Brüssel-Protest gegen Google-Monopol: 150.000 Stimmen fordern EU-Kommission zur Google-Zerschlagung im Kartellverfahren auf

Am 22. September 2025 versammeln sich LobbyControl, Rebalance Now, WeAct von Campact und WeMove Europe mit dem PeoplevsBigTech-Bündnis zu einer symbolischen Protestaktion vor dem Berlaymont-Gebäude in Brüssel. Mit über 150.000 gesammelten Unterschriften fordern sie die EU-Kommission angesichts der jüngsten 2,95-Milliarden-Euro-Kartellstrafe auf, Google notfalls zu zerschlagen. Die Aktivist:innen wollen mit dem zerschlagenen Logo Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera den Rücken stärken und ein klares Signal für konsequentes Vorgehen gegen Monopolpraktiken großer Tech-Konzerne setzen.
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– 5. September: EU-Kommission verhängte 2,95-Milliarden-Euro-Kartellstrafe gegen Google wegen Online-Werbung.
– Am 22.09.2025, 10:30 Uhr Protestaktion am Brüsseler Schuman-Kreisel gegen Google-Monopol.
– Über 150.000 Unterschriften fordern Google-Zerschlagung und symbolisches Zerschlagen des Unternehmenslogos.

Protest gegen Google in Brüssel: Symbolische Zerschlagung des Monopolgiganten

Die EU-Kommission hat am 5. September 2025 eine Rekordstrafe von 2,95 Milliarden Euro gegen Google verhängt. Grund ist der Vorwurf missbräuchlicher Praktiken im Bereich der Online-Werbung. Innerhalb von 60 Tagen muss Google nun darlegen, wie der Konzern sein Monopolproblem lösen will. Kommissionsmitglied Teresa Ribera machte dabei deutlich: „Andernfalls ist auch eine Zerschlagung von Google möglich.“

Vor diesem Hintergrund rufen verschiedene Organisationen wie LobbyControl, Rebalance Now, die Petitionsplattformen WeAct von Campact und WeMove Europe zum öffentlichen Protest auf. Sie haben zusammen mehr als 150.000 Unterschriften für eine Zerschlagung von Google gesammelt und finden dabei Unterstützung durch das PeoplevsBigTech-Bündnis.

Geplant ist eine Protestaktion in Brüssel in Sichtweite des Berlaymont-Gebäudes der EU-Kommission. Dort wird am Montag, 22. September 2025, von 10.30 bis 11.15 Uhr symbolisch das Google-Logo zerschlagen. Ziel der Aktion ist es, Wettbewerbskommissarin Ribera den Rücken zu stärken und ein entschlossenes Vorgehen gegen Google und andere dominierende Tech-Konzerne zu fordern – trotz politischen Drucks insbesondere aus den USA.

Mit dieser öffentlichkeitswirksamen Aktion wollen die Initiatoren verdeutlichen, dass die Frage nach fairen Wettbewerbsbedingungen auf dem digitalen Markt zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Protestierenden betonen, dass die Machtkonzentration bei wenigen großen Technologieunternehmen den freien Wettbewerb und letztlich die Wahlfreiheit der Verbraucherinnen und Verbraucher einschränkt. Die Entscheidung der EU-Kommission ist ein wichtiger Schritt, der nun von einer konsequenten Umsetzung begleitet werden muss, um die marktbeherrschende Stellung von Google wirksam einzuschränken.

Zäsur für die Tech-Industrie: EU-Kartellrecht setzt globalen Standard

Das starre Vorgehen der Europäischen Union gegen Google markiert einen Wendepunkt für die internationale Technologiebranche. Mit einer Rekordstrafe von 2,95 Milliarden Euro wegen missbräuchlicher Praktiken im Online-Werbemarkt sendet die EU ein klares Signal: Die Spielregeln für digitale Giganten ändern sich. Diese Entscheidung geht über die EU-Grenzen hinaus und prägt den Wettbewerb auf dem globalen Markt neu. Für Nutzerinnen und Nutzer in Europa bedeutet dies mehr Schutz vor marktbeherrschenden Monopolen, die Innovation und Vielfalt im digitalen Alltag einschränken können. Für die Tech-Branche ist die Maßnahme eine Warnung: Monopole, die den Markt verzerren, werden auch politisch konsequent angegangen.

Kartellrecht funktioniert hier nicht nur als Instrument gegen Wettbewerbsverzerrung, sondern auch als Schutzmechanismus für Verbraucherinnen und Innovationen. Denn faire Wettbewerbsbedingungen schaffen Raum für neue Anbieter, die mit frischen Ideen und Technologien den Markt beleben. Die Haltung der EU-Kommission signalisiert eine Verschärfung im Umgang mit internationalen Konzernen, die ihre Marktmacht zu Lasten von Mitbewerbern und Kundinnen missbrauchen. Die Competition-Kommissarin Teresa Ribera kündigte sogar an, dass bei einer unzureichenden Lösung das Szenario einer Zerschlagung von Google nicht ausgeschlossen ist – ein drastischer Schritt, der in der Tech-Welt für Aufsehen sorgt.

Wettbewerb im digitalen Zeitalter

Die digitale Wirtschaft lebt von Wettbewerb und Innovation. Doch wenn einzelne Player dominant werden und ihre Marktmacht zu aggressiven Geschäftsstrategien nutzen, gerät das Gleichgewicht ins Wanken. Die EU setzt dem durch ihr umfassendes Kartellverfahren klare Grenzen. Sie will verhindern, dass die breite Kontrolle über Werbedaten und Werbenetzwerke einem einzigen Unternehmen wie Google überlassen bleibt. Dieses Monopol schränkt andere Unternehmen ein und beeinflusst letztlich die Vielfalt und Qualität digitaler Angebote.

Kartellrecht als Schutz für Verbraucher und Innovation

Das Kartellrecht wirkt hier gleich doppelt: Zum einen schützt es Verbraucher vor unlauteren Praktiken und möglichen Preis- oder Qualitätsnachteilen. Zum anderen sichert es auch die Dynamik des Marktes, indem es Innovation fördert und neue Wettbewerber unterstützt. Google selbst steht unter Druck, Lösungen vorzulegen, die entweder die Marktmacht zügeln oder die Konsequenzen einer Zerschlagung in Kauf nehmen.

Für Europa ist das Vorgehen ein Beispiel dafür, wie Regulierung in der digitalen Wirtschaft gestaltet werden kann – nicht nur als bürokratischer Eingriff, sondern als Mittel zur Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen und demokratischer Teilhabe. Die Entscheidung der EU-Kommission hat das Potenzial, weltweite Maßstäbe zu setzen und den Umgang mit mächtigen Tech-Konzernen auch in anderen Regionen nachzuzeichnen.

Diese Entwicklungen sind eine direkte Reaktion auf die wachsende Kritik an den Machtkonzentrationen im Digitalmarkt und zeigen, wie der Rechtsrahmen im digitalen Zeitalter neu ausgelotet wird. Der Aufwand, der in das Verfahren gegen Google investiert wird, und die Breite der gesellschaftlichen Debatte unterstreichen die Bedeutung des Themas für Verbraucher, Wirtschaft und Politik gleichermaßen.

Unsere Informationen zur Protestaktion gegen Google basieren auf einer Pressemitteilung von LobbyControl.

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