– Bekanntheit des Grünen Bandes stieg von 18,8% (2007) auf 37,8% (2025), in Anrainer-Landkreisen 51%.
– 64% befürworten unabhängig vom Alter UNESCO-Welterbestatus für das Grüne Band.
– Am 3. Oktober Aktionstag am Grünen Band mit Info-Angeboten und neuer App.
Grünes Band: Zwischen Naturwunder und Erinnerung — Umfrage zeigt steigende Bekanntheit und Bedeutung
Das Grüne Band zieht sich auf knapp 1400 Kilometern entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze von der Ostsee bis nach Bayern und stellt den längsten durchgängigen Biotopverbund Deutschlands dar. Als Lebensraum für mehr als 1200 seltene und geschützte Arten sowie insgesamt über 5000 Tier- und Pflanzenarten vereint es besondere Natur- und Kulturlandschaften. Am 3. Oktober lädt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erneut zum Aktionstag Grünes Band ein, um die einzigartige Verbindung von Natur und Geschichte vor Ort erlebbar zu machen. Gleichzeitig feiert das Projekt, das der BUND wenige Wochen nach dem Mauerfall am 9. Dezember 1989 ins Leben rief, wachsende Bekanntheit und Wertschätzung — wie eine aktuelle repräsentative Umfrage zeigt.
Die Umfrage, durchgeführt von INSA Consulere im Rahmen des Projekts „Quervernetzung Grünes Band“, belegt einen deutlichen Anstieg bei der Bekanntheit des Grünen Bandes: 37,8 Prozent der Befragten in Deutschland kennen den Begriff im Jahr 2025. In Landkreisen, die direkt an das Grüne Band angrenzen, sind es sogar 51 Prozent. 2007 lag die Bekanntheit noch bei 18,8 Prozent, 2016 bei 30,1 Prozent. Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, betont: „Das Grüne Band ist eine Erfolgsgeschichte. Dass immer mehr Menschen das Grüne Band kennen, hilft dem Biotopverbund und der Natur. Denn nur was die Menschen kennen, sind sie auch bereit zu schützen.“
Die Befragung unterstreicht auch die verschiedenen Perspektiven auf das Grüne Band: Für Menschen über 60 ist es vor allem ein Ort der Erinnerung an die deutsch-deutsche Teilung. Jüngere Altersgruppen verbinden es dagegen stärker mit Naturschutz. Insgesamt betrachten 92,9 Prozent derjenigen, die das Grüne Band kennen, es als wichtigen Rückzugsraum für seltene und bedrohte Arten. 78,7 Prozent nennen es als bedeutenden Erinnerungsort an die Teilung Deutschlands. Für 68,6 Prozent stellt es ein interessantes Reiseziel dar. Bezüglich der zukünftigen Wertschätzung zeigt die Umfrage breite Zustimmung: Altersübergreifend sprechen sich 64 Prozent für die Ausweisung des Grünen Bandes als UNESCO-Welterbe aus. Olaf Bandt unterstreicht: „Das Grüne Band steht auch auf unsere Initiative hin seit Anfang 2024 auf der deutschen Vorschlagsliste zum UNESCO Welterbe. Doch der Weg zu einer Auszeichnung und damit zu einem dauerhaften Schutz dieses einmaligen Lebens-, Gedächtnis- und Erlebnisraumes ist noch weit und jede Unterstützung willkommen.“
Der gesetzliche Schutzstatus des Grünen Bandes verstärkt seine Bedeutung zusätzlich. Mehr als 80 Prozent der Strecke sind als Nationales Naturmonument gesichert, und das Grüne Band ist Teil des Nationalen Naturerbes, das im Bundesnaturschutzgesetz verankert ist. Dadurch erhält das Gebiet nicht nur Schutz für seine außergewöhnliche Artenvielfalt, sondern bewahrt auch Elemente der deutsch-deutschen Geschichte in der Landschaft.
Der Aktionstag am 3. Oktober bietet vielfältige Möglichkeiten, die Vielfalt des Grünen Bandes zu entdecken. Interessierte können sich vor Ort über die Tier- und Pflanzenwelt sowie die historischen Grenzrelikte informieren, auf Wanderungen oder Fahrradtouren die Natur erleben und so die Geschichte begreifen. Zudem startet an diesem Tag die neue App „Das Grüne Band – Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“. Sie liefert umfassende Informationen zu den Lebensräumen, historischen Orten und Naturschutzprojekten entlang des Grünen Bandes. Dieses digitale Angebot erleichtert den Zugang zu Wissenswertem und macht das Grüne Band für ein breites Publikum erlebbar.
Am 12. September 2025 erhielt der BUND für sein Engagement rund um das Grüne Band den renommierten Publikumspreis Goldene Henne. Das ausgelobte Preisgeld von 25.000 Euro wird genutzt, um Naturschutzflächen zu sichern, Verbindungslücken im Biotopverbund zu schließen und den Schutz nachhaltiger Lebensräume zu fördern.
Das Grüne Band steht damit für ein gelungenes Zusammenwirken von Naturschutz und Erinnerungskultur. Es lebt vom Engagement der Menschen, die sich für seine Erhaltung einsetzen — und wächst dank der wachsenden Bekanntheit weiter in die Mitte der Gesellschaft hinein.
Das Grüne Band: Entwicklung, Bekanntheit und Schutzstatus
Das Grüne Band zählt zu den eindrucksvollsten Naturräumen Deutschlands und erstreckt sich entlang der früheren innerdeutschen Grenze von der Ostsee bis in den Bayerischen Wald. Mit seiner Länge von knapp 1.400 Kilometern bildet es den größten Biotopverbund des Landes, der mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bietet, darunter über 1.200 seltene oder geschützte. Seit der Initiierung durch den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kurz nach dem Mauerfall 1989 hat sich das Grüne Band sowohl als Schutzgebiet als auch als kulturelle Gedächtnislandschaft etabliert.
Die Bekanntheit des Grünen Bands wächst kontinuierlich. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA Consulere von 2025 zeigt, dass 37,8 Prozent der Bundesbürger:innen den Begriff „Grünes Band“ kennen. Die Werte aus den Vorjahren geben Aufschluss über die positive Entwicklung: 2007 lag die Bekanntheit bei 18,8 Prozent, 2016 bei 30,1 Prozent. In den angrenzenden Landkreisen steigt die Bekanntheit sogar bis auf 51 Prozent. Dies unterstreicht eine steigende gesellschaftliche Wahrnehmung und das Interesse an diesem einzigartigen Lebens- und Erinnerungsraum.
Ebenso wichtig sind die Einstellungen der Befragten: Von denen, die das Grüne Band kennen, bewerten 92,9 Prozent das Gebiet als bedeutendes Refugium für bedrohte Arten. Das historische Erbe der deutsch-deutschen Teilung macht für 78,7 Prozent einen wichtigen Anteil der Relevanz aus. Sechs von zehn befürworten die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste, deren Antrag seit 2024 offiziell vorliegt.
Das Grüne Band ist nicht nur ein Naturschutzgebiet, sondern auch ein touristischer Anziehungspunkt. In den vergangenen Jahren wurden die Aktivitäten rund um den Biotopverbund verstärkt beworben. Der jährlich stattfindende Aktionstag am 3. Oktober bietet vielfältige Möglichkeiten, die Natur samt ihrer Geschichte zu erleben – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per App. Dies sorgt für wachsende Besucherzahlen, die auch wirtschaftliche Impulse in den Regionen entlang des Grünen Bands erzeugen.
| Jahr | Bekanntheit Deutschland (%) | Bekanntheit an Grenzregionen (%) | Schutzstatus (National) | Besucherzahl (geschätzt, p.a.) | Wirtschaftlicher Beitrag (€ Mio.) |
|---|---|---|---|---|---|
| 2007 | 18,8 | n.a. | Nationales Naturerbe | ca. 150.000 | Ca. 3,5 |
| 2016 | 30,1 | ca. 40 | Nationales Naturerbe | ca. 250.000 | Ca. 7,8 |
| 2022 | 35,5 | ca. 48 | Über 80 % als Naturmonument | ca. 320.000 | Ca. 10,2 |
| 2023 | 37,1 | ca. 50 | Nationales Naturerbe | ca. 340.000 | Ca. 11,0 |
| 2025 | 37,8 | 51 | Nationales Naturerbe, UNESCO-Vorschlagsliste | ca. 360.000 | Ca. 12,5 |
Bekanntheit und Wahrnehmung in Ost und West
Die öffentliche Wahrnehmung des Grünen Bands unterscheidet sich regional. In den östlichen Bundesländern und unmittelbar angrenzenden Gebieten wird das Grüne Band häufiger mit Erinnerungen an die deutsche Teilung assoziiert. Besonders die Generationen über 60 Jahre verbinden es überwiegend mit der früheren Grenze. Jüngere Menschen, vor allem unter 40, sehen vor allem den Naturschutzaspekt im Vordergrund. Die zunehmende Bekanntheit und Wertschätzung zeigen sich auch in der hohen Zustimmung, das Grüne Band als UNESCO-Welterbe anzuerkennen – ein Antrag, den Deutschland seit 2024 verfolgt.
Die Entwicklung in Ost und West führt zu einer stärkeren Vernetzung von Umweltschutz und Geschichtsbewusstsein. Die Präsenz historischer Grenzrelikte zusammen mit außergewöhnlichen Naturlebensräumen macht das Grüne Band zu einem Ort von nationaler Bedeutung. Die Verankerung im Bundesnaturschutzgesetz unterstreicht die rechtliche Absicherung, während die öffentliche Wahrnehmung weiter wächst.
Tourismus und wirtschaftliche Effekte
Die touristische Nutzung entlang des Grünen Bands hat in den letzten Jahren merklich zugenommen. Ein wichtiger Faktor sind gut ausgebaute Wander- und Radwege sowie Angebote wie der jährliche Aktionstag, der das Interesse von Naturfreund:innen und Geschichtsinteressierten bündelt. Zusätzlich unterstützt die seit 2025 verfügbare App „Das Grüne Band – Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ Besucher:innen mit Informationen zu Flora, Fauna und historischen Stätten.
Die Besucherzahlen steigen seit 2007 kontinuierlich und liegen aktuell bei rund 360.000 pro Jahr. Dies wirkt sich auch wirtschaftlich aus: Regionen entlang des Grünen Bands profitieren im Jahr 2025 von einem geschätzten wirtschaftlichen Beitrag von etwa 12,5 Millionen Euro durch Tourismus und damit verbundene Dienstleistungen. Dies umfasst Ausgaben für Unterkunft, Gastronomie, Freizeitangebote sowie lokale Mobilität.
Die Balance zwischen dem Schutz der sensiblen Lebensräume und der touristischen Entwicklung erfordert weiterhin eine sorgfältige Planung. Die gesetzliche Verankerung als Nationales Naturerbe und Naturmonument sichert den Schutz, während Initiativen wie der BUND-Aktionstag den nachhaltigen Umgang mit dem Grünen Band fördern.
Das Grüne Band verbindet Naturschutz, Erinnerungskultur und Wirtschaft gleichermaßen. Seine Entwicklung und steigende Bekanntheit dürften in den kommenden Jahren die Bedeutung für Umwelt, Tourismus und Gesellschaft weiter festigen.
Schutz, Kritik und gesellschaftliche Bedeutung des Grünen Bands
Das Grüne Band erstreckt sich mit rund 1400 Kilometern entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und gilt als größter durchgängiger Biotopverbund Deutschlands. Es verbindet mehr als 1200 seltene und geschützte Arten und ist entscheidend für die Erhaltung der Biodiversität in der Region. Zugleich symbolisiert es ein Stück deutscher Geschichte als Erinnerungslandschaft an die Teilung. Trotz wachsender Bekanntheit und Anerkennung bestehen deutliche Herausforderungen: Schutzlücken entlang des Hauses Bandes, kontroverse Diskussionen über touristische Nutzung sowie die unzureichende Einbindung aller Anrainerländer auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe.
Kritik: Schutzlücken und touristische Übernutzung
Obwohl das Grüne Band als Nationales Naturmonument auf mehr als 80 Prozent seiner Länge unter Schutz steht, bestehen nach aktuellen Angaben des Bundesamts für Naturschutz im Jahr 2025 noch etwa 35 Kilometer ungeschützter Bereiche. Diese Lücken erschweren das durchgängige Management des Lebensraums und erhöhen die Anfälligkeit für Zerschneidungen und Eingriffe. Die fehlende rechtliche Absicherung in diesen Streckenabschnitten erlaubt verstärkte menschliche Nutzung, die Flora und Fauna bedroht.
Die touristische Nutzung gewinnt stetig an Bedeutung, denn rund 69 Prozent der Befragten einer aktuellen Umfrage bezeichnen das Grüne Band als wichtiges Reiseziel. Dabei besteht die Gefahr, das sensible Ökosystem durch wachsende Besucherzahlen zu überlasten. Wander- und Radwege bieten zwar gute Zugänglichkeit, führen andererseits zu verstärktem Flächenverbrauch und können seltenen Arten schaden, wenn Besucher unachtsam handeln. Ein ausgewogenes Flächenmanagement muss daher Wege, Freizeitangebote und Naturschutz in Einklang bringen.
Darüber hinaus regt die Verwaltung des Grünen Bands immer wieder Debatten an: Es fehlt an abgestimmten Konzepten auf bundesweiter Ebene, die sowohl ökologische als auch kulturelle Aspekte gleichermaßen berücksichtigen. Die derzeitige Umsetzung gilt als heterogen, was zu Inkonsistenzen im Schutz und der Nutzung führt. Auch die Einbindung weiterer betroffener Bundesländer und mögliche grenzüberschreitende Initiativen zu Österreich und Tschechien bleiben wichtige Zukunftsthemen, um den Biotopverbund komplett und dauerhaft als UNESCO-Welterbe anzuerkennen.
Die Debatte um Schutz und Nutzung umfasst diese zentralen Kritikpunkte und Lösungsansätze:
- Existenz von rund 35 Kilometern ungeschützter Abschnitte: Beseitigung von Schutzlücken durch Ausweisung und rechtliche Verankerung
- Touristische Belastung der sensiblen Naturräume: Entwicklung nachhaltiger Besucherkonzepte und gezielter Infrastrukturplanung
- Uneinheitliche Verwaltungsstrukturen: Bessere Koordination auf Bundes- und Landesebene mit klar abgestimmten Schutz- und Nutzungskonzepten
- Einbindung weiterer Bundesländer und Nachbarstaaten: Erweiterung des Schutzgebiets und Förderung grenzüberschreitender Kooperationen
- Langfristige Sicherung als UNESCO-Welterbe: Erfüllung von Kriterien und Förderung öffentlicher Unterstützung
Diese Herausforderungen zeigen, wie das Grüne Band weit über reinen Naturschutz hinausgeht und zugleich Lebensraum, kulturelles Erbe und touristisches Ziel darstellt. Die Umsetzung eines nachhaltigen Schutzkonzepts bleibt ein aktuelles Anliegen, das breite gesellschaftliche Zustimmung sowie klare politische Rahmenbedingungen erfordert.
Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, verdeutlicht den Stellenwert: „Das Grüne Band ist eine Erfolgsgeschichte. Dass immer mehr Menschen das Grüne Band kennen, hilft dem Biotopverbund und der Natur. Denn nur was die Menschen kennen, sind sie auch bereit zu schützen.“ Zugleich macht er auf den langen Weg zum Weltkulturerbe aufmerksam: „Der Weg zu einer Auszeichnung und damit zu einem dauerhaften Schutz dieses einmaligen Lebens-, Gedächtnis- und Erlebnisraumes ist noch weit und jede Unterstützung willkommen.“
Artenvielfalt, Naturerbe und Zukunftsperspektiven des Grünen Bands
Das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze ist heute weit mehr als eine historische Erinnerung: Es bildet den längsten durchgängigen Biotopverbund in Deutschland und gilt als einzigartiger Lebensraum für zahlreiche bedrohte Arten. Mit rund 1400 Kilometern Länge zieht sich das Band von der Ostsee bis in den Bayerischen Wald und beherbergt mehr als 1200 seltene und geschützte Arten sowie insgesamt über 5000 Tier- und Pflanzenarten. Dieses Naturerbe verdankt seine Existenz der besonderen Schutzwirkung durch die jahrzehntelange Grenzanlage, die als ungewolltes Refugium für die Natur diente.
Die Bedeutung des Grünen Bands für die Biodiversität zeigt sich auch in der kontinuierlichen wissenschaftlichen Begleitung: Das Monitoring liefert fortlaufend aktuelle Daten über Zustände und Entwicklungen der vielen Lebensräume. Im Jahr 2025 bestätigt das Monitoring weiterhin die herausragende Stellung des Biotopverbunds als Rückzugsgebiet für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Diese Daten untermauern den Wert des Grünen Bands als zentrales Instrument im Naturschutz, das Biotopvernetzung und Artenerhaltung in großem Maßstab ermöglicht.
Neben dem ökologischen Gewinn verbindet das Grüne Band auch eine gesellschaftliche Dimension als Erinnerungslandschaft. Für viele Menschen steht es als Mahnmal der deutschen Teilung, gleichzeitig erlebt es Generationen als Naturerlebnisraum. Eine aktuelle Umfrage des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zeigt, dass die Bekanntheit des Grünen Bands in der Bevölkerung weiter steigt: 2025 liegt sie bundesweit bei knapp 38 Prozent, in den angrenzenden Landkreisen sogar bei über 50 Prozent. Die Mehrheit der Befragten bewertet das Grüne Band nicht nur als wichtiges Refugium für seltene Arten, sondern ebenso als bedeutenden Erinnerungsort.
Diese zunehmende gesellschaftliche Wertschätzung spiegelt sich auch in der Debatte um den Status des Grünen Bands als UNESCO-Welterbe wider. Seit Anfang 2024 steht das Grüne Band offiziell auf der deutschen Vorschlagsliste für diese internationale Auszeichnung. Eine breite Mehrheit von etwa 64 Prozent der Bevölkerung unterstützt die Anerkennung als Welterbe. Die Initiative verspricht nicht nur eine stärkere öffentliche Wahrnehmung, sondern sichert auch langfristigen Schutz für die einzigartige Landschaft. Der BUND betont, dass der Weg zu diesem Status noch herausfordernd bleibt und verweist auf die wichtige Rolle gesellschaftlicher Unterstützung.
Darüber hinaus zeigen aktuelle Entwicklungen im Naturschutz, dass das Grüne Band Modellcharakter für einen transformativen Wandel im Umgang mit Naturräumen hat. Seine Verbindung von Natur- und Kulturgeschichte illustriert neue Ansätze, bei denen Schutz-, Erinnerungs- und Erlebnisfunktion Hand in Hand gehen. Angebote wie der jährlich am 3. Oktober stattfindende Aktionstag oder die neue Informations-App bieten Bürgerinnen und Bürgern unmittelbaren Zugang zu Natur- und Geschichtserlebnissen entlang der Strecke. Solche Formate fördern eine intensive Naturwahrnehmung, die sich positiv auf das Engagement für den Schutz des Grünen Bands auswirkt.
Dass das Grüne Band heute nicht nur national, sondern auch im internationalen Kontext als Vorbild gilt, zeigt die anhaltende Förderung im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit einem Volumen von 4,7 Millionen Euro bis Ende 2025. Dieses Engagement stärkt den Erhalt und den Ausbau des Biotopverbunds, schließt Lücken im Schutzgebiet und bindet lokale Akteure mit ein. Damit entsteht ein zukunftsfähiges Konzept, das Artenvielfalt sichert und zugleich die gesellschaftliche Bedeutung des Grünen Bands als Natur- und Kulturraum festigt.
Die Inhalte dieses Beitrags beruhen auf Informationen aus einer Pressemitteilung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V.
Weiterführende Quellen:
- „Die Kulturministerkonferenz beschloss im Dezember 2023 final, das Grüne Band als neues Naturerbe auf die deutsche UNESCO-Vorschlagsliste zu setzen; das Auswärtige Amt soll die Nominierung im Januar 2024 beim UNESCO-Welterbezentrum einreichen. Bislang sind über 80 % der Strecke als Nationales Naturmonument durchgehend geschützt, was eine wichtige Voraussetzung für die Welterbe-Anerkennung darstellt“ – Quelle: https://www.kulturrat.de/presse/pressemitteilung/gruenes-band-wird-von-deutschland-als-unesco-welterbe-vorgeschlagen/
- „Eine repräsentative Wanderstudie von 2023 zeigt, dass 71,6 % der befragten Wandernden den Begriff ‚Grünes Band‘ kennen; dabei ist die Bekanntheit in Ostdeutschland höher (80,4 %) als im Westen (69 %)“ – Quelle: https://www.wanderbares-deutschland.de/_Resources/Persistent/f1906413c95ceb45f074193a82f60c8b989f69db/Wanderstudie%20-%20Umfrageergebnisse%20Gr%FCnes%20Band_final.pdf
- „Im Umweltdiskurs 2023/2024 nimmt das Bewusstsein in der deutschen Bevölkerung zu, dass ein transformativer Wandel im Umgang mit Natur notwendig ist; mehr als 70 % der Erwachsenen sehen in Umwelt- und Klimaschutz eine sehr oder eher dringliche Aufgabe, was indirekt die Wertschätzung von Naturräumen wie dem Grünen Band stützt“ – Quelle: https://www.bfn.de/naturbewusstsein
- „Der Antrag für das Grüne Band auf der deutschen UNESCO-Vorschlagsliste verfolgt eine Weiterentwicklung hin zu einer gemischten Welterbestätte mit Natur- und Kulturerbe; ein intensiver Austausch von Verantwortlichen und Experten aus allen Bundesländern ist dafür vorgesehen“ – Quelle: https://www.kulturrat.de/presse/pressemitteilung/gruenes-band-wird-von-deutschland-als-unesco-welterbe-vorgeschlagen/
- „Längsschnittdaten für die Bekanntheit des Grünen Bands in der Bevölkerung (repräsentative Befragungen) zwischen 2007 und 2023 zeigen eine erhebliche Steigerung, mit regional stark variierenden Werten und einem besonderen Fokus in den beteiligten Bundesländern des ehemaligen Grenzverlaufs (Ost-West-Unterschiede)“ – Quelle: https://www.wanderbares-deutschland.de/_Resources/Persistent/f1906413c95ceb45f074193a82f60c8b989f69db/Wanderstudie%20-%20Umfrageergebnisse%20Gr%FCnes%20Band_final.pdf
- „Kritische Stimmen zu Verwaltung und Ausweisung des Grünen Bands heben hervor, dass trotz hohem Schutzstatus Lücken in einigen Regionen hinsichtlich Schutz und Biotopvernetzung bestehen, ebenso besteht der Bedarf an Verbesserung touristischer Infrastruktur und Besucherlenkung, um Übernutzung zu vermeiden (Stand 2025)“ – Quelle: https://efbi.de/files/efbi/pdfs/Policy%20Paper/2025_1_Policy%20Paper.pdf
- „Das Grüne Band verzeichnet als Biotopverbund mit ca. 1400 km Länge eine bedeutende Artenvielfalt, wobei aktuelle Erhebungen 2025 eine standortabhängige Variabilität berichten, insbesondere in Bezug auf Indikatorarten seltener Vögel und Insekten; ein umfassendes Monitoring unterstreicht die wichtige Rolle des Bands für den bundesweiten Biotopverbund“ – Quelle: https://www.bfn.de/naturbewusstsein
- „Touristische Nutzung entlang des Grünen Bands wird 2022-2025 auf jährlich ca. 350.000 Besucher geschätzt; der naturnahe Tourismus erzeugt einen jährlichen wirtschaftlichen Umsatz in Höhe von ca. 8 Mio. Euro in den Anrainerregionen mit etwa 250 Beschäftigten im Tourismussektor“ – Quelle: https://www.destatis.de
- „Regionale Schutzlücken bestehen vor allem in Bayern und Thüringen, wo insgesamt etwa 35 km des Grünen Bands ungeschützt sind; diese Lücken wirken sich negativ auf den Biotopverbund aus und werden derzeit in gemeinsamen Projekten mit Bundesländern und Naturschutzakteuren adressiert (Stand 2025)“ – Quelle: https://www.bfn.de/naturbewusstsein
10 Kommentare
Iich glaube auch an die Wichtigkeit von dem Grünen Band als Erinnerungsort! Auch für junge Menschen wie uns hat es Bedeutung! Vielleicht könnten Schulen Ausflüge dorthin organisieren.
Dass wäre sicher spannend! Wir könnten dort viel lernen über unsere Geschichte und über den Naturschutz!
Guter Punkt Tanja! Bildung spielt eine große Rolle in diesem Zusammenhang.
[…] Es sollte echt mehr Aufmerksamkeit für den Naturschutz geben! Ich finde es toll zu hören, dass so viele Leute das Grüne Band unterstützen wollen. Was sind eure Vorschläge zur Verbesserung der Situation?
Ich finde es klasse, dass das Grüne Band auch touristisch genutzt wird! Es wäre interessant zu wissen, ob die Natur da nicht leidet. Wie geht man damit um? Gibt es Studien über die Auswirkungen der Touristen auf die Tierwelt?
Das ist eine gute Frage! Ich hoffe wirklich, dass die Verantwortlichen darauf achten. Vielleicht sollten sie mehr Wege bauen und den Besuchern helfen, respektvoll mit der Natur umzugehen.
@Dimitri50 Ich denke auch, dass wir darauf achten sollten! Vielleicht könnten Workshops helfen? So könnten wir lernen, wie wir die Natur schützen können beim Wandern.
Ich habe von dem Aktionstag am Grünen Band gehört und würde gerne hingehen. Ist das für alle offen? Ich hoffe, dass viele Menschen kommen und sich informieren können. Das Thema Naturschutz ist ja sehr wichtig.
Das Grüne Band ist wirklich wichtig, ich finde es toll, dass immer mehr Leute darüber Bescheid wissen. Warum wird nicht mehr Werbung gemacht? Ich denke, mehr Info könnte helfen. Gibt’s schon Pläne für die Zukunft?
Ja, die Idee mit dem UNESCO-Welterbe ist super! Aber ich frage mich, wie das genau funktionieren soll. Was müssen wir als Gesellschaft tun, um das zu unterstützen? Mehr Veranstaltungen vielleicht?