioniert, ist die Nähe zu Fan-Communities ein praktischer Faktor. Das gilt laut DHB nicht nur für die Vorrunde: Sollten sich Portugal oder Island für die Hauptrunde qualifizieren, würden ihre Anhänger die Teams unter anderem auch in Hannover wiedersehen. Gerade bei Portugal verweist der Verband darauf, dass in Deutschland zahlreiche Portugiesen leben und Hannover zentral gut erreichbar ist.
Ticketdruck wächst schon vor der Auslosung
Wie relevant diese neue Orientierung für Fans ist, zeigt der Blick auf die bisherige Nachfrage. Bereits zum offiziellen Vorverkaufsstart am 15. Dezember 2025 war nach Angaben des SAP Garden eine starke Nachfrage nach WM-2027-Tickets registriert worden. Die nun bestätigten Gruppenköpfe treffen also auf einen Markt, in dem viele Interessierte sich schon früh um Karten bemüht haben.
Im März 2026 war der Verkauf nach Angaben der Lanxess-Arena bereits weit fortgeschritten: Demnach waren rund 180.000 Tickets verkauft. Für Deutschlands Vorrundenspiele in München sowie für Hauptrunde und Viertelfinale in Köln waren zu diesem Stand keine regulären Tickets mehr verfügbar. Vor diesem Hintergrund bekommt die Setzung zusätzliche Bedeutung, weil Fans nun gezielter nach anderen Vorrundenspielen und Standorten suchen können.
Der DHB verweist darauf, dass Tickets und Turnierinformationen über die offizielle WM-Website verfügbar sind; Karten gibt es zudem über Eventim und offizielle Vorverkaufsstellen. Zugleich warnt der Verband vor dem Kauf über Zweitmarktplattformen und kündigt an, beim unautorisierten Weiterverkauf konsequent vorzugehen. Dafür arbeitet der DHB mit der Kanzlei Lentze Stopper zusammen, um Fans zu schützen und faire Verkaufsbedingungen sicherzustellen. Wer noch Karten sucht, dürfte sich deshalb an die offiziellen Kanäle halten müssen.
Sportliche Folgen für Deutschland
Für die deutsche Nationalmannschaft hat die Setzung nicht nur organisatorische, sondern auch sportliche Folgen. Fest steht: Deutschland ist als Kopf der Gruppe A in München platziert, doch die eigentliche Schwierigkeit des Turnierwegs entscheidet sich erst mit der Auslosung und den noch offenen Qualifikationen.
Schon jetzt zeichnet sich ab, welche Konstellationen möglich sind. In einer Kölner Hauptrunde könnte Deutschland auf die Schweiz treffen. Außerdem befinden sich mit Spanien, Ägypten oder Norwegen weitere Nationalmannschaften in den Töpfen, die im Juni entweder in die deutsche Vorrundengruppe oder in die anschließende Hauptrundengruppe gelost werden könnten. Sicher ist nach den bestätigten Setzungen lediglich, dass Deutschland auf Dänemark oder Frankreich frühestens im Halbfinale treffen kann.
DHB-Sportvorstand Ingo Meckes ordnet das als Warnung vor falscher Sicherheit ein: „An allen Standorten werden Teams vertreten sein, die zum Kreis der Favoriten zählen und sich bei der WM Großes erhoffen“, sagt er. „Das garantiert ebenso hochklassigen Handball wie anspruchsvolle Aufgaben. Auch für unsere Nationalmannschaft gibt es keinen leichten Weg durch dieses Turnier, denn in den weiteren Lostöpfen warten noch gefährliche Gegner. Und manchmal läuft es anders, als man denkt. Gerade bei der vergangenen EM hat unser Team bewiesen, dass es mehr als bereit für solche Herausforderungen ist.“
Qualifikation, Lostöpfe und offener Ausblick
Bis zur Auslosung am 10. Juni in München bleibt also noch einiges offen. Das betrifft vor allem die europäische Qualifikation. Laut dem Wikipedia-Eintrag zur WM-2027-Qualifikation startete die erste Phase der europäischen Ausscheidung mit ausgelosten Paarungen am 26. Juni 2025; im Januar 2026 stand der Wettbewerb vor der nächsten Runde. Inzwischen ist klar, warum das für die gesetzten Plätze in Stuttgart wichtig ist: Frankreich muss in den Play-offs gegen Tschechien antreten, die Schweiz gegen Italien. Darauf weist handball-world.news mit Stand nach der EM 2026 hin.
Ebenfalls nach der EM 2026 stehen die Lostöpfe fest. In Topf 1 befinden sich laut handball-world.news und den vom DHB veröffentlichten Auslosungstöpfen Dänemark, Deutschland, Kroatien, Island, Portugal, Schweden, Ägypten und Argentinien. In Topf 2 stehen unter anderem die noch offenen Paarungen Frankreich/Tschechien und Schweiz/Italien, außerdem weitere europäische Play-off-Konstellationen wie Finnland oder Montenegro/Slowenien, Norwegen/Türkei oder Rumänien sowie Spanien/Georgien oder Israel. Die weiteren Töpfe enthalten zusätzliche europäische Qualifikanten sowie Teams aus anderen Kontinentalverbänden.
Genau hier liegt die Spannung der kommenden Monate: Die Gruppenköpfe geben den Rahmen vor, aber erst die Auslosung verbindet Spielorte, gesetzte Mannschaften und Qualifikationssieger zu den endgültigen Gruppen. Für Fans bedeutet die IHF-Entscheidung schon jetzt mehr Planungssicherheit. Sportlich beginnt die eigentliche Kontur der WM 2027 jedoch erst mit dem Ziehungstermin im Juni.
Die hier dargestellten Informationen und Zitate stammen aus einer Pressemitteilung des Deutschen Handballbundes e.V.
Weiterführende Quellen:
- „Rund 180.000 Tickets für die Handball-WM 2027 sind bereits verkauft, Stand März 2026, wobei für Deutschlands Vorrundenspiele in München sowie Hauptrunde/Viertelfinale in Köln keine regulären Tickets mehr verfügbar sind.“ – Quelle: https://www.lanxess-arena.de/veranstaltungsreihe/mens-ihf-world-championship-2027
- „Bis zum Vorverkaufsstart am 15. Dezember 2025 wurde im Presale eine starke Nachfrage nach WM 2027-Tickets registriert.“ – Quelle: https://www.sapgarden.com/de/news/handball-wm-2027-ticket-vorverkauf-offiziell-gestartet
- „Die IHF hat die Lostöpfe für die WM 2027 basierend auf Kontinentalmeisterschaften und Rankings festgelegt; Lostopf 1 umfasst Dänemark, Deutschland, Kroatien, Island, Portugal, Schweden, Ägypten und Argentinien (Stand: nach EM 2026).“ – Quelle: https://www.handball-world.news/artikel/deutschland-droht-vorrunden-kracher-die-lostoepfe-fuer-die-wm-2027-1192238
- „Frankreich (Platz sieben bei der EM) befindet sich in Lostopf 2 und muss in den Play-offs gegen Tschechien antreten; die Schweiz (Platz zwölf bei der EM) steht ebenfalls in Lostopf 2 mit einem Play-off gegen Italien (Stand: nach EM 2026).“ – Quelle: https://www.handball-world.news/artikel/deutschland-droht-vorrunden-kracher-die-lostoepfe-fuer-die-wm-2027-1192238
- „Die Phase 1 der europäischen Qualifikation zur WM 2027 startete mit ausgelosten Paarungen am 26. Juni 2025 und steht im Januar 2026 vor der nächsten Runde.“ – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Handball-Weltmeisterschaft_der_Männer_2027/Qualifikation
7 Kommentare
Ich freu mich zwar aufs Turnier, aber diese frühe setzung erhöht den ticketdruck und viele kaufen panisch, das scheint riskant. Die Warnung vorm Zweitmarkt ist wichtig, hab dazu artikel auf /tickets und /legal gelesen, aber wie kontrolliert der DHB das praktisch? Jemand erfahrungswerte mit Lentze Stopper oder rechtssupport beim kartenkauf?
Neutral betrachtet: die Setzung macht sinn für die auslastung, aber man merkt die kommerz sprache. Magdeburg und Kiel sind gute wahl für Island und Schweden, doch Stuttgart bleibt offen, das macht planung schwierig. Auf /qualifikation und /dHB-news gibts links, aber die erklärungen sind oft zu technisch, kann jmd das in plain language nochmal zusammenfassen?
Finds gut das die IHF schon Gruppenköpfe gesetzt hat, bringt planungssicherhheit für reisende fans, aber die webseiten sind zum teil schlecht formatiert, tickets waren im presale schnell weg laut /news/tickets-wm2027 und das ist frustrierend. Könnte der DHB nicht mehr direkte infos zu Parkplatz, zugang und fanblocks geben? Wer hat erfahrung mit Hannover als späterer ort?
Also die idee die Gruppenköpfe nach fanlage zu setzten ist sinnvoll, aber irgendwie fehlt der sportliche blick, es scheint mehr marketing als fairplay, und das macht mich skeptisch. Ich hab schon posts auf /dHB-news gelesen, dort stehen zahlen zu verkauf und tickets, aber die erklärung warum Kroatien nach München is fehlt mir, wer kennt den grund?
Gerd, stimmt das gefühl hab ich auch, man redet von atmosphäre und verkauf, aber sportlich is das nicht sauber, außerdem versteh ich nicht warum Schweiz nur wenn qualifizieret, die texten auf /auslosung-10-juni sind schwer zu folgen. Kann mir jemand erklähren wie die Lostöpfe genau funktionieren, bitte einfach erklärt?
Die Setzung für die Handball-WM 2027 ist ja interesant, aber ich kapier das mit den Tickets noch nicht ganz, warte oder kaufen? München als Gastgeber macht sinn, doch Kiel und Magdeburg sind auch nah. Hab schon auf /tickets und /auslosung-10-juni geguckt, die seiten sind aber teils unübersichlich und verwirrend, kann jemand kurz tipps geben?
Danke für die Frage, ich find das auch komisch organisiert, IHF und DHB reden viel aber die info’s sind teilweis unklar. Auf /qualifikation steht was, aber nicht genug. Würde gern wissen ob Frankreich wirkli in Stuttgart kommt, und ob es günstigere Karten direkt vom DHB gibt oder nur Eventim? Wer weiss mehr pls teilen