100 Jahre Handball: Halle an der Saale feiert Jubiläum des ersten Länderspiels – Deutscher Handballbund würdigt historische Bedeutung

Vor 100 Jahren bestritt die deutsche Männer-Nationalmannschaft am 13. September 1925 in Halle an der Saale ihr erstes Länderspiel im Feldhandball – ein historisches Freundschaftsspiel gegen Österreich (3:6), das als Geburtsstunde des internationalen Handballs gilt. Zum Jubiläum enthüllten Dr. Judith Marquardt und DHB-Präsident Andreas Michelmann im Stadion am Zoo eine künstlerisch gestaltete Wandplastik des „Historischen Handballs des DHB“. Mit dieser Auszeichnung macht der Deutsche Handballbund bedeutende Orte der Handballgeschichte sichtbar und bewahrt sie im kollektiven Gedächtnis.
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– Erstes deutsches Feldhandball-Länderspiel am 13. September 1925 in Halle gilt als Geburtsstunde internationalen Handballs.
– Im VfL Halle 1896-Stadion enthüllte der DHB die erste künstlerisch gestaltete „Historischer Handball“-Plastik.
– DHB ehrt wichtige Handballorte mit „Historischen Handbällen“ zur Bewahrung kollektiven Gedächtnisses.

100 Jahre Handball in Halle an der Saale: Ein historischer Moment

Am 13. September 1925 schrieb Halle an der Saale Sportgeschichte: Im Stadion am Zoo fand das erste Feldhandballspiel der deutschen Männer-Nationalmannschaft statt. In diesem Freundschaftsspiel unterlag Deutschland gegen Österreich mit 3:6 (1:3) – ein Ergebnis, das längst in den Hintergrund rückt, denn dieser Tag markiert die Geburtsstunde des internationalen Handballs.

Zum 100-jährigen Jubiläum dieses besonderen Ereignisses kam die Handballgemeinschaft im vereinseigenen Stadion des VfL Halle 1896 zusammen, um gemeinsam die historische Bedeutung zu würdigen. Im Mittelpunkt der Feier stand die Enthüllung des „Historischen Handballs des DHB“. Diese künstlerisch gestaltete Wandplastik – eine Auszeichnung des Deutschen Handballbundes für herausragende Orte der Handballentwicklung – wurde im Eingangsbereich des Stadions angebracht. Eingehüllt wurde sie von Dr. Judith Marquardt, der Beigeordneten für Kultur und Sport der Stadt Halle, und DHB-Präsident Andreas Michelmann.

Dr. Judith Marquardt unterstrich in ihrer Begrüßung die Wichtigkeit des Jubiläums für Halle und überraschte mit einem persönlichen Detail: „Von der Existenz des Handballspiels habe ich erst in Deutschland erfahren“, sagte die gebürtige Australierin. Damit verwies sie auf die besondere internationale Verwurzelung und die lokale Bedeutung des Sports für die Region.

Die Feierstunde bot zudem einen historischen Überblick: Der Hallenser Kulturhistoriker Dirk Suckow schilderte die Entwicklung und wechselnde Nutzung des Stadions am Zoo über die Jahrzehnte. Anschließend entführte Prof. Dr. Detlef Kuhlmann, der DHB-Beauftragte für Handballgeschichte, die Gäste auf das Spielfeld, begleitet von überlieferten Details zum Premieren-Spiel. Zum Beispiel erfuhren die Anwesenden, dass damals die österreichischen Gäste den Schiedsrichter aussuchen durften – eine Geste, die heute kaum vorstellbar wäre, da es damals noch keine internationale Handball-Föderation gab, die Schiedsrichterstellen vermittelte. Der ausgewählte Unparteiische war Referee Grobe vom TuB Leipzig.

Die Vergabe des Historischen Handballs durch den Deutschen Handballbund hat das Ziel, die Erinnerung an handballgeschichtlich bedeutsame Orte zu bewahren. Dr. Marquardt und Andreas Michelmann betonten: „Mit der Vergabe von ‚Historischen Handbällen‘ will der DHB wichtige Orte mit ihren handball-historischen Ereignissen sichtbar machen und im kollektiven Gedächtnis erhalten.“ Diese Ehrung ist eine Anerkennung für Orte, nicht für Personen. Den ersten „Historischen Handball des DHB“ erhielt im Oktober 2024 die Stadthalle Mülheim an der Ruhr anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Verbandes.

Die Zeremonie in Halle beweist, wie sich die Sportgeschichte eines Ortes zu einem lebendigen Teil der lokalen Kultur und Identität entwickeln kann. 100 Jahre nach dem ersten Länderspiel wird der Handballplatz am Zoo nicht nur als Austragungsort, sondern als Geburtsstätte eines großen Sportereignisses gewürdigt.

Handball als kulturelles Erbe – mehr als ein Jubiläum

Handball ist fest verwoben mit der regionalen und deutschen Identität – das zeigt sich bei Jubiläen wie dem hundertjährigen Gedenken an das erste Länderspiel der deutschen Männer-Nationalmannschaft 1925 in Halle an der Saale. Dieses Ereignis markiert nicht nur einen sportlichen Meilenstein, sondern ist ein bedeutender Teil des kollektiven Gedächtnisses und der lokalen Gemeinschaft. Die offizielle Auszeichnung des Spielorts mit einem „Historischen Handball des DHB“ unterstreicht, wie Sportstätten als Orte lebendiger Erinnerung fungieren und die Geschichten von Generationen verbinden.

Die Erinnerungskultur rund um Handball und ähnliche Initiativen gehen weit über reine Sporthistorie hinaus. Sie bewahren wichtige Orte und Ereignisse, schaffen Identifikationslinien und stärken den Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft. Dies zeigt sich etwa auch in anderen Sportarten und Regionen: Erinnerungsorte für Fußballerinnerungen oder Leichtathletik-Wettkämpfe sind in vielen Gemeinden feste Bezugspunkte. Solche Markierungen machen Geschichte erlebbar und gestalten öffentlich zugängliche Räume zu kulturellen Gedächtnisinstitutionen.

Gesellschaftlich erfüllen solche Initiativen zentrale Funktionen:

  • Förderung regionaler und kultureller Identität durch verbindende Geschichten
  • Stärkung des Gemeinschaftsgefühls über Generationen hinweg
  • Sichtbarmachung historischer Entwicklung im Sport als Teil der lokalen Geschichte
  • Bildung eines kollektiven Gedächtnisses für breitere Öffentlichkeit und Besucher
  • Anstoß für neue Perspektiven im Sport, Ehrenamt und Nachwuchsarbeit

Die Wertschätzung dieser historischen Wurzeln ist kein bloßer Rückblick: Sie eröffnet Chancen für die Zukunft, indem sie Ehrenamtliche motiviert, junge Talente inspiriert und die Basis für künftige Veranstaltungen stärkt. Sportliche Ehrungen wie der „Historische Handball des DHB“ machen deutlich, dass Sportgeschichte lebendig bleibt und aktiv zur Gestaltung eines vielfältigen und gemeinsamen kulturellen Lebens beiträgt.

Die Informationen und Zitate in diesem Beitrag basieren auf einer Pressemitteilung des Deutschen Handballbundes e.V.

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7 Kommentare

  1. Ich denke, dass solche Initiativen sehr hilfreich sind für die Gemeinschaft. Sie fördern den Zusammenhalt und erinnern uns an unsere Wurzeln. Was haltet ihr davon? Gibt es noch andere Beispiele für solche Ehrungen in Deutschland?

  2. Es ist faszinierend zu sehen, wie der Handball eine lokale Identität schafft. Die Rede von Dr. Judith Marquardt zeigt, wie international der Sport ist. Welche anderen Aspekte könnten wir noch betrachten?

    1. Ja, das stimmt! Es ist wichtig zu wissen, woher unsere Sportarten kommen und welche Geschichten sie erzählen können.

  3. Die Verbindung zwischen Sport und Kultur ist so wichtig! Ich finde es super, dass man mit dem Historischen Handball Orte wertschätzt. Welche Rolle spielt eurer Meinung nach der Sport in unserer Gesellschaft?

  4. Das erste Länderspiel im Handball hat sicherlich viel verändert für den Sport. Ich frage mich, wie andere Städte solche historischen Momente feiern? Gibt es ähnliche Projekte in anderen Sportarten?

  5. Ich finde es echt spannend, wie der Handball in Halle an der Saale gewachsen ist. Die Enthüllung des Historischen Handballs ist eine tolle Idee! Hat jemand von euch mehr Informationen über die Bedeutung dieser Auszeichnung?

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