Wohnungsmarkt Hamburg: Wohnungsknappheit verschärft sich trotz sinkender Preise – Warum Sanierung den Neubau verdrängt und bezahlbarer Wohnraum immer knapper wird

Die Bodenrichtwerte in Hamburg sind nach einem Rückgang von 15 Prozent 2022 im vergangenen Jahr nochmals um 25 Prozent gefallen, doch Baukosten bleiben hoch und verschärfen die Wohnungsknappheit. Viele Wohnungsunternehmen investieren daher vorrangig in energetische Sanierungen statt in Neubauten, was das Angebot an bezahlbaren Mietwohnungen weiter einschränkt. Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen fordert deshalb Bürokratieabbau, eine vereinfachte Bauordnung und die Bereitstellung öffentlicher Grundstücke zu bezahlbaren Preisen, um den Wohnungsmarkt zu entlasten.
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– Bodenrichtwerte in Hamburg sanken 2022 um 15 %, 2023 um weitere 25 %.
– Unternehmen fokussieren energetische Modernisierung statt Neubau aufgrund hoher Kosten.
– VNW fordert Bürokratieabbau, vereinfachte Bauordnung und preiswerte öffentliche Grundstücke.

Wendepunkt auf dem Hamburger Immobilienmarkt

Der Immobilienmarkt in Hamburg befindet sich aktuell an einem klaren Wendepunkt: Nach einem Rückgang der Bodenrichtwerte um 15 Prozent im Jahr 2022 haben diese im vergangenen Jahr nochmals um 25 Prozent nachgegeben. Trotz dieser deutlich sinkenden Preise bleibt der Bau neuer Wohnungen weiterhin kostenintensiv, weshalb sich zahlreiche Unternehmen zunehmend auf die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden statt auf Neubau konzentrieren. “Zudem entscheiden am Gemeinwohl orientierte Vermieter immer häufiger, ihre Bestandsgebäude zu sanieren und nicht mehr neu zu bauen”. Diese Entwicklung verschärft die bestehende Wohnungsknappheit in Hamburg, denn die Nachfrage wächst weiter, während insbesondere die Suche nach bezahlbaren Mietwohnungen immer schwieriger wird. Angesichts dieser Situation fordert der VNW eine neue Strategie: “Bürokratieabbau, Vereinfachung der Bauordnung, die Bereitstellung öffentlicher Grundstücke zu bezahlbaren Preisen und die Vermeidung neuer Auflagen für den Wohnungsbau sind essenziell, um den Wohnungsmarkt zu entlasten.” Auch das Angebot städtischer Grundstücke per Erbbaurecht wird von Genossenschaften kritisch betrachtet. Mit 443 Mitgliedern vertreten die norddeutschen Wohnungsunternehmen rund 1,5 Millionen Menschen in 742.000 Wohnungen und tragen damit wesentlich zur Versorgung mit Wohnraum in Hamburg bei.

Hamburgs Wohnungsmarkt zwischen Hoffnung und Herausforderung

Hamburg steht wie viele deutsche Großstädte vor einer komplexen Wohnraumsituation, die bundesweite und internationale Entwicklungen widerspiegelt. Die anhaltende Wohnraumnot belastet Mieterinnen und Mieter ebenso wie Häuslebauer und stellt die Stadtgesellschaft vor große Herausforderungen. Zwar sind die Grundstückspreise in Hamburg im Vergleich zu anderen Ballungszentren nicht die höchsten, doch niedrigere Grundstückspreise allein bringen keine wirkliche Entlastung, wenn die Bau- und Sanierungskosten auf einem weiterhin hohen Niveau bleiben. Zudem erschweren bürokratische Hürden und neue Regulierungen die Baupraxis erheblich. Genehmigungsverfahren ziehen sich oft in die Länge, und viele Vorgaben erhöhen die Kosten für Bauvorhaben zusätzlich.

Wohnraumnot in deutschen Großstädten – wo steht Hamburg?

Hamburg erlebt einen starken Nachfrageanstieg, der die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum stark einschränkt. Diese Situation ist typisch für viele deutsche Städte, die mit vergleichbaren Problemen zu kämpfen haben. Geringere Grundstückskosten können zwar einen gewissen Druck mindern, doch das reicht nicht aus, wenn Baumaterialien, Fachkräfte und Energiepreise weiter steigen. Die Folge ist, dass die Kosten für Wohnraum für viele Haushalte deutlich steigen – sowohl auf dem Miet- als auch auf dem Eigentumsmarkt.

Wird Sanierung zum Ersatz für Neubau?

Vor diesem Hintergrund gerät die Sanierung bestehender Gebäude immer stärker in den Fokus der Wohnungsbaupolitik. Einerseits kann Sanierung dazu beitragen, den Bestand zu erhalten und nachhaltig zu verbessern, andererseits ist sie gesellschaftlich umstritten. Kritiker bemängeln, dass Sanierungen oft mit Mieterhöhungen verbunden sind und damit die Bezahlbarkeit von Wohnungen untergraben. Zudem ist Sanierung bau- und kostenintensiv und kann den Neubau nicht vollständig ersetzen. Der aktuelle Diskurs zeigt, dass die Balance zwischen Neubau und Sanierung gefunden werden muss, damit beide Wege als Teil einer nachhaltigen Stadtentwicklung funktionieren.

Um angesichts dieser Herausforderungen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, bedarf es neuer Strategien und politischer Entscheidungen jenseits der Grundstückspreise und einzelner Sanierungsprojekte.

  • Vereinfachung von Genehmigungsverfahren zur Beschleunigung von Bauvorhaben
  • Förderung von innovativen und kostengünstigen Bauweisen
  • Stärkerer Fokus auf sozialen Wohnungsbau und Mieterschutz
  • Integration von Nachhaltigkeitskriterien ohne unverhältnismäßige Kostensteigerungen
  • Ausbau digitaler Planungs- und Bauprozesse zur Effizienzsteigerung

Diese Lösungsansätze sind in der aktuellen Wohnungsbaupolitik Gegenstand intensiver Debatten und könnten mittelfristig helfen, die Herausforderungen des Hamburger Wohnungsmarktes zu bewältigen.


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VNW-Direktor Andreas Breitner zu den aktuellen Bodenrichtwerten in Hamburg: „Kein …

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