Genossenschaftsverband Bayern erreicht 1.200 Mitglieder: Boom bei Wärmegenossenschaften und nachhaltige Entwicklung zum Internationalen Tag der Genossenschaften

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Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) zählt mittlerweile 1 200 Mitglieder und feiert diesen Meilenstein zum Internationalen Tag der Genossenschaften am 6. Juli. Seit 2022 sind insgesamt 76 neue Genossenschaften in den Verband aufgenommen worden, davon 22 allein im ersten Halbjahr 2024 – viele als Wärmegenossenschaften. Neuestes Mitglied ist die im Juni 2024 gegründete Pabst Pflanzenbau eG aus Vierkirchen.

Inhaltsverzeichnis

– Erreicht zum Internationalen Tag der Genossenschaften (6. Juli) 1.200 Mitglieder
– Seit 2022 gründete GVB 76 neue Genossenschaften, davon 22 bis Juni 2024
– Jüngstes Mitglied Pabst Pflanzenbau eG übernimmt Verkauf, Logistik und Abrechnung eigener Erzeugnisse

Meilenstein für Genossenschaften in Bayern zum Internationalen Tag der Genossenschaften

Der Genossenschaftsverband Bayern e.V. (GVB) hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Die Mitgliederzahl ist auf 1.200 angewachsen.* Pünktlich zum Internationalen Tag der Genossenschaften am Samstag, den 6. Juli, unterstreicht diese Entwicklung die wachsende Bedeutung des Genossenschaftsmodells in Bayern. „**Diese stolze Zahl zeigt, wie attraktiv das Genossenschaftsmodell bis heute ist,* betonte GVB-Präsident Gregor Scheller bei der Bekanntgabe in München.

Besonders erfreulich ist die Gründung der Pabst Pflanzenbau eG in Vierkirchen im Landkreis Dachau, die im Juni 2024 als jüngstes Mitglied aufgenommen wurde. Diese Genossenschaft organisiert den Verkauf und die Vermarktung eigener landwirtschaftlicher Erzeugnisse und übernimmt darüber hinaus die logistische Abwicklung von der Aufbereitung bis zur Abrechnung.

Der GVB verzeichnet seit 2022 einen regelrechten Gründungsboom mit 76 neuen Genossenschaften insgesamt, davon allein in der ersten Jahreshälfte 2024 22 Neugründungen. Ein Großteil dieser neuen Genossenschaften sind Wärmegenossenschaften, die regenerative Energiequellen nutzen, um ihren Mitgliedern dezentrale und kostengünstige Wärmeenergie zur Verfügung zu stellen.

Neben der nachhaltigen regionalen Wertschöpfung tragen die Genossenschaften entscheidend zur Schaffung von Arbeitsplätzen, Steuerzahlungen und zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts bei. Unter den Mitgliedern des GVB befinden sich auch 184 Volksbanken und Raiffeisenbanken, die flächendeckend Finanzdienstleistungen bereitstellen. Diese Banken leisteten im vergangenen Jahr rund 460 Millionen Euro an Steuern und unterstützten zudem Vereine und Initiativen mit etwa 16 Millionen Euro.

Genossenschaften bieten Lösungen für die unterschiedlichsten Herausforderungen. Sie bringen Menschen mit gleichgerichteten Interessen zusammen und liefern einen Beleg dafür, dass das Ganze mehr ist als nur die Summe seiner Teile, sagte Scheller und hob zudem hervor: „*Die Genossenschaftsbanken versorgen sämtliche Regionen Bayerns mit Finanzdienstleistungen und stellen autark Liquidität für Mittelstand und Privatpersonen zur Verfügung.* Um diese Ziele zu fördern, unterstützt der GVB seine Mitglieder durch Prüfung, Beratung, Interessenvertretung, Weiterbildung sowie den Aufbau von Netzwerken und Kooperationen. „Unser Ziel ist es, die Genossenschaften bestmöglich zu fördern und ihre Innovationskraft zu stärken, damit sie auch in Zukunft erfolgreich und wettbewerbsfähig bleiben,* so Scheller weiter.

Genossenschaften als Zukunftsmotoren in Zeiten des Wandels

Genossenschaften erleben aktuell einen bemerkenswerten Aufschwung – insbesondere in Bayern und deutschlandweit. Dieses Wiedererstarken des traditionellen Organisationsmodells ist kein Zufall: Gerade angesichts des Energie- und Klimawandels, veränderter sozialer Strukturen und dem Bedürfnis nach regionaler Wirtschaftsförderung bieten Genossenschaften flexible und solidarische Antworten auf viele drängende gesellschaftliche Fragen. Sie verbinden gemeinschaftliches Engagement mit wirtschaftlicher Eigenverantwortung und schaffen damit nachhaltige Lösungen für lokale und überregionale Herausforderungen.

Warum Genossenschaften heute im Trend liegen

Das Modell der Genossenschaft punktet heute mit einer Reihe von Eigenschaften, die es für die Bewältigung aktueller Transformationsprozesse besonders geeignet machen. Insbesondere Wärmegenossenschaften wachsen schnell, weil sie einen unmittelbaren Beitrag zur Energiewende leisten und regionale Wertschöpfung fördern. Für Gemeinden ergeben sich daraus neue Chancen: Sie können aktiv an der lokalen Energieversorgung partizipieren, langfristig Kosten senken und die soziale Infrastruktur stärken.

Genossenschaften bieten zudem eine robuste Basis gegen wirtschaftliche Unsicherheiten, da sie mit ihren Mitgliedern gemeinsame Interessen verfolgen und demokratisch organisiert sind. In einer Zeit, in der soziale und ökologische Nachhaltigkeit immer wichtiger werden, gewinnen genossenschaftliche Strukturen an Bedeutung, weil sie diese Prinzipien in ihrer Ausrichtung fest verankern.

Zu den zentralen Vorteilen von Genossenschaften zählen:

  • Demokratische Mitbestimmung der Mitglieder
  • Stärkung regionaler Kreisläufe und Wertschöpfung
  • Förderung von Solidarität und sozialem Zusammenhalt
  • Flexibilität bei der Anpassung an gesellschaftliche Veränderungen

Die gesellschaftliche Rolle von Energie- und Agrargenossenschaften

Energie- und Agrargenossenschaften stehen exemplarisch für die vielfältigen Aufgaben, die Genossenschaften heute übernehmen. Sie gestalten aktiv die Energiewende mit, indem sie erneuerbare Wärme und Strom regional produzieren und verteilen. Wärmegenossenschaften bieten somit nicht nur umweltfreundliche Lösungen, sondern auch Möglichkeiten, Bürgerinnen und Bürger organisatorisch einzubinden und zu Eigentümern ihrer Energieversorgung zu machen.

Agrargenossenschaften wiederum sichern durch gemeinschaftliches Wirtschaften und nachhaltige Produktion die lokale Ernährung und den Erhalt von Landschaften. Beide Formen tragen entscheidend dazu bei, Regionen krisenfest und zukunftsfähig zu gestalten.

Mit Blick auf die digitale und nachhaltige Ökonomie gewinnen Genossenschaften weiter an Relevanz. Sie könnten zunehmend als Plattformen fungieren, die digitale Technologien für gemeinschaftliche Zwecke nutzen und so neue Formen der Kooperation ermöglichen. Dadurch schaffen sie eine Brücke zwischen traditionellen Werten und innovativen Entwicklungsansätzen – was in einer sich rasant wandelnden Welt besonders wertvoll ist.

Original-Content von: Genossenschaftsverband Bayern e.V., übermittelt durch news aktuell


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